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LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 64

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 64

Die Krone

Es war ein alter König,
Der hatt' 'ne schöne Magd;
Da freut' er sich nicht wenig,
Weil sie ihm wohl behagt.

Er läßt die Ritter laden,
Zu seinem Hochzeitfest.
»Es wird dir wahrlich schaden!«
Sagt Einer seiner Gäst.

Da sprechen sie gleich alle:
»Wir bleiben dir nicht treu,
Wenn du uns aus dem Stalle
Die Königin holst herbei.«

Er nimmt vom Haupt die Krone,
Er sieht sie schweigend noch an,
Und wirft sie von dem Throne
Auf den ersten, besten Mann.

Und ruft: »Wer sie gefangen,
Der soll mein König sein,
Ich hab' nicht mehr Verlangen
Zu herrschen ledig allein.«

»Es mag ein jeder werden
Was ich gewesen bin,
Dieweil ich nun auf Erden
Erst lustig worden bin!«

Auf den die Kron' gefallen,
Dem schlug sie ein das Hirn,
Das war der Eine von allen,
Der mit der frechen Stirn.

Ja wem die Krone fallen,
Dem fällt ein schweres Loos,
Doch vielen sie gefallen,
So wird er sie bald los!

Mein Stammbuch 62 Lieder aus einem ungeschriebenen Roman 2

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