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LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 65

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 65

Die Doppelkrone

Ein König sich einst müde trug
An seines Ahnherrn Schwerte,
Da schlief er ein auf seinem Thron,
Erschien sich selber da zum Hohn
Als Zimmermann der Erde.

Sein Meister war der Ahnherr gut,
Und er im Traum Geselle,
Sie zimmerten die Spitz am Thurm,
Manch Menschlein unten wie ein Wurm
Scheu krümmt sich's vor der Stelle.

Der Meister hat den Thurm erdacht,
Doch der Geselle meinte,
Weil er doch alles mitgemacht,
Er hätt' ihn auch allein vollbracht;
Vor Gram der Meister weinte.

Der Meister nahm in Wuth die Axt,
Bestieg des Kreuzes Balken,
Der hing da in der Luft allein,
Die Axt schlug er am End' hinein,
Wo sonst nur Krähn und Falken.

Befahl nun dem Gesellen kalt,
Die Axt zurück zu holen,
Und der Geselle geht als Held;
»Ich sehe zwei!« dann schreit und fällt,
Der Teufel muß ihn holen.

Du rühmst dich, Nachbarkönig, oft,
So mag dich darum grauen,
Doch siehst du doppelt schon die Kron,
Dann stürz' ich mich mit dir vom Thron,
Der Teufel möcht' dir trauen,
Du könntest lernen schauen.

Mein Stammbuch 63 Lieder aus einem ungeschriebenen Roman 3

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