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LYRIK Achim von Arnim - Poetische Werke 119

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 119

Die Spinnerin

Laß sie ziehen, laß sie ziehen,
Diese schweren grauen Wolken,
Faden, Faden, laß dich ziehen.

Laß sie ziehen, diese Riesen,
Brechen sie des Schlosses Zinnen,
Brich nicht, Faden, wie vor diesem.

Ruprecht, Knecht mit deiner Ruthe,
Jag' die Prinzen nicht hinunter,
Faden, ich bin auf der Huthe.

Giebt es denn schon wieder Neues,
Weil die Krähen auf dem Schlosse,
Ach des vielen wild Geschreies.

Die drei Kön'ge mit dem Sterne,
Sind dies Jahr schon ausgeblieben,
Sieh, wen tragen sie da ferne?

Ist's die Königin, die schöne,
Ach wie krank, wie die verändert,
Hört sie gern die Klagetöne.

Bin heut nicht beim Königsspiele,
Ach welch Unglück ist regieren,
Seien's wenig, seien's viele.

Laß sie ziehen, laß sie ziehen,
Prinzen im Soldatenröckchen,
Gott wird sie umsonst nicht mühen.

Laß sie ziehen, laß sie ziehen,
Diese schweren grauen Wolken,
Faden, Faden, laß dich ziehen.

Thränen müssen ihn schon netzen,
Wellen steigen ja zum Himmel,
Wozu hilft doch alles schwätzen.

Mein Stammbuch 117

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