Lyrik

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Cherubinischer Wandersmann

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Erstes Buch

  • Rein wie das feinste Gold, steif wie ein Felsenstein (Was fein ist, das besteht)
  • Es mag ein andrer sich um sein Begräbnis kränken (Die ewige Ruhestätt)
  • Weg, weg, ihr Seraphim, ihr könnt mich nicht erquicken (Gott kann allein vergnügen)
  • Herr, es genügt mir nicht, daß (ich dir englisch diene (Man muß (ganz göttlich sein)
  • Ich weiß (nicht, was ich bin (ich bin nicht, was ich weiß (Man weiß (nicht, was man ist)
  • Soll ich mein letztes End und ersten Anfang finden (Du mußt, was Gott ist, sein)
  • Wo ist mein Aufenthalt? Wo ich und du nicht stehen (Man muß (noch über Gott)
  • Ich weiß, daß (ohne mich Gott nicht ein Nu kann leben (Gott lebt nicht ohne mich)
  • Daß (Gott so selig ist und lebet ohn Verlangen (Ich habs von Gott und Gott von mir)
  • Ich bin so groß (wie Gott, er ist als ich so klein (Ich bin wie Gott und Gott wie ich)
  • Gott ist in mir das Feur und ich in ihm der Schein (Gott ist in mir und ich in ihm)
  • Mensch, wo du deinen Geist schwingst über Ort und Zeit (Man muß (sich überschwenken)
  • Ich selbst bin Ewigkeit, wenn ich die Zeit verlasse (Der Mensch ist Ewigkeit)
  • Ich bin so reich als Gott, es kann kein Stäublein sein (Ein Christ so reich als Gott)
  • Was man von Gott gesagt, das gnüget mir noch nicht (Die Über-Gottheit)
  • Wo Gott mich über Gott nicht sollte wollen bringen (Die Liebe zwingt Gott)
  • Ich auch bin Gottes Sohn, ich sitz an seiner Hand (Ein Christ ist Gottes Sohn)
  • Gott liebt mich über sich (lieb ich ihn über mich (Ich tue es Gott gleich)
  • Wie selig ist der Mensch, der weder will noch weiß (Das selige Stillschweigen)
  • Mensch, deine Seligkeit kannst du dir selber nehmen (Die Seligkeit steht bei dir)
  • Gott gibet niemand nichts, er stehet allen frei (Gott läßt sich, wie man will)
  • So viel du Gott geläßt, so viel mag er dir werden (Die Gelassenheit)
  • Ich muß (Maria sein und Gott aus mir gebären (Die geistliche Maria)
  • Mensch, wo du noch was bist, was weißt, was liebst und hast (Du mußt nichts sein, nichts wollen)
  • Gott ist ein lauter Nichts, ihn rührt kein Nun noch Hier:6 (Gott ergreift man nicht)
  • Tod ist ein selig Ding: je kräftiger er ist (Der geheime Tod)
  • Indem der weise Mann zu tausendmalen stirbet (Das Sterben macht Leben)
  • Kein Tod ist seliger als in dem Herren sterben (Der allerseligste Tod)
  • Der Tod, aus welchem nicht ein neues Leben blühet (Der ewige Tod)
  • Ich glaube keinen Tod (sterb ich gleich alle Stunden (Es ist kein Tod)
  • Ich sterb und lebe Gott: will ich ihm ewig leben (Das immerwährende Sterben)
  • Ich sterb und leb auch nicht: Gott selber stirbt in mir (Gott stirbt und lebt in uns)
  • Gott selber, wenn er dir will leben, muß (ersterben (Nichts lebt ohne Sterben)
  • Wenn du gestorben bist und Gott dein Leben worden (Der Tod vergöttet dich)
  • Ich sage, weil allein der Tod mich machet frei (Der Tod ists beste Ding)
  • Ich sag, es stirbet nichts (nur daß (ein ander Leben (Kein Tod ist ohne ein Leben)
  • Nichts ist, das dich bewegt, du selber bist das Rad (Die Unruh kommt von dir)
  • Wenn du die Dinge nimmst ohn allen Unterscheid (Gleichschätzung macht Ruh)
  • Wer in der Hölle nicht kann ohne Hölle leben (Die unvollkommne Gelassenheit)
  • Gott ist ein Wunderding: er ist das, was er will (Gott ist das, was er will)
  • Gott ist unendlich hoch. Mensch, glaube das behende (Gott weiß (sich selbst kein Ende)
  • Gott gründt sich ohne Grund und mißt sich ohne Maß (Wie gründet sich Gott?)
  • Ich lieb ein einzig Ding und weiß (nicht, was es ist (Man liebt auch ohne Erkennen)
  • Mensch, so du etwas liebst, so liebst du nichts fürwahr (Das Etwas muß (man lassen)
  • Wer nichts begehrt, nichts hat, nichts weiß, nichts liebt, nichts will (Das vermögende Unvermögen)
  • Ich bin ein seligs Ding, mag ich ein Unding sein (Das selige Unding)
  • Zeit ist wie Ewigkeit und Ewigkeit wie Zeit (Die Zeit ist Ewigkeit)
  • Gott opfert sich ihm selbst: ich bin in jedem Nu (Gottes Tempel und Altar)
  • Ruh ist das höchste Gut: und wäre Gott nicht Ruh (Die Ruh ists höchste Gut)
  • Fragst du, mein Christ, wo Gott gesetzt hat seinen Thron (Der Thron Gottes)
  • Wer unbeweglich bleibt in Freud, in Leid, in Pein (Die Gleichheit Gottes)
  • Ein Senfkorn ist mein Geist (durchscheint ihn seine Sonne (Das geistliche Senfkorn)
  • Mensch, wo du Tugend wirkst mit Arbeit und mit Müh (Die Tugend sitzt in Ruh)
  • Ich selbst muß (Tugend sein und keinen Zufall wissen (Die wesentliche Tugend)
  • Du darfst zu Gott nicht schrein, der Brunnquell ist in dir (Der Brunnquell ist in uns)
  • So du aus Mißvertraun zu deinem Gotte flehest (Das Mißtraun schmäht Gott)
  • Wer an den Füßen lahm und am Gesicht ist blind (In Schwachheit wird Gott gefunden)
  • Mensch, suchst du Gott um Ruh, so ist dir noch nicht recht (Der eigen Gesuch)
  • Wär ich ein Seraphin, so wollt ich lieber sein (Wie Gott will, soll man wollen)
  • Die Seel ist ein Kristall, die Gottheit ist ihr Schein (Leib, Seele und Gottheit)
  • Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren (In dir muß (Gott geboren werden)
  • Das Kreuz zu Golgatha kann dich nicht von dem Bösen (Das Äußre hilft dir nicht)
  • Ich sag, es hilft dir nicht, daß (Christus auferstanden (Steh selbst von Toten auf)
  • Gott ist ein Ackersmann, das Korn sein ewges Wort (Die geistliche Saeung)
  • Gott ist das ärmste Ding, er steht ganz bloß (und frei (Armut ist göttlich)
  • Wo Gott ein Feuer ist, so ist mein Herz der Herd (Mein Herz ist Gottes Herd)
  • Wie ein entmilchtes Kind nach seiner Mutter weint (Das Kind schreit nach der Mutter)
  • Der Abgrund meines Geists ruft immer mit Geschrei (Ein Abgrund ruft dem andern)
  • Die Menschheit ist die Milch, die Gottheit ist der Wein (Milch mit Wein stärket fein)
  • Die Lieb ist unser Gott, es lebet alls durch Liebe (Die Liebe)
  • Lieb üben hat viel Müh: wir sollen nicht allein (Man muß (das Wesen sein)
  • Gott wohnt in einem Licht, zu dem die Bahn gebricht (Wie sieht man Gott)
  • Eh ich noch etwas ward, da war ich Gottes Leben (Der Mensch war Gottes Leben)
  • Der Geist, den Gott mir hat im Schöpfen eingehaucht (Man soll zum Anfang kommen)
  • Begehrst du was mit Gott, ich sage klar und frei (Dein Abgott, dein Begehren)
  • Gott ist die ewge Ruh, weil er nichts sucht noch will (Nichts wollen macht Gott gleich)
  • Wie klein ist doch der Mensch, der etwas groß (tut schätzen (Die Dinge sind geringe)
  • Schau, alles, was Gott schuf, ist meinem Geist so klein (Das Geschöpf ist nur ein Stüpfchen)
  • Wer mir Vollkommenheit, wie Gott hat, ab will sprechen (Gott trägt vollkommene Früchte)
  • Der Vogel in der Luft, der Stein ruht auf dem Land (Ein jedes in dem Seinigen)
  • Bist du aus Gott geborn, so blühet Gott in dir (Gott blüht aus seinen Zweigen)
  • Halt an, wo laufst du hin, der Himmel ist in dir (Der Himmel ist in dir)
  • Gott ist ein einges Ein (wer seiner will genießen (Wie kann man Gottes genießen)
  • Wer Gott will gleiche sein, muß (allem ungleich werden (Wie wird man Gott gleich)
  • So du das ewge Wort in dir willst hören sprechen (Wie hört man Gottes Wort)
  • Ich bin so breit als Gott, nichts ist in aller Welt (Ich bin so breit als Gott)
  • Was marterst du das Erz? der Eckstein ists allein (Im Eckstein liegt der Schatz)
  • Wie mag dich doch, o Mensch, nach etwas tun verlangen (Es liegt alles im Menschen)
  • Weil meine Seel in Gott steht außer Zeit und Ort (Die Seele ist Gott gleich)
  • Die Gottheit ist mein Saft (was aus mir grünt und blüht (Die Gottheit ist das Grüne)
  • Mensch, so du Gott noch pflegst um dies und das zu danken (Man soll für alles danken)
  • Wer ist, als wär er nicht und wär er nie geworden (Wer ganz vergöttet ist)
  • Wer in sich selber sitzt, der höret Gottes Wort (In sich hört man das Wort)
  • Die Demut ist der Grund, der Deckel und der Schrein (Die Demut)
  • Wenn ich die Lauterkeit durch Gott geworden bin (Die Lauterkeit)
  • Gott mag nicht ohne mich ein einzigs Würmlein machen (Gott mag nichts ohne mich)
  • Wer Gott vereinigt ist, den kann er nicht verdammen (Mit Gott vereinigt sein ist gut für ewige Pein)
  • Dafern mein Will ist tot, so muß (Gott, was ich will (Der tote Wille herrscht)
  • Ich lasse mich Gott ganz (will er mir Leiden machen (Der Gelassenheit gilts gleich)
  • Gott ist so viel an mir, als mir an ihm gelegen (Eins hält das Andere)
  • Hört Wunder! Christus ist das Lamm und auch der Hirt (Christus)
  • Dann wird das Blei zu Gold, dann fällt der Zufall hin (Die geistliche Goldmachung)
  • Ich selbst bin das Metall, der Geist ist Feur und Herd (Auch von derselben)
  • Sobald durch Gottes Feur ich mag geschmelzet sein (Noch von ihr)
  • Ich trage Gottes Bild: wenn er sich will besehn (Das Bildnis Gottes)
  • Ich bin nicht außer Gott und Gott nicht außer mir (Das Ein ist in dem Andern)
  • Ists, daß (die Kreatur aus Gott ist ausgeflossen (Es ist noch alles in Gott)
  • Die Rose, welche hier dein äußres Auge sieht (Die Rose)
  • Weil die Geschöpfe gar in Gottes Wort bestehn (Die Geschöpfe)
  • Vom ersten Anbeginn und noch bis heute zu (Das Gesuche des Geschöpfes)
  • Die zarte Gottheit ist ein Nichts und Übernichts (Die Gottheit ist ein Nichts)
  • Wer in der Sonnen ist, dem mangelt nicht das Licht (In der Sonnen ists gut sein)
  • Nimm hin der Sonnen Licht (Jehova ist die Sonne (Jehova ist die Sonne)
  • Wem seine Sonne scheint, derselbe darf nicht gücken (Die Sonn ist schon genug)
  • Ich selbst muß (Sonne sein, ich muß (mit meinen Strahlen (Du selbst mußt Sonne sein)
  • Der Tau erquickt das Feld (soll er mein Herze laben (Der Tau)
  • Wer etwas in der Welt mag süß (und lieblich nennen (Nichts Süßes in der Welt)
  • Schließ (mich, so streng du willst, in tausend Eisen ein (Der Geist bleibt allzeit frei)
  • Mensch, in dem Ursprung ist das Wasser rein und klar (Zum Ursprung mußt du gehn)
  • Die Schnecke leckt den Tau und ich, Herr Christ, dein Blut (Die Perle wird vom Tau)
  • Willst du den Perlentau der edlen Gottheit fangen (Durch die Menschheit zu der Gottheit)
  • Ein Auge, das sich nie der Lust des Sehns entbricht (Die Sinnlichkeit bringt Leid)
  • Die Turteltaube klagt, daß (sie den Mann verloren (Gott klagt um seine Braut)
  • Gott ist dir worden Mensch (wirst du nicht wieder Gott (Du mußts hinwieder sein)
  • Wem alles gleiche gilt, den rühret keine Pein (Die Gleichheit hat nicht Pein)
  • Mensch, wenn du noch nach Gott Begier hast und Verlangen (Begehren erwartet Gewähren)
  • Gott hat nicht Unterscheid, es ist ihm alles ein (Es gilt Gott alles gleich)
  • Vermöcht ich Gotts so viel als Christus zu empfangen (Alles liegt an der Empfänglichkeit)
  • Gott ist ja nichts als gut: Verdammnis, Tod und Pein (Das Böse entsteht aus dir)
  • Wie selig ruht der Geist in des Geliebten Schoß (Die Bloßheit ruht in Gott)
  • Mensch, bist du Gott getreu und meinest ihn allein (Das Paradeis in Pein)
  • Mensch, in das Paradeis kommt man nicht unbewehrt (Bewehrt muß (man sein)
  • Ist Gott ein ewges Nun, was fället dann darein (Gott ist ein ewges Nun)
  • Wo dich noch dies und das bekümmert und bewegt (Unvollkommene Gestorbenheit)
  • Mensch, werd aus Gott geborn: bei seiner Gottheit Thron (Bei Gott ist nur sein Sohn)
  • Du mußt ganz lauter sein und stehn in einem Nun (Wie ruht Gott in mir)
  • Was klagst du über Gott? Du selbst verdammest dich (Gott verdammt Niemand)
  • Je mehr du dich aus dir kannst austun und entgießen (Je mehr du aus, je mehr Gott ein)
  • Das Wort, das dich und mich und alle Dinge trägt (Es trägt und wird getragen)
  • Der Mensch ist alle Ding (ists, daß (ihm eins gebricht (Der Mensch ist alle Dinge)
  • Du sprichst, im Firmament sei eine Sonn allein (Es sind viel tausend Sonnen)
  • Dafern der Teufel könnt aus seiner Seinheit gehn (Die Selbheit, die verdammt)
  • Was bildest du dir ein, zu zähln der Sternen Schar (Der Schöpfer kanns alleine)
  • Warum wird Seraphin von Gotte mehr geliebt (Je mehr man sich ergibt, je mehr wird man geliebt)
  • Der Himmel ist in dir und auch der Höllen Qual (In dir ist, was du willst)
  • So lieb Gott eine Seel in Christi Glanz und Licht (Gott liebt nichts außer Christo)
  • Das feinest auf der Welt ist reine Jungfernerde (Die Jungfernerde)
  • Der Sinn, der Geist, das Wort, die lehren klar und frei (Das Gleichnis der Dreieinigkeit)
  • So wenig, als dir ist die Weite Gottes kund (Es läßt sich nicht bezirken)
  • Ist meine Seel im Leib und gleich durch alle Glieder (Eins in dem andern)
  • Da Gott das erstemal hat seinen Sohn geborn (Der Mensch ist Gottes Kindbett)
  • Daß (Gott ein Lämmlein ist, das hilft dir nicht, mein Christ (Du selbst mußt Gottes Lämmlein sein)
  • Mensch, wirst du nicht ein Kind, so gehst du nimmer ein (Du mußt zum Kinde werden)
  • Wer lauter wie das Licht, rein wie der Ursprung ist (Die geheime Jungfrauschaft)
  • Mensch, willst du ewiglich beim Lämmlein Gottes stehn (Hier muß (der Anfang sein)
  • Schaut doch das Wunder an! Gott macht sich so gemein (Gott selbst ist unsre Weide)
  • Sag an, o großer Gott, wie bin ich dir verwandt (Die wunderliche Verwandtnis Gottes)
  • Wer dorten bei dem Brunn des Lebens denkt zu sitzen (Wer trinkt den Lebensbrunn)
  • Mensch, wo du ledig bist, das Wasser quillt aus dir (Die Ledigkeit ist wie Gott)
  • Gott selber klaget Durst (ach, daß (du ihn so kränkest (Gott dürstet, tränk ihn doch)
  • Ich bin ein ewig Licht, ich brenn ohn Unterlaß (Das ewige Licht)
  • So du den höchsten Gott willst deinen Vater nennen (Du mußt die Kindschaft haben)
  • Daß (du nicht Menschen liebst, das tust du recht und wohl (Die Menschheit soll man lieben)
  • Der Engel schauet Gott mit heitern Augen an (Gott schaut man mit Gelassenheit)
  • Die Weisheit findt sich gern, wo ihre Kinder sind (Die Weisheit)
  • Die Weisheit schauet sich in ihrem Spiegel an (Der Spiegel der Weisheit)
  • So viel die Seel in Gott, so viel ruht Gott in ihr (So viel du in Gott, so viel er in dir)
  • O Wunder! Christus ist die Wahrheit und das Wort (Christus ist alles)
  • Die Heilgen sind darum mit Gottes Ruh umfangen (Nichtsverlangen ist Seligkeit)
  • Gott ist nicht hoch, nicht tief (wer endlich anders spricht (Gott ist nicht hoch, noch tief)
  • Gott ist nicht hier noch da (wer ihn begehrt zu finden (Gott findet man mit Nichtsuchen)
  • Wo Gott von Ewigkeit nicht siehet die Gedanken (Gott sieht, ehe du gedenkst)
  • Das Brot ernährt dich nicht: was dich im Brote speist (Der Mensch lebt nicht vom Brot allein)
  • Wer Gott um Gaben bitt, der ist gar übel dran (Die Gaben sind nicht Gott)
  • Sohn ist das liebste Wort, das Gott zu mir mag sprechen (Sohnsein ist schon genug)
  • Die Höll wird Himmelreich noch hier auf dieser Erden (Eins wie das ander)
  • Man redt von Zeit und Ort, von Nun und Ewigkeit (Im Grunde ist alles eins)
  • Daß (dir im Sonnesehn vergehet das Gesicht (Die Schuld ist deine)
  • Dieweil der Gottheit Ström aus mir sich solln ergießen (Der Brunnquell Gottes)
  • Was bin ich endlich doch? Ich soll die Kirch und Stein (Ein Christ ist Kirch und alles)
  • Wer sich nicht drängt zu sein des Höchsten liebes Kind (Man muß (Gewalt antun)
  • Mensch, dienst du Gott um Gut, um Seligkeit und Lohn (Der Löhner ist nicht Sohn)
  • Was Freude muß (doch sein! wenn Gott sich seine Braut (Die geheime Vermählung)
  • Gott ist mein Stab, mein Licht, mein Pfad, mein Ziel, mein Spiel (Gott ist mir, was ich will)
  • Nicht du bist in dem Ort, der Ort, der ist in dir (Der Ort ist selbst in dir)
  • Die ewge Weisheit baut: Ich werde der Palast (Der ewigen Weisheit Haus)
  • Die Welt ist mir zu eng, der Himmel ist zu klein (Die Weite der Seelen)
  • Du sprichst: Versetze dich aus Zeit in Ewigkeit (Die Zeit und Ewigkeit)
  • Du selber machst die Zeit, das Uhrwerk sind die Sinnen (Der Mensch, der macht die Zeit)
  • Ich weiß (nicht, was ich soll! Es ist mir alles ein (Die Gleichheit)
  • Wer selbst nicht alles ist, der ist noch zu geringe (Wer Gott soll schaun, muß (alles sein)
  • Mensch, allererst, wenn du bist alle Dinge worden (Wer recht vergöttet ist)
  • Die Kreatur ist mehr in Gotte, denn in ihr (Die Kreatur ist recht in Gott)
  • Mensch, dünke dich nur nicht vor Gott mit Werken viel (Was bist du gegen Gott?)
  • Das Licht gibt allem Kraft: Gott selber lebt im Lichte (Das Licht besteht im Feuer)
  • Mensch, ist dein Herze Gold und deine Seele rein (Die geistliche Arch unds Mannakrüglein)
  • Daß (Gott allmächtig sei, das glaubet jener nicht (Gott macht vollkommen sein)
  • Das Feur rügt alle Ding und wird doch nicht bewegt (Das Wort ist wie das Feuer)
  • Geh hin, wo du nicht kannst: sieh, wo du siehest nicht (Gott außer Kreatur)
  • Gott ist wahrhaftig nichts, und so er etwas ist (Gott ist nichts Kreatürliches)
  • O Unbegreiflichkeit! Gott hat sich selbst verlorn (Warum wird Gott geboren?)
  • O hohe Würdigung! Gott springt von seinem Thron (Die hohe Würdigung)
  • Ich ward das, was ich war, und bin, was ich gewesen (Immer dasselbige)
  • Nichts dünkt mich hoch zu sein: ich bin das höchste Ding (Der Mensch ists höchste Ding)
  • Der Ort unds Wort ist eins und wäre nicht der Ort (Der Ort ist das Wort)
  • Willst du den neuen Mensch und seinen Namen kennen (Wie heißt der neue Mensch?)
  • O süße Gasterei! Gott selber wird der Wein (Die schönste Gasterei)
  • Zu viel ist niemals gut, ich hasse Völlerei (Die selige Völlerei)
  • Die Hure Babylon trinkt Blut und trinkt den Tod (Wie der Mund, so der Trank)
  • Die Heilgen sind so viel von Gottes Gottheit trunken (Je aufgegebener, je göttlicher)
  • Nicht Gott gibts Himmelreich: du selbst mußts zu dir ziehn (Das Himmelreich ist der Gewaltsamen)
  • Gott ist das, was er ist (ich bin das, was ich bin (Ich wie Gott, Gott wie ich)
  • Der Durst ist nicht ein Ding und doch kann er dich plagen (Die Sünde)
  • Die Sanftmut ist ein Samt, auf dem Gott ruht und liegt (Die Sanftmut)
  • Was ist Gerechtigkeit? Das, welches allen gleich (Die Gerechtigkeit)
  • Gott ist mein Geist, mein Blut, mein Fleisch und mein Gebein (Die Vergöttung)
  • Fragst du, was Gott mehr liebt, ihm wirken oder ruhn (Wirken und Ruhn ist recht göttlich)
  • Wer in dem Nächsten nichts als Gott und Christum sieht (Das göttliche Sehen)
  • Die Einfalt ist so wert, daß, wenn sie Gott gebricht (Die Einfalt)
  • Weil mein Erlöser hat die Menschheit aufgenommen (Ich auch zur Rechten Gottes)
  • Der Glaube, Senfkorn groß, versetzt den Berg ins Meer (Der Glaube)
  • Die Hoffnung ist ein Seil (könnt ein Verdammter hoffen (Die Hoffnung)
  • Die Zuversicht ist gut und das Vertrauen fein (Die Zuversicht)
  • Gott ist mir Gott und Mensch, ich bin ihm Mensch und Gott (Was Gott mir, bin ich ihm)
  • Was gaffst du viel, mein Mensch? Der Antichrist unds Tier (Der Antichrist)
  • Du bist die Babel selbst (gehst du nicht aus dir aus (Die Babel)
  • Die Rachgier ist ein Rad, das nimmer stille steht (Die Rachgier)
  • Mensch, solltest du in dir das Ungeziefer schauen (Die Abscheulichkeit der Bosheit)
  • Der Zorn ist höllisch Feur (wenn er in dir entbrennt (Der Zorn)
  • Es dünkt mich leichter sein, in Himmel sich zu schwingen (Die Seligkeit ist leicht zu erlangen)
  • Christ, wenn ein Schiffsseil wird durchs Nadelöhr gezogen (Der weltliebende Reiche)
  • Das Wort, das Gott von dir am allerliebsten hört (Herr, dein Wille geschehe)
  • Mein Lieb und alle Ding ist Gottes Nachgeklinge (Gottes Nachgeklinge)
  • Herr, liebst du meine Seel, so laß (sie dich umfassen (Gott um Gott)
  • Ich bete Gott mit Gott aus ihm und in ihm an (Alles mit Gott)
  • Gott liebt und lobt sich selbst, so viel er immer kann (Der Geist vertritt uns)
  • Mensch, so du wissen willst, was redlich beten heißt (Im Innern betet man recht)
  • Wer lautern Herzens lebt und geht auf Christi Bahn (Das wesentliche Gebet)
  • Meinst du, o armer Mensch, daß (deines Munds Geschrei (Gott lobt man in der Stille)
  • Gott ist so über alls, daß (man nichts sprechen kann (Das stillschweigende Gebet)
  • Mein Leib, o Herrlichkeit! ist Gottes Leibgedinge (Gottes Leibgedinge)
  • Eröffene die Tür, so kommt der heilge Geist (Die Tür muß (offen sein)
  • Christ, so du Jesum liebst und seine Sanftmut hast (Das Wohnhaus Gottes)
  • Lieb ist der Weisen Stein: sie scheidet Gold aus Kot (Die Liebe ist der Weisen Stein)
  • Im Fall die Liebe dich versetzen soll aus Pein (Es muß (vereinigt werden)
  • Der heilge Geist der schmelzt, der Vater der verzehrt (Die Tingierung)
  • So wenig du das Gold kannst schwarz und Eisen nennen (Das Alte ist hinweg)
  • Schau doch, wie hoch vereint die Goldheit mit dem Blei (Die genaue Vereinigung)
  • Die Goldheit machet Gold, die Gottheit machet Gott (Die Goldheit und die Gottheit)
  • Schau, wie die Goldheit ist des Golds-Fluß (Schwer und Schein (Wie die Goldheit, also die Gottheit)
  • Sag, wie ich möge sein des Vaters liebstes Kind (Das liebste Kind Gottes)
  • Ist Gottes Gottheit mir nicht inniglich gemein (Die göttliche Kindschaft)
  • Christ, so du kannst ein Kind von ganzem Herzen werden (Der Kinder ists Himmelreich)
  • Weil sich die Gottheit hat in Kindheit mir erzeigt (Die Kindheit und Gottheit)
  • Kind oder Gott gilt gleich: hast du mich Kind genennt (Kind und Gott)
  • Ich bin Gotts Kind und Sohn, er wieder ist mein Kind (Die wiedergültige Kind- und Vaterschaft)
  • Daß (Gott dreieinig ist, zeigt dir ein jedes Kraut (Die Dreieinigkeit in der Natur)
  • Betrachte das Tingiern, so siehst du schön und frei (Das Tingieren)
  • Die ewge Gottheit ist der Menschheit so verpflicht (Die Gottheit und die Menschheit)
  • Braut, auf! Der Bräutgam kommt! Man geht nicht mit ihm ein (Heut ist der Tag des Heils)
  • Die Mahlzeit ist bereit, das Lamm zeigt seine Wunden (Die Hochzeit des Lammes)
  • Das Hochzeitskleid ist Gott und seines Geistes Liebe (Das hochzeitliche Kleid)
  • Die ewge Gottheit ist so reich an Rat und Tat (Gott forscht sich niemals aus)
  • Nichts weset ohne Stimm: Gott höret überall (Die Kreaturen sind Gottes Widerhall)
  • Ach, daß (wir Menschen nicht wie die Waldvögelein (Die Einigkeit)
  • Ich weiß, die Nachtigall straft nicht des Kuckucks Ton (Dem Spötter taugt nichts)
  • Freund, solln wir allesamt nur immer eines schrein (Ein Ding behagt nicht oft)
  • Je mehr man Unterscheid der Stimmen vor kann bringen (Veränderung steht fein)
  • Gott gibet so genau auf das Koaxn acht (Bei Gott ist alles gleich)
  • Die Kreaturen sind des ewgen Wortes Stimme (Die Stimme Gottes)
  • Liebst du noch was an Gott, so sprichst du gleich dabei (An Gott ist nichts Kreatürliches)
  • Was Gott in Ewigkeit begehrn und wünschen kann (Der Mensch ist Gottes Gleichnis)
  • Die Heiligkeit ist gut (wer drüber kommen kann (Steig über die Heiligkeit)
  • Der Zufall muß (hinweg und aller falsche Schein (Der Zufall muß (hinweg)
  • Mensch, alles liebet dich, um dich ists sehr gedrange (Der Mensch bringt alles in Gott)
  • Gott ist mein letztes End: Wenn ich sein Anfang bin (Eins des andern Anfang und Ende)
  • Daß (Gott kein Ende hat, gesteh ich dir nicht zu (Das Ende Gottes)
  • Ich bin Gotts ander Er, in mir findt er allein (Gottes ander Er)
  • Mit Ichheit suchest du bald die bald jene Sachen (Die Ichheit schafft nichts)
  • Dein Stein, Chymist, ist nichts (der Eckstein, den ich mein (Der wahre Weisen-Stein)
  • Mensch, lebest du in Gott und stirbest deinem Willen (Seine Gebote sind nicht schwer)
  • Was hilft michs, daß (den Herrn die Morgensterne loben (In Gott der beste Stand)
  • Schreit hin, ihr Seraphim, das was man von euch liest (Gott ist überheilig)
  • Was Cherubin erkennt, das mag mir nicht genügen (Über alle Erkenntnis soll man kommen)
  • In Gott wird nichts erkannt: er ist ein einig Ein (Das Erkennende muß (das Erkannte werden)
  • Maria ist hochwert (doch kann ich höher kommen (Immer weiter)
  • Die Schönheit ist ein Licht (je mehr dir Licht gebrist (Die Schönheit)
  • Ihr Menschen lernet doch von Wiesenblümelein (Die gelassene Schönheit)
  • Die Ros ist ohn warum (sie blühet, weil sie blühet (Ohne warum)
  • Wer schmückt die Lilien? Wer speiset die Narzissen (Laß (Gott sorgen)
  • Daß (der gerechte Mensch wächst wie ein Palmenbaum (Der Gerechte)
  • Was ist der Selgen Lohn? Was wird uns nach dem Streit (Der Seligen Lohn)
  • Mensch, wenn dich weder Lieb berührt noch Leid verletzt (Wenn man vergöttet ist)
  • Wir beten: es gescheh, mein Herr und Gott, dein Wille (Gott ist ohne Willen)
  • Mensch, wird das Paradies in dir nicht erstlich sein (Es muß (in dir vor sein)
  • Gott ist nicht alles nah (die Jungfrau und das Kind (Die nächsten Gottesgespielen)
  • Nackt darf ich nicht vor Gott und muß (doch unbekleidt (Nicht nackt und doch unbekleidet)
  • Christ mein, wo laufst du hin? Der Himmel ist in dir (Das Himmelreich ist inwendig in uns)
  • Das Wort schallt mehr in dir als in des andern Munde (Mit Schweigen hört man)
  • Wie töricht tut der Mann, der aus der Pfütze trinkt (Trink aus deinem eigenen Bronnen)
  • Weil Gottes Kinder nicht das eigne Laufen lieben (Die Kinder Gottes)
  • Wer in den Wegen Gotts gedächte still zu stehn (Stehn ist zurücke gehn)
  • Zweites Buch

  • Gott fürchten ist sehr gut, doch ist es besser lieben (Die Lieb ist über Furcht)
  • Die Lieb ist ein Magnet, sie ziehet mich in Gott (Die Lieb ist ein Magnet)
  • Wenn ich bin Gottes Sohn, wer es dann sehen kann (Mensch in Gott, Gott im Menschen)
  • Gott spricht nur immer Ja, der Teufel saget Nein (Das ewige Ja und Nein)
  • Licht ist des Herren Kleid (gebricht dir gleich das Licht (Das Licht ist nicht Gott selbst)
  • Nichts ist der beste Trost (entzeucht Gott seinen Schein (Nichts ist der beste Trost)
  • Gott ist das wahre Licht, du hast sonst nichts als Glast (Das wahre Licht)
  • Schweig, Allerliebster, schweig (kannst du nur gänzlich schweigen (Mit Schweigen lernt man)
  • Was sinnest du so tief? Das Weib im Sonnenschein (Das Weib auf dem Monde)
  • Sag, was du willst, die Braut ist doch das liebste Kind (Die Braut ist doch das liebste)
  • Schlaf, meine Seele, schlaf (denn in des Liebsten Wunden (Die beste Sicherheit)
  • Was ist die Jungfrauschaft? Frag, was die Gottheit sei (Die Jungfrauschaft)
  • Die Gottheit ist so nah der Jungfrauschaft verwandt (Die Gottheit und Jungfrauschaft)
  • Die Seele, die nichts weiß, nichts will, nichts liebt, denn Ein (Wer eins nur liebt, ist Braut)
  • Wer ist ein armer Mensch? Der ohne Hilf und Rat (Die geheime Armut)
  • Mensch, bist du nicht so weit, als Gottes Gottheit ist (Gottes Sitz)
  • Nimm, trink, so viel du willst und kannst, es steht dir frei (Gott weigert sich niemand)
  • Wie schätzt du Salomon, den Weisesten, allein (Die Weisheit Salomons)
  • Geschäftig sein ist gut, viel besser aber beten (Das Höchste ist stille sein)
  • Gott ist des Lebens Buch, ich steh in ihm geschrieben (Das Lebensbuch)
  • Die Welt ist eitel Nichts, die Engel sind gemein (Du sollst das Höchste sein)
  • Der Mensch, der seinen Geist nicht über sich erhebt (Erheb dich über dich)
  • Weil mein Erlöser hat die Engel überstiegen (In Christo kommt man hoch)
  • Wer sich den Mittelpunkt zum Wohnhaus hat erkiest (Der Mittelpunkt)
  • Noch Kreatur, noch Gott kann dich in Unruh bringen (Dein Unruh machst du selbst)
  • Du edle Freiheit, du! Wer sich nicht dir ergiebet (Die Freiheit)
  • Wer Freiheit liebt, liebt Gott (wer sich in Gott versenkt (Auch von ihr)
  • Die Gleichheit ist ein Schatz: hast du sie in der Zeit (Die Gleichheit)
  • Tod ist der Sünden Sold (Gott ist der Tugend Lohn (Tod und Gott)
  • Mensch, werde wesentlich (denn wenn die Welt vergeht (Zufall und Wesen)
  • Wer Gotts genießen will und ihm sich einverleiben (Göttliche Genießung)
  • Die Engel singen schön (ich weiß, daß (dein Gesinge (Mit Schweigen singt man schön)
  • Wer in der Ewigkeit mehr lebt als einen Tag (Wer älter ist als Gott)
  • Mensch, sprichst du, daß (dich Ichts von Gottes Lieb abhält (Rechter Gebrauch bringt nicht Schaden)
  • Sei lauter Licht und steif gleichwie ein Demantstein (Gott will, was köstlich ist)
  • Daß (ich Gott fürchten soll und über alles lieben (Das Buch des Gewissens)
  • Ein einzigs Wort hilft mir (schreibts Gott mir einmal ein (An einem Wort liegt alles)
  • Du magst Gott, wie du willst, für deinen Herrn erkennen (Der Bräutigam ist noch süßer)
  • Wer in sich über sich in Gott verreisen kann (Der Anbeter im Geist und in der Wahrheit)
  • Mein Gott, wie groß (ist Gott! mein Gott, wie klein ist Gott (Gott ist das Kleinst und Größte)
  • Mensch, gibst du Gott dein Herz, er gibt dir seines wieder (Der gute Tausch)
  • Wer über Berg und Tal und dem Gewölke sitzt (Das untere schadet nicht)
  • Weg mit dem Mittelweg (soll ich mein Licht anschauen (Die Mittelwand muß (weg)
  • Fragst du, was Menschheit sei? Ich sage dir bereit (Was Menschheit ist)
  • Es ist gewißlich wahr, Gott liebet sich allein (Gott liebt sich allein)
  • Weil ich das wahre Licht, so wie es ist, soll sehn (Wer Gott ist, sieht Gott)
  • Mensch, liebst du Gott, den Herrn, und suchest Lohn dabei (Die Liebe sucht nicht Lohn)
  • Gott, der verborgne Gott, wird kundbar und gemein (Gott kennt man am Geschöpfe)
  • Gott trinkt der Jungfraun Milch (zeugt durch dies hell und frei (Gott liebt die Jungfrauschaft)
  • Gott schließt sich unerhört in Kindes Kleinheit ein (Gott wird ein kleines Kind)
  • Denkst du den Namen Gotts zu sprechen in der Zeit (Das Unaussprechliche)
  • Das Neu-Jerusalem bist du für Gott, mein Christ (Das Neu-Jerusalem)
  • Ach könnte nur dein Herz zu einer Krippe werden (Es mangelt nur an dir)
  • Entbilde dich, mein Kind, so wirst du Gotte gleich (Entbildet mußt du sein)
  • Gott ist nur eigentlich (er liebt und lebet nicht (Gott ist, er lebt nicht)
  • Der, was er hat, nicht hat und alles schätzet gleich (Armut und Reichtum)
  • Entwächsest du dir selbst und aller Kreatur (Man muß (sich selbst entwachsen)
  • Stirb oder leb in Gott, du tust an beiden wohl (Gott sterben und Gott leben)
  • Wer ohn Empfinden liebt und ohn Erkennen kennt (Wer ist mehr Gott als Mensch)
  • Mensch, willst und liebst du nichts, so willst und liebst du wohl (Vom Lieben)
  • Wer sich verloren hat und von sich selbst entbunden (Wer sich verläßt, findet Gott)
  • Mein Gott, wie kalt bin ich! Ach laß (mich doch erwarmen (In beiden muß (man sein)
  • Freund, glaub es oder nicht, ich hör in jedem Nu (Der Taube hört das Wort)
  • Wenn meine Seel erseufzt und Ach und O schreit hin (Ein Seufzer sagt alles)
  • Die Ewigkeit weiß (nichts von Jahren, Tagen, Stunden (Die Ewigkeit wird nicht gemessen)
  • Mein Heiland, der ist Gott und ich der andern Dinge (Eins hilft dem andern fort)
  • Weil Abgeschiedenheit sich niemand macht gemein (Die Abgeschiedenheit)
  • Mensch, so du willst das Sein der Ewigkeit aussprechen (Mit Schweigen wirds gesprochen)
  • Die Welt ist meine See, der Schiffmann Gottes Geist (Die geistliche Schiffahrt)
  • Vollkommne Lauterkeit ist bild-, form-, liebelos (Die Lauterkeit)
  • Ein wesentlicher Mensch ist wie die Ewigkeit (Der wesentliche Mensch)
  • Wer sich nur einen Blick kann über sich erschwingen (Wer singt mit den Engeln?)
  • Ach Sünder, wend dich um und lerne Gott erkennen (An den Sünder)
  • Christ, es ist nicht genug, daß (ich in Gott nur bin (Du mußt vergöttet werden)
  • Trinkst du des Herren Blut und bringest keine Frucht (Du mußt auch Früchte tragen)
  • O edler Geist, entreiß, laß (dich doch nicht so binden (Auch dir ist nichts versagt)
  • Die Heiden plappern viel, wer geistlich weiß (zu beten (A B ist schon genug)
  • Wenn meine Seele Gott im Geist begegnen kann (Ein Lieb verzückt das andere)
  • Die Pforten deiner Stadt, mein Gott, sind perlefein (Der geistliche Tempel Gottes)
  • Führ auf, Herr, deinen Bau, hier ist die Friedensstadt (Das geistliche Zion)
  • Soll dich des Herren Angst erlösen von Beschwerden (Der Ölberg)
  • Mein Herz ist unten eng und obenher so weit (Das Herze)
  • Ich bin ein Berg in Gott und muß (mich selber steigen (Der geistliche Berg)
  • Hinauf! wo dich der Blitz mit Christo soll umgeben (Die Erleuchtung)
  • Die Welt, die hält dich nicht, du selber bist die Welt (Dein Kerker bist du selbst)
  • Gott hat wohl gnug getan, doch du trägst nichts davon (Du mußts auch selbst gewinnen)
  • Mein Leib ist eine Schal, in dem ein Küchelein (Das geistliche Küchelein)
  • Das arme Küchelein kluckst und pickt für und für (Eben vom selbigen)
  • Freund, willst du an ihm selbst das Licht der Sonne sehn (Gegen Aufgang mußt du sehn)
  • Der Blitz des Sohnes Gotts durchleucht in einem Nun (Die Unterwürflichkeit)
  • Geduld ist über Gold: sie kann auch Gott bezwingen (Die Geduld)
  • Gelassenheit fäht Gott (Gott aber selbst zu lassen (Die geheimste Gelassenheit)
  • Gott küßt mich, seinen Sohn, mit seinem heilgen Geist (Der geheime Gotteskuß)
  • Gott ist der Lichter Licht, mein Heiland ist die Sonne (Eins ist des andern Trost)
  • Wer alles untertritt und alles duldet fein (Das Lamm und auch der Löw)
  • Warum daß (Gottes Geist wie eine Taub erscheint (Der Geist ist eine Taube)
  • Wenn du ein Täublein bist und keine Galle hast (Der heiligen Taube Nest)
  • Fleuch, meine Taube, fleuch und rast in Christi Seelen (Am sichersten, am besten)
  • O Wunder, Gott ist mir, ich ihm ein Täubelein (Die widergültigen Täubelein)
  • Wenn Gottes Taube kann in deinem Herzen ruhn (Gib Ruh, so ruhst du wieder)
  • Ich muß (Gotts schwanger sein (sein Geist muß (ob mir schweben (Die geheime Überschattung)
  • Was hilft michs, Gabriel, daß (du Mariam grüßt (Das Äußre tröstet mich nicht)
  • Berührt dich Gottes Geist mit seiner Wesenheit (Die geistliche Geburt)
  • Ist deine Seele Magd und wie Maria rein (Die geistliche Schwängerung)
  • Wenn Gott sich wesentlich in mir geboren findt (Ein Riese und auch ein Kind)
  • Erweitere dein Herz, so gehet Gott darein (Erweitert mußt du sein)
  • Hat deine Neugeburt mit Wesen nichts gemein (Die Neugeburt)
  • Kind, werde Gottes Braut, entbeut dich ihm allein (Die Braut Gottes)
  • Schau, diese Welt vergeht. Was? sie vergeht auch nicht (Die Welt vergeht nicht)
  • Mein Leib, der wird vor Gott wie ein Karfunkel stehn (Die Verklärung)
  • Du preist Mariam hoch: ich sage noch dabei (Maria)
  • Wenn du in Wahrheit kannst aus Gott geboren sein (Aus und ein, Gebären und Geborensein)
  • Freund, so du trinken willst, so setz doch deinen Mund (Man soll vernünftig handeln)
  • Du klagst, die Kreaturn, die bringen dich in Pein (Die Kreaturen sind gut)
  • Wie wohl wirst du gejagt von Hunden, lieber Christ (Die geistliche Jagd)
  • Gesellschaft acht ich nicht (es sei denn daß (das Kind (Die beste Gesellschaft)
  • Die Einsamkeit ist not (doch sei nur nicht gemein (Die Einsamkeit)
  • Im Fall dich niemand recht und gnug berichten kann (Göttlich Leben)
  • Ein Gott ergebner Mensch ist Gotte gleich an Ruh (Göttliche Gleichheit)
  • Wenn du vergöttet bist, so ißt und trinkst du Gott (Man ißt und trinkt Gott)
  • Hast du nicht Leib und Seel und Geist mit Gott gemein (Das Glied hat des Leibes Wesen)
  • Ich bin die Reb im Sohn, der Vater pflanzt und speist (Die geistliche Weinrebe)
  • Ein Christ trägt mit Geduld sein Leiden, Kreuz und Pein (Geduld hat ihr Warum)
  • Weil der gerechte Mensch glänzt wie der Sonnenschein (Gott ist voller Sonnen)
  • Gott selbst ists Himmelreich: willst du in Himmel kommen (Du mußt das Wesen haben)
  • Fragst du, warum ein Christ sei fromm, gerecht und frei (Die Gnade wird Natur)
  • Fragst du, was meine Seel am liebsten hat auf Erden (Das Liebste auf dieser Erden)
  • Verzweifle nicht, mein Christ, du kannst in Himmel traben (Der Himmel steht stets offen)
  • Das Tier wird durch die Art, der Mensch durch den Verstand (Eines Jeden Eigenschaft)
  • Christ, alles was du tust, das überzeuch mit Gold,6 (Es muß (vergoldet sein)
  • Mensch, nimmst du Gott als Trost, als Süßigkeit und Licht (Nimm also, daß (du hast)
  • Was ist Gotts Eigenschaft? Sich ins Geschöpf ergießen (Gottes Eigenschaft)
  • Freund, glaub es, heißt mich Gott nicht in den Himmel gehn (Die Gelassenheit)
  • Wer nirgends ist geborn und niemand wird bekannt (Die Gleichheit)
  • Ich mag nicht Kraft, Gewalt, Kunst, Weisheit, Reichtum, Schein (Die Gelassenheit)
  • Geh aus, so geht Gott ein (stirb dir, so lebst du Gott (Eben von derselben)
  • Die Schrift ist Schrift, sonst nichts. Mein Trost ist Wesenheit (Schrift ohne Geist ist nichts)
  • Die Seele, welche hier noch kleiner ist als klein (Der Schönste im Himmelreich)
  • Kind, willst du englisch sein, so kannst du es bereit (Wie kann man englisch sein?)
  • Nichts bringt dich über dich als die Vernichtigkeit (Die Selbstvernichtung)
  • Ein grundgelassner Mensch ist ewig frei und ein (Der Grundgelassene)
  • Frag nicht, was göttlich sei (denn so du es nicht bist (Du mußt es selber sein)
  • In Gott ist alles Gott: ein einzigs Würmelein (In Gott ist alles Gott)
  • Was ist Gelassenheit? Ich sag ohn Heuchelei (Was ist Gelassenheit)
  • Was ist das Wesen Gotts? fragst du mein Engigkeit (Das Wesen Gottes)
  • Gott ist ein lautrer Blitz und auch ein dunkles Nicht (Gott ist Finsternis und Licht)
  • Ach zweifele doch nicht (sei nur aus Gott geborn (Die ewige Gnadenwahl)
  • Ein wahrer armer Mensch steht ganz auf nichts gericht (Der Arme im Geist)
  • Wie magst du was begehrn? du selber kannst allein (Du selbst bist alle Dinge)
  • Sieh nur fein unter dich (du fleuchst den Blitz der Zeit (Die Demut ist dir not)
  • Was ist das Edelste? Was ist das Feinperlein (Des Christen Edelstes)
  • Kein Ding ist göttlicher, im Fall du es kannst fassen (Das Allergöttlichste)
  • Was ist die Ewigkeit? Sie ist nicht dies, nicht das (Die Ewigkeit)
  • Ich frage nicht so viel nach tausend Sonnenschein (Ein Stern geht vor die Sonne)
  • Ach Mensch versäum dich nicht, es liegt an dir allein (Es liegt an dir allein)
  • Die Sonn ist nur ein Glast und alles Licht ein Schein (Gott kennt man durch die Sonne)
  • Wie ist mein Gott gestalt? Geh, schau dich selber an (Gott schaut man an sich)
  • Die Seel ist eine Flamm, aus Gott, dem Blitz, gegangen;8 (Die Seele kommt von Gott)
  • Mein Geist ist wie ein Sein, er ahnt dem Wesen nach (Der Geist ist wie das Wesen)
  • Der Geist lebt in sich selbst, gebricht ihm gleich das Licht (Der Geist stirbt nimmermehr)
  • Was meines Geistes Geist, meins Wesens Wesen ist (Im Innern wohnt man wohl)
  • Ach kehrt nur meine Seel, ihr Flammen, um und ein (Hinein kehr deine Strahlen)
  • Das Feuer schmelzt und eint: sinkst du in Ursprung ein (Gott wirkt wie das Feuer)
  • Entschulde dich durch Gott: die Unschuld bleibt bewährt (Die Unschuld brennt nicht)
  • Wer nur ein Tröpflein Bluts aus Christo kann genießen (Ein Tröpflein ist genug)
  • Mensch, wenn du durch das Blut des Lammes bist genesen (Die Bosheit hat kein Wesen)
  • Ich weiß (kein Mittel nicht als meinen Jesum Christ (Der Mittler ist nur Jesus)
  • Ein Kind, das auf der Welt nur eine Stunde bleibt (Eins ist so alt als das andere)
  • Wem Nichts wie Alles ist und Alles wie ein Nichts (Die Gleichheit schaut Gott)
  • Die Unschuld ist ein Gold, das keine Schlacken hat (Die Scheidung muß (geschehen)
  • Ja, wer ein Adler ist, der kann sich wohl erschwingen (Der Adler fliegt hoch)
  • Ich will ein Phönix sein und mich in Gott verbrennen (Ein Phönix soll man sein)
  • Du armes Vögelein, kannst du nicht selber fliegen (Die Schwachen müssen warten)
  • Versuch mein Täubelein, mit Übung lernt man viel (Es will geübt sein)
  • Kannst du dich auf den Geist in deinem Heiland schwingen (Der Geist führt in die Wüste)
  • Verstockt ist halb verlorn (doch wer im Guten kann (Beständig muß (man sein)
  • Die Menschen, die in Gott mit Christo sind verschlungen (Es wird nicht alles gerichtet)
  • Nichts ist als ich und du (und wenn wir zwei nicht sein (Alles steht im Ich und Du Schöpfer und Geschöpfe)
  • Ach ja! wär Ich im Du und Du im Ich ein Ein (Es soll ein Einigs werden)
  • Ich bin nicht Ich noch Du: du bist wohl Ich in mir (Der Mensch ist nichts, Gott alles)
  • Der Sünder siehet nichts (je mehr er lauft und rennt (Der Sünder ist verblendet)
  • Es ist kein Vor noch Nach (was morgen soll geschehn (Gott ist alles gegenwärtig)
  • Setz dich in Mittelpunkt, so siehst du alls zugleich (In der Mitten sieht man alles)
  • Wer hier auf niemand sieht als nur auf Gott allein (Der Cherubin schaut nur auf Gott)
  • Weg mit dem Schattenstuhl: der eingeborne Sohn (Der Sohn und Gnadenthron)
  • Sei züchtig, keusch und still (wer unbedachtsam rennt (Man soll Gott nicht versuchen)
  • Freund, so ich für mich selbst kann in die Weite sehn (Ich darf kein Ferngesicht)
  • Es ist kein Anfang nicht, es ist auch nicht ein Ende (Man mißt das Wesen nicht)
  • Wenn Gott sich mit mir Mensch vereinigt und verbindt (Der Anfang findet das Ende)
  • Gott, der genießt sich selbst, wird seiner auch nicht satt (Von Gott)
  • Wer sich nicht mit der Frucht, die Gott verboten, speist (Verbotnes muß (man meiden)
  • Ach Bruder, werde doch! was bleibst du Dunst und Schein (Rechtschaffen muß (man sein)
  • Mensch, weil es nicht im Wolln und eignen Laufen liegt (Der Sieg ist wesentlich)
  • Geh, ruf den Morgenstern (denn wenn der Tag anbricht (Das Licht gibts zu erkennen)
  • Wer wohl regieren kann im Streit, in Freud und Pein (Regieren ist königlich)
  • Ich mag kein König sein (und so ich es je muß (Die Demut ist sehr gut)
  • Herr, nimm die Krone hin (ich weiß (ja nichts vom Mein (Verleugnung seiner selbst)
  • Dies alles ist ein Spiel, das sich die Gottheit macht (Gott spielt mit dem Geschöpfe)
  • Wenn Gott zum Heilgen spricht: du, du hast mich erzielt (Auch Gott verleugnet sich)
  • Wer seine Seele hat verloren und vergeben (Die Aufgegebenheit)
  • Sag zwischen mir und Gott den eingen Unterscheid (Der Mensch der andere Gott)
  • Wer stets alleine lebt und niemand wird gemein (Alleine sein gleicht Gott)
  • Wer in der Demut Gotts am tiefsten ist versunken (Die Demut steigt am höchsten)
  • Wer stets in sich die Schlang und Drachen kann ermorden (Der Mensch Immanuel)
  • Iß (Butter, iß, mein Kind, und Honig (Gott) dabei (Das Böse scheidet vom Guten)
  • Ein Mann ist nicht ein Kind (doch wisse, daß (ein Mann (Ein Mann und auch ein Kind)
  • Nicht du bist, der da lebt: denn das Geschöpf ist tot (Gott ist in dir das Leben)
  • Wer auch im Paradies nicht noch soll untergehn (Gelassen muß (man ewig sein)
  • Die wahre Ledigkeit ist wie ein edles Faß (Die wahre Ledigkeit)
  • Mensch, ists dein Ernst, du kannst ohn allen falschen Schein (Die göttliche Heiligkeit)
  • Rechtschaffne Heiligkeit ist wie ein güldnes Glas (Was ist die Heiligkeit?)
  • Rat, wie ein Mensch und Gott, ein Löw, Lamm, Ries und Kind (Sechs Dinge sind nur eins)
  • Zwei Wörtlein lieb ich sehr: sie heißen Aus und Ein (Die Wörtlein Aus und Ein)
  • Hab keinen Unterscheid, heißt Gott den Mist verführen (Die Werke gelten gleich)
  • Wer sich zum Aufgang kehrt und wart auf seinen Gott (Man muß (sich recht bequemen)
  • Rein, lauter, glassen sein, recht lieben, dienen, schauen (Was heißt englisch leben?)
  • Sei hungrig, arm und sanft, barmherzig, friedlich, rein (Der achtmal Selige)
  • Die Weisheit tadelt nichts (sie aber muß (allein (Die Weisheit wird gemeistert)
  • Mit Speise, Trank und Trost, Beherbergen, Bekleiden (Die guten Werke)
  • Drei Werke muß (man tun, wenn man vor Gott will treten (Wachen, Fasten, Beten)
  • Zwei Dinge sieht nur Gott, den Bock und mich sein Lamm (Gott sieht nur zwei Dinge)
  • Knecht wuchre, daß (du hast: denn wenn der Herr wird kommen (Es muß (gewuchert sein)
  • Die Keuschheit ist bei Gott so kräftig wert und rein (Gott liebt die Keuschheit sehr)
  • Freund, so du ja nicht willst ein Junggeselle bleiben (Die liebreiche Buße)
  • Getaufet muß (man sein: wen Geist und Feuer tauft (Die Feuertaufe)
  • Ach Sünder trotze nicht, daß (du getaufet bist (Die Taufe)
  • Was hilft dichs, daß (du bist mit Wasser abgewaschen (Auch davon)
  • Ein einzigs Wort spricht Gott zu mir, zu dir und allen (Nur eins will Gott von uns)
  • Speist du die Bilder an und bist doch selbst ein Bild (Das Bildnis halt in Ehren)
  • Soll dich des Lebens Baum befrein von Todsbeschwerden (Der Lebensbaum)
  • Verwundre dich nicht, Freund, daß (ich auf nichts mag sehn (Die Sonnenwende)
  • Zwei Farben halt ich hoch und suche sie mit Fleiß (Grün und weiß (hat den Preis)
  • Fürwahr, die Tugend lebt, ich sags ohn Deutelei (Die Tugend lebt in Liebe)
  • Lieb ist die Königin, die Tugenden Jungfrauen (Erwähle, was du willst)
  • Wer keines Dings zu viel in sich pflegt einzusaufen (Die geheime Mäßigkeit)
  • Nenn mich nicht Seraphin, nicht Cherubin, nicht Thron (Friedreich heißt Gottes Sohn)
  • Entwachse dir, mein Kind: willst du zu Gott hinein (Gott will Vollkommne haben)
  • Fried ist der Tugendlohn, ihr End und Unterhalt (Aus Tugend wächst der Friede)
  • In sich mit Gott und Mensch befriedigt sein und ein (Der innerliche Friede)
  • Ach, wer in Gott, sein End und seinen Sabbat, kommen (Der göttliche Friede)
  • Mit Listigkeit, Geduld, Gehorsam, Mäßigkeit (Die vierfache Überwindung)
  • Wer in der Mitten liegt und lacht zu Spott und Hohn (Jerusalem liegt mitten)
  • Wen weder Gott noch Feind bringt aus der Sanften Orden (Die Sanften sind die Lämmer)
  • Verlacht, verlassen stehn, viel leiden in der Zeit (Verachtet sein bringt Wonne)
  • Aus Gott bin ich geborn: ists ohne Deutelei (Die Gottheit ist meine Mutter)
  • Der Teufel höret nichts als donnern, poltern, krachen (Der Teufel)
  • Entbrenne doch, mein Kind, und sei ein Licht in Gott (Du kannst dem Feind vergeben)
  • Nichts ist dem Nichts so gleich als Einsamkeit und Stille (Die Stille gleicht dem ewigen Nichts)
  • Mensch, wickle dich in Gott, verbirg dich in sein Licht (Der Teufel sieht kein Licht)
  • Kann ich an deiner Tür vergoldet Ölholz kennen (Die Sanftmut zeigt es an)
  • Soll meine Lampe Licht und lautre Strahlen schießen (Es muß (von Gott herkommen)
  • Kein Mensch hat jemals Gott so hoch gebenedeit (Die höchste Benedeiung)
  • Hast du Verworfenheit, Verachten, Meiden, Fliehn (Mit Meiden muß (man streiten)
  • Aus Liebe gehn und stehn, Lieb atmen, reden, singen (Das seraphinische Leben)
  • Fünf Staffeln sind in Gott: Knecht, Freund, Sohn, Braut, Gemahl (Fünf Staffeln sind in Gott)
  • Ach Mensch, werd überformt! fürwahr du mußt so fein (Nichts Unreines kommt vor Gott)
  • Des Herren Christi Tod hilft dir nicht eh, mein Christ (Du auch mußt für ihn sterben)
  • Im Fall dich länger dünkt die Ewigkeit als Zeit (Die Ewigkeit)
  • Drittes Buch

  • Dies Holz ist köstlicher als Salomonis Thron (Auf die Krippe Jesu)
  • Ach, Pilger, kehr hier ein, der Stall zu Bethlehem (Über den Stall)
  • Sag an, o werte Frau, hat dich nicht auserkorn (An die Jungfrau Maria)
  • Man legte Gott aufs Stroh, als er ein Mensch ward, hin (Ein Seufzer)
  • Du grübelst in der Schrift und meinst mit Klügelei (An den Gelehrten)
  • Denkt doch, was Demut ist! seht doch, was Einfalt kann (Die Gottes gewürdigte Einfalt)
  • Kein Vieh hat besser Heu, weil Gras wächst, je genossen (Das wohlbetaute Heu)
  • Merk, in der stillen Nacht wird Gott, ein Kind, geborn (Die selige Nachtstille)
  • Gib Antwort, liebes Volk, was hast du doch gesungen (An die Hirten)
  • Schaut doch, ihr Lieben, schaut, die Jungfrau säugt ein Kind (Das unerhörte Wunder)
  • Gott trinkt der Menschheit Milch, läßt seiner Gottheit Wein (Der eingemenschte Gott)
  • Das Wort, das alles trägt, auch selbsten Gott, den Alten (Es trägt und wird getragen)
  • Sag, allerliebstes Kind, bin ichs, um den du weinst (Ich die Ursach)
  • Ach laß (mich doch, mein Kind, mein Gott, an deinen Füßen (Küssungs-Begierde)
  • Singt, singt, ihr Engel, singt! mit hunderttausend Zungen (Der beste Lobgesang)
  • Wißt, Gott wird mir ein Kind, liegt in der Jungfrau Schoß (Er mir, ich ihm)
  • Mensch werde Gott verwandt aus Wasser, Blut und Geist (Am nächsten am besten)
  • O seht das liebe Kind, wie es so süße weint (Die beweglichste Musika)
  • Ich rate dir verformt ins Jesulein zu werden (Die selige Überformung)
  • Ja denkt doch, Gott wird ich und kommt ins Elend her (Gott-Mensch)
  • Der ewge Gottes Sohn wird heut erst Kind genannt (Gott ist ein Kind, warum?)
  • O Wunder, Gottes Sohn ist ewiglich gewesen (Das größte Wunder)
  • Marien Demut wird von Gott so wert geschätzt (Die geistliche Mutter Gottes)
  • Wie soll ich dich, mein Kind, die kleine Liebe nennen (An das Kindlein Jesu)
  • Weil man nunmehr Gott selbst, den Größten, kleine findt (Ein Kind sein ist am besten)
  • Gott, weil er wird ein Mensch, zeigt mir, daß (ich allein (Der Mensch das Würdigste)
  • Der süße Jesus-Nam ist Honig auf der Zung (Der Name Jesus)
  • Als Gott verborgen lag in eines Mägdleins Schoß (Der Kreis im Punkte)
  • Du sprichst, das Große kann nicht in dem Kleinen sein (Das Große im Kleinen)
  • Hier liegt das werte Kind, der Jungfrau erste Blum (Auf die Krippe Jesu)
  • Ach Elend, unser Gott muß (in dem Stalle sein (Dein Herz, wenns leer, ist besser)
  • Der Himmel senket sich, er kommt und wird zur Erden. (Der Himmel wird zur Erden)
  • Alsdann empfängst du Gott, wenn seines Geistes Güte (Wenn Gott empfangen wird)
  • Gewiß (ist dieser Baum vom Lebensbaum gehegt (Auf das Kreuz unseres Erlösers)
  • Süß (ist der Honigseim, süß (ist der Rebenmost (Das Allersüßeste)
  • Ganz unbegreiflich ist die Lieb, aus der sich Gott (Die übertreffliche Liebe)
  • Gott liebet mich allein, nach mir ist ihm so bange (Der verliebte Gott)
  • Die Wunde, die mein Gott für mich ins Herz empfängt (Die heilsame Wunde)
  • Das Blut, das unserm Herrn aus seiner Wunde fleußt (Der beste Stand unter dem Kreuze)
  • Schau, deine Sünden sinds, die Christum, unsern Gott (Ans Kreuze Christi)
  • Ach Kind! ists dir denn auch zurzeit noch nicht bewußt (An den Kreuzfliehenden)
  • Wach auf, du toter Christ, schau, unser Pelikan (An den Sünder)
  • Der Juden Osterlamm war Fleisch und Blut von Tieren (Das Osterlamm)
  • Hier liegt der, welcher ist und war, eh er geworden (Auf das Grab Jesu)
  • Hier liegt die Jungfrau Gotts, die blühende Mechtild (Grabschrift der hl. Mechtildis)
  • Hier lieget Gottes Braut, Mechtild, das liebe Kind (Eine andere)
  • Hier liegt ein Seraphin, mich wundert, wie der Stein (Auf den Grabstein St. Francisci)
  • Drei Tage weiß (ich nur als Gestern, Heut und Morgen (Der einige Tag)
  • Hier ist ein Mann gelegt, der stets im Durste lebte (Grabschrift des Gerechten)
  • Mein Gott, wie mag das sein? Mein Geist, die Nichtigkeit (Das Große im Kleinen)
  • Ein Bräutgam sein ist viel, noch mehr der Braut genießen (Braut und Bräutigam)
  • Glaub, hier in diesem Grab liegt nur ein bloßer Schein (Grabschrift der hl. Jungfrauen Gertrudis)
  • Nichts ist, das Gott so sehr als eine Jungfrau liebt (Was Gott am liebsten ist)
  • Die große Lieblichkeit, mit welcher Gottes Kind (Auf das Bildnis des kleinen Johannis mit dem Jesuskindlein)
  • O Sünder, wenn du wohl bedächtst das kurze Nun (An den Sünder)
  • Dem Gottsbegierigen wird dieser Punkt der Zeit (Von dem Gottsbegierigen)
  • Gewöhne dich, mein Kind, auf Christi Art zu kriegen (Des Christen Kriegens-Art)
  • Freund, wer den Himmel nicht erobert und bestürmt (Es muß (gestritten sein)
  • Das Himmelreich wird leicht erobert und sein Leben (Die Liebe zwingt Gott)
  • Wärs wahr, daß (Majestät nicht könnte stehn mit Liebe (Majestät mit Liebe)
  • Mensch überheb dich nicht, die Demut ist dir Not (Die Demut macht bestehn)
  • Verwundere dich nicht, daß (mitten auf der Glut (Von St. Laurentius)
  • Wer dich genennet hat, hat dir den Namen geben (An die hl. Klara)
  • Dieweil dein Herz nach Gott so lodert, Augustin (An St. Augustin)
  • Die Tränen, welche du bei unsers Herren Füßen (Von Maria Magdalena)
  • Der jungfräuliche Leib, der unser Himmelsbrot (Von der allerseligsten Jungfrauen)
  • Bernhard, weil mit dem Mund dein Herz stimmt überein (An St. Bernhard)
  • Was ist die Seligkeit? Ein Zufluß (aller Freuden (Die Seligkeit)
  • Sei arm, der Heilige hat nichts in dieser Zeit (Des Heiligen Reichtum)
  • Gott gibt sich ohne Maß: je mehr man ihn begehrt (Gott der Freigebigste)
  • Du bist ein Seraphin noch hier auf dieser Erden (Irdischer Seraphin)
  • Wer Gott in allem Tun von Herzen loben kann (Ewiges Leben in der Zeit)
  • Sag, ob auch jemand ist, der mehr verlassen kann (Von St. Bartholomä)
  • Die Frommen haben gar nichts Eignes in der Welt (Der Frommen und Bösen Eigentum)
  • Kein Grab ist köstlicher bis heute zu gewesen (Das köstlichste Grab)
  • Das Bildnis Gottes ist der Seelen eingeprägt (Die Seel ist Gottes Bild)
  • Wie töricht ist der Mensch, der Gold für Gott erkiest (Der Rosenobel)
  • Gott ist mein Salomon, ich seine Sulamith (Die geistliche Sulamith)
  • Die Braut ist meine Seel, der Bräutgam Gottes Sohn (Die geistliche Hochzeit)
  • Gott, der die Welt gemacht und wieder kann zunichten (Gott kann nicht alls allein)
  • Dem Wuchrer fall ich bei, der sich so viel erlaufen (Der beste Wucherer)
  • Der Schiffmann redt vom Meer, der Jäger von den Hunden (Ein jeder von dem Seinen)
  • Wer meiner Seele will den größten Titel geben (Der größte Titel)
  • Die Rosen seh ich gern, denn sie sind weiß (und rot (Von den Rosen)
  • Von Herzen wünsch ich mir ein Herze, Herr mein Gott (Du sollst sein weiß (und rot)
  • Christ, so du unverwelkt in Leiden, Kreuz und Pein (Auch unter Dornen blühen)
  • Dein Herz empfähet Gott mit alle seinem Gut (Dich auftun wie die Rose)
  • Freund, wer in jener Welt will lauter Rosen brechen (Es muß (gekreuzigt sein)
  • Die Schönheit lieb ich sehr (doch nenn ich sie kaum schön (Die Schönheit)
  • Blüh auf, gefrorner Christ, der Mai ist vor der Tür (Jetzt mußt du blühen)
  • Die Ros ist meine Seel, der Dorn des Fleisches Lust (Die geheime Rose)
  • Nichts edlers ist nach Gott als meine Seel allein (Das Edelste und Schnödeste)
  • Kein größer Heiligtum kann man auf Erden finden (Das größte Heiligtum)
  • Kein Ding ist auf der Welt so hoch und wert zu achten (Das Werteste)
  • Die Sünde, weil sie Gott erzürnt und dich verletzt (Das Schädlichste)
  • Der reichste Teufel hat nicht einen Kieselstein. (Der Ärmste)
  • Glückselig preis ich dich und alle deine Sünden (Die glückseligen Sünden)
  • Was ist nicht sündigen? du darfst nicht lange fragen (Sich nicht verstellen, ist nicht sündigen)
  • Der Adler sieht getrost grad in die Sonn hinein (Ein reines Herz schaut Gott)
  • Du strebst so emsiglich nach einem Flecklein Erden (Die Sanftmut besitzt das Erdreich)
  • Mensch! ist dein Antlitz schön und deine Seele bleich (Das lebendige Totengrab)
  • Du armer Sterblicher, ach bleib doch nicht so kleben (Der Weg zum Schöpfer)
  • Wer selig werden will, der muß (mit weißer Seiden (Gerechtigkeit macht selig)
  • Hier liegt die große Braut, der Menschheit Christi Lohn (Grabschrift einer heiligen Seele)
  • Im Munde Honigseim, im Herzen trage Gold (Wie man Gottes Huld erlangt)
  • Ach, Sünder, traue nicht, weil du die Magdalen (An den Sünder)
  • Ein Engel sein ist viel, noch mehr ein Mensch auf Erden (Ein unbefleckter Mensch ist über die Engel)
  • Mensch! ein vollkommner Christ hat niemals rechte Freud (Der Vollkommene ist nie fröhlich)
  • Halt deinen Leib in Ehrn, er ist ein edler Schrein (Der Leib ist Ehren wert)
  • Kein Sünder ist so wohl und selig je gestorben (Der selige Sünder)
  • Gott, Teufel, Welt und alls will in mein Herz hinein (Das menschliche Herze)
  • Ein Herze, welches sich vergnügt mit Ort und Zeit (Das Herz ist unermeßlich)
  • Ich bin der Tempel Gotts und meines Herzens Schrein (Der Tempel Gottes)
  • Dann wird das Tier ein Mensch, der Mensch ein englisch Wesen (Die Überformung)
  • Mensch, soll Gott und sein Lamm dein ewger Tempel sein (Du mußt zuvor das sein)
  • Mein Herz ist ein Altar, mein Will ists Opfergut (Der geistliche Opferzeug)
  • Den Goldstein suchet man und läßt den Eckestein (Der Eckstein ist das Beste)
  • Mensch, geh nur in dich selbst! Denn nach dem Stein der Weisen (Der Weisen Stein ist in dir)
  • Der Goldstein machet Gold, das mit der Welt vergeht (Der Eckstein macht, was ewig währt)
  • Den halt ich im Tingiern für Meister und bewährt (Die beste Tingierung)
  • Den Engeln geht es wohl, noch besser uns auf Erden (Wir habens besser als die Engel)
  • Kein größer Wunderwerk hat man noch nie gefunden (Das größte Wunderwerk)
  • Man sagt, Gott mangelt nichts, er darf nicht unsrer Gaben (Gott geht doch etwas ab)
  • Wenn du aus dir verjagst die Sünd und ihr Getümmel (Die geistliche Drachenstürzung)
  • Die Hoffart wird gehaßt, die Demut wird geliebt (Die Hoffart und Demut)
  • Der allernächste Weg zur wahren Heiligkeit (Der Weg zur Heiligkeit)
  • Ein Mensch, der sich in sich in Gott versammeln kann (Der ewge Sabbat in der Zeit)
  • Ein Mensch, der seine Kräft und Sinne kann regiern (Sich selbst regiern ist königlich)
  • Wenn du willst grades Wegs ins ewge Leben gehn (Der gerade Weg zum Leben)
  • Der Trank, den Gott der Herr, am allerliebsten trinkt (Der Mundtrank Gottes)
  • Ich bin ein Königreich, mein Herz, das ist der Thron (Das geheime Königreich)
  • Mein Herze, weil es stets in Gott gezogen steht (Das Herze)
  • Theresa will sonst nichts als leiden oder sterben. (Von der hl. Theresa)
  • Der allerliebste Mensch, den Gott hat in der Zeit (Der liebste Mensch bei Gott)
  • Gar unausmeßlich ist der Höchste, wie wir wissen (Ein Herz umschließet Gott)
  • Dein Geist sei aufgespannt, dein Herze leer und rein (Mittel zur Heiligkeit)
  • Die Lieb ist nie allein, wer sich mit ihr beweibt (Die Lieb ist alle Tugenden)
  • Ach, ach, die Lieb ist tot! wie ist sie denn gestorben (Die Lieb ist tot)
  • Der Reiche suchet Gold, der Arme suchet Gott. (Was man sucht, das findet man)
  • Gib deinen Willen Gott (denn wer ihn aufgegeben (Das königliche Leben)
  • Gott, der bequemt sich uns, er ist uns, was wir wollen (Wir sollens Gott wieder sein)
  • Besänftige dein Herz (Gott ist in starken Winden (In Sanftmut wohnet Gott)
  • Ach, Jungfrau, schmücke dich, laß (deine Lampe brennen (Die Lampe muß (recht brennen)
  • Die Morgenröt ist schön, noch schöner eine Seele (Die Morgenröt und Seele)
  • Der süßeste Geruch, der Gott so sehr beliebt (Gotts süßester Geruch)
  • Die Seel ist groß (von Macht, Gott selbst muß (ihr gestehn (Die Macht der Seelen)
  • Verschließ (Gott in dein Herz, laß (keinen andern drein (Gott will alleine sein)
  • Gott ist mein Mittelpunkt, wenn ich ihn in mich schließe (Gott ist mein Punkt und Kreis)
  • Der Himmel tut sich auf, der Bräutgam kommt gegangen (Das Hochzeitskleid ist not)
  • Süß (ist des Herren Joch und sanfte seine Last. (Die Last unds Joch des Herren)
  • Der Heilige kann nie im Geist betrübet sein. (Der Heilige trauert nie)
  • Wer reines Herzens ist und züchtig in Gebärden (Der Himmlische auf Erden)
  • Die Knechte fürchten Gott, die Freunde lieben ihn (Die Knechte, Freunde und Kinder)
  • Wie, daß (Ignatius von Tieren wird zerbissen (Vom St. Ignatius)
  • Ein Herze voller Gott mit einem Leib voll Leiden (Es weiset uns zur Freuden)
  • Mit Gott vereinigt sein und seinen Kuß (genießen (Die Lieb ist über Wissen)
  • St. Agnes lieget hier, die Jungfrau und die Braut (St. Agneten Grabschrift)
  • Gott liebt die Jungfrauschaft um ihrer süßen Früchte (Die Jungfrauschaft muß (fruchten)
  • Die lieblichste Musik, die Gott den Grimm benimmt (Die lieblichste Musik)
  • Die Hoffnung höret auf, der Glaube kommt zum Schauen (Die Lieb ist ewig)
  • Gott, der sonst alles sieht und alles bringt ans Licht (Was Gott nicht kennt)
  • Wer ohne Liebe lauft, kommt nicht ins Himmelreich (Der Irrwisch)
  • Aus Gott wird man geborn, in Christo stirbet man (Die geheime Wiedergeburt)
  • Der Glaub allein ist tot, er kann nicht eher leben (Die Lieb ists Glaubens Seele)
  • Drei wünsch ich mir zu sein: erleucht wie Cherubim (Des Gottverliebten Wunsch)
  • Vor Zeiten war das Kreuz die größte Schmach und Hohn (Das Kreuze)
  • Der Geizhals scharrt und kratzt um zeitlichen Gewinn (Der Geiz ist manchmal gut)
  • Die Gottheit ist ein Brunn, aus ihr kommt alles her (Die Gottheit)
  • Die Buß (ist wie ein Strom, sie dämpft mit ihren Wellen (Die Buße)
  • Du suchst mit solchem Fleiß (das ewige Bewegen (Vom ewigen Bewegen)
  • Der Weise sucht nur eins und zwar das höchste Gut. (Ein Narr sucht vielerlei)
  • Je edeler ein Ding, je mehr ist es gemein (Das Edelste, das Gemeinste)
  • Mensch, wenn du willst im Volk die Freunde Gotts erfragen (Das Merkmal ist die Liebe)
  • Nicht du noch Freund noch Feind, nur Gottes Ehr allein (Nur Gott sei dein Warum)
  • Was tat Gott vor der Zeit in seinem ewgen Thron (Was Gott von Ewigkeit getan)
  • Mensch, anders kanns nicht sein, du mußts Geschöpfe lassen (Eins muß (verlassen sein)
  • Es ist den Märtyrern gar herrlich wohl gelungen (Die lange Marter)
  • Den Armen bin ich huld, doch lieb ich mehr die Reichen (Wer reich im Herrn, den lieb ich gern)
  • Die Liebe dieser Welt, die endt sich mit Betrüben (Vom Lieben)
  • Du fragst, wie lange Gott gewest sei, um Bericht (Gott weiß (sich keinen Anfang)
  • Gott ist noch nie gewest und wird auch niemals sein (Auch von Gott)
  • Streit hurtig, tapfrer Mann, bis du erlangst die Kron. (Es muß (gestritten sein)
  • Das größte, das ein Mensch bedarf zur Seligkeit (Beharrlichkeit ist Not)
  • Erwart es, meine Seel! das Kleid der Herrlichkeit (Du mußt dich noch gedulden)
  • Die Furcht des Herren ist der Weisheit Anbeginn (Der Weisheit Anfang, Mittel und Ende)
  • Das Gute lieb ich hoch, dem Bösen bin ich feind (Haß (und Liebe)
  • Mein Tun geht nur dahin, daß (ich noch mög auf Erden (Man solls aufs Höchste bringen)
  • Fürwahr das ewge Wort wird heute noch geborn (Das Wort wird noch geboren)
  • Ach, wer Johannes ist, der liegt nach aller Lust (Johannes an der Brust)
  • Der Geist des Herrn erfüllt den ganzen Erdenkreis (Vom Sünder und Geiste Gottes)
  • Wer Gott recht lieben will, der tuts ohn Maß (und Ziel (Gott liebt man nie zu viel)
  • Drei Worte schrecken mich: das Immer-, Allezeit- (Drei Worte sind erschrecklich)
  • Ich mag mich auf der Welt in keiner Kunst so üben (Die Liebe ist die beste)
  • Begehrest du ein Weib, die prächtig, reich und fein (Die Weisheit ist das beste Weib)
  • Von einer Jungfrau ist die ganze Welt gemacht (Die Welt ist von einer Jungfrau gemacht)
  • Die Weisheit schauet Gott, die Liebe küsset ihn (Die Weisheit und die Liebe)
  • Wer die Geheimnisse des Herren gerne hat (Die Weisheit ist Gottes Rat)
  • Man wirft das Weizenkorn auf Hoffnung in die Erden (Auf Hoffnung säet man)
  • Die Allmacht hält die Welt, die Weisheit, die regiert (Die Wirkung der hl. Dreifaltigkeit)
  • Ein Weiser, wenn er redt, was nutzet und behagt (Der Weise redet wenig)
  • Gott, weil er groß (ist, gibt am liebsten große Gaben (Gott gibt gern große Gaben)
  • Gott wird von nichts verletzt, hat nie kein Leid empfunden (Man kann auch Gott verwunden)
  • Wie groß (sind wir gesehn! die hohen Seraphim (Der Mensch ist groß (vor Gott)
  • Ach weh! um eitle Lust verscherzt man Gut und Blut (Man achtet das Ewige nicht)
  • Wer ist der Heiligste? der mehr verliebet ist (Der Allerverliebteste, der Allerheiligste)
  • Ein gut Gewissen ruht, ein böses beißt und billt (Vom Gewissen)
  • Viel Wissen ist zwar fein (doch gibts nicht solche Lust (Vom Wissen)
  • Der Weise machet Gold, verändert Erz und Stein (Des Weisen Goldmachung)
  • Ich habe nichts so gern in meinem Mund als Gott (Gott ist mein Himmelbrot)
  • Freund, habe doch Geduld, wer vor dem Herrn soll stehn (Du mußt geübt werden)
  • Die Seel sieht mit Verstand, geht mit Begierden fort (Die Gliedmaßen der Seelen)
  • Wer nach den Sinnen lebt, den schätz ich für ein Vieh (Das Vieh lebt nach den Sinnen)
  • Die Weisheit ist ein Quell, je mehr man aus ihr trinkt (Die Weisheit ist ein Quell)
  • Wer gründt die Tiefe Gotts? wer schätzt, wie hoch er flammt (Die Heiligen messen Gott)
  • Der Vater war zuvor, der Sohn ist noch zur Zeit (Der da war, ist und kommen wird)
  • Gott ist nur alles gar (er stimmt die Saiten an (Gott tut es alles selbst)
  • Denkt, überall ist Gott, der große Jehova (Gott ist überall und nirgends)
  • Im Himmel ist kein Mann noch Weib, was dann zu schauen (Im Himmel ist kein Mann noch Weib)
  • Laß (alles, was du hast, auf daß (du alles nimmst (Wer viel verläßt, empfäht viel)
  • Niemand hat seinen Stand so hoch und groß (gemacht (Der Seelen höchster Stand)
  • O Wunder! Alles lauft, daß (es zur Ruh gelange (Der Böse kann nicht ruhen)
  • Im Himmel ruft man stets Hosanna in der Höh (Des Himmels und der Höllen Geschrei)
  • Verzage nicht, mein Kind, hast du nur guten Willen (Dein Wille kann dir helfen)
  • Die Jungfrauschaft ist wert, doch muß (sie Mutter werden (Die Jungfrau muß (auch Mutter sein)
  • Bei Gott ist ewge Lust, beim Teufel ewge Pein (Bedenk das Künftige)
  • Ich fliehe zwar das Volk, bin aber nie allein (Allein und nicht allein)
  • Die Zukunft unsers Herrn war, ist und wird geschehn (Die dreifache Zukunft Christi)
  • Zwei Augen hat die Seel: eins schauet in die Zeit (Die Augen der Seele)
  • Ich lieb und hasse mich, ich führe mit mir Kriege (Der Haß (seiner selbst)
  • Der Glaube greift nach Gott, die Hoffnung nimmt ihn wahr (Der Glaube, Hoffnung, Liebe und Andacht)
  • Der Herr vergleicht sein Reich mit einem fein Perlein (Das fein Perlein)
  • Freund, so du etwas bist, so bleib doch ja nicht stehn (Miß (dir doch ja nichts zu)
  • Drei Feinde hat der Mensch: Sich, Beelzebub und Welt (Drei Feinde des Menschen)
  • Ich halte meine Seel fürs teurest auf der Erden (Die Seel ists teuerste)
  • Drei Stände küssen Gott: die Mägde falln zu Füßen (Der dreifache Gotteskuß)
  • Die Teufel lästern Gott, das Vieh, das acht ihn nicht (Des Teufels, Engels, Menschen und Viehes Kennzeichen)
  • Wer ist dem Herren gleich? Der seine Feinde liebt (Wer Christo gleich ist)
  • Ach Freude! Gott wird Mensch und ist auch schon geboren (Die innerliche Geburt Gottes)
  • Kein Nam ist unter alln so hoch gebenedeit (Bedeutung des Namens Jesus)
  • Drei Weisen tragen Gott in mir drei Gaben an (Die drei geistlichen Weisen)
  • Herodes ist der Feind, der Joseph der Verstand (Die geheime Seelenflucht)
  • Maria ist Kristall, ihr Sohn ist himmlisch Licht (Die Wundergeburt)
  • Schaut Wunder! Gottes Sohn wird jung in lauter Freuden (Die wunderliche Umwechslung)
  • Ach, Jungfrau, sieh dich vor (denn wenn du Mutter worden (Sei niemals sicher)
  • Es kehrt sich alles um: die Burg ist in der Höhle (Die unerhörte Verkehrung)
  • Die Krippe halt ich nun für einen Kleinodschrein (Von der Krippe)
  • Das Weib umgibt den Mann, der Jungfrau wird vertraut (Von der Jungfrauen Maria)
  • Die Perle wird vom Tau in einer Muschelhöhle (Die Perlengeburt)
  • Es wird das alte Jahr, das sich nun schließt, gehalten (Der Jahrs Beschluß)
  • Viertes Buch

  • Der ungewordne Gott wird mitten in der Zeit (Gott wird, was er nie war)
  • Das unerschaffne Licht wird ein erschaffnes Wesen (Der Schöpfer wird das Geschöpfe)
  • Ich habe dich, mein Kind, du zarter Nazarener (An das Jesuskind)
  • Maria, Nazareth und Gabriel, der Bot (Das geheime Nazareth und die geistliche Verkündigung)
  • Wie schlecht ist Gottes Sohn bewirtet auf dem Heu (Von dem Jesuskinde an der Mutter Brüsten)
  • Je, daß (sich Gott den Stall unds Stroh hat auserkiest (Gott auf dem Stroh)
  • Der ewge Gottessohn kommt her in diese Wüsten (Der Fall Evens ist Ursach, daß (Gott Mensch worden)
  • Der Name Jesus ist ein ausgegossnes Öle (Der Name Jesus)
  • Das Unaussprechliche, das man pflegt Gott zu nennen (Das Unaussprechliche)
  • Der Mensch hat eher nicht vollkommne Seligkeit (Die volle Seligkeit)
  • Die heilge Majestät, willst du ihr Ehr erzeigen (Mit Schweigen ehrt man Gott)
  • In Einem steht mein Heil, in Einem meine Ruh (In einem alles Heil)
  • Die Büßer flehn Gott an, die Freien danken ihm (Die Eigenschaft der drei Stände)
  • Nimm, was der Herr dir gibt, er gibt das Groß (im Kleinen (Gott gibt das Groß (im Kleinen)
  • Dies war die keusche Seel, die Gott von freier Hand (Überschrift der hl. Agatha)
  • Wie schöne glänzt der Schnee, wenn ihn der Sonnen Strahlen (Der Schnee in der Sonne)
  • Ich nah mich, Herr, zu dir als meinem Sonnenschein (Zu dem Herrn Jesu)
  • Gott ist der Tugend Ziel, ihr Antrieb, ihre Kron (Der Tugend Ziel ist Gott)
  • Was ist ein guter Mut, der wohl mit Gotte steht (Ein gut Gewissen)
  • Mensch! schau die Lust der Welt, die endet sich mit Pein (Die Weltlust)
  • Was Gott ist, weiß (man nicht. Er ist nicht Licht, nicht Geist (Der unerkannte Gott)
  • Halt an, mein Augustin, eh du wirst Gott ergründen (An St. Augustin)
  • Das überlichte Licht schaut man in diesem Leben (Göttliche Beschauung)
  • Du mußt den Leib in Geist, den Geist in Gott versetzen (Die Überformung)
  • Was tun die Schauer Gotts? sie tun das in der Zeit (Die Gottesschauer)
  • Denkt, Mosis Antlitz ward so glänzend als die Sonne (Moses)
  • Was tun die Seligen, so man es sagen kann (Die Seligen)
  • Die Heiligen sind Gott ein lieblicher Geruch (Die Heiligen und Gottlosen)
  • Die Lieb ist wie der Tod, sie tötet meine Sinnen (Die Liebe)
  • Ich bitte dich, mein Gott, zwar oft um deine Gaben (Gott über alle Gaben)
  • Johannes an der Brust, Maria bei den Füßen (Die glückselige Muße)
  • Im Wasser lebt der Fisch, die Pflanzen in der Erden (Eines jeden Element)
  • Du suchst das Paradeis und wünschest hinzukommen (Des Paradeis auf Erden)
  • Laß (einen alle Lust der ganzen Welt genießen (Gott lieben geht vor alles)
  • Durch Weisheit ist Gott tief, breit durch Barmherzigkeit (Die Tiefe, Höhe, Breite und Länge Gottes)
  • Sei rein, schweig, weich und steig auf in die Dunkelheit (Beschaulichkeit)
  • Das Richtscheit des Gemüts ist die Bescheidenheit (Bescheidenheit)
  • Gott ist ein Geist, ein Feur, ein Wesen und ein Licht (Gott nichts und alles)
  • Ein Mensch, der Gott sich läßt in allen Fälln und Weisen (Der Gelassene ist schon selig)
  • Die Braut des ewgen Gotts kann jede Seele werden (Die Braut Gottes)
  • Das Lamm, das hat sein Mahl zur Abendzeit bestimmt (Das Abendmahl des Lammes)
  • Maria wird genannt ein Thron und Gotts Gezelt (Maria)
  • Ein Mensch, der ganz und gar sich abwendt von der Welt (Der Jünger, den Gott liebt)
  • Rot von des Herren Blut wie Sammetröselein (Rot und weiß)
  • Wie, daß (die Magdalen das Kreuze so umschränkt (Von Maria Magdalena an dem Kreuze)
  • Ich seh die Wunden an als offne Himmelspforten (Auf die Wunden Jesu)
  • Hier hängt das Lamm am Kreuz, dort sitzts auf Gottes Thron (Dort geht es anders zu)
  • Ich habe mir das Kreuz vor allem Schatz erkiest (Das Kreuz)
  • Der Szepter ist ein Rohr, ein Dornenbusch die Kron (Die Herrlichkeit Christi in dieser Welt)
  • Ist dies die Schädelstätt? wie kommt es dann, daß (hier (Die Schädelstätte)
  • Die Dornen, die das Haupt des Herrn zerstechen ganz (Die dornene Kron)
  • Daß (Gott gekreuzigt wird, daß (man ihn kann verwunden (Die Liebe hats erfunden)
  • Was will doch Gottes Sohn, daß (er ins Elend kömmt (Um einen Kuß (ists Gott zu tun)
  • Im Frühling ward die Welt verneut und wiederbracht (Die Welt ist im Frühling gemacht)
  • Die Auferstehung ist im Geiste schon geschehn (Die geistliche Auferstehung)
  • Wenn du dich über dich erhebst und läßt Gott walten (Die geheime Himmelfahrt)
  • Der Geist braust ja wie Most, die Jünger allesamt (Die geistliche Trunkenheit)
  • Die Seele, Gottes Bild, ist der verlorne Groschen (Der verlorne Groschen)
  • Ich bin das arme Schaf, das sich verirret hat (Das verlorne Schaf)
  • Kehr um, verlorner Sohn, zu deinem Vater, Gott (Der verlorne Sohn)
  • Der Groschen, Sohn unds Schaf bin ich mit Geist, Leib, Seele (Die verlorene und wiedergefundene Drei)
  • Gott Vater ist der Punkt (aus ihm fließt Gott der Sohn (Der Punkt, die Linie und Fläche)
  • Man will dem reichen Mann kein Tröpflein Wasser geben (Vom reichen Mann)
  • Wie daß (der reiche Mann den Armen jetzo kennt (Auch von ihm)
  • Wie ungleich ist der Tod! die Engel tragen ihn (Der arme Lazarus)
  • Was denkt doch Magdalen, daß (sie so öffentlich (Von Maria Magdalena)
  • Die Martha lauft und rennt, daß (sie den Herren speise (Martha und Maria)
  • Maria kommt zum Herrn, voll Leids und voller Schmerzen (Von Maria Magdalena)
  • Die Sünd ist anders nichts, als daß (ein Mensch von Gott (Die Sünde)
  • Das größte Wunderding ist doch der Mensch allein (Der Mensch)
  • In Gott lebt, schwebt und regt sich alle Kreatur (Der Himmel allenthalben)
  • Verwundere dich nicht, daß (ich nach Gott verlange. (Den Bräutgam wünscht die Braut)
  • Streb nach der Bürgerschaft des Himmels hier auf Erden (Hier muß (man Bürger werden)
  • Laß (dir vom Himmelreich nicht gar so sicher träumen (Hüt dich vor Sicherheit)
  • Das Allertröstlichste, das ich an Jesu find (Das tröstlichste Wort)
  • Wer seinen Neider liebt und Guts von Feinden spricht (Trauben von Dornen)
  • Stirb, ehe du noch stirbst, damit du nicht darfst sterben (Das geistliche Sterben)
  • Die Hoffnung hält mich noch, sonst wär ich längst dahin (Die Hoffnung hält die Braut)
  • Mein bester Freund, mein Leib, der ist mein ärgster Feind (Der beste Freund und Feind)
  • Wenn dich der Sünder fragt, wie er soll Gnad erlangen (Mit Lieb erlangt man Gnad)
  • Der Tod bewegt mich nicht, ich komme nur durch ihn (Der Tod)
  • Gleich wie die Spinne saugt aus einer Rose Gift (Die Heilige Schrift)
  • Trompeten hör ich gern (mein Leib soll aus der Erden (Trompeten)
  • Das Antlitz Gottes sehn, ist alle Seligkeit (Das Antlitz Gottes)
  • Warum pflegt doch der Herr mit Sündern umzugehn (Der Arzt hält sich zum Kranken)
  • Sankt Paulus wußte nichts als Christum und sein Leiden (St. Paulus)
  • Die Liebe dieser Welt will alls für sich allein (Die Liebe)
  • Der König führt die Braut in Keller selbst hinein (Aus dem Hohen Lied)
  • Ich liebe nichts so sehr als Kinder und Jungfrauen. (Kinder und Jungfrauen)
  • Die Tugend, spricht der Weis', ist selbst ihr schönster Lohn. (Die Tugend)
  • Du sprichst, Theophilus sei meistenteils allein (Die gottliebende Einsamkeit)
  • Im Himmel ist der Tag, im Abgrund ist die Nacht (Die Tagezeiten)
  • Johannes aß (fast nichts, er trug ein rauhes Kleid (Von Johannes dem Täufer)
  • Zu Gott kommt man durch Gott, zum Teufel durch die Welt. (Die Welt)
  • Das Ende krönt das Werk, das Leben ziert der Tod. (Das Ende krönt das Werk)
  • Mensch, die Figur der Welt vergehet mit der Zeit (Die Figur ist vergänglich)
  • Den Himmel wünsch ich mir, lieb aber auch die Erden (Auf beiden sein ist gut)
  • So oft ich Lilien seh, so oft empfind ich Pein (Von den Lilien)
  • Wie kann Alexius ein solches Herz sich fassen (Von St. Alexio)
  • Du sprichst, das höllsche Feur wird nie gelöscht gesehn (Der Büßer löscht das Feuer)
  • Der Tod ist doch noch gut (könnt ihn ein Höllhund haben (Vom Tode)
  • Man wünschet sich den Tod und fliehet ihn doch auch (Auch von ihm)
  • Kein Tod ist herrlicher, als der ein Leben bringt. (Das Leben und der Tod)
  • Der Tod der Heiligen ist wert geacht vor Gott (Der Tod der Heiligen)
  • So gut der Tod auch ist dem, der im Herren stirbt (Der Tod ist gut und böse)
  • Der Märtrer Lebenslauf ist wenig aufgeschrieben. (Von den Märtyrern)
  • Denk an den Tod, mein Christ, was denkst du anders viel (Die nützlichsten Gedanken)
  • Der Thronfürst ruht in Gott, ihn schaut der Cherubin (Der Mensch ist dreimal englisch)
  • Der Weise suchet Ruh und fliehet das Getümmel (Der Weise)
  • Wie wohlfeil hält doch Gott sein Reich unds ewge Leben (Das Wohlfeilste)
  • Narciß (ersäufet sich, da er sich selbst will lieben. (An den sich selbst Liebenden)
  • Hier ist der Speer und Schwamm, die Nägel, Säul und Kron (Von dem Herzen der hl. Clara de Montefalco)
  • Mit List hat uns der Feind gefället und bekriegt (List wider List)
  • Vertraue Gott, der Drach wird leichtlich überwunden (Ein Lamm bezwingt den Drachen)
  • Da Gott auf Erden ging, ward er fast nicht geacht (Die Nachreu kommt zu spät)
  • Eins ist des andern End und auch sein Anbeginn. (Eins folgt und weicht dem andern)
  • Die Welt scheint kugelrund, dieweil sie soll vergehn. (Die Welt und das neue Jerusalem)
  • Der Spiegel zeiget dir dein äußres Angesicht. (Der Spiegel)
  • Wasch aus deins Herzens Faß (wenn Hefen drinnen sein (Das Faß (muß (reine sein)
  • Ein Himmelspähender ist dem Geschöpfe tot. (Der Himmelspähende)
  • Man sagt, es kann kein Tier zu Gott, dem Herrn, eingehn. (Im Himmel sind auch Tiere)
  • Gott sieht nicht über sich, drum überheb dich nicht (Gott sieht nicht über sich)
  • Der Herr spricht: eins ist not und, was die Martha tut (Von der hl. Martha an den Polypragmon)
  • Gott ist ein solches Gut, je mehr man ihn empfindt (Von Gott)
  • Der gottverliebte Mensch hat sonsten keine Pein (Des Gottverliebten Pein)
  • Gott ist sich selber alls: sein Himmel, seine Lust. (Die unerforschliche Ursache)
  • Gott wohnet in sich selbst, sein Wesen ist sein Haus (Die Wohnung Gottes)
  • Die Seele, weil sie ist gemacht zur Ewigkeit (An den Weltliebenden)
  • Niemand redt weniger als Gott ohn Zeit und Ort (Gott redet am wenigsten)
  • Wend ab dein Angesicht vom Glast der Eitelkeit (Von der Eitelkeit)
  • Gerechtigkeit ist weg! wohin? sie ist im Himmel. (Von der Gerechtigkeit)
  • Der Tod ist mein Gewinn, Verlust das lange Leben (Verlust und Gewinn)
  • Mensch, du bist eine Kohl, Gott ist dein Feur und Licht (Der Mensch ist eine Kohle)
  • Wenn du dich, meine Seel, zurück hinein begibst (Die Kraft der Zurückkehrung)
  • Hier fließ (ich noch in Gott als eine Bach der Zeit (Der Bach wird das Meer)
  • Mein Geist, kommt er in Gott, wird selbst die ewge Wonne (Der Strahl wird die Sonne)
  • Wer kann das Fünkelein in seinem Feur erkennen (Das Fünklein im Feuer)
  • Mit was macht sich die Braut beim Bräutgam mehr beliebt (Die Liebe macht beliebter)
  • Wenn du dein Schiffelein aufs Meer der Gottheit bringst (Die glückselige Ertrinkung)
  • Das edelste Gebet ist, wenn der Beter sich (Das edelste Gebet)
  • Es ist doch keine Lust und keine Seligkeit (Nichts ist süßer als Liebe)
  • Wer Gott liebt, schmeckt schon hier seins Geistes Süßigkeit (Der Furcht und Liebe Würdigkeit)
  • Es kann in Ewigkeit kein Ton so lieblich sein (Der allerlieblichste Ton)
  • Die Ruhe deines Geists macht dich zu einem Thron (Die heilige Überformung)
  • Mensch, ich bin edeler als alle Seraphin (Wir sind edeler als die Seraphim)
  • Mein höchster Adel ist, daß (ich noch auf der Erden (Was der höchste Adel des Menschen)
  • Wer ist, der mir, wie weit und breit ich bin, zeigt an (Die Weite des Menschen ist nicht zu beschreiben)
  • Was macht des Menschen Herz und seine Seele weit (Was die Seele erweitert)
  • Mensch, kommst du ohne Lieb, so steh nur bald von fern (Was ohne Lieb ist, stinkt)
  • Der höchste Gottesdienst ist Gotte gleiche werden (Der höchste Gottesdienst)
  • Die wahre Weisheit, die dir zeigt die Himmelstür (Die wahre Weisheit)
  • Wie du den Flachs unds Werg im Feuer siehst verschwinden (Wie die Liebe die Sünden verzehrt)
  • Sag an, wie geht es zu, wenn in ein Tröpfelein (Das Meer in einem Tröpflein)
  • O Wesen, dem nichts gleich! Gott ist ganz außer mir (Gott ist allenthalben ganz)
  • Mehr als die Seel im Leib, Verstand in dem Gemüte (Wie Gott im Menschen)
  • Gott ist noch mehr in mir, als wenn das ganze Meer (Noch davon)
  • Ich bin der Gottheit Faß, in welchs sie sich ergießt (Gott ist in und um mich)
  • Der Umkreis ist im Punkt, im Samen liegt die Frucht (Das Große ist im Kleinen verborgen)
  • Wie sah St. Benedikt die Welt in einer Kohlen (Alles in allem)
  • Kein Stäublein ist so schlecht, kein Stüpfchen ist so klein (Gott ist überall herrlich)
  • In einem Senfkörnlein, so dus verstehen wilt (Alles in einem)
  • Das Ei ist in der Henn, die Henn ist in dem Ei (Eins ist im andren)
  • Wer hätte das vermeint! aus Finsternis kommts Licht (Alles kommt aus dem Verborgenen)
  • Ich weiß (Gotts Konterfei (er hat sich abgebildt (Das Konterfei Gottes)
  • Gott schafft die Welt annoch, kommt dir dies fremde für (Gott schafft die Welt noch)
  • Gott hat sich nie bemüht, auch nie geruht, das merk. (Die Ruh und Wirkung Gottes)
  • Christ, es kann ja dein Joch dir nie beschwerlich sein (Des Christen Joch ist leichte)
  • Nichts Unbeständigers im Wohlsein und im Schmerz (Das Unbeständigste)
  • Verwirf nicht, was du hast (ein Kaufmann, der sein Geld (Die Klugheit wird gelobt)
  • Ein Herz, das krank vor Lieb, wird eher nicht gesund (Arznei der Krankenliebe)
  • Die Liebe schmilzt das Herz und machts wie Wachs zerfließen (Die Liebe ist zerschmelzend)
  • Mein Herze, wenns Gott ruht, ists Brautbett seines Sohns (Der Adel des geruhigen Herzens)
  • Der höchste Friede, den die Seele kann genießen (Der höchste Friede)
  • Gott schenkt den Seligen so überflüssig ein (Der Überfluß (der Seligen)
  • Schaut doch die Heirat an, der Herr der Herrlichkeit (Die wunderbarste Heirat)
  • Wenn ich zu Gott eingeh und küß (ihn mit Begier (Die Hochzeit des Lammes)
  • Es ist erstaunungsvoll, daß (ich, Staub, Asch und Kot (Verwunderung über die Gemeinschaft Gottes)
  • Was ist ein Stäubelein in Anschauung der Welt (Was ist die Kreatur gegen Gott)
  • Gott liebt so herzlich dich (er würde sich betrüben (Wie Gott so herzlich liebt)
  • Der Seelen Morgenröt ist Gott in dieser Zeit (Der Tag und die Morgenröt der Seelen)
  • Die selge Seele weiß (nichts mehr von Anderheit (Vom Seligen)
  • Freund, was der Honig dir ist gegen Kot und Wust (Gleichnis der Freud in Gott)
  • Mensch, alles was du willst, ist schon zuvor in dir (Was du willst, ist alles in dir)
  • Mensch, kein Geheimnis kann so wunderbarlich sein (Das wunderlichste Geheimnis)
  • Wie du das Feur im Kies, den Baum im Kern siehst sein (Wie die Kreatur in Gott)
  • Der Regen fällt nicht ihm, die Sonne scheint nicht ihr (Nichts ist ihm selber)
  • Mensch, laß (die Gaben Gotts und eil ihm selbsten zu (Man soll den Geber nehmen)
  • Kein Mensch ist freudiger, als der zu aller Stund (Wer der freudigste Mensch ist)
  • Die Sünder, ob sie gleich in lauter Freude leben (Der Sünder ist nie ganz fröhlich)
  • In Trost und Süßigkeit kennst du dich selbst nicht, Christ (Das Kreuz offenbart, was verborgen)
  • Freund, wenn du auf einmal die ganze Welt willst lassen (Wie man alles auf einmal läßt)
  • Kein Mensch kann weiser sein, als der das ewge Gut (Der weiseste Mensch)
  • Mensch, alles schreit dich an und predigt dir von Gott (Das Gerufe der Kreaturen)
  • Das liebste Werk, das Gott so inniglich liegt an (Was Gott am liebsten tut)
  • Der wesentlichste Dank, den Gott liebt wie sein Leben (Der wesentliche Dank)
  • Der Heilgen größtes Werk und Arbeit auf der Erden (Der Heiligen größte Arbeit)
  • Gott fordert nichts von dir, als daß (du ihm sollst ruhn (Was Gott vom Menschen fordert)
  • Die Ruh, die Gott begehrt, die ist von Sünden rein (Was die geistliche Ruh ist)
  • Christ, wo der ewge Gott dein Herz soll nehmen ein (Wie das Herze muß (beschaffen sein)
  • Mensch, wenn dir auf der Welt zu lang wird Weil und Zeit (Wie man die Zeit verkürzt)
  • Gott ist die ewge Sonn, ich bin ein Strahl von ihme (Warum die Seele ewig)
  • Der Strahl ist nichts, wenn er sich von der Sonn abbricht (Der Strahl ohne die Sonne)
  • Du findest, wie du suchst (wie du auch klopfest an (Wie man sucht, so findet man)
  • Wen Gott zu seinem Sohn geboren hat auf Erden (Wer nicht von Gott geschieden kann werden)
  • Der Punkt der Seligkeit besteht in dem allein (Der Punkt der Seligkeit)
  • Wem alle Ding ein Ding und lauter Friede sind (In wem der Sohn Gottes geboren ist)
  • Wer stets in Gotte bleibt, verliebt, gelassen ist (Kennzeichen des Sohns Gottes)
  • Mensch, wirke, weil du kannst, dein Heil und Seligkeit (Nach der Zeit ist kein Wirken)
  • Es ist zwar wahr, daß (Gott dich selig machen will (Wer zuviel glaubt)
  • Die Armut unsres Geists besteht in Innigkeit (Was die Armut des Geistes ist)
  • Der Armut Eigentum ist Freiheit allermeist (Der Ärmste, der Freieste)
  • Die Laster sind bestrickt, die Tugenden gehn frei (Armut ist das Wesen aller Tugenden)
  • Der Alleredelste, den man ersinnen kann (Der alleredelste Mensch)
  • Christ, der ist herrlich tot, der allem abgestorben (Der herrliche Tod)
  • Solange dir, mein Freund, im Sinn liegt Ort und Zeit (Die Zeit begreift nicht die Ewigkeit)
  • Die Seel, die Jungfrau ist und nichts als Gott empfängt (Die empfängliche Seel)
  • Der Geist, der allezeit in Gott steht aufgericht (Der aufgespannte Geist)
  • Die Braut verliebet sich in Bräutigam allein (Kennzeichen der Braut Gottes)
  • Die Seel, in der Gott wohnt, die ist (o Seligkeit!) (Das wandelnde Gezelt Gottes)
  • Gott, der versorget alls und doch ohn alle Müh (Gott versorgt alle Kreaturen)
  • Kein Würmlein ist so tief verborgen in der Erden (Auch das kleinste Würmlein)
  • Mensch, glaubst du Gotts, des Herrn, Allgegenwärtigkeit (Gott ist die Allvorsichtigkeit leicht)
  • Ein Herr in seinem Haus, ein Fürst in seinem Land (Gott soll der Seele bekannt sein)
  • Wenn sich der Mensch entzieht der Mannigfaltigkeit (Wie man zur Einigkeit gelangt)
  • Die ewge Lustbarkeit sehnt sich in mir zu sein. (Der Lustgarten Gottes)
  • Ich bin (o Majestät!) ein Sohn der Ewigkeit (Die Majestät des Menschen)
  • Der so aus Gott geborn, sein Fleisch hat und Gemüte (Wer aus adeligem Geblüte)
  • Die Ankunft hilft doch viel (weil Christus gnug getan (Gott sieht die Ankunft an)
  • Mir dient die ganze Welt (ich aber dien allein (Wer Gott dient, ist hoch edel)
  • Kein Mensch hat niemals Gott so hoch gebenedeit (Die höchste Benedeiung)
  • Fünftes Buch

  • Alls kommt aus Einem her und muß (in Eines ein (Alles muß (wieder in Eins)
  • Die Zahlen alle gar sind aus dem Eins geflossen (Wie die Zahlen aus dem Eins, so die Geschöpfe aus Gott)
  • Gleich wie die Einheit ist in einer jeden Zahl (Gott ist in allen wie die Einheit in Zahlen)
  • Wie all und jede Zahln ohns Eines nicht bestehn (Nichts kann ohne das Eins bestehn)
  • Das Nichts, die Kreatur, wenn sichs Gott vorgesetzt (Die Nulle gilt vornen an nichts)
  • Im Eins ist alles eins: kehrt zwei zurück hinein (Im Eins ist alles eins)
  • Die Heilgen alle sind ein Heiliger allein (Alle Heiligen sind ein Heiliger)
  • Zehn ist die Kronenzahl, sie wird aus eins und nichts. (Die geheime Kronenzahl)
  • Der wahre Gottes Sohn ist Christus nur allein (Es muß (ein jeder Christus sein)
  • Gott ist sich selbst sein Thron, der Himmel ist sein Saal (Gottes Palast)
  • Kein Übel ist als Sünd: und wären keine Sünden (Die Sünd ist allein das Übel)
  • Das Licht der Herrlichkeit scheint mitten in der Nacht. (Ein wachendes Auge siehet)
  • Das irdsche Gut ist Mist, die Armen sind der Acker (Das irdische Gut ist ein Mist)
  • Kein Ausgang, der geschicht als um des Eingangs willen (Der Ausgang geschicht um den Eingang)
  • Könnt ein Verdammter gleich im höchsten Himmel sein (Verdammnis ist im Wesen)
  • Mensch, wähle was du willst, Verdammnis oder Ruh (Durch dich entwird Gott nichts)
  • Der Wunder hat es viel, kein größers kann ich sehen (Das größte Wunder)
  • Der Winter ist die Sünd, die Buße Frühlingszeit (Die geistlichen Jahreszeiten)
  • Im Winter ist man tot, im Frühling steht man auf (Auch von demselben)
  • Ein tugendhafter Mensch ist wie ein Felsenstein (Der steife Felsenstein)
  • Die Buße riechet wohl, die Sünden alle stinken (Der Sünd und Tugend Eigenschaft)
  • Die Keuschheit ist ein Schloß, das niemand auf kann schließen (Die Keuschheit bleibt verschlossen)
  • Man sagt, die Zeit ist schnell, wer hat sie sehen fliegen (Die Zeit, die ist nicht schnell)
  • Wenn du denkst, Gott zu schaun, bild dir nichts Sinnlichs ein (Gott sieht man nicht mit Augen)
  • Was an der Seligkeit mein Herz fürs Best erkiest (Was das Beste an der Seligkeit)
  • Gott gibt dir, wie du nimmst, du selbst schenkst aus und ein (Gott wird wie wir)
  • Die Wegescheid ist hier: Wo lenkst du dich nun hin (Die Wegescheide zur Ewigkeit)
  • Des Morgens geht Gott aus, zu Mittag schläfet er (Was Gott den Tag durch tut)
  • Ein Ungrund ist zwar Gott, doch wem er sich soll zeigen (Man muß (die Tiefe auf der Höhe betrachten)
  • Der Teufel ist so gut dem Wesen nach als du. (Der Teufel, der ist gut)
  • Der Ichheit ist Gott feind, Verleugnung ist er hold (Die Ichheit und Verleugnung)
  • Auch Christus, wär in ihm ein kleiner eigner Wille (Der eigene Wille stürzt alles)
  • Gott, dessen Wollust ist, bei dir, o Mensch, zu sein (Wenn Gott am liebsten bei uns ist)
  • Gott hat sich selbst so lieb, bleibt sich so zugetan (Gott liebt nichts als sich)
  • Nichts ist, das Gott nicht kann. Hör, Spötter, auf zu lachen (Gott kann mehr viel als wenig)
  • Ein einger Gott und viel, wie stimmt das überein (Viel Götter und nur einer)
  • Gott schätzt nicht, was du Guts, nur wie du es getan (Gott schaut auf den Grund)
  • Gott liest von Dornen Wein, von Disteln bricht er Feigen (Gott bricht von Disteln Feigen)
  • Die Selgen dürfen sich, daß (sie nie satt sind freun. (Die Seligen sind nie satt)
  • Wer sich an Christum stößt, er ist ein Felsenstein (Christus ist wie ein Fels)
  • Je mehr du Gott erkennst, je mehr wirst du bekennen (Je mehr Erkenntnis, je weniger Verständnis)
  • Gott ist das höchste Gut, er muß (sich selbst gefallen (Gott muß (sich selber lieben)
  • Schau Gott ist so gerecht (wär etwas über ihn (Wie Gott so sehr gerecht)
  • Gott liebt sich nicht als sich, nur als das höchste Gut (Gott liebt sich nicht als sich)
  • Die Laster gehn bekleidt, die Tugend stehet bloß (Die Laster scheinen nur)
  • Schweig Sünder, schreie nicht die Ev und Adam an (Du bist der erste Sünder)
  • Mein Herz ists Feuerzeug, der Zunder guter Wille (Das geistliche Feuerzeug)
  • Zwei müssen es vollziehn (ich kanns nicht ohne Gott (Eins kanns nicht ohne das andere)
  • Mensch, steig nicht allzu hoch, bild dir nichts übrigs ein (Die schönste Weisheit)
  • Gott ist nicht tugendhaft (aus ihm kommt Tugend her (Gott ist nicht tugendhaft)
  • Gott ist von Anbeginn der Bildner aller Dinge (Nach Gott ist alles gebildet)
  • In Himmel kommst du nicht, laß (nur von dem Getümmel (Du mußt der Himmel sein)
  • Gott wählt dich, wie du bist: Bös ist bei ihm verlorn (Die ewige Erwählung)
  • Die Tugend liegt in Ruh, die Laster stehn in Streit (Der Tugenden und Laster Beschaffenheit)
  • Gott straft die Sünder nicht (die Sünd ist selbst ihr Hohn (Gott straft nicht die Sünder)
  • Der Sonne tuts nicht weh, wenn du von ihr dich kehrst (Gott tut deine Verdammnis nicht weh)
  • Gott läßt dich jede Zeit gar gern in Himmel ein (Wenn du willst, wirst du selig)
  • Die Sonn erweicht das Wachs und machet hart den Kot (Wie du bist, so wirst du gewirket)
  • Daß (Herrngunst ewiglich und nicht nur kurz bestehe (Herrengunst währt immer)
  • Wenn du, mein Pilger, willst in Himmel dich erhöhen (Der Weg zum Himmel)
  • Mensch, nichts ist unvollkomm'n (der Kies gleicht dem Rubin (Alles ist vollkommen)
  • Der größte Schatz nach Gott ist guter Will auf Erden (Des Menschen größter Schatz)
  • Für Gott sind tausend Jahr wie ein vergangner Tag (Bei Gott sind keine Jahre)
  • Mensch, Gott ist nichts gedient mit Fasten, Beten, Wachen. (Wir dienen uns, nicht Gott)
  • Gott kann sich nimmermehr verbergen, wie du sprichst (Gott kann sich nicht verbergen)
  • Gott ist so nah bei dir mit seiner Gnad und Güte (Gott ist in uns selbst)
  • Christ, schätze dir die Reis' in Himmel nicht so weit (Wie weit der Weg in Himmel)
  • Der Weise, wenn er stirbt, begehrt in Himmel nicht (Der Weise begehrt nicht in den Himmel)
  • Ein Irrlicht ist der Bös', ein guter Mensch ein Stern (Des Bösen und Guten Unterscheid)
  • Christ, du bedarfst nicht viel zur ewgen Seligkeit (Man bedarf nicht viel zur Seligkeit)
  • Die Buß (ist bald getan, daß (dich Gott los muß (sagen (Die Buße ist leicht zu tun)
  • Gott ist dem Beelzebub nah wie dem Seraphin (Gott ist allem gleich nahe)
  • Gott kann sich nicht entziehn, er wirket für und für (Gott kann sich nicht entziehn)
  • Betracht es eigentlich, bei Gott ist Ewigkeit (In der Hölle ist keine Ewigkeit)
  • Nichts dauret ohn Genuß, Gott muß (sich selbst genießen (Nichts besteht ohne Genuß)
  • Zu wem du dich gesellst, des Wesen saugst du ein (Wie die Gesellschaft, so der Gesellte)
  • Du schreiest auf den Dieb und schiltst ihn unverhohlen. (An den Sünder)
  • Daß (nach der Himmelstür so wenig Menschen greifen (Warum wenige zur Tür des Lebens eingehn)
  • Man liegt am seligsten in Leiden, Kreuz und Pein (Am Kreuz am sichersten)
  • Die Armut ist ein Schatz, dem keine Schätze gleichen. (Die Armut ist am reichsten)
  • Mensch, denkst du Gott zu schaun, dort oder hier auf Erden (Im Reinen erscheinet Gott)
  • Sag, wo die Liebe wird am liebesten gefunden (Am Kreuz ist die Liebe am liebsten)
  • Ein Christ erfreuet sich in Leiden, Kreuz und Pein (Freud und Leid beisammen)
  • Viel Wissen blähet auf (dem geb ich Lob und Preis (Eins Wissen hat den Preis)
  • Hätt Adam nie vom Baum der Wissenschaften gessen (Wer nichts weiß, ist geruhig)
  • Die Schöpfung ist ein Buch (wers weislich lesen kann (Der Schöpfer im Geschöpfe)
  • Viel Bücher, viel Beschwer (wer eines recht gelesen (Eins ist das beste Buch)
  • Der Leib muß (sich in Geist, der Geist in Gott erheben (Du mußt dich übersetzen)
  • Hier muß (es sein getan (ich bilde mir nicht ein (Du mußt es hier erwerben)
  • Ein Augenblick ist kurz, noch kann ich kühnlich sagen (Nichts Zeitliches ist in Gott)
  • Da Gott die Welt erschuf, was schrieb man für ein Jahr (In welchem Jahr die Welt erschaffen)
  • Gott siehet nichts zuvor, drum leugst du, wenn du ihn (Gott sieht nichts zuvor)
  • Gott zürnet nie mit uns, wir dichtens ihm nur an (Gott kann nicht zürnen)
  • Wer saget, daß (sich Gott vom Sünder abgewendt (Gott ist nicht beweglich)
  • Gott ist den Seligen ein ewger Freudengast (Was Gott den Seligen und Verdammten ist)
  • Die Hölle schadt mir nichts, wär ich gleich stets in ihr (Das Höllische brennt nur)
  • Der Weise, wenn er soll von Pein und Unglück sagen (Der Weise klagt nur Sünde)
  • Nichts Stärkers ist als Gott (doch kann er nicht verwehren (Gott kann dem Willen nicht steuern)
  • Gott ißt die Herzen gern. Willst du ihn stattlich speisen (Was Gott gern isset)
  • Wie kocht man Gott das Herz? Es muß (gestoßen sein (Wie Gott das Herz will zubereitet haben)
  • Christ, mit dem halben Teil wirst du Gott nicht begaben (Gott will ein ganzes Herze)
  • Wie, daß (kein heilges Herz von Engeln wird besessen (Warum niemand von Engeln besessen wird)
  • Gott ist nicht 's erstemal am Kreuz getötet worden (Gott ist nicht das erstemal am Kreuze gestorben)
  • Daß (Christus lang zuvor, eh daß (er war, gewesen (Christus ist gewesen, eh er war)
  • Wer heimlich Gutes wirkt, sein Geld austeilt verhohlen (Den Himmel kann man stehlen)
  • Mensch, wird dein Herze nicht das Buch des Lebens sein (Das Leben muß (dir selbst eingeschrieben sein)
  • Messias, der ist heut, ist gestern und ist morgen (Christus gestern, heut und morgen)
  • Der Glaub ohne Lieb allein (wie ich mich wohl besinne) (Der Glaube allein ist ein hohles Faß)
  • Bei Gott ist alls und jeds! Wer neben ihm trägt ein (Wer Gott hat, hat alles mit ihm)
  • Wenn du den Schöpfer hast, so lauft dir alles nach (Dem Schöpfer laufen alle Geschöpfe nach)
  • Mensch, glaube dies gewiß, wo du nicht lebst in Gott (Außer Gott leben ist tot sein)
  • Nicht alles Gut ist gut (Mensch, überred dich nicht (Nicht alles Gute ist gut)
  • Der Reiche dieser Welt, was hat er für Gewinn (Gewinn ist Verlust)
  • Wie töricht sind wir doch, daß (wir nach Ehre streben (Nach Ehre streben ist töricht)
  • Iß (doch, was redst du viel von Kraft der Wurzel Jesse (Erfahrung ist besser als Wissenschaft)
  • Christ, laufe was du kannst, willst du in Himmel ein (Du mußt der Erste im Himmel sein)
  • Wer stets in Demut lebt, wird nie von Gott gericht (Der Demütige wird nicht gerichtet)
  • Gott, der wird nicht vor Gott vom weisen Mann erkiest (Gott ist nicht mehr barmherzig als gerecht)
  • Das Brot, der Herr in uns, wirkt wie der Weisen Stein. (Die Wirkung des hl. Sakraments)
  • Zwei Menschen sind in mir: der eine will, was Gott (Der Mensch ist zwei Menschen)
  • Sollt auch was Herrlichers als meine Seele sein (Nichts ist herrlicher als die Seele)
  • Es können, wie du sprichst, nicht viel der Heilgen sein. (Es sind nicht Heilige)
  • Gott Vater ist der Brunn (der Quell, der ist der Sohn (Gleichnis der hl. Dreieinigkeit)
  • Was du von Gott verjahst, dasselb ist mehr erlogen (Von Gott wird mehr gelogen als wahr geredet)
  • Die Zeit ist edeler als tausend Ewigkeiten (Zeit ist edler als Ewigkeit)
  • So viel mein Ich in mir verschmachtet und abnimmt (Der Ichheit Tod stärkt in dir Gott)
  • Die Seel, ein ewger Geist, ist über alle Zeit (Die Seel ist über Zeit)
  • Mich wundert, daß (du darfst den Tag so sehr verlangen (Der Seele wird es nie Nacht)
  • Wer seine Sinnen hat ins Innere gebracht (Das Innere bedarf nicht des Äußeren)
  • Gott, der ist ein Magnet, mein Herz, das ist der Stahl (Der geistliche Magnet und Stahl)
  • Der Mensch muß (doch was sein (Gott nimmt sein Wesen an (Der Mensch ist etwas Großes)
  • Wer nichts mit Eigentum besitzet in der Welt (Der Gelassene leidet keinen Schaden)
  • Der Weise wird sich nie in Pein und Unglück grämen (Der Weise grämt sich nie)
  • Mensch, allererst bist du vor Gott geschickt und recht (Ein König und ein Knecht ist Gott gerecht)
  • Wie, daß (den Weisen nie betrübet Weh und Leid (Vorbereitung macht weniger Empfindlichkeit)
  • Alls gilt dem Weisen gleich (er sitzt in Ruh und Stille (Dem Weisen gilt alles gleich)
  • Mensch, wo du Gott um Gnad nicht kannst mit Worten ehren (Gott höret auch die Stummen)
  • Den Sünder, welcher sich nicht ewig wendt von Gott (Wen Gott nicht ewig verdammen kann)
  • Bin ich nicht adelig! die Engel dienen mir (Das Alleradeligste)
  • Der Weise fehlet nie, er trifft allzeit das Ziel (Der Weise fehlt nie des Ziels)
  • Freund, gönn es doch der Welt, ihr gehts zwar wie sie will (Der Welt Tun ist ein Trauerspiel)
  • Mensch, zähme doch ein kleins auf Erden deinen Willen (Im Himmel mag man tun, was man will)
  • Wer in dem Fleische lebt und fühlt nicht dessen Pein (Der Unempfindliche ist mehr als englisch)
  • Mensch, hüte dich vor dir. Wirst du mit dir beladen (Die Ichheit schadet mehr als tausend Teufel)
  • Meinst du, daß (Christus dir bringt Lieb und Einigkeit (Christus verursacht nur Haß (und Streit)
  • Weil Gott, der Ewige, die Welt schuf außer Zeit (Die Welt ist von Ewigkeit)
  • In Gott ist alles eins. Der Mindst im Himmelreich (In Gott ist alles gleich)
  • Dort in der Ewigkeit geschiehet alls zugleich (In der Ewigkeit geschieht alles zugleich)
  • Der Vielheit ist Gott Feind (drum zieht er uns so ein (Alle Menschen müssen ein Mensch werden)
  • Im Himmel lebt man wohl (niemand hat was allein (Im Himmel ist alles gemein)
  • Marien Seligkeit und ihres Sohns, des Süßen (Ein jeder genießt des andren Seligkeit)
  • Was hier die Heiligen mit großer Müh erlangt (Was ein Heilger hat, das ist der andren auch)
  • Der größte Heilige wird sich so hoch erfreun (Ein jeder im Himmel freuet sich ob dem andren)
  • Mensch, wenn du so genau das deine willst beschützen (Wer Friede sucht, muß (viel übersehn)
  • Der erst und letzte Mensch ist Christus selbst allein (Christus ist der erste und letzte Mensch)
  • Wer gnugsam reich, hat alls. Wer viel begehrt und will (Wer viel begehrt, dem mangelt viel)
  • Der Reiche, wenn er viel von seiner Armut spricht (Der Reiche ist wahrhaftig arm)
  • Die Abgestorbenheit muß (eine Wittib sein (Die Abgestorbenheit ist eine Wittib)
  • Das Leiden Christi ist am Kreuz nicht gar vollbracht (Das Leiden Christi ist noch nicht gar vollbracht)
  • Mensch, du sollst Paulus sein und in dir selbst erfüllen (Der Mensch muß (das Leiden Christi erfüllen)
  • Kind, bilde dir nicht ein, eh du Johannes bist (Niemand liegt an der Brust Christi als Johannes)
  • Das Lob, das Gott dem Herrn ein Ungerechter gibt (Das Lob des Sünders)
  • Die Sünder liegen krank, ihr Arzt ist Jesus Christ (Gott hilft dem größten Sünder am liebsten)
  • Gott will, daß (alle solln zu seinem Sohne kommen (Gott nimmt nur die Lämmer an)
  • Gott ist ein ewger Blitz (wer kann ihn sehn und leben (Wer Gott siehet)
  • Mensch, bleibest du verbost, so ist dir nichts erworben (Wer böse bleibt, hat nichts an Christo)
  • Die Sünd bringt doch was Guts (sie muß (den Frommen dienen (Die Sünde bringt was Gutes)
  • Mensch, speise, wen du willst, zeuch tausend Arme an (Der Sünder tut nichts gut)
  • Wer vor der Majestät will unerschrocken stehn (Wie man vor die Majestät geht)
  • Gott sind die Werke gleich (der Heilge, wenn er trinkt (Gott sind alle Werke gleich)
  • Die Tugenden sind so verknüpfet und verbunden (Die Tugenden hängen alle aneinander)
  • Schau, alle Tugenden sind Ein ohn Unterscheid. (Alle Tugenden sind eine Tugend)
  • Mensch, Gott gedenket nichts. Ja, wärn in ihm Gedanken (Gott hat keine Gedanken)
  • Gott tut im Heilgen selbst alls, was der Heilge tut (Was der Heilige tut, tut Gott in ihm)
  • Mensch, wenn du irre gehst, so frage dein Gewissen (Das Gewissen ist ein Wegweiser)
  • Das lebendige Buch des Lebens uns zu lesen (Christus ist ein lebendiges Buch gewest)
  • Mensch, wer dem Herren folgt in seinem Tun und Lassen (Wer das Buch des Lebens lieset)
  • Was Christus auf der Welt geredt hat und getan (Christus war, was er redete)
  • Gott macht kein neues Ding, obs uns zwar neue scheint (Gott macht nichts Neues)
  • Den Bräutgam deiner Seel verlanget einzuziehen (Gott kommt nur in keusche Herzen)
  • Wie geizig ist ein Herz! wenn tausend Welten wären (Das Allergeizigste)
  • Schütt aus dein Herz vor Gott (er zeucht nicht bei dir ein (Das Herz muß (aus dem Herzen)
  • Um Böses Gutes tun, um Schmach sich nicht entrüsten (Des Christen Natur)
  • Ein jeder Heiliger wird sich in allen sehn (Ein Heiliger sieht sich im andern)
  • Der weise Mann ist nie um einen Heller kommen (Der Weise, weil er nichts hat, verliert nichts)
  • Mitteilen schaffet Ruh (bloß (aus der Eigenheit (Die Eigenheit ist alles Übels Ursache)
  • Der größte Trost nach Gott dünkt mich im Himmel sein (Der größte Trost nach Gott)
  • Es sind viel Wohnungen und auch viel Seligkeiten (Es sind viel Seligkeiten)
  • Gott ist so überschön, daß (ihn auch selber ganz (Gott ist ewig in seine Schönheit verliebt)
  • Dem Heilgen geht nichts ab, er hat schon in der Zeit (Die Seligkeit in der Zeit)
  • Der Selgen Eigenschaft ist: ganz nach Gotte leben (Der Seligen und Verdammten Eigenschaft)
  • Den ersten Adam, den hat Gott allein gemacht (Gott macht mit Hilfe der Kreatur das Beste)
  • Gott liebet mich so sehr als alles, was auf Erden (Gott liebt einen wie alle)
  • Was alle Heilgen tun, das kann ein Mensch allein. (Aller Heiligen Werke sind nur ein Werk)
  • Viel eher wird dir Gott, wenn du ganz müßig sitzt (Gott wird im Müßigsein gefunden)
  • Man kann den höchsten Gott mit allen Namen nennen (Gott hat alle Namen und keinen)
  • Gott, der ist nichts und alls ohn alle Deutelei (Gott ist nichts und alles)
  • Mensch, wenn du dich willst Gott zum Tempel auferbauen (Christus ist unser Muster)
  • Der Liebe Gegenwurf ists höchste Gut allein (Der Liebe Gegenwurf)
  • Mensch, was du liebst, in das wirst du verwandelt werden. (Was man liebt, in das verwandelt man sich (Aus S. Augustino))
  • Liebst du Gott über dich, den Nächsten wie dein Leben (Die wohlgeordnete Liebe)
  • Christ, alles was du tust, muß (dir zu Golde werden (Die Vereinigung mit Gott macht alles edler)
  • Mensch, tu die Augen auf, der Himmel steht ja offen. (Der Weltmensch ist verblendet)
  • Gott ist so gut auf uns, daß (ichs nicht sagen kann (Gott ist gütiger, als wir vermeinen)
  • Gott wirkt ohn Unterlaß, er göße tausend Freuden (Auf Gottes Seite ist kein Mangel)
  • Gott könnte sich auch gar den Teufeln nicht entziehn (Gott kann sich keinem Demütigen entziehn)
  • Das allergrößte Werk, das du für Gott kannst tun (Das größte Werk)
  • Mensch, allererst bist du die neue Kreatur (Die neue Kreatur)
  • Freund, wo dus wissen willst, das allerhöchste Leben (Das allerhöchste Leben)
  • Die Liebe, wenn sie neu, braust wie ein junger Wein (Die neue und alte Liebe)
  • Die Liebe, welche man seraphisch pflegt zu nennen (Die seraphische Liebe)
  • Der Liebe Mittelpunkt ist Gott und auch ihr Kreis (Der Liebe Mittelpunkt und Umkreis)
  • In wem die Majestät soll ruhen wie in Thronen (Der Thron Gottes ist im Frieden)
  • In Christo ist Gott Gott, in Engeln englisch Bild (Gott ist in allem alles)
  • Gott tut in allen alls (er liebt in Seraphinen (Gott tut alles in allem)
  • Gott gleicht sich einem Brunn (er fließt ganz mildiglich (Gott ist ein Brunn)
  • Freund, wenn man Gott beschaut, schaut man auf einmal an (In Gott schaut man alles auf einmal)
  • Gott kann nichts Böses wolln (wollt er des Sünders Tod (Gott kann nichts Böses wollen)
  • Mensch, bleib doch nicht ein Mensch, man muß (aufs Höchste (Der Mensch soll nicht ein Mensch bleiben)
  • Wer Gott recht finden will, muß (sich zuvor verliern (Wie Gott gefunden wird)
  • Ein abgestorbner Mensch, ob man ihm übel spricht (Der Tote höret nicht)
  • Mensch, wo du dich mit Gott im Himmel denkst zu freun (Vor den Freuden muß (man leiden)
  • Wenn du vollkommen eins mit Gott, dem Herren, bist (Wenn der Mensch so gerecht wie Christus)
  • Wenn du gestorben bist, so scheinet dir von Not (Dem Toten ist alles tot)
  • Viel sind der Welt ein Kreuz, die Welt ist aber ihnen (Die ungekreuzigten Kreuze)
  • Der Heiligkeit Natur ist lauter Lieb, o Christ (Die Natur der Heiligkeit)
  • Der Heilge nimmt es gleich, läßt ihn Gott liegen krank (Die Gleichheit)
  • Kreuch doch heraus, mein Mensch, du steckst in einem Tier (Der Mensch steckt in einem Tier)
  • Mensch, ist was Guts in dir, so maße dichs nicht an (Anmaßung ist der Fall)
  • Das Gute kommt aus Gott, drum ists auch sein allein (Das Böse ist deine)
  • Laß (doch nicht ab von Gott, ob du sollst elend sein. (Wahre Liebe ist beständig)
  • Kein Ding ist hier noch dort, das schöner ist als ich (Das schönste Ding)
  • Eh als ich Ich noch war, da war ich Gott in Gott (Wenn der Mensch Gott ist)
  • Der Leib von Erden her wird wiederum zu Erden. (Alles kehrt wieder in seinen Ursprung)
  • Die Ewigkeit ist uns so innig und gemein (Die Ewigkeit ist uns angeboren)
  • Mein Geist, der trägt den Leib, der Leib, der trägt ihn wieder (Eines hält das andere)
  • Das Kreuze bringet Pein, das Kreuze bringet Freud (Das Kreuz bringt Freud und Leid)
  • Nichts anders stürzet dich in Höllenschlund hinein (Das Mein und Dein verdammt)
  • Fragst du, warum mich Gott nach seinem Bildnis machte (Gott hat kein Muster als sich selbst)
  • Wann ist der Mensch zu Gott vollkommlich wiederbracht (Wenn der Mensch gänzlich wiederbracht ist)
  • Die Lieb beherrschet alls (auch die Dreieinigkeit (Der Liebe ist alles untertan)
  • Es ist vom höchsten Gut viel Redens und Geschrei (Die Liebe ists höchste Gut)
  • Die Lieb ist Gotts Natur, er kann nicht anders tun (Die Natur Gottes)
  • Die Lieb beseligt alls, auch Gott, den Herrn, dazu (Die Liebe macht auch Gott selig)
  • Kein Nam ist, welcher Gott recht eigen wär (allein (Gott hat keinen eignern Namen als Liebe)
  • Gott ist die Liebe selbst und tut auch nichts als lieben (Gott will, was er ist)
  • Mensch, rede recht von Gott: er haßt nicht sein Geschöpfe (Gott kann nichts hassen)
  • Der Schlaf ist dreierlei: der Sünder schläft im Tod (Dreierlei Schlaf)
  • Maria, die gebiert den Sohn Gotts äußerlich (Die dreierlei Geburt)
  • Die geistliche Geburt, die sich in mir eräugt (Die geistliche und ewige Geburt sind eins)
  • Gott zeuget seinen Sohn (und weil es außer Zeit (Die Geburt Gottes währt immer)
  • Mensch, schickst du dich dazu, so zeugt Gott seinen Sohn (Der Sohn Gottes wird in dir geboren)
  • Das Wasser in dem Brunn, die Ros auf ihrem Stamm (Jedes ist in seinem Ursprung am besten)
  • Ein hirtenloses Schaf, ein Körper, welcher tot (Die Seel ohn Gott)
  • Der Krieg gewinnt dir Fried, mit Streit erlangst du Freud (Auf Wehtun folgt Wohltun)
  • Wenn du aus Sodom gehst und dem Gericht entfliehest (Zurücke sehen ist wieder verloren werden)
  • Der Himmel auf der Welt, das allersüßste Leben (Das allersüßeste Leben)
  • Die Seligkeit ist Gott und Gott die Seligkeit (Gott und die Seligkeit ist ein Ding)
  • Gott wird, was ich jetzt bin, nimmt meine Menschheit an (Gott wird Ich, weil ich vor Er war)
  • Den Knechten ist Gott Herr, dir Vater, wo du Kind (Wie Gott Herr, Vater und Bräutigam)
  • Das Wesen Gottes macht sich keinem Ding gemein (Gott ist in allen Dingen und doch keinem gemein)
  • Die Demut senket sich in solchen Abgrund ein (Die Tiefe der Demut)
  • Christ, einmal muß (man doch im Schlund der Hölle sein (Die Hölle muß (man schmecken)
  • Mensch, wenn dein Herz vor Gott wie Wachs ist weich und rein (Wenn Jesus ins Herze gebildet wird)
  • Die Seel, die nichts als Gott gedenkt zu allen Stunden (Wer von der Liebe Gottes gebunden)
  • Dann lebt die Seele recht, wenn Gott, ihr Geist und Leben (Das rechte Leben der Seele)
  • In Schulen dieser Welt wird Gott uns nur beschrieben (Wie die Schule, so die Lehre)
  • Die Sonne scheint und wirkt ohn alln Verdruß (und Pein (Man soll ohne Verdruß (wirken)
  • Braut, suchest du zu schaun des Bräutgams Angesicht (Wer Gott vorbei, schaut Gott)
  • Aus Liebe wird Gott Ich, ich aus Genaden Er (Alles Heil von Gott)
  • Wenn du nicht Mensch mehr bist und dich verleugnet hast (Wenn du nicht Mensch bist, ist es Gott)
  • Das Antlitz Gottes zieht an sich wie Eisenstein (Das Antlitz Gottes ist seligmachend)
  • Freund, wo nicht Christus wirkt, da ist er auch noch nicht (Wo Christus nicht wirkt, da ist er nicht)
  • Wer sich in Kreuz und Pein von Herzensgrund erfreut (Der Selige auf der Welt)
  • Mensch, wüßtest du, wie gut und nützlich 's Leiden ist (Leiden ist nützlicher als Freude)
  • Der Heilge, was er tut, tut nichts nach dem Gebot (Der Heilige tut nicht nach den Geboten)
  • Für Bös' ist das Gesetz (wär kein Gebot geschrieben (Der Gerechte hat kein Gesetz)
  • Mensch, senke dich herab, so steigest du hinauf (Der geistliche Krebsgang)
  • Eh Gott die Welt erschuf, was war in diesem Ort (Was im Orte der Welt vor der Welt gewest)
  • Gott ist so hoch und groß, wollt er sich selber messen (Gott kann sich selbst nicht messen)
  • Das Wunderlichst an Gott ist die Vorsichtigkeit (Das Wunderlichste, Beste und Schönste an Gott)
  • Gott ist der Sonne gleich (wer sich zu ihme kehrt (Gott ist wie die Sonne)
  • Weil Gott dreieinig ist, so hat er Ruh und Lust (Warum Gott Ruh und Freude hat)
  • Wenn dich nach Gott verlangt und wünschst sein Kind zu sein (Gott kommt, eh du ihn begehrest)
  • Ich bin die Turteltaub, die Welt ist meine Wüste (Die geistliche Turteltaube)
  • Die Einfalt schätz ich hoch, der Gott hat Witz beschert (Die Einfalt muß (witzig sein)
  • Der Einfalt Eigenschaft ist: nichts von Schalkheit wissen (Der Einfalt Eigenschaft)
  • Die Weltlieb hat die Art, daß (sie sich abwärts neigt (Der weltlichen und göttlichen Liebe Natur)
  • Die Tugend nackt und bloß (kann nicht vor Gott bestehn (Die Tugend ohne Liebe gilt nichts)
  • Die Lieb ist Flut und Glut (kann sie dein Herz empfinden (Die Liebe ist Feuer und Wasser)
  • Ach, lauf doch nicht nach Witz und Weisheit über Meer (Die Würdigkeit kommt von Liebe)
  • Die Schönheit kommt von Liebe (auch Gottes Angesicht (Die Schönheit kommt von Liebe)
  • Die Liebe hat Gott selbst zum wesentlichen Lohn (Der Liebe Belohnung)
  • Mensch, wo du weise bist und liebst nicht Gott dabei (Weisheit ohne Liebe ist nichts)
  • Das Maß (der Seligkeit mißt ihr die Liebe ein (Je liebender, je seliger)
  • Die Liebe, welche sich zu Gott in dir beweist (Die Liebe Gottes in uns ist der heilge Geist)
  • Mensch, liebete sich Gott nicht selbst durch sich in dir (Man kann Gott nicht lieben ohne Gott)
  • Die Liebe fürcht sich nicht, sie kann auch nicht verderben (Die Liebe hat keine Furcht)
  • Die Braut verdient sich mehr mit einem Kuß (um Gott (Wie die Person, so das Verdienst)
  • Mensch, niemand liebt Gott recht, als der sich selbst veracht (Wer Gott recht liebet)
  • Das Freundlichste nach Gott ist die verliebte Seele (Was das Freundlichste nach Gott)
  • Die Lieb ists schnellste Ding, sie kann für sich allein (Das Schnellste)
  • Willst du die falsche Lieb von wahrer unterscheiden (Kennzeichen der falschen Liebe)
  • Im Feuer wird das Gold, obs reine sei, probiert (Das Kreuz probiert die Liebe)
  • Die Liebe gegen Gott steht nicht in Süßigkeit (Die Liebe Gottes ist wesentlich)
  • Ein Herze, welches nicht von Gottes Lieb ist wund (Ein unverwundetes Herz ist ungesund)
  • Die Liebe geht zu Gott unangesagt hinein (Die Liebe ist Gott gemeiner als Weisheit)
  • Wie allgemein ist Gott! Er hat der Bauernmagd (Wie Gott so allgemein)
  • Dies ists Erfreulichste, wie meiner Seel fällt ein (Das Erfreulichste der Seelen)
  • Der Kuß (des Bräutgams Gotts ist die Empfindlichkeit (Was der Kuß (Gottes ist)
  • So schön die Laute sich aus eignen Kräften schlägt (Die Seele kann nichts ohne Gott)
  • Der guldene Begriff, durch den man alles kann (Der guldene Begriff)
  • Kein edleres Gemüt ist auf der ganzen Welt (Das edelste Gemüte)
  • Kind mache dich gemein mit der Barmherzigkeit (Barmherzigkeit schließt den Himmel auf)
  • Verkleinere dich selbst, so wirst du groß, mein Christ (Verkleinerung erhebt)
  • Der Hirt ist Gottes Sohn, die Gottheit ist die Wüste (Der evangelische Hirte)
  • Die Demut, die erhebt, die Armut machet reich (Die Früchte der Tugenden)
  • Man darf kein Ferngesicht, in' Himmel einzusehen (Wie man in Himmel sieht)
  • Die größte Seligkeit, die ich mir kann ersinnen (Die größte Seligkeit)
  • Der nächste Weg zu Gott ist durch der Liebe Tür (Der nächste Weg zu Gott)
  • Die Ruhe des Gemüts besteht in dem allein (Worin die Ruhe des Gemüts bestehe)
  • Kein Mensch kann selig sein als in dem höchsten Gut. (Die Seligkeit ist in dem höchsten Gut)
  • Gott muß (die Heiligen mit ewgem Lohn belohnen (Warum Gott ewigen Lohn gibt)
  • Die Tugend, die dich krönt mit ewger Seligkeit (Die krönende Tugend)
  • Wenn Gott in dir geborn, gestorben und erstanden (Wenn die Himmelfahrt vorhanden)
  • Des Sünders Seele liegt, des Büßers richt sich auf (Unterschiedliche Gelegenheit der Seele)
  • Gotts und seins Geistesreich ist Liebe, Freude, Friede (Warum Gott des Regiments nicht müde wird)
  • Gott tut die Sünde weh in dir als seinem Sohn (Gott betrübt die Sünde nicht)
  • Die Allmacht zeucht mich auf, die Weisheit weist mich an (Die ganze Dreifaltigkeit hilft zur Seligkeit)
  • Wenn du an Gott gedenkst, so hörst du ihn in dir (Wenn man Gott reden hört)
  • Gott muß (der Anfang sein, das Mittel und das Ende (Was Gott nicht tut, gefällt ihm nicht)
  • Wenn ich in Gott vergeh, so komm ich wieder hin (Wo der Mensch hinkommt, wenn er in Gott vergeht)
  • Die Seele, welche sich die Sünde läßt ermorden (Des Teufels Schlachtvieh)
  • Mensch, des Gerechten Schlaf ist mehr bei Gott geacht (Gott schätzt die Werke nach dem Wesen)
  • Das Licht der Herrlichkeit laß (ich die Sonne sein (Unterscheid der drei Lichter)
  • Die Seele, welche Gott, das Herze, treffen will (Mit einem Auge muß (man zielen)
  • Ich, sein Geschöpfe, bin des Sohnes Gottes Kron (Das Geschöpf ist des Schöpfers Trost)
  • Das Meer der Ewigkeit, je mehrs der Geist beschifft (Die Ewigkeit ist je länger, je undurchschaulicher)
  • Wie tief die Gottheit sei, kann kein Geschöpf ergründen (Die Gottheit gründet kein Geschöpf)
  • Daß (ich den höchsten Gott zum Bräutgam angenommen (Auch Gott muß (sich verdienen)
  • Je weiter man von Gott, je tiefer in der Zeit (Wo die Zeit am längsten)
  • Kind, wer in Gottes Hof gedenket zu bestehn (Wo man die göttliche Höflichkeit lernt)
  • Gott ist ein Organist, wir sind das Orgelwerk (Das geistliche Orgelwerk)
  • Die Armut steht im Geist, ich kann ein Kaiser werden (Die Armut ist im Geist)
  • Der Geist, der voller Freud in Leiden wird gefunden (Wer in Wunden Christi wohnt)
  • Den Männern gibet Gott zu trinken starken Wein (Den Kindern gebührt Milch)
  • Der Geist, der nunmehr ist mit Gott ein einges Ein (Wer eine Tiefe mit Gott)
  • Unmeßlich ist zwar Gott (jedoch kannst du ihn messen (Wie Gott zu messen)
  • Räum weg und mache Luft, das Fünklein liegt in dir (Du mußt der Gnade Luft machen)
  • Mein Christ! du mußt dich selbst durch Gott vom Schlaf erwecken (Du mußt dich selbst ermuntern)
  • Die Sinnen sind im Geist all ein Sinn und Gebrauch (Im Innern sind alle Sinnen ein Sinn)
  • Nichts Süßers ist als Gott, ein Menschenkind, zu sehn (Was das Süßeste und Seligste)
  • Das Antlitz Gotts macht voll. Sähst du einmal sein Licht (Das Antlitz Gottes macht trunken)
  • Christ, flieh doch nicht das Kreuz, du mußt gekreuzigt sein (Ungekreuzigt kommt niemand in Himmel)
  • Gott wirkt nach der Natur (dies macht den Unterscheid (Woher die Ungleichheit der Heiligen)
  • Wenn das Vollkommne kommt, fällts Unvollkommne hin (Das Vollkommne vertreibt das Unvollkommne)
  • Mensch, wenn dein Herz ein Tal, muß (Gott sich drein ergießen (Wenn sich Gott ins Herz ergießt)
  • Gott ist ein ewger Geist, der alls wird, was er will (Gott wird, was er will)
  • Gott Vater ist der Leib und Gott, der Sohn, das Licht (Gleichnis der hl. Dreifaltigkeit mit der Sonne)
  • Freund, wenn ich selber mir absterbe hier und nu (Wenn man sich den Tod des Herrn zueignet)
  • Die Gnade fließt von Gott wie Wärme von dem Feur (Die Gnade Gottes fließt allzeit aus)
  • Die höchste Seligkeit, die mir Gott selbst kann geben (Die höchste Seligkeit)
  • Ein Narr ist viel bemüht (des Weisen ganzes Tun (Des Weisen Verrichtung)
  • Der Weise, welcher sich hat über sich gebracht (Wer in dem Wirken ruht)
  • Ein Mensch, der wie das Vieh in alle Lust ausbricht (Der Larvenmensch)
  • Ein Herze, das zu Grund Gott still ist, wie er will (Das Lautenspiel Gottes)
  • Wer Gott so leicht entbehrn als leicht empfangen kann (Wer auf alle Fälle geschickt ist)
  • Mensch, wenn du Gottes Geist bist wie dir deine Hand (Bei welchem Gott gerne ist)
  • Ein Fünklein außerm Feur, ein Tröpflein außerm Meer (Die Seele außer ihrem Ursprunge)
  • Was deine Seel begehrt, bekommt sie alls in Gott (In Gott ist alles)
  • Mensch, stirbst du ohne Gott, es kann nicht anders sein (Wen Gott nicht los kann bitten)
  • Ich muß (verwundet sein. Warum? weil voller Wunden (Die Braut soll wie der Bräutgam sein)
  • Ein reines Herz schaut Gott, ein heilges schmecket ihn (Das allerseligste Herze)
  • Freund, meide, was dir lieb, fleuch, was dein Sinn begehrt (Man überkömmt mit Meiden)
  • Sechstes Buch

  • Fragst du, wie Gott, das Wort, in einer Seele wohne? (Wie Gott in der heiligen Seele)
  • Du edle Lilie, wer findet deinesgleichen, (An die Jungfrau Maria, die geheime Lilie)
  • Ich war ein englisch Bild, nun bin ich gleich den Tieren, (Die gefallene Seele)
  • Ich war des Teufels Sklav und ging in seinen Banden, (Der gerechtfertigte Sünder)
  • Geht, ihr Verfluchten, geht, ihr Teufels Rottgesellen, (Der Ausspruch über die Verdammten)
  • Hier ist ein ewge Nacht, man weiß von keinem Lachen, (Überschrift der Verdammnis)
  • Ach weh, wo bin ich nun? bei lauter höllschen Mohren, (Der verdammte Übeltäter)
  • Kommt, ihr Gesegneten, empfahet eure Kronen, (Der Spruch über die Seligen)
  • Hier ist es immer Tag, hier scheint die ewge Sonne, (Überschrift der Seligkeit)
  • O Gott, wie wohl ist mir! mein Leiden ist verschwunden, (Der abgeleibte Selige)
  • Wie selig ist der Mensch, der alle seine Zeit (Der selige Weise)
  • Der Hirsch, der lauft und sucht ein kühles Brünnelein, (Der geheime Hirsch und sein Bronn)
  • Ein ausgebrannte Stadt, ein Schloß, das ganz zerstört, (Die sündige Seele)
  • Ein neus Jerusalem, ein ausgebautes Schloß, (Die heilige Seele)
  • Sag, was uns endlich Gott für einen Namen gibt, (Der Sohn führt des Vaters Namen)
  • Durch Hoffart, Fleischeslust und durch Begier der Welt (Die geheime Auferstehung)
  • Je mehr ein Mensch sich freut auf zeitlich Ehr und Gut, (Eine Begierde löscht die andere aus)
  • O Torheit! Um die Zeit wagt man sich bis in Tod (Die Ewigkeit wird für nichts geschätzt)
  • Du schlägst ums Zeitliche das Ewig in den Wind; (Der größte Narr)
  • Alls Zeitlich ist ein Rauch; läßt du es in dein Haus, (Das Zeitliche ist Rauch)
  • Die Ehre dieser Welt vergeht in kurzer Zeit; (Das Ewige soll man suchen)
  • Wie töricht tut der Mann, der einen Dunst umfaßt, (Einen Dunst umfassen ist töricht)
  • Wie, daß der Mensch so toll nach eitlen Ehren rennt? (Sich nicht Erkennen macht eitles Rennen)
  • Wer in sich Ehre hat, der sucht sie nicht von außen, (Was man in sich hat, sucht man nicht draußen)
  • Der Weise strebet nicht nach äußrem Ehrenstand; (Der Weise sucht keinen äußern Ehrenstand)
  • Der Weis' ist voller Ehrn. Wie da? er ist erkiest, (Der Weise ist voller Ehren)
  • Der Sünder ist des Tiers und aller Teufel Stall; (Der Sünder hat keine Ehre)
  • Mensch, kein vergolder Kot ist reich, geehrt und schön; (Ein reicher Sünder, ein vergolder Kot)
  • Der Heilge steiget auf und wird ein Gott in Gott, (Der Sünder wird zu Kot)
  • Nichts ist geehrt wie Gott im Himmel und auf Erden; (Wer hochgeehrt will sein, muß Gott werden)
  • Mein, richte dich doch auf! Wie soll dich Gott erheben, (Der Mensch muß das Seinige tun)
  • O Spott! Ein Seidenwurm, der wirkt, bis er kann fliegen; (Ein Wurm beschämt uns)
  • Mensch, alls verwandelt sich; wie kannst denn du allein (Man muß sich verwandeln)
  • Das Licht der Ewigkeit, das leucht auch in der Nacht. (Wer das ewge Licht sieht)
  • Willst du die Sonn und Mond am hellen Himmel sehn, (Die Zukehr macht schauen)
  • Ein offnes Auge sieht; tust du deins zu, o Kind, (Das offne Auge sieht)
  • Rauh ist der Mond gestalt ohn seiner Sonne Licht, (Nichts leuchtet ohne die Sonne)
  • So viel der Monde sich zu seiner Sonne kehrt, (So viel Zukehr, so viel Erleuchtung)
  • Ich will der Monde sein, sei Jesus! du die Sonne, (Der geistliche Mond mit seiner Sonne)
  • Die Sonne muß ihr Licht alln, die es wolln, gewährn; (Die Sonne muß erleuchten)
  • Die Sonn erwärmet alls, ja auch den kältsten Stein; (Wer die Sonne nicht merkt, der ist nicht)
  • Die Sonn erreget alls, macht alle Sterne tanzen, (Wer nicht bewegt wird, gehört nicht zum Ganzen)
  • Der Sünder ist nicht mehr. Wie? seh ich ihn doch stehn! (Wer vergeht, der ist nicht)
  • Was fort und fort verdirbt, das kann nicht stehn noch sein, (Was verdirbt, wird zu Nichts)
  • Was nicht am Leibe bleibt, wird nicht vom Haupt geküßt; (Eigensinnigkeit reißt von Gott ab)
  • Ein abgefallnes Laub, ein saures Tröpflein Wein, (Das Abgesonderte hat nichts mit dem Ganzen gemein)
  • Kehr um, verirrtes Schaf, zeuch Saft verdorrter Ast, (Es ist noch Zeit zum Heil)
  • Dein Feldherr geht voran, er streit für dich, mein Christ: (Das Beispiel reizt an)
  • Wer sich den Teufel läßt erschlagen und ermorden, (Das verächtlichste Aas)
  • Pfui dich, daß dich ein Weib, die Nichtigkeit der Welt, (Der schändliche Gefangene)
  • Mensch, läßt du dich dein Fleisch beherrschn und nehmen ein, (Die schnödste Dirne)
  • Halt aus Welt, Teufel, Fleisch, du bist ja, Christ! ein Held; (Der schändliche Fall)
  • Der Teufel durchs Gebet, das Fleisch kann durch Kastein, (Die siegreichen Waffen)
  • Christ, niemand hat den Sieg und dessen Trost empfunden, (Der Sieg folgt erst hernach)
  • Ein Kampfplatz ist die Welt; das Kränzlein und die Kron (Kein Kron ohne Kampf)
  • Lauf nach dem Ehrenpreis, du mußt der Erste sein, (Der Erste kriegt den Preis)
  • Der Feldherr triumphiert, er hat die Ehr allein; (Eins ist die Ehre)
  • Wie kurz ist doch der Streit; wie glücklich ist der Held, (Kurzer Streit, ewiger Triumph)
  • Die Ehr ist doch nicht nichts. Die nie nach Ehren streben, (Man muß nach Ehren streben)
  • Der Himmel ist voll Ruhm, voll Ehr und Herrlichkeit, (Wo Ehr und Schande ist)
  • Ein Spott wird der Soldat des Feinds, vor dem er zagt, (Nicht streiten wollen ist spöttlich)
  • Auf, auf, Soldat, zum Streit! Dir wird ja lieber sein (Das Beste ist zu erwählen)
  • Du läßt die ewge Lust und kiesest ewge Pein, (Des Sünders Seele ist die närrischste)
  • Christ, wenn du einen siehst so stark zur Hölle rennen, (Der größte Narr)
  • Ach Jammer, jener rennt, daß er in Abgrund kömmt, (Die zwei wunderlichen Toren)
  • Ach mein, wie magst du doch die Welt so in dich saufen? (Das Zeitliche macht ungeschickt)
  • Wirf das Gebündle weg. Wer streiten soll und kriegen, (Das weltliche Gut beschwert)
  • Du lachst den Krieger aus, der sich mit Raub beschwert; (Der Selbst-Tadel)
  • Geh, fast und zehr dich aus, die Himmels Tür ist klein, (Kein ungeschickter Mensch kommt in den Himmel)
  • Ja Bruder, geh doch fort, was bleibst du stille stehn? (Stille stehn ist zurücke gehn)
  • Wie wohl geht der zurück, der von dem Feind weg fährt; (Das gute und üble Zurückegehn)
  • Ach, Fauler, reg dich doch, wie bleibst du immer liegen? (Die Faulheit überkommt nicht den Himmel)
  • Mensch, um die Hölle muß der Sünder so viel leiden; (Man hat nichts umsonst)
  • Gewalt geht über Recht. Wer nur Gewalt kann üben, (Gewalt nimmt den Himmel ein)
  • Freund, streiten ist nicht gnug, du mußt auch überwinden, (Allein die Überwindung beruhigt)
  • Gott reicht die Kron der Ehrn, der Teufel Spott und Hohn, (Die Welt erwählt das Ärgste)
  • Ach Sünder, ists denn wahr? du willst dich eh' verlieren (Der Sünder will seinen Tod)
  • Was ist Verlorensein? frag das verlorne Lamm, (Was Verlorensein ist)
  • Das Schaf ist gänzlich hin, das nie wird wieder funden; (Die ewige Verlorenheit)
  • Findt Gott nicht, was er sucht? er sucht in Ewigkeit (Gott sucht nicht, was ewig verloren)
  • Gott kann schon ewiglich nicht die Verdammten finden, (Gott findet die Verdammten nicht)
  • Der Will macht dich verlorn, der Will macht dich gefunden, (Der Wille macht Verlorensein)
  • O Narr, was rennst du so nach Reichtum in der Welt (An den Geldsuchenden)
  • Der größte Reichtum ist nach keinem Reichtum streben, (Der größte Reichtum und Gewinn)
  • Man lobt den guten Mann, der sich genügen läßt, (Man tut nicht, was man lobt)
  • Wer nichts verlangt, hat alls; wer alles tut verlangen, (Wer alles verlangt, hat noch nichts)
  • Wer alln sein Gut mitteilt, alln nutzt und alle liebt, (Wer der Sonne und Gotte gleicht)
  • Der Arme, gibst du ihm, macht dich dem Reichen gleich. (Almosen geben macht reich)
  • Pfui dich, du karger Filz, Gott hat dir alls gegeben, (An den Kargen)
  • Der arme Christ ist Gott; doch sieht des Reichen Haus (Der Reiche siehet Gott nicht gern)
  • Man glaubt: es selger sein zu geben als zu nehmen, (Anders geglaubt, anders getan)
  • Mensch, weil du gerne siehst, daß man dir Gaben gibt, (Tun, was du dir getan willst)
  • Der Geizhals ist ein Narr, er sammlet was vergeht; (Weise und närrische Sammlung)
  • Ein Milder breit sich aus, ein Geizhals krippt sich ein; (Mildigkeit ist frei, Geiz gebunden)
  • Der Weise hat sein Herz bei Gott und in dem Himmel, (Wo der Schatz, da das Herze)
  • Wo du auch Kluge siehst sich um die Welt bemühn, (Der Weltsuchende zieht am Narrenseil)
  • Man sieht fast alle Welt mit Judenspießen laufen (Das Ewige hat schlechten Verdrang)
  • Gott streuet Zucker auf, der Teufel Gift und Galle; (Gift wird für Zucker gelegt)
  • Der Weis' ist klüglich reich, er hat das Geld im Kasten, (Des Weisen und Geizigen Geldkammer)
  • Der Weise wartet nicht, bis ihm was wird genommen; (Der Weise kommt den Dieben vor)
  • Mensch, nimm dir nur die Lieb und die Begier der Dinge, (Begierde benommen, alles benommen)
  • Das Herz ist wie das Aug; ein einzigs Gränelein, (Das Auge und Herze leiden nichts)
  • Der Schiffer wirft im Sturm die schwersten Waren aus; (Beschwert kommt niemand fort)
  • Mensch, wirfest du nicht weg dein Liebstes auf der Erden, (Alles Weltliche muß weg)
  • Die Seligkeit ist alls. Wer alles will erheben, (Alles um Alles)
  • Um nichts gewinnt man nichts. Wo du nichts auf willst setzen, (Nichts gewinnt nichts)
  • Mit hundert will Gott eins bezahln im ewgen Leben; (Der törichte Verlust)
  • Freund, schmeichle dir nicht viel; hast du noch die Begier, (Mit der Begierde hat man)
  • Du willst nicht Sklave sein, und doch ists wahr, mein Christ, (Der sein selbst Sklave)
  • Die schnödste Sklaverei ist gerne Sklave sein; (Die schnödeste Sklaverei)
  • Nichts Schändlichs, nichts Gerings steigt in ein groß Gemüte; (Die geistliche Hundshütte)
  • Das Schmählichst ist die Sünd. Denk, Sünder, was für Schmach, (Die schmählichste Dienstbarkeit)
  • Die Sünd ist voll Betrugs. Läßt du dich sie regiern, (Der willige Betrogene)
  • Kein edler Geist ist gern gefangen und umschränkt; (Der Stockknecht liebt den Stock)
  • Du sprichst, du wirst noch wohl Gott sehen und sein Licht; (Nachlässigkeit kommt nicht zu Gott)
  • Wer Gottes Angesicht hier nicht sieht mit Begier, (Nicht verlangen, nicht empfangen)
  • Verzug ursacht Verdruß. Fühlst du um Gott nicht Pein, (Ohne Liebespein, ohne Liebe)
  • Die Lieb ist das Gewicht. Ists wahr, daß wir Gott lieben, (Die Liebe zeucht zum Geliebten)
  • Ein göttliches Gemüt steht stets nach Gott gericht; (Das göttliche und ungöttliche Gemüt)
  • Du hast gern deinen Hund, der dir beliebt, bei dir; (Nicht begehren ist nicht lieben)
  • Mensch, stirbest du nicht gern, so willst du nicht dein Leben; (Nicht sterben wollen, nicht leben wollen)
  • Du rennst in Todsgefahr, schnöd Ehre zu erwerben; (Die doppelte Torheit)
  • Ein Narr ist, der den Stock fürs Kaisers Burg erkiest, (Der Narr erkiest das Ärgste)
  • Ein Knecht ist gern im Stall, ein Schweinhirt gern um Schweine; (Erkiesung, Benennung)
  • Jeds liebet, was es ist; der Käfer seinen Mist, (Was man ist, das liebt man)
  • Die Losung der Gespan: Wers gern mit Narren hält, (Gesellschaft zeigt den Mann)
  • Gott ist mein einge Lieb; ihm nicht gemeine sein, (Der Liebe Tod und Pein)
  • Werd Gott, willst du zu Gott; Gott macht sich nicht gemein, (Wer zu Gott will, muß Gott werden)
  • Von Gott wird Gott gebore; soll er dich denn gebärn, (Wer will, wird Gott geboren)
  • Nichts wird, was zuvor ist; wirst du nicht vor zu nicht, (Nichts werden ist Gott werden)
  • Die höchste Freud und Lust, die Gott mir kann gewährn, (Höchste Geburt, höchste Freude)
  • Gebärn ist selig sein. Gotts einge Seligkeit (Gottes einige Seligkeit)
  • Gott ist das Seligste. Willst du so selig sein, (Wie man so selig als Gott wird)
  • Gott zeuget nichts als Gott: zeugt er dich seinen Sohn, (Von Gott geboren werden ist gänzlich Gott sein)
  • Wer Gott mit Gott gewird, ist mit ihm eine Freud, (Gott mit Gott werden ist alles mit ihm sein)
  • O Ehr, o Seligkeit! das ewig sein, was Gott; (Ewge Ehre und Schande)
  • Du willst kein Heilger sein, gleichwohl in Himmel kommen! (Der närrische Unheilige)
  • Du schmückst dich, wenn du sollst nachs Kaisers Hofe gehn, (Der größte Bauer)
  • Mensch, wirst du nicht gehöft und klebst am Kloß der Erden, (Kein Höfling, kein Himmling)
  • Du steckst im falschen Wahn, kannst du die Welt nicht hassen, (Wer nicht haßt, hat nicht verlassen)
  • Mensch, wer dem Kreuz nicht kann entwerden und entgehn, (An den gezwungenen Kreuzleidenden)
  • Manch Ding tut man aus Not; auch du verläßt die Welt, (An den Weltverlassenen)
  • Es heißt sich einen Wurm aus Demut Gottes Sohn. (An den Hoffärtigen)
  • Der Himmel schätzt sich nicht, ob er gleich alls ernährt; (Die Selbstschätzung ist verwerflich)
  • Gott spricht, wer sich versenkt, der wird erhaben werden; (Die seltsame Tugend)
  • Freund, weil du sitzt und denkst, bist du ein Mann voll Tugend; (Das Werk bewährt den Meister)
  • Wer heilge Traurigkeit hier hat zum Vesperbrot, (Traurigkeit bringt Freude)
  • Wie, daß der Fraß nicht kommt zum ewgen Abendessen! (Wer hier satt wird, kann dort nicht essen)
  • Gott will den sättigen, den hungert und den dürst; (Der Trunkenbold kann Gott nicht tränken)
  • Niemand hat was umsonst; wie bildst du dir dann ein, (Nichts umsonst)
  • Gott treibet Kaufmannschaft, er biet den Himmel feil; (Gottes Kaufmannschaft)
  • Was macht nicht Gott aus sich; er ist meins Herzens Ziel, (Gott ist unser Ziel)
  • Du kannst mit deinem Pfeil die Sonne nicht erreichen; (Das Überunmöglichste ist möglich)
  • Gott legt den Pfeil selbst auf, Gott spannet selbst den Bogen, (Gott tut selbst alles)
  • Je näher bei dem Ziel, je näher beim Gewinn; (Je näher beim Ziel, je gewisser)
  • Der Sünder zielt nach Gott und wendt sich von ihm weg, (Des Sünders Gebet ist umsonst)
  • Mit heiliger Begier und nicht mit bloßem Beten, (Wie man sich zu Gott kehrt)
  • Das Herz ist unser Rohr, die Liebe Kraut und Lot, (Das geistliche Schützezeug)
  • Ei, lad doch recht und scharf, was paffst du in die Luft? (Das Herze muß scharf geladen sein)
  • Das Mundloch gibt nicht Feur, im Fall du je willst schießen, (Es muß aus dem Herzen gehn)
  • Christ, ist das Rohr nicht rein, die Kammer nicht geräumt (Das Herze muß geräumt und rein sein)
  • Halt, du verletzest dich, das Gift muß aus dem Rohr, (Ein vergiftetes Herze treibt nicht in die Höhe)
  • Mensch, wer mit Haß und Neid vor Gott den Herrn will treten, (Haß macht sich verhaßt)
  • Was du dem Nächsten willst, das bittst du dir von Gott; (Erlaß, wie wir erlassen)
  • Mensch, du begehrst von Gott das ganze Himmelreich; (Gib, wie du begehrst)
  • Das Reich Gotts ist in uns. Hast du schon hier auf Erden (Wer das Himmelreich hat, kann nicht arm werden)
  • Viel haben macht nicht reich. Der ist ein reicher Mann, (Wer wahrhaftig reich)
  • Ein weiser Mann hat nichts im Kasten oder Schrein; (Der Weise hat nichts im Kasten)
  • Der Weis' ist, was er hat; willst du das Feinperlein (Man muß sein, was man nicht verlieren will)
  • Ich kann mich selbst verliern? ja! bös ists, wenn in Tod; (Zweierlei seiner selbst Verlierung)
  • Das Tröpflein wird das Meer, wenn es ins Meer gekommen; (Im Meer werden alle Tropfen Meer)
  • Wenn du das Tröpflein wirst im großen Meere nennen, (Im Meer kann man kein Tröpflein unterscheiden)
  • Im Meer ist alles Meer, auchs kleinste Tröpfelein; (Im Meer ist auch ein Tröpflein Meer)
  • Viel Körnlein sind ein Brot, ein Meer viel Tröpfelein; (Im Meer sind viel eins)
  • Mensch, du kannst dich mit Gott viel leichter eines sehn (Die Vereinigung mit Gott ist leicht)
  • Die Seele, die nichts sucht als eins mit Gott zu sein, (Gott verlangen macht Ruh und Pein)
  • Ein Narr ist gern zerstreut, ein Weiser gern allein; (Des Narren und Weisen Gemeinschaft)
  • Alls lebt und reget sich; doch zweifl ich, ob die Welt (Mehr sind tot als lebendig)
  • Der Geizhals muß davon, läßt anderen sein Geld; (Der Geizigen und Weisen Wirkung)
  • Der Weise streuet aus für seine Freund in Gott; (Eben von derselben)
  • Der Narr hält sich für reich bei einem Sack voll Geld; (Der Narren und Weisen Schätzung)
  • Wer gibt, dem gibet Gott mehr als der gibt und will; (Der Unglaube hegt den Geiz)
  • Der Weise suchet nichts, er hat den stillsten Orden, (Der Weise sucht nichts)
  • Christ, werde, was du suchst; wo dus nicht selber bist, (Alles verdirbt uns, was wir nicht sind)
  • In dir muß Reichtum sein; was du nicht in dir hast, (Der Reichtum muß inner uns sein)
  • Gott ist der Reichtum gar. Gnügt er dir in der Zeit, (Gott ist der Reichtum)
  • Hast du an Gott nicht gnug und suchst nicht ihn allein, (Der dumme Geizhals)
  • Suchst du was und vermeinst, daß Gott nicht alles sei, (Der törichte Suchende)
  • Mensch, glaube dies gewiß, hast du nach allm Begier, (Alles begehren ist nichts haben)
  • Mensch, wem Gott alles ist, dem ist sonst alles nichts; (Außer Gott ist alles nichts)
  • Die ganze Welt ist nichts; du hast nicht viel veracht, (Welt verlassen, wenig verlassen)
  • Du selber mußt aus dir. Wenn du dich selbst wirst hassen, (Sich verlassen ist etwas verlassen)
  • Alls muß geschlachtet sein; schlachtst du dich nicht für Gott, (Man muß getötet sein)
  • Durch Tötung deiner selbst wirst du Gotts Lamm darstellen; (Wirkung der Abtötung und des Lebens der Selbstheit)
  • Ixion ist allein beschrien auf allen Gassen; (Viel Ixiones)
  • Wenn du an einem Pflug willst mit Ixion pflügen, (An den Störenfried)
  • Freund, wie die Arbeit ist, so ist auch drauf der Lohn; (Wie die Arbeit, so der Lohn)
  • Braut, ists daß du nicht gern läßt fremde Buhler für, (Eingezogenheit verhütet viel)
  • Behutsamkeit ist not; viel wärn nicht umgekommen, (Behutsamkeit ist not)
  • Vermiß dich, Jungfrau, nicht; wer in Gefahr sich gibt, (Vermessenheit ist schädlich)
  • Steh, wache, fast und bet; in einer Sicherheit (Sicherheit macht verlieren)
  • Kind, scheue, meide, fleuch den Wein, das Weib, die Nacht; (Drei Dinge sind zu fliehn)
  • Gib Achtung auf das Feur; wo nicht die Lampen brennen, (Ein finsteres Herze sieht nicht)
  • Das Losungswort ist Lieb; hast dus nicht eingenommen, (Das geistliche Losungswort)
  • Die Schildwach ist verlorn, die sich in Schlaf versenkt; (Die verlorne Schildwacht)
  • Freund, wach und schau dich um, der Teufel geht stets runten; (Man muß den Feind nicht auf den Leib lassen)
  • Christ, sei nur nicht verzagt. Mit Wachen, Fasten, Beten (Der Teufel wird leicht überwunden)
  • Die kluge Jungfrau hat ihrn Schmuck in sich allein; (Die kluge und törichte Schönheit)
  • Mensch, alls was außer dir, das gibt dir keinen Wert; (Das Äußerliche macht nicht werter)
  • Mann, wer in Tugenden von innen reich und schön, (Was man inwendig ist, sucht man nicht auswendig)
  • Wie, daß die Welt so sehr nach eitlen Dingen rennt? (Die Welt ist verblendet)
  • Christ, bist du nicht ein Narr? du glaubst die Ewigkeit (Anders tun als glauben ist närrisch)
  • Kind, wachs und werde groß. Solange du noch klein, (Dem Kleinen ist alles Kleine groß)
  • Nichts ist mir groß als Gott; ein göttliches Gemüte (Nichts ist groß als Gott)
  • Du dünkst dich viel zu sein. Ach! wärst du über dir (Man muß sich von oben herab ansehn)
  • Mein, nah dich doch zu Gott; alls ist von ferne klein, (In der Nähe sieht mans recht)
  • Die Erde scheint dir breit, ein Klümplein groß, mein Christ, (Das Ameis-Gemüte)
  • Zum Himmel ist die Erd ein einzigs Stäubelein; (Nichts ist groß auf der Erde)
  • Wie, daß die Welt nichts schätzt die schönen Himmelsauen! (Nichts beschaut, nichts geschätzt)
  • Die Liebe folgt aufs Schaun, Schau an die ewgen Dinge, (Aus dem Beschaun entsteht die Liebe)
  • Wend ab dein Angesicht; die Welt nur angeblickt (Die Welt soll man nicht anschaun)
  • Kehr hin dein Angesicht und schau die eitle Welt; (Die Welt muß beschaut sein)
  • Fürwahr, wer diese Welt recht nimmt in Augenschein, (Die Welt muß belacht und beweint werden)
  • Du lachest, daß das Kind um seine Tocken weint! (Die Kinder weinen um die Tocken)
  • Der Weise lacht dazu, wenn man ihm alls genommen. (Dem Weisen nimmt man nichts als Tocken)
  • Christ, wer die Dinge weiß nach ihrem Wert zu schätzen, (Rechte Schätzung bringt kein Leid)
  • Der Weis' ist stets in Freud, er wird von nichts betrübt; (Der Weisen Kränkung)
  • Der Eifer ist ein Feur; brennt er ums Nächsten Heil, (Gottes Schmiedefeuer)
  • Der Weise, was er hat, hat alls mit alln gemein. (Der Weise hat alles gemein)
  • Des Weisen ganzes Werk ist, daß er werde Gott; (Des Weisen und Narren Werk)
  • Des Weisen Adel ist sein göttliches Gemüte, (Des Weisen Adel)
  • Des Weisen Ahnen sind Gott Vater, Sohn und Geist; (Des Weisen Ahnen)
  • Aus Gott bin ich geborn, erzeugt in seinem Sohn, (Die geheime adelige Geburt)
  • Der Sohn erlöset uns, der Geist, der macht uns leben, (Wirkung der heiligen Dreifaltigkeit)
  • In Christo sterben wir, stehn auf im heilgen Geist, (Noch von dieser)
  • Gotts Sohn ist Gott, mit Gott regiert auf einem Thron; (Nichts Höheres ist als Gottes Sohn sein)
  • Gotts Tochter, Mutter, Braut kann jede Seele werden, (Wie man Gottes Tochter, Mutter und Braut wird)
  • Gott küßt sich in sich selbst, sein Kuß der ist sein Geist, (Der Kuß der Gottheit)
  • Gott ist ein starker Strom, der hinnimmt Geist und Sinn; (Seufzer zu Gott)
  • Allein der Weis' ist reich? die Tugenden in Gott, (Allein der Weise ist reich)
  • Der Weise stirbt nicht mehr, er ist zuvor schon tot, (Der Weise stirbt nicht)
  • Der Weis' ist nie allein, geht er gleich ohne dich, (Der Weise ist nie allein)
  • Groß ist des Weisen Mut; er machet sich allein (Der Weise ist alleine Gott gemein)
  • Erkühn dich junger Christ; wer sich nicht will erheben, (Man muß sich erkühnen)
  • Die Liebe macht uns kühn; wer Gott den Herrn will küssen, (Die Liebe macht kühn)
  • Die Lieb durchdringet alls; ins innerste Gemach, (Die Liebe durchdringt das Innerste)
  • Glückselig ist wer steht auf der Beschauer Bahn; (Die Beschaulichkeit ist Seligkeit)
  • Du reisest vielerlei zu sehn und auszuspähn; (Gott nicht sehn, ist nichts sehn)
  • Glückselig ist der Mensch, der nichts als Jesum weiß; (Die seligste Wissenschaft)
  • Glückselig sein ist nicht viel Ehr und Gut genießen, (Was glückselig sein ist)
  • Die Meinungen sind Sand, ein Narr, der bauet drein; (An den Sonderling)
  • Du sprichst, die Heiligen sind tot zu unsrer Not; (Die Heiligen sind keinem Klugen tot)
  • Miß dir nicht Weisheit zu, wie klug du dir auch bist; (Allein der katholische Christ ist weise)
  • Der Weis' ist hoch gesinnt; wird ihm was zugesandt, (Der Weise nimmt nichts als von Gott)
  • Der Weise sündigt nicht; die richtige Vernunft, (Der Weise sündigt nicht)
  • Der Weise geht nie irr; er hängt auf jeder Bahn (Der Weise irrt nie)
  • Der ist der weise Mann, der sich und Gott wohl kennt; (Wer weise ist)
  • Mensch, willst du weise sein, willst Gott und dich erkennen, (Wie man weise wird)
  • Des Menschen Weisheit ist gottselig sein auf Erden, (Was des Menschen Weisheit ist)
  • Nichts Unreins kommt zu Gott; bist du nicht funkelrein (Rein macht Gott gemein)
  • Die Wahrheit gibt das Sein; wer sie nicht recht erkennt, (Die Wahrheit macht weise sein)
  • Wie, daß denn bei der Welt Gott nicht geschaut kann sein? (Die Welt ist ein Sandkorn)
  • Freund, es ist auch genug. Im Fall du mehr willst lesen, (Beschluß)