L Y R I K
LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 552

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 552

Springel- oder Lange-Tanz

Dithmarsische Kronik.

Dat geit hir gegen den Sommer, gegen de leve Sommertidt,
De Kinderken gahn spehlen an dem Dahl, dat sprack en Wyff.
»Ach Mönnecken min leve Moder, moste ick aldar tom Aventanz gahn
Dar ick hör de Pipen gahn und de leven Trummel schlan!«
Ach neen! min Tochter nichten dat, du schalt, du schalt schlaapen gahn.
»Ach Mönnecken min, dat deit my de Noth, dat deit my de Noth.
Kann ick tom Avend-Tanz nich, so mut ick sterven doth.«
Ach neen du myn Dochter, alleen schalst du nich gahn,
So weck op dienen Broder und lath em mit dy gahn.
»Min Broder is junk, is man en Kind, ick weck em altes nicht,
Vielmehr weck ick een andern Mann, den ick sprecken schall.«
O Dochter myn, Gott geve dy grot Heil, Gott geve dy grot Heil,
Nu ick dy nich stören kan, so gah du all dar hen.
Do se tom Avenddanz kahm, to de Kinder speele gahn,
Se leth er Ogen herummer gahn, ehr se den Richter fand,
De Richter de was grot, he toeg aff synen Hoet,
He toeg aff synen Hoet, he küssede se vör den Mund
An den Tanz dar se stund.

Des Knaben Wunderhorn 336 Band 2 - 129

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