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LYRIK Ernst Moritz Arndt - Poetische Werke 28

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 28

Marienwürmchen

1808.

Marienwürmchen, flieg weg!
Fliege nicht zu lange weg!
Übern Zaun und übers Heck,
Über Vaters Garten weg,
In die Welt hinaus –
Vergiß nicht dein Haus,
Vergiß nicht die lieben Kinder.
Die Blumen sind hier gesünder,
Die Sonne scheint hier heller.
Drum, Würmchen, fliege schneller
Zu Haus! Zu Haus! Zu Haus!

Marienwürmchen, flieg weg!
Fliege nicht zu lange weg!
Weg ist lang, und weht der Wind –
Achte die Flügel, liebes Kind,
Und die Füßchen klein
Auch vor Schelmerein:
Denn Krötentücken und Spinnen
Auf dein Verderben nur sinnen;
Doch hier dich alle lieben –
O wärst du doch geblieben
Zu Haus! Zu Haus! Zu Haus!

Marienwürmchen, komm wieder!
Dir rufen deine Brüder,
Brüderlein und Schwesterlein
Und die kleinen Kinderlein
Und Großmutter auch
Und Großvater auch –
Sie sitzen im schwarzen Rocke,
Der Küster zieht die Glocke
Und soll die Trauer läuten –
O komm zu lieben Leuten,
Zu Haus! Zu Haus! Zu Haus!

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