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Wilhelm Arent (1864-1913) - Gedichtzeilen

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Wilhelm Arent (1864-1913)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Gedichtzeilen

  1. Abend war's. Die Sonne ging
  2. Abenddämmern trüb und fahl,
  3. Aber ewig heilig bleibt sie mir ─
  4. Ach endlich dich finden,
  5. Ach nimmer, nimmer
  6. Ach, du bist meiner Sehnsucht Ziel ...
  7. Ach, nicht deiner Seele
  8. Ahnend die Seele in die Zukunft schaut.
  9. All' das lustsatte Leid,
  10. All' der herzfüllenden Leidenschaft
  11. All' die bachantische Glut,
  12. All' die brennende Qual,
  13. All' die Schmerzen des Einsamen
  14. All' die Thränen auslöschst,
  15. All' Frieden und Glück.
  16. All' Glück so himmelhoch, all' Weh so abgrundtief,
  17. All' Lust und Schmerz, der sich der Menschheit offenbart,
  18. Alle Süße des Lebens
  19. Alles Gute und Böse.
  20. Allmutter Natur
  21. Allmutter Natur.
  22. Als kennt' ich dich schon viele Jahr',
  23. Als Sieger end' ich die Schlacht.
  24. Als Sieger kehr' ich zu dir mein Kind,
  25. Als wollten sie künden
  26. Alte Lieb' und Trauer
  27. Am innersten Mark mir
  28. An deiner Brust stirbt der Dämon Schmerz ...
  29. An deiner Brust, der weichen,
  30. An Freundes Herzen
  31. An meine starke
  32. An meiner Seite.
  33. Andachtumflossen
  34. Anhauch und Leben
  35. Arm wäre diese Erdenflur,
  36. Auch ich bin gebannt
  37. Auch meine Seele wogt und gluthet,
  38. Auch verwelkt noch ist sie heilig mir,
  39. Auf den blüthenweißen
  40. Auf den Portier dort an der damastschweren Thüre –
  41. Auf der Begeistrung adlerschnellen Flügeln.
  42. Auf die heiße dürstende
  43. Auf die Wand der Schimmer
  44. Auf weichen Sohlen schleicht die Nacht
  45. Auf Wogen der Wonne selig zu Zwei'n
  46. Aufstäubt zum sonnigen Licht:
  47. Aug' in Auge gesenkt
  48. Augenblicks schweigt jeder Wille,
  49. Aus Ast und Aestchen bricht's mit Macht,
  50. Aus dem Pfuhl der Verderbniß,
  51. Aus dem zarten
  52. Aus der Gassen wüstem Lärmgedränge,
  53. Aus der Großstadt staubig-dumpfer Enge
  54. Aus der Nachtigall Schluchzen,
  55. Aus dickgeschminkten Zügen müde und verdrossen,
  56. Aus irdischem Munde
  57. Aus Nacht und Graus,
  58. Aus Nebel und Sturm
  59. Aus wachsenden Schatten
  60. Aus wilder Verzweiflung
  61. Aus wonnigem Traum erwach' ich jäh –
  62. Ausgedörrten Hirne
  63. Bachantisch schwelgen,
  64. Bade die kranke
  65. Badet der Geist im ewigen Morgenroth.
  66. Bald ist der heitre Frühlingsschmelz dahin,
  67. Bald ist der Liebe Knospe erwacht,
  68. Balgt euch: je länger, je lieber,
  69. Bann' du die Schatten der Nacht
  70. Baut unsre Lieb' aus tiefstem Erdenschmerz
  71. Befreienden Dufthauch!
  72. Berauschender Dufthauch
  73. Berauscht bis in's Mark
  74. Berauscht von deiner Schönheit Pracht
  75. Bergsee's dunklen Spiegel
  76. Beweist mir, daß ihr Jesuiten,
  77. Bis auf den Grund – zum letzten Mal.
  78. Bis daß der letzte Mensch erstarb im All.
  79. Bis daß dies müde Herz aufhört zu schlagen.
  80. Bis das Parterre ihm athemlos wird lauschen.
  81. Bis der letzte goldene Schimmer schwand
  82. Bis in den Morgen noch hinein
  83. Bist du der Stern, der dort mich grüßt?
  84. Bist du in Gottes Schooß erwacht?
  85. Bist so lieblich und zart von Gestalt,
  86. Blätter und Blüthen ...
  87. Bleiche Rosen flicht.
  88. Blüht entgegen mir
  89. Blüht mir entgegen
  90. Brich kühn der Blüthen
  91. Brünstigen Schooßes
  92. Büßen muß ich sie jetzt mit ewiger Pein,
  93. Chaotische Brandung wirr uns umtost;
  94. Da blutige Thränen weinend ich gewacht ─
  95. Da horch! Die Todtenglocken,
  96. Da ich rang und rang
  97. Da ihres Auges reiner Himmelsstrahl
  98. Da sinnverwirrende,
  99. Da traf mich mild dein Wort,
  100. Da wild ich schrie nach Lust in meiner Noth,
  101. Dämonen des Fleisches.
  102. Dämonisches Frauenbild!
  103. Dämonischwilde
  104. Daneben die Armuth kummerbleich.
  105. Dann labt mich dein Auge,
  106. Dann stillst du den Durst,
  107. Dann stillst du die brennenden
  108. Dann werd' ich dich schauen,
  109. Dann zerfließ' ich im Weihkuß
  110. Darin der Himmel glüht,
  111. Darin ewiger Frühling blüht,
  112. Darin sich spiegelt
  113. Das All war ich: ich war das All: so ward mir Friede in der Nacht.
  114. Daß also keusch und rein es auch erglüht:
  115. Das Aug' zu des Stromes Tiefen gewandt.
  116. Das brünstige Weib im Blut jählings erwacht,
  117. Das dein müdes Gesichtchen
  118. Das den reizenden
  119. Daß du so bitter weinen mußt?
  120. Das einzige Glück, das die Erde kennt,
  121. Daß frei im Aether schwebt der Geist,
  122. Daß fremder Welten Zauber dich umblüht.
  123. Das Haupt mir, schöne Sünderin.
  124. Das Haupt vor dir, der Königin,
  125. Daß ich fern je – weiß ich kaum.
  126. Daß ich hinknieen mußte wie im Fieber,
  127. Daß ich wild an mich preßte
  128. Das in süßem Friedgewähren
  129. Das innre Sein muß ich im Rausch entsiegeln,
  130. Das klingt so gell, das klingt so jach ...
  131. Das Laster, die Sorge um Leben und Brot.
  132. Das liebeschmachtende,
  133. Daß mir's erzählt aus maiensonnigen Tagen,
  134. Das muß ich immer, immer mit mir tragen,
  135. Das nur im Licht die Gottheit schaut
  136. Das Publikum, der Narrenhauf',
  137. Das schöne Wunder keusch enthüllst,
  138. Daß sie leise erzittern
  139. Das süße dunkle Ungefähr,
  140. Das thränenmüde,
  141. Das todte Herz in deiner Brust
  142. Das Weib steht vor mir, das mein Schicksal war:
  143. Das Wunder der Liebe!
  144. Dazwischen tönt der Dirnen Gelach,
  145. Dehnt sich die Seele frei und weit,
  146. Dein Augenblitz, dein Lächeln drang
  147. Dein Bild nur küsse ich in allen Stunden.
  148. Dein Busen wogt stürmisch wild –
  149. Dein dunkles Aug', das liebentflammte
  150. Dein Glück hellt meine Nacht –
  151. Dein Goldhaar umflattert die Marmorstirn,
  152. Dein jungfräulich knospender Rosenleib.
  153. Dein Lachen zwitschert silberhell
  154. Dein lichtmächtiges Haupt,
  155. Dein lichtspendend Auge,
  156. Dein liebliches Haupt
  157. Dein mondscheinblasser Rosenleib,
  158. Dein Mund dem Kusse entgegenschwillt,
  159. Dein Odem umweht mich friedenslind,
  160. Dein süßes Lockenhaupt
  161. Dein Wort mein dürstend Herz nur füllt,
  162. Deine feinen, weißen, duftigen Hände ...
  163. Deine süße Gestalt!
  164. Deine Wang' erglüh't in Rosenglut.
  165. Deinen vielsüßen Kindermund.
  166. Deiner Glieder schneeige Pracht
  167. Deiner nachtschwarzen Augen
  168. Deiner Seelenumarmung,
  169. Deiner üppigen Brüste
  170. Deiner weißkosigen Arme
  171. Deiner weißwogenden Brüste
  172. Deines schimmernden Gluthauges
  173. Deines schwellenden Leibes
  174. Deines Seidenhaars
  175. Dem armen Versestümper;
  176. Dem Auge des Glücklichen!
  177. Dem dämmernden Morgen.
  178. Dem ersten Besten fällt sie zum Gewinn –
  179. Dem Flüstern des Maiwinds,
  180. Dem Genius, der die Welt entzückt sich selbst verdammt.
  181. Dem kranken Sohn ...
  182. Dem Labebedürftigen
  183. Dem sonst so sonniges Leben hold entsprüht,
  184. Dem tiefsten Grunde
  185. Dem Wüstenpilger,
  186. Den Kobold von kaum sechzehn Jahren,
  187. Den süßen Duft
  188. Den unersättlichen Durst
  189. Der Abend dämmert mählich herein ...
  190. Der brünstige Leib verkühlte sich in Regenschaum und Sturmgebraus.
  191. Der deinen Augen entsprüht.
  192. Der Dirne Fieberleidenschaft
  193. Der erdkranken Seele.
  194. Der Erinnerung Hauch mich hold umflicht.
  195. Der Ewigkeit.
  196. Der Frühling kam wohl über Nacht,
  197. Der Großstadt Lärm nur traumhaft tönt an's Ohr,
  198. Der Heimath.
  199. Der in den Himmeln flutet,
  200. Der Jüngling schwelgt in Mährchenphantasien ...
  201. Der kirschrothe Mund zum Kusse drängt ─
  202. Der Leib so ausgeweidet!
  203. Der leidgepreßten Brust,
  204. Der Liebe Blüthen pflücken sich hold,
  205. Der Liebe Glück, nach dem ich weine.
  206. Der Liebe leuchtende Bahn.
  207. Der Liebe Strahl
  208. Der Lüfte und Sterne.
  209. Der Mond blinkt geisterfahl.
  210. Der Mondnacht Zauber
  211. Der müde des Kampfes
  212. Der müden Natur ...
  213. Der Nachtthau, der die Wang' mir küßt? ...
  214. Der nie verharschenden ...
  215. Der Säugling lallt harmlos beim Kindermädel,
  216. Der Seele holder Duft versprüht –
  217. Der Seele Schrei: ich hörte ihn in tausendstimmigen Melodien,
  218. Der Seele verhaucht,
  219. Der Seelen Geheimniß ...
  220. Der so lieblich gerundet ...
  221. Der sonnendurstigen
  222. Der sonnigen Tage sie nicht vergißt.
  223. Der sterblichen Hülle,
  224. Der Sterne Strahl zu lichten Sphären weist er ─
  225. Der sündigen Menschheit Heiland allzugleich.
  226. Der süße Einklang
  227. Der Tod über unsere Häupter streicht:
  228. Der über den Auen schwamm
  229. Der üppige Busen das Kleid fast sprengt,
  230. Der Vöglein Lieder sind erwacht,
  231. Der Vollmond webt im hohen Buchenparke
  232. Der wahren Liebe! – – –
  233. Der Wandrer auf dem Haidegrund, dämmrungumgraut,
  234. Der Welt des holden Scheins fiebert mein Dämon zu,
  235. Der wilden Taube melancholischer Klagelaut
  236. Der Wind rauscht durch die Bäume sacht,
  237. Der Winter. Und ein düst'rer Fluch
  238. Der wonnesam schlummernden
  239. Der wortlose Zauber
  240. Deren Wonnen ewig blühn?
  241. Des Abends Kühle
  242. Des Abends Röthe malt den Himmel westlich
  243. Des fieberglüh'nden starrt:
  244. Des Frühlings frische
  245. Des Frühlings Stürme durchbrausen das Land ...
  246. Des Himmesgewölbes
  247. Des irdischen Kampfes
  248. Des Jahrhunderts verlorene Kinder,
  249. Des Lebens
  250. Des Lebens und Todes.
  251. Des Mondes fluthender
  252. Des Mondes Schein durch die Fenster bricht.
  253. Des Nichtseins Sein birgt weder Schmerz noch Lust.
  254. Des Nichtses wunschlos-holde Ruh' erworben.
  255. Des Schicksals schwere
  256. Des wallenden Aethers!
  257. Des wallenden Aethers,
  258. Des weltenfernen
  259. Des wilden Weins
  260. Dich fiebernd in schauernder
  261. Dich zu verlieren, hatt' ich dich gefunden,
  262. Die aus dem Kelch jeder Blume
  263. Die Bäche rauschen mir liebend zu,
  264. Die Bäume neigen sich zum Willkomm',
  265. Die Bäume und Sträucher,
  266. Die Brust füllt Friede weich und wunderhold.
  267. Die da walten von Urbeginn
  268. Die du bist, weil ich bin,
  269. Die du jede Wolke der Schwermuth
  270. Die du mit einem Strahl deines Auges,
  271. Die duftumflorten;
  272. Die echte Liebe treu und wahr,
  273. Die erstorbenen Auen,
  274. Die ewige Dämmerung zerstob: die Nebel theilten sich zu Hauf',
  275. Die ewige Liebe webt und wacht:
  276. Die ewige Liebe.
  277. Die ewige Sehnsucht
  278. Die ewigen Räthsel,
  279. Die ewigen Sterne –
  280. Die fest Lipp' an Lippe preßt,
  281. Die Fliegen surr'n in den Gemächern ...
  282. Die fühlte gleich mir ...
  283. Die ganze Schöpfung wird zum Traumgedicht.
  284. Die goldene Sonne funkelnd lacht,
  285. Die Göttin der Liebe:
  286. Die Haide starrt stumm und düster,
  287. Die heilige Schwelle
  288. Die Hunde an den Straßenecken,
  289. Die in alle Poren mir drang,
  290. Die ist und die sein wird? ...
  291. Die Lerche jubilirt im Blau –
  292. Die meine Seele verzehrt,
  293. Die Meisten kommen zur Erde und geh'n
  294. Die Offenbarung aus der Gottheit Mund.
  295. Die qualdüst'ren Sinne
  296. Die Qualenlast
  297. Die qualmüden Sinne!
  298. Die Räthseltiefen holder Liebesmacht.
  299. Die Seele stirbt: es stirbt der ewige Schmerz,
  300. Die Sehnsucht nach dem Lichte neu entfacht.
  301. Die Sinne letzen im Taumel der Wonne –
  302. Die Sonn' die holde Blumengöttin zeigt
  303. Die Sonn', die tiefste Nacht erhellt,
  304. Die Sonne an der Völker Firmament,
  305. Die Sonne in der Nebel Grauen! ...
  306. Die Spatzen liebeln auf den Dächern ...
  307. Die Stimmen des Lebens ...
  308. Die stolzen Kronen
  309. Die Straßen dämmern so tief verschneit,
  310. Die süße Ruh', die ich bei dir gefunden
  311. Die tagmüde Erde.
  312. Die taumelnden Sinne.
  313. Die Thräne von deiner Wimper.
  314. Die Träume, die in stiller Andacht Stunden
  315. Die treue Liebe schrieb so rührend ein.
  316. Die Trösterin Nacht.
  317. Die trunkene Seele füllst.
  318. Die uns erlöst aus tiefstem Schmerz,
  319. Die unsterblichen Seelen
  320. Die verschmachtende Seele;
  321. Die vielholde Trösterin,
  322. Die Vögel singen: sei glücklich auch du.
  323. Die vorüberfluthen in wirrem Schwall.
  324. Die Wolken wallen stumme Riesengeister,
  325. Dies sei die allerletzte Sündennacht
  326. Diese Blume ─ ach kam einst von ihr,
  327. Diese Blume, ach, kam einst von mir.
  328. Dieser Zauber ohne Wort,
  329. Dir im Schooße erwachen,
  330. Dir so lieblich umknospet?
  331. Doch deiner Himmelsreize Zauber schwand.
  332. Doch deren Bild mich immer noch umschwebt,
  333. Doch ließ' ich meines Lebens Fried' und Glück
  334. Dort wandl' ich still der Gräber Reih'n entlang.
  335. Drängt auf die Lippen sich die bange Frage:
  336. Drin einst der Liebe Feuer lodernd brannte.
  337. Dringt zu dem Ohre
  338. Drum ist ein jedes Wort von dir
  339. Du allmächtige Selbstkraft!
  340. Du baust dein Nest im warmen Sonnenschein,
  341. Du bist der Schönheit Stern für mich:
  342. Du bist's, die ich suchte
  343. Du bist's, die ich suchte,
  344. Du bist's, in dir wurzelt
  345. Du blasse Dirne,
  346. Du blasse Jüdin, für eine Nacht
  347. Du Blum', wie keine wieder blüht, ─
  348. Du Demant der Erkenntniß,
  349. Du Einzige-Holde, Heilig-Reine,
  350. Du Erkenntniß der Wahrheit
  351. Du führ'st mich an des Abgrunds Rand
  352. Du giebst dich hin im Taumel der Lust.
  353. Du giebst mir deine Zauberhand,
  354. Du Heilige, Einzige,
  355. Du küßt, von süßem Mitleid trunken
  356. Du liebes, theures Heiligenbild.
  357. Du Mährcheninsel,
  358. Du schöne Himmelsseele hehr und licht.
  359. Du schöne Verlorene! ...
  360. Du seliges Schweigen
  361. Du seltsames Kind wie schön du bist,
  362. Du so heiß begehrtes,
  363. Du Sonn', die den Himmel mir schmückt!
  364. Du Sonnenkind, du Lenzgemüth,
  365. Du süße
  366. Du süße Frauenseele
  367. Du unendliche Wonne?!
  368. Du Urquell der Gnade,
  369. Du Weib, zu schön für diese Erde,
  370. Du wollüstig blasse,
  371. Du Wonnestund', da ihrer Stimme Zauber
  372. Du wundersame Sommernacht.
  373. Du, die ich längst nicht mehr zu nennen wage,
  374. Du, die in meinem tiefsten Herzen lebt,
  375. Duft der Erlösung.
  376. Duftige Lockenfülle
  377. Duftkeuschen Lippen,
  378. Duftschön den milden Dämmertraum der Nacht,
  379. Dumpfbrütend starr' ich in das Nebelmeer.
  380. Dünkt mir, Anna: du seist nicht erdgeboren,
  381. Durch die schaumig sich kräuselnden, braungelben Fluthen,
  382. Durch die Seele geh'n.
  383. Durch meine Adern
  384. Durch pfadleere Wüste,
  385. Durchgeisteten Kinderantlitz.
  386. Durchgraut, durchzittert
  387. Durchschau'rt jeden Nerv
  388. Ehern liegt auf mir
  389. Ein blasses Traumgesicht;
  390. Ein freudlos erlösungheischend Geschlecht,
  391. Ein goldener Sonnenstrahl, ─
  392. Ein jeder Bach, ein jeder Rain
  393. Ein jedes Gräschen seh' ich zittern,
  394. Ein jedes Lüftchen weh't mir zu,
  395. Ein Lied, das Alles selig kennt,
  396. Ein Lied, das jede Sehnsucht stillt,
  397. Ein Lied, das meine Seele reißt
  398. Ein Lied, das nicht mehr brünstig fragt,
  399. Ein Lied, das wie die Thräne quillt,
  400. Ein Lied, wie Offenbarungslaut,
  401. Ein linder Hauch! ... Die Nacht kommt süß und köstlich,
  402. Ein Meer von Wonnen ungesagt
  403. Ein neuer Lebensmorgen tagt.
  404. Ein Priester sei der Dichter immerfort,
  405. Ein schimmernder Blüthenhag
  406. Ein schönheitstrunknes Gedicht.
  407. Ein seliges Kind, ach,
  408. Ein wogendes Nebelmeer,
  409. Ein Wort, ein Hauch, ein einziger Blick
  410. Eine Heilige, eine Madonna
  411. Eine Welt von Empfindung
  412. Eingewiegt von der Sphären
  413. Eins bin ich mit dem allewigen Sein.
  414. Einsam trink' ich die stumme Pracht ─
  415. Einsam, einsam
  416. Einsamkeit in deiner Stille
  417. Einzigmein in Lust und Graus!
  418. Endlich einmal! ...
  419. Entgegen mir duftet,
  420. Entrangen sich zögernd
  421. Entströmen wird mir's jäh, wenn mich die Muse kost,
  422. Entsühne mich vom irdischen Tand,
  423. Entzückung ohne Gleichen
  424. Er sei die Flamme, die da ewig brennt,
  425. Er sei ein König in der Schönheit Reich,
  426. Er sei Prophet, der in der tiefsten Nacht
  427. Er wahre treu der Dichtung heiligen Hort.
  428. Erbebenden Brust.
  429. Erloschen ist in Thränen nun der Blick,
  430. Erlöser und Allgott,
  431. Erschauern jählings
  432. Erschließt mir deiner Züge Wetterleuchten,
  433. Erschließt mir den Himmel der Liebe, o Weib,
  434. Ersterben des Leibes
  435. Ertödten der Erinnerung
  436. Ertödtet die wilden
  437. Erwacht aus wildem Rausch der Lust
  438. Erwacht in schrillem Wahnsinnsschrei;
  439. Erzitterten leise
  440. Es bleibt der Seelenumarmung
  441. Es sättigen sich endlich
  442. Es treibt mich hinaus in der Einsamkeit Dom,
  443. Es wandeln die Monde –
  444. Es weiht mich der Schöpfung Majestät.
  445. Ewig hab' ich dir heilige Poesie entsagt
  446. Ewig rege Dämonen ...
  447. Ewiger Wechsel,
  448. Ewigverlorene Geliebte!
  449. Fahr' wohl mein Lieb, Traum gute Nacht,
  450. Farb' und Duft vom Himmel sie sich leih'n.
  451. Fast jedes Wort in jedem Satze
  452. Fern von des Lebens Nacht und Graus,
  453. Fernher klingt traumhaft einer Flöte Laut;
  454. Feuchtkühlen Friedenstrank,
  455. Feuergeist
  456. Fieberheiß,
  457. Fiebernde Pulse.
  458. Find't Waare hier der Sünder.
  459. Findet der Erde-
  460. Flamme empor!
  461. Flamme vermählt sich
  462. Fliegt ihr entgegen
  463. Flüstert's und raunt's
  464. friede himmlischmild sich goß
  465. Frieden spendest du, thaufrischer Mai.
  466. Frühling die Braut die Erde küßte,
  467. Frühlingskuß der Gottheit dich weiht
  468. Fühl' ich wogend mir im Busen glühen!
  469. Fühle mich so überreich
  470. Fühlen, ganz fühlen
  471. Führt den Lebenverlorenen
  472. Für den Augenblick nur grün?
  473. Für ewig scheidet von dir das Glück,
  474. Ganz Hauch, ganz Duft und Strahl.
  475. Ganz Licht, ganz ohne Fehle.
  476. Ganz poch' in seiner Brust der Menschheit Herz,
  477. Ganz schauen und fühlen,
  478. Ganz sei dein Fühlen auch das meine,
  479. Ganz ström' er aus der Menschheit Lust und Schmerz.
  480. Gebannt in deiner Schönheit
  481. Gebrochen ist des Sturmes Macht.
  482. Gefüllt mit ekler Daseinsqual,
  483. Gelangweilt wende ich den Kopf. Gleichmüthig stiere
  484. Gerüstet steht vor mir Amélie, die Dame vom Buffet,
  485. Gespenstige Schatten schweben vor mir her,
  486. Gesprengt sind die Bande
  487. Gieb mir des Friedens süße Märchenruh'
  488. Gießt göttlichen Odem's
  489. Gleichglücklich sind wir in der Nebel Tanz.
  490. Gleichglücklich sind wir in der Sonne Glanz,
  491. Glockenhell tönt der Mädchen fröhliches Lachen,
  492. Glück ohne Ende ...
  493. Glücklicher als ich bist du, o Vögelein!
  494. Glücktiefen Frieden.
  495. Glutschwangre Erde!
  496. Goldener Harmonien Strom
  497. Goldflüsternd hältst du, ach, so weich,
  498. Goldige Fluthen ...
  499. Gottes ewiger Hauch hat mich umfangen,
  500. Göttliche? ...
  501. Gottseligen Frieden,
  502. Gottsüßen Frieden
  503. Grausam Verdammten.
  504. Grauweiß umflort,
  505. Grell flackert der Laternen Schein ...
  506. Grüßen die Sterne,
  507. Grüßt den ewig
  508. Grüßt mich nur Blumenduft und Morgenroth.
  509. Hab' ich im Rausch genosen.
  510. Hei wie die Wangen perlen, vom Naß, dem feuchten!
  511. Heimath- und Glückfernen
  512. Heiße Flamme dein braunes Auge sprüht,
  513. Heiße Worte der Sehnsucht
  514. Heißer zum Herzen strömt dir das Blut,
  515. Hellauf die Augen lusttrunken leuchten,
  516. Herniedersinkt
  517. Herz allgewaltig zum Herzen drängt,
  518. Himmel und Erde
  519. Himmelan strebt
  520. Himmellodernde Flammenlohe?
  521. Hinsinkt, in das Nichts starrt?
  522. Hinsterben die Pulse ...
  523. Hinsterben in den Wonnen
  524. Hinstirbt die Sehnsucht,
  525. Hochwipfliger Bäume,
  526. Holdes Geheimniß
  527. Holdselig erwachen,
  528. Hüllt er magisch ein.
  529. Hüte dich, hüte dich Blümelein!
  530. Ich bette mich in's weiche Moos,
  531. Ich bin das Stäubchen, das im Lichte webt.
  532. Ich bin der Falter, der zum Kelche strebt,
  533. Ich bin ihr Cavalier – wir gehn zu Bett.
  534. Ich bin so arm und leidesmüd',
  535. Ich bin so glück- und trostesbar ...
  536. Ich durch das wirre, brodemschwangre Dunstgewühl
  537. Ich fieberte all' meine Tag'. Oft stürmt' ich in das Feld hinaus ...
  538. Ich frage dich nicht; ich weiß es genau:
  539. Ich fühl's, Thaliens Wunderhand hat mich geweiht:
  540. Ich kann den Blick nicht von dir lassen,
  541. Ich kann dich nicht retten
  542. Ich kann dich nicht retten ...
  543. Ich kühle die Gluth in der Winde Strom.
  544. Ich küsse dich selig, überreich,
  545. Ich lebe und bin todt vieltausend Jahr,
  546. Ich lehne träumend am Brückenrand,
  547. Ich lieb' eine Andere! ...
  548. Ich liebe dein weltlustfieberndes Hirn
  549. Ich liebe dich zu meiner Qual.
  550. Ich sah auf dunklen Fittichen die todten Leidgenossen zieh'n.
  551. Ich sauge den Odem der Gottheit ein,
  552. Ich schau' zum Mond, dem mährchenblassen
  553. Ich sehe Karossen stolz und reich,
  554. Ich sprach: » o Weib meine Seele, von dir nur träum' ich, von dir!«
  555. Ich träume in des Waldes Schooß.
  556. Ich träume und träume ...
  557. Ich trink' den süßen Seelenquell,
  558. Ich weiß, daß ich einst war und doch nicht war.
  559. Ich weiß: daß ich in dir nur fand
  560. Ich weiß: du möchtest es der Welt entrücken,
  561. Ich weiß: du möchtest gern ein Herz beglücken,
  562. Id wandle stumm durch die Öde,
  563. Ideale Poesie.
  564. Ihm winkt der Tod.
  565. Ihr Auge blitzt in süßem Wollustflimmer,
  566. Ihr bettet der Schnee die kühle Gruft,
  567. Ihr dunkler Augen feuchtschimmernde Gluthen,
  568. Ihr Lippen so süß im Kuß zu verbluten!
  569. Ihr litterarischen Banditen!
  570. Ihr schwellender Leiber weißwogende Brüste,
  571. Ihr sucht des Himmels Flammenthor,
  572. Ihren Traumesschleier
  573. Ihrer Schönheit Süße reizt mich nicht ─
  574. Im Busen mir.
  575. Im Dämmer-Blau,
  576. Im ewigen Hauche
  577. Im ewigen Schweigen
  578. Im Kampf mit Euch werd' ich gesund,
  579. Im nahen Korne nur
  580. Im Rausch der Verzückung
  581. Im Rausch des Wahnsinns geb' er flammend kund:
  582. Im Schooße der Mutter.
  583. Im Schooße dir liegen
  584. Im Schooße dir rasten:
  585. Im Sonnenäther
  586. Im Sonnenstrahl sie nicht erglüh'n,
  587. Im Tempel der Gottheit!
  588. Im üppigen Laube;
  589. Immer deutlicher grüßt
  590. Immer dichter breitet
  591. Immer heißer zehrt
  592. Immer lichter umwebt
  593. Immer süßer berauscht uns der Dämon Genuß.
  594. Immer wieder küss' ich, du einziges Herz,
  595. Immer wieder und wieder
  596. Immer wieder wühl' ich,
  597. In träumender Daseinslust.
  598. In all' dem Duft, in all' dem Glanz.
  599. In all' ihrer Schönheit
  600. In aller Welten Duft
  601. In Blumenduft und Sonnenpracht.
  602. In brennendem Busen
  603. In brünstiger Umarmung
  604. In brünstiger Zärtlichkeit Ueberschwang,
  605. In deine weichen Arme,
  606. In deines feuchten
  607. In dem alle Seligkeit wurzelt:
  608. In dem der ewige Morgen tagt,
  609. In dem die ewige Sonne brennt.
  610. In dem Segenszauber
  611. In den sehnenden Busen gießt,
  612. In der Mainacht Duftthau.
  613. In der Mainacht Gluthauch
  614. In der Wollustumarmung
  615. In des Kusses wildlodernder
  616. In die blauen Fluthen, die marmorkühlen,
  617. In die Brust, die schmerzdurchwühlte.
  618. In die glücköde Brust,
  619. In duftweißem Schimmer;
  620. In dunklen Mitternächten,
  621. In düstrer Verzweiflung dein Todesschrei.
  622. In düstres Träumen tief versunken
  623. In Erdenduft und Himmelshauch.
  624. In flammenden Reizen
  625. In heiligen Schauern
  626. In heiliger Sehnsucht ...
  627. In heißen Thränen
  628. In himmlische Lichtsphär'!
  629. In Höhen und Tiefen
  630. In Höhen und Tiefen ...
  631. In holder Umarmung
  632. In keuscher Schönheit
  633. In lichter Glorie
  634. In meine Seele kamen und entfloh'n
  635. In meinem Haar zerrinnt der Thau der Nacht.
  636. In meinem kranken
  637. In meiner Wunde,
  638. In Nacht getaucht
  639. In Schmerzen ohne Zahl.
  640. In Sehnsucht nicht zu nennen
  641. In seine Noth,
  642. In seligen Schauern
  643. In sternlose Nacht
  644. In stummer Verzweiflung
  645. In süßer Gottestrunkenheit
  646. In süßestem Taumel Wang' an Wang' ─
  647. In Thränen stirbt deiner Seele Mai,
  648. In tiefer Nacht, in tiefer Nacht.
  649. In tollem Sinnentaumel
  650. In ungeheurem Schmerze
  651. In üppigen Blüthenzweigen flüstert
  652. In viel-süßem Schauer
  653. In wahnsinniger Trunkenheit
  654. In Weiberarm
  655. In wilden Rhythmen hat mein Herz gejauchzt, geklagt,
  656. In Wonn' ohne Ende!
  657. In wonnigem Beben
  658. In zitternden Wogen
  659. In's innerste Mark mir!
  660. In's lenzduftreiche Thal,
  661. Indeß wonnheischend mir erblüht
  662. Indess' der Leib hinstirbt in Nacht und Tod
  663. Indess' ich einsam dunklen Weg nun gehe
  664. Ist auch die Liebe erkauft durch Gold.
  665. Ist der Lichtkreis der Sonne,
  666. Ist's der Liebe Wundermacht,
  667. Ist's der Sinne frühlingstrieb
  668. Ist's die Seligkeit, o Lieb',
  669. Jäh' trifft mein Blick die Menschen all',
  670. Jähe Gewißheit
  671. Jauchzend das Haupt, berauscht zum Himmel ich wende ─
  672. Jauchzend grüß' ich dich:
  673. Jauchzend wandle ich der Sonne Spur.
  674. Jauchzender Wonne,
  675. Jede Knospe der Hoffnung,
  676. Jedem Machtwort der Schöpfung?!
  677. Jeden Traum's Erfüllung,
  678. Jeder Schmerz, jede Sehnsucht
  679. Jetzt lächle ich selig,
  680. Jeunesse uud Demimonde läßt er in's Vestibül.
  681. Jungduftiger, maienkeuscher Blüthenpracht,
  682. Jungfräulich herber
  683. Jüngst träumte die Welt des Frühlings Traum:
  684. Kämpf' ich auch jetzt nebelumhüllt:
  685. Kaum hat mein Freund Mélange bestellt und Eisgelé
  686. kein Mensch, kein Haus ─ nur Irrlicht trügrisch winkt,
  687. Kein Stern vom wolkentrüben Himmel blinkt
  688. Keinem Auge entsprüh't des Daseins Lust –
  689. Keinem Einzigen ist Mutter Erde hold –
  690. Kennst du die herrliche, hehre, hohe,
  691. Keusch deiner Lippen Kelch sich eng verschwistert.
  692. Keuschknospende Fülle!
  693. Kind aus dem Volke so schlicht und rein,
  694. Kind der Sünde!
  695. Klagt mit dem Sturm
  696. Kleinen schwellenden Mund
  697. Komm' laß uns fliehen das wirre Gewühl,
  698. kommt nimmermehr, kommt nimmermehr!
  699. körperlos, winschlos
  700. Kost' ich träumend aus,
  701. Köstliche Wundermacht!
  702. Köstlichstumme
  703. Künstler und Mensch sind eins bei dir,
  704. Küss' fort der Sehnsucht heiße Thränenqual,
  705. Küßt des Mondes Schein,
  706. Küßt' ich dich ohne Wahl,
  707. Lacht die Welt im Rosenschein,
  708. Lang', lang' ist's her ...
  709. Längst Sind ihre Farben hingeschwunden
  710. Längst verblichene Blume, du allein
  711. Laß Frieden auf mich niederthauen.
  712. Laß mich wandeln in seligem Wahn,
  713. Laß uns küssen und kosen auf weichem Pfühl,
  714. Lass' in der Liebe Wunderland
  715. Lass' Leben mich saugen
  716. Lass' mich träumend vergessen,
  717. Laßt hinab mich tauchen
  718. Läuft sie nur leicht bekleidet,
  719. Lauscht lautlos wallend
  720. Lautlos schwimmt auf schilfdunklem Teich die Barke –
  721. Lautlos wogt
  722. Legt sich auf Flur und Halde.
  723. Leib an Leib so, Hand in Hand
  724. Leib reißt sich an Leib ...
  725. Leib schwelgt an Leib,
  726. Leichte Röthe die Wange überglüht.
  727. Leidschwang're Hand.
  728. Leis ich Stirn und Wang' dir küßte.
  729. Leis' rauscht nur der Blätter Geflüster
  730. Leisbebend mich umstrickt, –
  731. Leise heben sich
  732. Leise zu mir spricht ─
  733. Leisrauschenden Hymnen,
  734. Lichtfremde Welten thaten sich vor meinen Geisteraugen auf.
  735. Lieb' ist die Königin der Welt,
  736. Liebe kommt träumend und über Nacht.
  737. Lieblih lachender Strahl.
  738. Liebreich dein Schatten mir so oft verlieh,
  739. Liebreich umarmt dich
  740. Liebreiz und Anmuth,
  741. Linder Hauch uns weich umspielte,
  742. Lindernden Balsam
  743. Lindkosend umflutet
  744. Lippe brennt auf Lippe,
  745. Lippe hangend an Lippe
  746. Lockt weiter in die Welt hinein.
  747. Lodert des Wahnsinns
  748. Lös' du die Sehnsucht, niegestillt,
  749. Lösch' du die Glut, die mich erfüllt,
  750. Löst des Lebens Schmerzwiederstreit,
  751. Löst sich jeder Schmerz.
  752. Lustheischende Dirne.
  753. Magisch berührt
  754. Magischen Lichtkreis
  755. Maiduftiger Hoffnung,
  756. Man kennt euch, fort die Heuchlerfratze,
  757. Manches Witzwort sprüht von Geist zu Geist.
  758. Matter glänzen die Tiefen
  759. Mein Athem deinem Athem auch
  760. Mein Aug' aus deinem Aug' muß selig trinken
  761. Mein bist du; mein, o Seligkeit!
  762. Mein der seligleuchtende Frühlingsthau,
  763. Mein einsames Herz.
  764. Mein ganzes Sein,
  765. Mein ist dein reiches Gemüth,
  766. Mein Lieb' mit den goldenen Locken
  767. Mein lieber Baum, vergesse ich dir nie.
  768. Meine Braut ist die ewige Qual.
  769. Meine Gottheit bist du in Ewigkeit!
  770. Meine Seele athmet seligfrei:
  771. Meine Seele durchlodert der Sehnsucht Brand.
  772. Meine unsterbliche Seele ...
  773. Meiner Seele: Seele!
  774. Meiner Tage Sehnsucht und Traum,
  775. Meiner traumbeklomm'nen
  776. Melodien verschwommen
  777. Mich dünkt: in selige Au'n ich mich verlor.
  778. Mich grüßt die Sonne der Ewigkeit.
  779. Mich lockt der Harmonien Sphärenrauschen,
  780. Mich so wild umschlingen läßt?
  781. Mich unerbittlich grausam mein Geschick,
  782. Mich von deiner Schwelle fort.
  783. Mich weckt nur bange Ahnung aus dem Traum
  784. Mich willst, wie ich dich will ...
  785. Mie Sonnenlicht in eines Kerkers Dunkel
  786. Mild grüßen hernieder
  787. Mir deine Augen, die tiefblauen,
  788. Mir lächelnd hinwegscheuchst,
  789. Mir wechselnd kündet?
  790. Mir, der ich arm bin,
  791. Mit all' der Stärke und Reine
  792. Mit allen Fasern
  793. Mit dämonischen Reizen
  794. Mit dem Friedenslispeln
  795. Mit dem Schrei der Erlösung
  796. Mit des Windes Weh'n,
  797. Mit dir zurück, die mich so ganz verkannte.
  798. Mit einem Athemhauch deiner Seele,
  799. Mit Laubkränzen geschmückt treibt pfeilschnell der Nachen
  800. Mit Muttersorgfalt
  801. Mit Sonnen und Sternen
  802. Mit sonntrunkener Andacht!
  803. Mit Sternen und Welten
  804. Mit Winden uud Wolken
  805. Mitfühlend hinwegküssest,
  806. Möcht wommestumm
  807. Möcht' einmal trinken den Duft, der dem Kelche der Liebe entsprüht.«
  808. Möcht' ich die Seele dir vertrauen.
  809. Möchte gern ein Ewiges fassen:
  810. Morgenduft und Sonnenpracht,
  811. Müd kam ich, ach so wirr und krank, ─
  812. Muß ich weiter irren
  813. Müssen wir elend verbluten ...
  814. Nach des Tages Graus.
  815. Nach dir, nach dir
  816. Nach ewiger Tröstung,
  817. Nach selig-fernen Himmelsauen.
  818. Nach Südens Zauberlande;
  819. Nacht ist's. Trüb' flackert der Ampeln Licht,
  820. Nachtdunkler Pfad ...
  821. Nachtdüst'rer Schmerzensklage,
  822. Nächtigen Zauber süß und weich
  823. Nachtschwarzen Kinderaugen
  824. Nacken hernieder,
  825. Nacktschimmernde Pracht;
  826. Neigtest du lächelnd
  827. Nicht ein Trostwort
  828. Nicht darf ich mehr bergen
  829. Nicht eher dann verklingt des Sanges Schall,
  830. Nicht eher find't mein irr'nder Geist ersehnte Ruh
  831. Nicht eher kann Euch Frieden blüh'n.
  832. Nicht ein Athemhauch
  833. Nicht ein Jubelton
  834. Nicht ein Sonnenblick
  835. Nicht eines Weh's sind wir uus je bewußt,
  836. Nicht Lust noch Schmerz barg mehr die Brust: zu Ende war gekämpft die Schlacht,
  837. Nicht mehr mit zitternden Fingern
  838. Nicht spräche zu uns die Natur.
  839. Nicht weiß ich, ob du mich noch kennst,
  840. Nicht will ich umschlungen von weichen Armen,
  841. Nie gestillter Sehnsucht.
  842. Nie kehrt deine Munterkeit zurück.
  843. Nie wieder grüßt sie das Morgenroth.
  844. Nie wieder labt sie der Blumen Duft,
  845. Niederthau'st du, o Friede,
  846. Nimmt fromm die »schmutzige Wäsch'« in Kauf.
  847. Noch meine Lippen brennen
  848. Nun find' ich nirgends Trost, um zu gesunden,
  849. Nun findet sie nirgends der Liebe Trost,
  850. Nun gilt's die Glieder stolz zu recken.
  851. Nun keimt's im Herzen süß und sacht ─
  852. Nun plötzlich all' die Keime erstickt,
  853. Nun schwelgt die Welt im Meer der Lüste.
  854. Nun welken sie im Sande.
  855. Nur deines Leibes
  856. Nur des Mannes Arm deine Sehnsucht stillt.
  857. Nur des Mondes Auge wacht;
  858. Nur dich sucht meine Seele,
  859. Nur einige Blumen einsam blüh'n,
  860. Nur halb noch hör' ich verworr'nes Geschrei.
  861. Nur in der Ferne
  862. Nur manchmal
  863. Nur meine Sonne,
  864. Nur sonniges Glück, wohin ich schau'.
  865. Nur trifft sein Ohr.
  866. O Anna glaub', ich lieb' nur dich,
  867. O Anna,
  868. O daß endlich dem Verschmachtenden würde
  869. O daß ich fände eine Seele,
  870. O daß ich vergessen könnte! ...
  871. O daß mir endlich
  872. O Erdenlust, o Himmelspracht!
  873. O fluche nicht dem Unseligen!
  874. O Frühling, Frühling zieh' ein!
  875. O holde Mährchenstund!
  876. O köstliche Stunde!
  877. O köstliches Weben
  878. O laß mich baden in seliger Klarheit!
  879. O laß mich, laß mich,
  880. O lass' mich küssen dein Gewand,
  881. O Lumpenvolk der Journalisten!
  882. O maienschönste aller Frauen
  883. O nehmt mich auf in Euern Bund!
  884. O runzle nicht die zarten Brauen,
  885. O Seligkeit, wenn du des Busens Blüthe,
  886. O seltene Harmonie!
  887. O sprich zu mir: ewige göttliche Wahrheit!
  888. O süßes Spiel! Minnend sich necken
  889. O Thaufrucht der Liebe?!
  890. O tolles Schwelgen im Ueberfluß!
  891. O trunkenes Schwelgen
  892. O unaussprechliches Sehnen!
  893. O Weihestunde!
  894. O welch schwellender Reichthum, welch üppiger Friede!
  895. O wollüstige Selbstqual!
  896. O wonniges Weben
  897. O zart Erröthende! Der Frühling neigt
  898. Ob auch in nächster Stunde vielleicht
  899. Ob du noch frägst nach meinem Glück,
  900. Ob du noch meinen Namen nennst,
  901. Oft denk' ich all' der Wünsche, die vergebens
  902. Oft frag' im Tiefsten ich entsetzt
  903. Oft leertest du des Schicksals Becher
  904. Oft, wenn mein Aug' sich zu den Sternen hebt
  905. Ohne Rettungsstern
  906. Paart wild sich männlich schöner Kraft,
  907. Phantastisch flutet
  908. Phantastisch sich rankende
  909. Plößlich weckt mich ein Fächerschlag aus dumpfem Brüten,
  910. Plötzlich blinkt mattgelb auf der Venus Schimmer.
  911. Plötzlich ergießt sich trübfahler Schein:
  912. Plötzlich stirbt der Sinne Gluthverlangen,
  913. Pochende Männerbrust,
  914. Preß ich dich an mich;
  915. Quellende Gluth
  916. Quillt das Opfer
  917. Ragt auf der Wolken
  918. Rast Fieberglut!
  919. Rauh breitet nun sein Leichentuch
  920. Rauschseliger Liebe! ...
  921. Reich' mir zum Kuß die Lippen dar,
  922. Rings Berg und Thal im Nebelgrau,
  923. Rings duftet der Wachholderdorn,
  924. Rings graut nur unendliche Wüste!
  925. Rings Sterne ohne Zahl,
  926. Rings Tabaksdampf, Geschwätz und lautes Gläserklirren ...
  927. Rinnt in einander
  928. Rothgolden glänzt ihr üppiges Nixenhaar.
  929. Rothkichernd sich die Damen fächern.
  930. Sanft des Dorfes Glocken klangen ...
  931. Sanft küßt die Nacht,
  932. Sanft küßt es die Köpfchen
  933. Sank ich in's Knie
  934. Sauge dich fest an Lippen roth,
  935. Schalkiger Uebermuth faßt die ausgelassenen Dirnen,
  936. Schimmern in zarter Wimper Perlen gleich,
  937. Schimmernde Fülle,
  938. Schimpft euch wie Karrenschieber –
  939. Schleier rings die Berge kränzt,
  940. Schließ' sanft des Himmelsstürmers Augem zu,
  941. Schließt in sich aller Himmel Glück.
  942. Schlürfen wir trunken der Wollust Wein.
  943. Schlürft' ich im stillen Port.
  944. Schmerzen des Müden,
  945. Schmückte dich Venus,
  946. Schnauf' ein den Duft der warmen Brüste –
  947. Schnauf' ein des Aethers
  948. Schon als ich noch ein Knabe war, zog es mich hin zu ander'm Stern,
  949. Schooß der Mutter –
  950. Schöpf' ich Erquickung
  951. Schreit meine Seele
  952. Schwand der Sonne
  953. Schwebst du Mond im Dämmergrau
  954. Schwingen zum Flug in den Himmel dir leiht.
  955. Sdmerzgewalten.
  956. Seele die irdischen Bande sprengt.
  957. Seele gesund.
  958. Seele möcht' den Leib' verlassen,
  959. Seele Sehnsucht;
  960. Seele süß in Seele floß,
  961. Seelenumarmung,
  962. Seh' ich dann Thränen deine Wangen feuchten,
  963. Seh' ich dein Aug' in Starrheit süß verloren,
  964. Sei du dem flügellahmen Aar
  965. Sei mein deines Leibes schwellende Pracht.
  966. Selbst Blume und Baum.
  967. Selbstsucht treibt Alle, wilde Gier nach Gold,
  968. Selig durchschauert ihn
  969. Selig schau ich in's duftschwere Weingelände,
  970. Selige Erwiderung
  971. Seligjubelnde Märchensprache!
  972. Seligstes Gedicht.
  973. Selten nur ein Stern erglänzt.
  974. Seltsam Erinnern huscht durch meinen Schädel,
  975. Seltsam Traumesweben
  976. Senkt sich auf mein Zimmer
  977. Sich ganz verlor,
  978. Sich göttlichsüß in's kranke Herz mir sang,
  979. Sich in die Tiefen meiner Seele stahl?
  980. Sie ahnt: nie wieder ein West sie umkost.
  981. Sie allein hört dich,
  982. Sie an mich riß und brünstig sie umschlang ...
  983. Sie entrückt in holde Sphären ...
  984. Sie fühlten nie das Glück der Liebe.
  985. Sie kannten dich nicht, Allmutter Natur.
  986. Sie klingen dumpf und schwer ...
  987. Sie lebten dumpf in thierischem Triebe,
  988. Sie mählich verathmen,
  989. Sie möchte untertauchen ganz
  990. Sie sahen nie der Gottheit Spur,
  991. Sie sprach: »nimm mich hin, o Liebster, Jugend und Schönheit verblüht ...
  992. Sieh dort die kleine, blonde Kellnerin,
  993. Silberschleier.
  994. Sind wir träumend weitergangen
  995. Sink' in den göttlichen
  996. Sinke ich liebeächzend
  997. So arm bin, wie Niemand?!
  998. So dämmer' ich schrankenlos in Zeit und Raum,
  999. So flüchtig,
  1000. So lasst uns sterben im Taumel der Lust!

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Gedichte:

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Wortschatz

OPERONE