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LYRIK Ernst Moritz Arndt - Poetische Werke 96

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


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Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

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Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 96

Es spricht der freche Bösewicht:
Ich bin durch mich geworden,
Und macht die Welt zum Hochgericht
Und lüstet nur nach Morden
Und ruft in seinem eitlen Wahn:
Die Länder sind mir untertan,
Ich bin der Herr der Erde.


Und weiß nicht, daß den Sternensitz
Der höchste Meister lenket,
Der schneller als sein Flammenblitz
Die Ewigkeiten denket,
Der Tyrannei wie Spreu verweht,
Sein heißt die erste Majestät,
Sein Walten hat kein Ende.

Der zieht die rechten Waffen an,
Wer ihm allein vertrauet,
Dem Helden, welcher helfen kann,
Wann Tod und Furcht ergrauet:
Wer sich auf solchen Schutz verläßt,
Der steht im Glück und Unglück fest,
Kein Teufel mag ihn schrecken.

Drum unverzagt und wohlgemut,
Wer Freiheit liebt und Ehre!
Ein recht Gewissen streitet gut
Und schlägt die größten Heere,
Ein treuer Sinn ist echter Stahl
Und überwindet tausendmal,
Was Gott den Herrn nicht fürchtet.

So kniet hin und betet an
Und schwört die rechte Treue,
Daß sich in jedem deutschen Mann
Der alte Trost erneue,
Daß wir den Glauben halten fest,
Daß Gott uns nimmermehr verläßt,
Wenn wir ihn nicht verlassen.

Lieder aus dem Katechismus für den deutschen Wehrmann. 1. Trostlieder 3

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