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LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 284

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 284

Vertraue

Mündlich.

Es ist kein Jäger, er hat ein Schuß,
Viel hundert Schrot auf einen Kuß:
»Feins Lieb, dich ruhig stelle,
Und willst du meinem Kuß nicht stehn,
So küßt dich mein Geselle.«

»Mein Kuß ist leicht, wiegt nur ein Loth,
Du wirst nicht bleich, du wirst nicht roth,
Du brauchst dich nicht zu schämen,
Ich will den schwarzen Vogel dir
Vom Haupt herunter nehmen.«

»Feins Lieb sitz still im grünen Moos,
Der Vogel fällt in deinen Schoos,
Wohl von des Baumes Spitzen;
In deinem Schoose stirbt sich gut,
Feins Lieb bleib ruhig sitzen.«

Sie wollt nicht trauen auf sein Wort,
Brauns Mädelein wollt springen fort,
Der Schuß schlug sie darnieder;
Der schwarze Vogel von dem Baum
Schwang weiter sein Gefieder.

»Mein Kuß ist leicht, wiegt nur ein Loth,
Du wirst nicht bleich, du wirst nicht roth,
Brauchst dich nicht mehr zu schämen,
In deinem Schoose stirbt sichs gut.«
Er thät sichs Leben nehmen.

Des Knaben Wunderhorn 68 Band 1 - 68

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