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LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 341

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 341

Die Prager Schlacht

Fliegendes Blat aus dem siebenjährigen Kriege.

Als die Preussen marschirten vor Prag,
Vor Prag, die schöne Stadt.
Sie haben ein Lager geschlagen,
Mit Pulver und mit Bley ward's betragen,
Kanonen wurden drauf geführt,
Schwerin hat sie da kommandirt.

Darauf rückte Prinz Heinrich heran,
Wohl mit achzig tausend Mann:
»Meine ganze Armee wollt ich drum geben,
Wenn mein Schwerin noch wär am Leben!«
O, ist das nicht eine große Noth,
Schwerin ist geschossen todt!

Drauf schickten sie einen Trompeter hinein:
Ob sie Prag wollten geben ein?
Oder, ob sie's sollten einschießen?
Die Bürger ließen sichs nicht verdrießen,
Sie wollten die Stadt nicht geben ein,
Es sollte und müßte geschossen seyn.

Wer hat dies Liedlein denn erdacht?
Es habens drey Husaren gemacht,
Unter Seydlitz sind sie gewesen,
Sind auch bey Prag selbst mitgewesen:
Victoria, Victoria, Victoria,
König von Preussen ist schon da!

Des Knaben Wunderhorn 125 Band 1 - 125

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