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LYRIK Ernst Moritz Arndt - Poetische Werke 67

Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 67

1810.

Den tiefen Ernst des Lebens zu verkünden
Winkt, weist und spielt die Allmacht aus Geschichten.
Die Vorwelt einzig darf die Nachwelt richten,
Die Gegenwart tappt taumelnd fort mit Blinden.

Nie mag den Weg zum Sternenlande finden,
Wer nicht, wann Wolken sich für Donner dichten,
Auf Blitzen wagt dahin den Flug zu richten,
Wo Tod und Leben ineinander schwinden.

Drum strebe, Mut, zum alten Götterhügel,
Dem strahlenden der Sonnen, welche gingen,
Dem dämmernden der Sonnen, welche kommen.

Dort steht mein Bild im ungetrübten Spiegel,
Dort tragen mich der Muse Ätherschwingen
Empor ins Land der Tapfern und der Frommen.

Klinglieder 1

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