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LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 526

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 526

Höllisches Recht

Mündlich.

Es ging ein Hirt gar früh austreiben,
Er hört' ein kleines Kindlein schreien.
Kindelein ich hör' dich und seh dich nicht.
»Ich bin in einem hohlen Baum
Und mit eichenen Rüthlein g'deckt.
Ach Alter nimm mich mit zu Haus,
Mein' Mutter hat Hochzeit zu Haus.«
Als er das Kind zur Thür nein bracht:
»Grüß euch Gott ihr Hochzeitgäst,
Dieweil die Braut mein Mutter ist.«
Wie soll ich denn dein Mutter sein,
Ich trage ja ein Kränzelein?
»Tragst du ein Kränzelein rosenroth,
Du hast schon drei Kinder todt.
's erst hast ins Wasser geschmissen,
's ander hast in Mist vergraben,
's dritt' in einen holen Baum,
Und mit eichenen Rüthlein zugedeckt.«
Ach wie kann das möglich seyn!
Kam der Teuffel zum Fenster hinein,
Und nahm sie bei ihrer schneeweissen Hand,
Thut mit ihr den Ehrentanz
Und führt sie in die höllische Pein.

Des Knaben Wunderhorn 310 Band 2 - 103

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