L Y R I K
LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 12

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Poetische Werke 12

Der Landesvater

1806.

Unteroffizier.

Alles schweige,
Jeder neige
Ernsten Tönen nun sein Ohr.
Hört, ich sing das Lied der Lieder,
Hört's ihr meine deutschen Brüder,
Hall' es, hall' es wieder, frohes Chor.

Soldaten.

Singen wir das Lied der Lieder,
Hört es alle deutschen Brüder,
Hall' es, hall' es wieder, frohes Chor.

Unteroffizier.

Preußens Söhne,
Laut ertöne
Euer Vaterlandsgesang!
Dem Beglücker seiner Staaten,
Dem Vollender großer Thaten,
Zu der Erndte edler Saaten
Töne euer Rundgesang.

Soldaten.

Dem Beglücker seiner Staaten
Folgen wir zu großen Thaten,
Töne ihm der Rundgesang.

Unteroffizier.

Friedrich lebe,
Ihn erhebe
Jeder brave Heldensohn,
Herz und Hand dir, Herr, zu weihen,
Sammel wir uns hier in Reihen,
Segnen dich auf Preußens Thron.

Soldaten.

Herz und Hand dir, Herr, zu weihen
Sammeln wir uns hier in Reihen,
Sprechen jedem Feinde Hohn.

Unteroffizier.

Königin lebe!
Uns umschwebe
Wie ein schönes Heilgenbild!
Zieh im Stillen muth'ge Söhne;
Denn den Muth gebiert das Schöne,
Hoffnung grünt in Schöne mild.

Soldaten.

Muth geboren von dem Schönen,
Strömt von dir zu deinen Söhnen,
Unsre Herzen ganz erfüllt.

Unteroffizier.

Hab' und Leben
Euch zu geben
Sind wir allesammt bereit,
Sterben gern zu jeder Stunde,
Achten nicht des Todes Wunde,
Wenn's das Vaterland gebeut.

Soldaten.

Sterben gern in jeder Stunde,
Achten nicht des Todes Wunde,
Wenn das Vaterland befreit.

Unteroffizier.

Lied der Lieder
Hall' es wieder,
Groß und deutsch sei unser Muth,
Seht hier den geweihten Degen,
Thut, wie brave Preußen pflegen
Und durchbohrt Franzosenbrut.

Soldaten.

Sehet den geweihten Degen,
Fruchtbar ist ein Sommerregen,
Weihend ist der Feinde Blut.

Unteroffizier.

Wer's nicht fühlet,
Selbst nicht zielet
Nach der alten Preußen Werth,
Soll nicht unsern Kreis entehren,
Nicht bei diesem Degen schwören,
Nicht entweihn dies alte Schwert.

Soldaten.

Ja es schlägt das Blut der Väter
Laut in uns und die Verräther
Schlage dieses alte Schwert.

Unteroffizier.

Seht es blinken,
Laßt es winken,
Schwört dem Degen hoch geweiht!
Schwöret mit dem ganzen Heere,
Halten wollt ihr Preußens Ehre,
Die aus uns um Rache schreit.

Soldaten.

Ja, durchbohrt den Hut, wir schwören,
Halten wir nicht Preußens Ehre,
So durchbohret uns noch heut.

Soldaten.

Nimm den Becher,
Wackrer Zecher,
Rheinschen Weines ist er voll;
Wenn wir einst am Rhein ihn trinken,
Laßt uns in die Arme sinken,
Ruft auf Vaterlandes Wohl.

Soldaten.

Landesvater,
Schutz und Rather,
Friedrich Wilhelm lebe hoch.
Siegreich soll mein König leben,
Ihr Kamraden auch daneben,
Und vor Allem Preußen hoch!

Mein Stammbuch 10

◀◀◀ ▶▶▶


Gedichte:

Anfänge

Titel

Zeilen

Autor - Anfänge

Autor - Titel

Wortschatz

OPERONE