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LYRIK Gottfried Arnold (1666-1714) - Poetische Werke 19

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Gottfried Arnold (1666-1714)

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Poetische Werke 19

127.

Buchstabe-Geist.

So soll den Dinten und Papier
Euch Gottes Wort ins Hertze schreiben?
Wie weit geht gleichwol die Begier?
Soll nun der Schall euch nur eintreiben
Die volle Lebens-Krafft/
So Gottes Geist selbst schafft/
Wie lange wollt ihr Kinder seyn/
Und nicht zum Wesen gehen ein?

Ihr spielt als wie mit Puppen-Zeug/
Schwächt selber eure Stärcke/
Bleibt immer kindisch/ zart und weich;
Meynt ihr/ daß man nicht mercke/
Euch graue vor dem Licht/
Das auß Gott hell anbricht?
Ich rath/ schließt nicht die Augen zu/
Sonst kommt ihr nicht zu voller Ruh.

Wie könnt ihr andre Seelen noch
Mit diesen Dingen plagen?
Den legt ihr auff das harte Joch/
Im Schreiben/ Lesen/ Sagen/
Daß ja an dem Geschrey
Und Schall kein Ende sey.
Ach! wenn doch in der stillen Still
Geschähe willig Gottes Will!

Göttliche Liebesfunken, Erster Teil 19

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