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LYRIK Ernst Moritz Arndt - Poetische Werke 110

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Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

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Poetische Werke 110

Der Waffenschmied der deutschen Freiheit

1813.

Wem gebührt der höchste Preis?
Nur dem Mann, der still erschafft,
Der in Mühen schwer und heiß
Nie verzagt und nie erschlafft,
Der im Drange von Gefahren
Fühlt, was seine Väter waren;

Der selbst mit dem Schelm und Knecht,
Mit dem Buben glatt und blank
Immer wahr und grad' und recht
Geht der Ehre festen Gang,
Der demütig und bescheiden
Alles kann um Tugend leiden;

Den der Ehre Gaukelspiel
Und das Gold nicht lockt noch hält,
Der auf ein Gefühl, ein Ziel
Alle Kräfte mächtig stellt,
Schandeketten zu zerbrechen
Und den welschen Trug zu rächen;

Der, wenn Memmen matt und feig
Dingen um der Knechtschaft Lohn,
Nimmer müd und nimmer bleich
Trotzt der Spötter schnödem Hohn,
Der, wenn alle Welt auch teufelt,
Nie am Vaterland verzweifelt.

Nenne ihn! Wie heißt der Mann?
Deutscher Freiheit Waffenschmied?
Der nie wankend ab und an
Ging den festen Heldenschritt?
Der im stillen hat geschaffen
Ross' und Männer, Krieg und Waffen?

Scharnhorst heißt der edle Mann,
Deutscher Freiheit Waffenschmied,
Der auf Rettung rastlos sann,
Vieles tat und vieles litt,
Daß er könnte deutsche Ehren
Für den heil'gen Krieg bewehren.

Schon hat er den großen Streit,
Der uns steht um höchstes Gut,
Herrlich hat er ihn geweiht
Mit dem teuren Heldenblut:
Allen Tapfern rann's zum Pfande,
Daß erliegen wird die Schande.

Darum, Klang, der Freiheit klingt,
Kling ihn hell wie Orgelton,
Darum, Lied, das Freiheit singt,
Singe Deutschlands tapfern Sohn,
Zeig' ihn allen Biederleuten
Als ein Zeichen beßrer Zeiten.

Treuer, biedrer deutscher Held,
Gott mit uns und Gott mit dir!
Der die Ehre oben hält,
Stehe bei dir für und für!
Nimm mit Vaterlandesrettern
Nimm den Kranz von Eichenblättern.

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