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LYRIK Ernst Moritz Arndt - Poetische Werke 14

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 14

Das Gespräch

1803.

Ich sprach zum Morgenrot: Was glänzest du
Mit deinem Rosenlicht?
Ich sprach zur Jungfrau schön: Was kränzest du
Dein junges Angesicht?
Morgenrot, du einst erbleichen mußt,
Jungfrau schön, du einst auch sterben mußt;
Drum schmücket euch nicht.

Ich schmücke mich, so sprach das Morgenrot,
Mit hellem Rosenlicht;
Ob mir dereinst ein andres Schicksal droht,
Das weiß und frag' ich nicht.
Der dem Mond, den Sternen gab den Schein,
Auch gefärbt hat rot die Wangen mein,
Drum traure ich nicht.

Ich kränze mich, so sprach die Jungfrau schön,
Weil noch mein Frühling blüht.
Sollt' ich darum in stetem Trauern gehn,
Daß einst die Jugend flieht?
Der beschirmt und hält der Vöglein Nest,
Der die Blumen blühn und welken läßt,
Dem traut mein Gemüt.

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