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LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 710

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 710

Liebeswünsche

Auf der Welt hab ich kein Freud,
Ich hab ein Schatz und der ist weit;
Wenn ich nur mit ihm reden könnt,
So wär mein ganzes Herz gesund.

Frau Nachtigall, Frau Nachtigall!
Grüß meinen Schatz viel tausendmal;
Grüß ihn so hübsch, grüß ihn so fein,
Sag ihm er soll mein eigen seyn.

Und komm ich vor ein Goldschmidtshaus,
Der Goldschmidt schaut zum Fenster raus;
Ach Goldschmidt, liebster Goldschmidt mein!
Schmied mir ein feines Ringelein.

Schmied's nicht zu groß, schmied's nicht zu klein,
Schmied's für ein schönes Fingerlein;
Auch schmied mir meinen Namen dran,
Es solls mein Herzallerliebster han.

Hätt ich ein Schlüssel von rothem Gold,
Mein Herz ich dir aufschliessen wollt,
Ein schönes Bild das ist darein,
Mein Schatz es muß dein eignes seyn.

Wenn ich nur ein klein Waldvöglein wär,
So säß ich auf dem grünen Zweig;
Und wenn ich genug gepfiffen hätt,
Flög ich zu dir, mein Schatz ins Reich.

Wenn ich zwey Taubenflügel hätt,
Wollt fliegen über die ganze Welt;
Ich wollt fliegen über Berg und Thal,
Hin wo mein Herzallerliebster wär.

Und wann ich endlich bey dir wär,
Und du redst dann kein Wort mit mir;
Müßt ich in Trauren wieder fort,
Adje mein Schatz, adje von dir.

Des Knaben Wunderhorn 495 Band 3 - 71

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