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LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 257

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 257

Geht dir's wohl, so denk an mich

Mündlich.

Er.

Wenn ich geh vor mir auf Weg und Straßen,
Sehen mich schon alle Leute an,
Meine Augen gießen helles Wasser,
Weil ich gar nichts anders sprechen kann.
Ach wie oft sind wir beysamm gesessen
Manche liebe halbe stille Nacht,
Und den Schlaf den hatten wir vergessen,
Nur mit Liebe ward sie zugebracht.
Spielet auf ihr kleinen Musikanten,
Spielet auf ein neues neues Lied,
Und ihr Töne, liebliche Gesandten,
Sagt Ade, weil ich auf lange scheid.

Musikanten.

Ach in Trauren muß ich schlafen gehn,
Ach in Trauren muß ich früh aufstehn,
In Trauren muß ich leben meine Zeit,
Dieweil ich nicht kann haben, die mein Herz erfreut.

Sie.

Ach ihr Berg und tiefe, tiefe Thal,
Seh ich meinen Schaz zum lezten Mahl?
Die Sonne, der Mond, das ganze Firmament,
Die sollen mit mir traurig seyn bis an mein End.

Musikanten.

Ach in Trauren muß ich schlafen gehn,
Ach in Trauren muß ich früh aufstehn,
In Trauren muß ich leben meine Zeit,
Dieweil ich nicht kann haben, die mein Herz erfreut.

Sie.

Geht dirs wohl, so denke du an mich,
Gehts dir übel, so kränkt es mich,
Wie froh wollt ich schon seyn, wenns wohl dir geht,
Wenn schon mein jung frisch Leben in Trauren steht.

Er.

Ach ihr Berge und tiefe tiefe Thal,
Ach ihr seht mein Lieb noch tausendmal,
Ach tausendmal ihr tiefe tiefe Thal,
Ihr steht doch ewig ferne, ich nur bin ihr nah.

Des Knaben Wunderhorn 41 Band 1 - 41

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