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LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 602

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 602

Der Habersack

Altes fliegendes Blat aus 1500.

Und wollt ihr hören singen,
Ich sing ein neues Lied,
Von einem feinen Fräulein,
Und wie es dem ergieng,
Sie war genannt der Habersack,
Gott geb ihr einen guten Morgen,
Und einen guten Tag,

Tag und Tag und aber Tag
Mit der ich heut Nacht sprach.

Das Fräulein, das war weise,
Mit seinen Worten klug,
Wie bald nahm sie den Habersack,
Ihn zu der Mühle trug,
Nun seh, du lieber Müller mein,
Den Haber sollst du mahlen,
Wohl um den Willen mein,

Dein und mein und aber dein,
Es soll verschwiegen sein.

Der Müller nahm den Haber
Und schütt ihn auf die Rell,
Er konnt ihn nie gemahlen,
Es war sein Ungefäll,
Er mahlt die Nacht, bis an den Tag,
Gott geb ihm einen guten Morgen,
Und einen guten Tag,

Tag und Tag und aber Tag,
Mit der ich heut Nacht sprach.

Der Müller nahm die Stiefel,
Streift sie an seine Bein,
Er gieng die Gassen auf und ab,
Und sang ein Liedlein klein,
Er sang ein Lied vom Habersack,
Gott geb ihr ein guten Morgen,
Und einen guten Tag,

Tag und Tag, und aber Tag,
Mit der ich heut Nacht sprach.

Das hört des Müllers Knechte
In seinem Kämmerlein,
Er dacht in seinem Sinne,
Es wär ein Fräulein fein,
Es wär ein Fräulein minniglich,
Wollt Gott sollt ich sie schauen,
Wohl durch den Willen mein,

Dein und mein und aber dein,
Es sollt verschwiegen sein.

Des Knaben Wunderhorn 386 Band 2 - 179

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