L Y R I K
LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 89

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Poetische Werke 89

Der Geschäftsmann

Es walten drei Hammer in lustigem Schlag,
Sie schmieden in Gluthen mein Leben,
Vom Weltrauch gedunkelt erbleichet der Tag,
Ich schau sie mit ahndendem Leben.

Die Nothdurft ergreift mich mit haltender Zang
Und hält mich hier fest und verbogen,
Der härteste Hammer ertönet jetzt bang',
Er hat mich zum Leben erzogen.

Der andere Hammer schlägt dumpfig und breit,
Er drückt mich mit Lehren der Alten,
Ich bin hier zum Lernen noch gar nicht bereit,
Da muß ich beim dritten erkalten.

Der schlägt mir durch's Innre ein viereckig Loch,
Mich nagelt an's Pflugholz zum Schneiden,
Es ziehet mich jedes Paar Ochsen am Joch,
Ihr Vorsitz will's Leben verleiden.

Ich werde nun dünner, ich werde nun blank,
Im Feld' ist kein Blümchen geblieben,
Für diese Beschwerden, zum herrlichen Dank
Werd' ich nun vom Saatfeld vertrieben.

Ausgehn dem Geschäftsmann frühe die Haar',
Der Plüsch ist vom Sitzen geschoren;
Ein ander Systemchen im anderen Jahr
Und alle die Müh' ist verloren.

Mein Stammbuch 87 Lieder aus einem ungeschriebenen Roman 27

◀◀◀ ▶▶▶


Gedichte:

Anfänge

Titel

Zeilen

Autor - Anfänge

Autor - Titel

Wortschatz

OPERONE