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LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 187

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 187

Zauberei

Klagt ihr Mahler, die mich küßten,
Vor dem geistlichen Gericht,
Daß ich zaubre? allen Christen
Zeige ich mein Angesicht,
Das ihr zaubernd habt gemahlet
Und erhöhet zum Altar;
Reichlich ward es euch gezahlet,
Wunderwerkt das ganze Jahr!

Gönnt mir auch die Zaubereien,
Zaubert nicht allein, ihr Herrn!
In den ersten Liebeleien
Duldetet ihr Zaubern gern.
Rühmtet es als Gnadensegen,
Als der Schönheit Eigenthum,
Zoget Pinsel, zogt den Degen,
Um zu sichern meinen Ruhm.

Wie? nun wollt ihr mich enthaupten,
Mich versenken tief ins Meer?
Wollt mich um mein Bild berauben,
Denn nun schein ich euch so leer!
Lustig scheinet euch das Leben,
Das euch fleissig Nachts umspann,
Ward euch andre Lust gegeben,
Klaget ihr mich darum an?

Jede Frau ist eine Hexe,
Doch in erster Frühlingszeit
Glänzen lieblich die Gewächse,
Die ihr dann als Gift verschreit!
Und die Küsse sind vergessen,
Ist ihr Zauber winterkalt,
Von dem Teufel scheint besessen
Was sonst Amors Allgewalt!

Nachlese 36

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