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LYRIK Gottfried Arnold (1666-1714) - Poetische Werke 15

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Gottfried Arnold (1666-1714)

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Poetische Werke 15

97.

Spatzier-Gedanken.

1.
Ihr Hügel/ die ihr mich noch kennet/
Erinnert euch der grossen Lust/
die jenesmahl mir war bewust/
Als ich das Paradiß euch nennet.
Ihr Auen die ihr kont ergetzen/
Vergönnet mir/ daß ich die Freud/
Die mir der Herr bey euch bereit/
Dem Edens-Platz mag ähnlich schätzen/
Da spielte der Einfalt vollkommene Treue/
Und knüpffte die Bande der Hertzen auffs neue.

2.
Es musten frohe Lieder schallen/
Die Vögel musten Zeugen seyn/
Der schnelle Bach der stimmte ein/
Gott könt der Umbgang wol gefallen.
Die Creatur must uns bedienen/
Es lacht uns alles lieblich an/
Wir traten auff der Liebe Bahn/
Und lobten unsern Gott im grünen/
Man hatte der Städte Getümmel vergessen/
Und ware den Sorgen und Kummer entsessen.

3.
Ihr Zweige/ laßt die Blätter fallen/
Die ihr damahls so schön geblüht/
Und nun die Kräffte einwärts zieht.
Doch soll bey euch noch wieder schallen/
Nach dem ihr lang betrübt gesehen/
Was der und jener liebes weiß/
Und was er weiß von Gottes Preiß.
Ihr sollt bald wieder grünend stehen/
Wenn euch die erhöhete Sonne anblicket/
Und unsere Sonne die Hertzen erquicket.

Göttliche Liebesfunken, Erster Teil 15

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