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LYRIK Ernst Moritz Arndt - Poetische Werke 213

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

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Bleibtreu, Karl

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Bodenstedt, Friedrich von

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Hart, Julius

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Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 213

Rückblick

1825.

Und haben wir das all durchlebt,
Durchwunden und durchrungen,
So dicht verworren und verwebt,
Mit Knoten viel durchschlungen
Und Dorngeflechten, scharf und spitz?
Sind wir durch Kunst und Mutterwitz
Durch oder drüber gesprungen?

O nein! Fest steht das Weltgesetz
Der alten ewigen Dinge:
Wir sind mit Hand und Fuß im Netz,
Mit Schnabel und mit Schwinge,
Und wolln wir brechen aus der Pein,
Wir zerren fester nur uns ein
Und rollen im engeren Ringe.

Wild wälzt das Schicksalsrad im Saus
Die blutbespritzten Speichen,
Daß starke Männer drob vor Graus
Im tiefsten Mut erbleichen;
Und sperrn sie auch sich kühn und stolz,
Sie stürzen hin wie morsches Holz,
Wann Sturmwind schüttelt die Eichen.

Und doch über all den Saus und Braus
Und all die grausen Sätze
Schwingt oft das Herz sich hoch hinaus
Und glaubt an keine Netze,
Es wieh'rt, ein edles Schlachtenroß,
Hinauf zum goldnen Freiheitsschloß,
Wie hartes Gebiß auch verletze.

So sang der alte Lebensfürst,
Und wie ein Held, so stand er;
Er hatt' die volle Jagd durchbürscht,
Und fragt ihr ihn: Was fand er?
Er sprach: Wie blinde Hessen drauf!
Dies Rätsel löset keiner auf,
Haut's durch wie Alexander!

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