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LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 439

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 439

Letzter Zweck aller Krüppeley

Altes Manuscript.

O süße Hand Gottes!
Ermuntre mein Herz,
Mach, daß ich mein Unglück
Ertrage mit Scherz.
Es dünkt mich, als wenn Gott,
Balon mit mir schlüg.
Je stärker er schläget,
Je höher ich flieg.

Ich als ein klein Bäumlein,
Im Garten da bin,
Gott selbst ist der Gärtner,
Und biegt mich zu ihm,
Er stutzet und butzet
Noch immer mein Zweig,
Daß ich soll aufwachsen,
Und höher aufsteig.

Ich muß es bekennen,
Gott hobelt mich sehr,
Er schneidt mich, er haut mich,
Doch fällt mirs nicht schwer,
Willst wissen warum?
Ich halte dafür,
Gott wollt ja gern schnitzeln,
Ein Engel aus mir

Es kränket mich gar nicht,
Daß ein Krüppel ich bin,
Wer weiß ob nicht eben
Ein Glücksstern darin.
Gott ist ja so gar sehr
In die Krüpplein verliebt,
Weil er für sich selbsten
Sein Kurzweil drin geübt.

Des Knaben Wunderhorn 223 Band 2 - 6

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