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LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 280

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 280

Friedenslied

Fliegendes Blat aus dem siebenjährigen schlesischen Kriege.

Angenehme Taube,
Die der Väter Glaube
Längst gesehen hat;
Lasse dich hernieder,
Hier sind Jesu Glieder,
Hier ist Gottes Stadt;
Halte Rast,
Erwünschter Gast
In den Herzen,
Die verlangen,
Dich jetzt zu empfangen.

Setze dich auf jeden,
Und laß deinen Frieden
Ueberalle seyn;
Wie du dich erhebest,
Auf dem Wasser schwebest,
So kehr bey uns ein.
Zeig uns hier
Das Oehlblatt für,
Als ein höchst erwünschtes Zeichen,
Daß die Fluthen weichen.

Was du abgebrochen,
Ist uns längst versprochen,
Und dieß edle Blat
Ist vom Lebensbaume,
Der in Edens Raume
Längst gegrünet hat.
Träuft es doch
Vom Oehle noch,
Welches Jesus lassen fließen,
Als er leiden müssen.

O Geruch des Lebens!
Der uns nicht vergebens
Unser Herz erquickt;
Dieses Oehlblatt kühlet,
Daß man Lindrung fühlet,
Wenn das Kreuze drückt.
Es giebt Kraft und Lebenssaft,
Wenn es wohl wird aufgebunden,
Heilt es alle Wunden.

Bothe von dem Himmel,
Dringe durchs Getümmel,
Dieser eitlen Welt;
Und mach eine Stille,
Daß ein Herz, ein Wille,
Uns zusammen hält.
Laß das Blat,
Das dein Mund hat,
Unser aller Lippen rühren,
Deine Stimme führen.

Macht die Feuerschlange,
Uns gleich angst und bange,
Hat sie doch nicht Macht,
Unsern Leib zu tödten,
Jetzt in Kriegesnöthen,
Weil ja Jesus wacht.
Jesus schützt,
Wenns kracht und blitzt,
Jesus will die Seinen decken,
Wenn Kanonen schrecken.

Nun du Himmelstaube,
Unser aller Glaube
Nimmt dich zu uns ein;
Wohnest du bei keinen,
Als nur bey den Reinen,
Ach so mach uns rein.
Taubenart
Bringt Himmelfahrt,
Bring uns den lieben Frieden
Von dem Sternen-Hügel.

Des Knaben Wunderhorn 64 Band 1 - 64

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