Angelus Silesius (1624-1677)

  • Heilige Seelenlust oder geistliche Hirtenlieder
    Erstes Buch

  • Zweites Buch

  • Drittes Buch

  • Viertes Buch

  • Fünftes Buch

  • Cherubinischer Wandersmann
    Erstes Buch

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  • Fünftes Buch

  • Sechstes Buch

  • Sinnliche Beschreibung der vier letzten Dinge

  • Der ungewordne Gott wird mitten in der Zeit (Gott wird, was er nie war)
  • Das unerschaffne Licht wird ein erschaffnes Wesen (Der Schöpfer wird das Geschöpfe)
  • Ich habe dich, mein Kind, du zarter Nazarener (An das Jesuskind)
  • Maria, Nazareth und Gabriel, der Bot (Das geheime Nazareth und die geistliche Verkündigung)
  • Wie schlecht ist Gottes Sohn bewirtet auf dem Heu (Von dem Jesuskinde an der Mutter Brüsten)
  • Je, daß (sich Gott den Stall unds Stroh hat auserkiest (Gott auf dem Stroh)
  • Der ewge Gottessohn kommt her in diese Wüsten (Der Fall Evens ist Ursach, daß (Gott Mensch worden)
  • Der Name Jesus ist ein ausgegossnes Öle (Der Name Jesus)
  • Das Unaussprechliche, das man pflegt Gott zu nennen (Das Unaussprechliche)
  • Der Mensch hat eher nicht vollkommne Seligkeit (Die volle Seligkeit)
  • Die heilge Majestät, willst du ihr Ehr erzeigen (Mit Schweigen ehrt man Gott)
  • In Einem steht mein Heil, in Einem meine Ruh (In einem alles Heil)
  • Die Büßer flehn Gott an, die Freien danken ihm (Die Eigenschaft der drei Stände)
  • Nimm, was der Herr dir gibt, er gibt das Groß (im Kleinen (Gott gibt das Groß (im Kleinen)
  • Dies war die keusche Seel, die Gott von freier Hand (Überschrift der hl. Agatha)
  • Wie schöne glänzt der Schnee, wenn ihn der Sonnen Strahlen (Der Schnee in der Sonne)
  • Ich nah mich, Herr, zu dir als meinem Sonnenschein (Zu dem Herrn Jesu)
  • Gott ist der Tugend Ziel, ihr Antrieb, ihre Kron (Der Tugend Ziel ist Gott)
  • Was ist ein guter Mut, der wohl mit Gotte steht (Ein gut Gewissen)
  • Mensch! schau die Lust der Welt, die endet sich mit Pein (Die Weltlust)
  • Was Gott ist, weiß (man nicht. Er ist nicht Licht, nicht Geist (Der unerkannte Gott)
  • Halt an, mein Augustin, eh du wirst Gott ergründen (An St. Augustin)
  • Das überlichte Licht schaut man in diesem Leben (Göttliche Beschauung)
  • Du mußt den Leib in Geist, den Geist in Gott versetzen (Die Überformung)
  • Was tun die Schauer Gotts? sie tun das in der Zeit (Die Gottesschauer)
  • Denkt, Mosis Antlitz ward so glänzend als die Sonne (Moses)
  • Was tun die Seligen, so man es sagen kann (Die Seligen)
  • Die Heiligen sind Gott ein lieblicher Geruch (Die Heiligen und Gottlosen)
  • Die Lieb ist wie der Tod, sie tötet meine Sinnen (Die Liebe)
  • Ich bitte dich, mein Gott, zwar oft um deine Gaben (Gott über alle Gaben)
  • Johannes an der Brust, Maria bei den Füßen (Die glückselige Muße)
  • Im Wasser lebt der Fisch, die Pflanzen in der Erden (Eines jeden Element)
  • Du suchst das Paradeis und wünschest hinzukommen (Des Paradeis auf Erden)
  • Laß (einen alle Lust der ganzen Welt genießen (Gott lieben geht vor alles)
  • Durch Weisheit ist Gott tief, breit durch Barmherzigkeit (Die Tiefe, Höhe, Breite und Länge Gottes)
  • Sei rein, schweig, weich und steig auf in die Dunkelheit (Beschaulichkeit)
  • Das Richtscheit des Gemüts ist die Bescheidenheit (Bescheidenheit)
  • Gott ist ein Geist, ein Feur, ein Wesen und ein Licht (Gott nichts und alles)
  • Ein Mensch, der Gott sich läßt in allen Fälln und Weisen (Der Gelassene ist schon selig)
  • Die Braut des ewgen Gotts kann jede Seele werden (Die Braut Gottes)
  • Das Lamm, das hat sein Mahl zur Abendzeit bestimmt (Das Abendmahl des Lammes)
  • Maria wird genannt ein Thron und Gotts Gezelt (Maria)
  • Ein Mensch, der ganz und gar sich abwendt von der Welt (Der Jünger, den Gott liebt)
  • Rot von des Herren Blut wie Sammetröselein (Rot und weiß)
  • Wie, daß (die Magdalen das Kreuze so umschränkt (Von Maria Magdalena an dem Kreuze)
  • Ich seh die Wunden an als offne Himmelspforten (Auf die Wunden Jesu)
  • Hier hängt das Lamm am Kreuz, dort sitzts auf Gottes Thron (Dort geht es anders zu)
  • Ich habe mir das Kreuz vor allem Schatz erkiest (Das Kreuz)
  • Der Szepter ist ein Rohr, ein Dornenbusch die Kron (Die Herrlichkeit Christi in dieser Welt)
  • Ist dies die Schädelstätt? wie kommt es dann, daß (hier (Die Schädelstätte)
  • Die Dornen, die das Haupt des Herrn zerstechen ganz (Die dornene Kron)
  • Daß (Gott gekreuzigt wird, daß (man ihn kann verwunden (Die Liebe hats erfunden)
  • Was will doch Gottes Sohn, daß (er ins Elend kömmt (Um einen Kuß (ists Gott zu tun)
  • Im Frühling ward die Welt verneut und wiederbracht (Die Welt ist im Frühling gemacht)
  • Die Auferstehung ist im Geiste schon geschehn (Die geistliche Auferstehung)
  • Wenn du dich über dich erhebst und läßt Gott walten (Die geheime Himmelfahrt)
  • Der Geist braust ja wie Most, die Jünger allesamt (Die geistliche Trunkenheit)
  • Die Seele, Gottes Bild, ist der verlorne Groschen (Der verlorne Groschen)
  • Ich bin das arme Schaf, das sich verirret hat (Das verlorne Schaf)
  • Kehr um, verlorner Sohn, zu deinem Vater, Gott (Der verlorne Sohn)
  • Der Groschen, Sohn unds Schaf bin ich mit Geist, Leib, Seele (Die verlorene und wiedergefundene Drei)
  • Gott Vater ist der Punkt (aus ihm fließt Gott der Sohn (Der Punkt, die Linie und Fläche)
  • Man will dem reichen Mann kein Tröpflein Wasser geben (Vom reichen Mann)
  • Wie daß (der reiche Mann den Armen jetzo kennt (Auch von ihm)
  • Wie ungleich ist der Tod! die Engel tragen ihn (Der arme Lazarus)
  • Was denkt doch Magdalen, daß (sie so öffentlich (Von Maria Magdalena)
  • Die Martha lauft und rennt, daß (sie den Herren speise (Martha und Maria)
  • Maria kommt zum Herrn, voll Leids und voller Schmerzen (Von Maria Magdalena)
  • Die Sünd ist anders nichts, als daß (ein Mensch von Gott (Die Sünde)
  • Das größte Wunderding ist doch der Mensch allein (Der Mensch)
  • In Gott lebt, schwebt und regt sich alle Kreatur (Der Himmel allenthalben)
  • Verwundere dich nicht, daß (ich nach Gott verlange. (Den Bräutgam wünscht die Braut)
  • Streb nach der Bürgerschaft des Himmels hier auf Erden (Hier muß (man Bürger werden)
  • Laß (dir vom Himmelreich nicht gar so sicher träumen (Hüt dich vor Sicherheit)
  • Das Allertröstlichste, das ich an Jesu find (Das tröstlichste Wort)
  • Wer seinen Neider liebt und Guts von Feinden spricht (Trauben von Dornen)
  • Stirb, ehe du noch stirbst, damit du nicht darfst sterben (Das geistliche Sterben)
  • Die Hoffnung hält mich noch, sonst wär ich längst dahin (Die Hoffnung hält die Braut)
  • Mein bester Freund, mein Leib, der ist mein ärgster Feind (Der beste Freund und Feind)
  • Wenn dich der Sünder fragt, wie er soll Gnad erlangen (Mit Lieb erlangt man Gnad)
  • Der Tod bewegt mich nicht, ich komme nur durch ihn (Der Tod)
  • Gleich wie die Spinne saugt aus einer Rose Gift (Die Heilige Schrift)
  • Trompeten hör ich gern (mein Leib soll aus der Erden (Trompeten)
  • Das Antlitz Gottes sehn, ist alle Seligkeit (Das Antlitz Gottes)
  • Warum pflegt doch der Herr mit Sündern umzugehn (Der Arzt hält sich zum Kranken)
  • Sankt Paulus wußte nichts als Christum und sein Leiden (St. Paulus)
  • Die Liebe dieser Welt will alls für sich allein (Die Liebe)
  • Der König führt die Braut in Keller selbst hinein (Aus dem Hohen Lied)
  • Ich liebe nichts so sehr als Kinder und Jungfrauen. (Kinder und Jungfrauen)
  • Die Tugend, spricht der Weis', ist selbst ihr schönster Lohn. (Die Tugend)
  • Du sprichst, Theophilus sei meistenteils allein (Die gottliebende Einsamkeit)
  • Im Himmel ist der Tag, im Abgrund ist die Nacht (Die Tagezeiten)
  • Johannes aß (fast nichts, er trug ein rauhes Kleid (Von Johannes dem Täufer)
  • Zu Gott kommt man durch Gott, zum Teufel durch die Welt. (Die Welt)
  • Das Ende krönt das Werk, das Leben ziert der Tod. (Das Ende krönt das Werk)
  • Mensch, die Figur der Welt vergehet mit der Zeit (Die Figur ist vergänglich)
  • Den Himmel wünsch ich mir, lieb aber auch die Erden (Auf beiden sein ist gut)
  • So oft ich Lilien seh, so oft empfind ich Pein (Von den Lilien)
  • Wie kann Alexius ein solches Herz sich fassen (Von St. Alexio)
  • Du sprichst, das höllsche Feur wird nie gelöscht gesehn (Der Büßer löscht das Feuer)
  • Der Tod ist doch noch gut (könnt ihn ein Höllhund haben (Vom Tode)
  • Man wünschet sich den Tod und fliehet ihn doch auch (Auch von ihm)
  • Kein Tod ist herrlicher, als der ein Leben bringt. (Das Leben und der Tod)
  • Der Tod der Heiligen ist wert geacht vor Gott (Der Tod der Heiligen)
  • So gut der Tod auch ist dem, der im Herren stirbt (Der Tod ist gut und böse)
  • Der Märtrer Lebenslauf ist wenig aufgeschrieben. (Von den Märtyrern)
  • Denk an den Tod, mein Christ, was denkst du anders viel (Die nützlichsten Gedanken)
  • Der Thronfürst ruht in Gott, ihn schaut der Cherubin (Der Mensch ist dreimal englisch)
  • Der Weise suchet Ruh und fliehet das Getümmel (Der Weise)
  • Wie wohlfeil hält doch Gott sein Reich unds ewge Leben (Das Wohlfeilste)
  • Narciß (ersäufet sich, da er sich selbst will lieben. (An den sich selbst Liebenden)
  • Hier ist der Speer und Schwamm, die Nägel, Säul und Kron (Von dem Herzen der hl. Clara de Montefalco)
  • Mit List hat uns der Feind gefället und bekriegt (List wider List)
  • Vertraue Gott, der Drach wird leichtlich überwunden (Ein Lamm bezwingt den Drachen)
  • Da Gott auf Erden ging, ward er fast nicht geacht (Die Nachreu kommt zu spät)
  • Eins ist des andern End und auch sein Anbeginn. (Eins folgt und weicht dem andern)
  • Die Welt scheint kugelrund, dieweil sie soll vergehn. (Die Welt und das neue Jerusalem)
  • Der Spiegel zeiget dir dein äußres Angesicht. (Der Spiegel)
  • Wasch aus deins Herzens Faß (wenn Hefen drinnen sein (Das Faß (muß (reine sein)
  • Ein Himmelspähender ist dem Geschöpfe tot. (Der Himmelspähende)
  • Man sagt, es kann kein Tier zu Gott, dem Herrn, eingehn. (Im Himmel sind auch Tiere)
  • Gott sieht nicht über sich, drum überheb dich nicht (Gott sieht nicht über sich)
  • Der Herr spricht: eins ist not und, was die Martha tut (Von der hl. Martha an den Polypragmon)
  • Gott ist ein solches Gut, je mehr man ihn empfindt (Von Gott)
  • Der gottverliebte Mensch hat sonsten keine Pein (Des Gottverliebten Pein)
  • Gott ist sich selber alls: sein Himmel, seine Lust. (Die unerforschliche Ursache)
  • Gott wohnet in sich selbst, sein Wesen ist sein Haus (Die Wohnung Gottes)
  • Die Seele, weil sie ist gemacht zur Ewigkeit (An den Weltliebenden)
  • Niemand redt weniger als Gott ohn Zeit und Ort (Gott redet am wenigsten)
  • Wend ab dein Angesicht vom Glast der Eitelkeit (Von der Eitelkeit)
  • Gerechtigkeit ist weg! wohin? sie ist im Himmel. (Von der Gerechtigkeit)
  • Der Tod ist mein Gewinn, Verlust das lange Leben (Verlust und Gewinn)
  • Mensch, du bist eine Kohl, Gott ist dein Feur und Licht (Der Mensch ist eine Kohle)
  • Wenn du dich, meine Seel, zurück hinein begibst (Die Kraft der Zurückkehrung)
  • Hier fließ (ich noch in Gott als eine Bach der Zeit (Der Bach wird das Meer)
  • Mein Geist, kommt er in Gott, wird selbst die ewge Wonne (Der Strahl wird die Sonne)
  • Wer kann das Fünkelein in seinem Feur erkennen (Das Fünklein im Feuer)
  • Mit was macht sich die Braut beim Bräutgam mehr beliebt (Die Liebe macht beliebter)
  • Wenn du dein Schiffelein aufs Meer der Gottheit bringst (Die glückselige Ertrinkung)
  • Das edelste Gebet ist, wenn der Beter sich (Das edelste Gebet)
  • Es ist doch keine Lust und keine Seligkeit (Nichts ist süßer als Liebe)
  • Wer Gott liebt, schmeckt schon hier seins Geistes Süßigkeit (Der Furcht und Liebe Würdigkeit)
  • Es kann in Ewigkeit kein Ton so lieblich sein (Der allerlieblichste Ton)
  • Die Ruhe deines Geists macht dich zu einem Thron (Die heilige Überformung)
  • Mensch, ich bin edeler als alle Seraphin (Wir sind edeler als die Seraphim)
  • Mein höchster Adel ist, daß (ich noch auf der Erden (Was der höchste Adel des Menschen)
  • Wer ist, der mir, wie weit und breit ich bin, zeigt an (Die Weite des Menschen ist nicht zu beschreiben)
  • Was macht des Menschen Herz und seine Seele weit (Was die Seele erweitert)
  • Mensch, kommst du ohne Lieb, so steh nur bald von fern (Was ohne Lieb ist, stinkt)
  • Der höchste Gottesdienst ist Gotte gleiche werden (Der höchste Gottesdienst)
  • Die wahre Weisheit, die dir zeigt die Himmelstür (Die wahre Weisheit)
  • Wie du den Flachs unds Werg im Feuer siehst verschwinden (Wie die Liebe die Sünden verzehrt)
  • Sag an, wie geht es zu, wenn in ein Tröpfelein (Das Meer in einem Tröpflein)
  • O Wesen, dem nichts gleich! Gott ist ganz außer mir (Gott ist allenthalben ganz)
  • Mehr als die Seel im Leib, Verstand in dem Gemüte (Wie Gott im Menschen)
  • Gott ist noch mehr in mir, als wenn das ganze Meer (Noch davon)
  • Ich bin der Gottheit Faß, in welchs sie sich ergießt (Gott ist in und um mich)
  • Der Umkreis ist im Punkt, im Samen liegt die Frucht (Das Große ist im Kleinen verborgen)
  • Wie sah St. Benedikt die Welt in einer Kohlen (Alles in allem)
  • Kein Stäublein ist so schlecht, kein Stüpfchen ist so klein (Gott ist überall herrlich)
  • In einem Senfkörnlein, so dus verstehen wilt (Alles in einem)
  • Das Ei ist in der Henn, die Henn ist in dem Ei (Eins ist im andren)
  • Wer hätte das vermeint! aus Finsternis kommts Licht (Alles kommt aus dem Verborgenen)
  • Ich weiß (Gotts Konterfei (er hat sich abgebildt (Das Konterfei Gottes)
  • Gott schafft die Welt annoch, kommt dir dies fremde für (Gott schafft die Welt noch)
  • Gott hat sich nie bemüht, auch nie geruht, das merk. (Die Ruh und Wirkung Gottes)
  • Christ, es kann ja dein Joch dir nie beschwerlich sein (Des Christen Joch ist leichte)
  • Nichts Unbeständigers im Wohlsein und im Schmerz (Das Unbeständigste)
  • Verwirf nicht, was du hast (ein Kaufmann, der sein Geld (Die Klugheit wird gelobt)
  • Ein Herz, das krank vor Lieb, wird eher nicht gesund (Arznei der Krankenliebe)
  • Die Liebe schmilzt das Herz und machts wie Wachs zerfließen (Die Liebe ist zerschmelzend)
  • Mein Herze, wenns Gott ruht, ists Brautbett seines Sohns (Der Adel des geruhigen Herzens)
  • Der höchste Friede, den die Seele kann genießen (Der höchste Friede)
  • Gott schenkt den Seligen so überflüssig ein (Der Überfluß (der Seligen)
  • Schaut doch die Heirat an, der Herr der Herrlichkeit (Die wunderbarste Heirat)
  • Wenn ich zu Gott eingeh und küß (ihn mit Begier (Die Hochzeit des Lammes)
  • Es ist erstaunungsvoll, daß (ich, Staub, Asch und Kot (Verwunderung über die Gemeinschaft Gottes)
  • Was ist ein Stäubelein in Anschauung der Welt (Was ist die Kreatur gegen Gott)
  • Gott liebt so herzlich dich (er würde sich betrüben (Wie Gott so herzlich liebt)
  • Der Seelen Morgenröt ist Gott in dieser Zeit (Der Tag und die Morgenröt der Seelen)
  • Die selge Seele weiß (nichts mehr von Anderheit (Vom Seligen)
  • Freund, was der Honig dir ist gegen Kot und Wust (Gleichnis der Freud in Gott)
  • Mensch, alles was du willst, ist schon zuvor in dir (Was du willst, ist alles in dir)
  • Mensch, kein Geheimnis kann so wunderbarlich sein (Das wunderlichste Geheimnis)
  • Wie du das Feur im Kies, den Baum im Kern siehst sein (Wie die Kreatur in Gott)
  • Der Regen fällt nicht ihm, die Sonne scheint nicht ihr (Nichts ist ihm selber)
  • Mensch, laß (die Gaben Gotts und eil ihm selbsten zu (Man soll den Geber nehmen)
  • Kein Mensch ist freudiger, als der zu aller Stund (Wer der freudigste Mensch ist)
  • Die Sünder, ob sie gleich in lauter Freude leben (Der Sünder ist nie ganz fröhlich)
  • In Trost und Süßigkeit kennst du dich selbst nicht, Christ (Das Kreuz offenbart, was verborgen)
  • Freund, wenn du auf einmal die ganze Welt willst lassen (Wie man alles auf einmal läßt)
  • Kein Mensch kann weiser sein, als der das ewge Gut (Der weiseste Mensch)
  • Mensch, alles schreit dich an und predigt dir von Gott (Das Gerufe der Kreaturen)
  • Das liebste Werk, das Gott so inniglich liegt an (Was Gott am liebsten tut)
  • Der wesentlichste Dank, den Gott liebt wie sein Leben (Der wesentliche Dank)
  • Der Heilgen größtes Werk und Arbeit auf der Erden (Der Heiligen größte Arbeit)
  • Gott fordert nichts von dir, als daß (du ihm sollst ruhn (Was Gott vom Menschen fordert)
  • Die Ruh, die Gott begehrt, die ist von Sünden rein (Was die geistliche Ruh ist)
  • Christ, wo der ewge Gott dein Herz soll nehmen ein (Wie das Herze muß (beschaffen sein)
  • Mensch, wenn dir auf der Welt zu lang wird Weil und Zeit (Wie man die Zeit verkürzt)
  • Gott ist die ewge Sonn, ich bin ein Strahl von ihme (Warum die Seele ewig)
  • Der Strahl ist nichts, wenn er sich von der Sonn abbricht (Der Strahl ohne die Sonne)
  • Du findest, wie du suchst (wie du auch klopfest an (Wie man sucht, so findet man)
  • Wen Gott zu seinem Sohn geboren hat auf Erden (Wer nicht von Gott geschieden kann werden)
  • Der Punkt der Seligkeit besteht in dem allein (Der Punkt der Seligkeit)
  • Wem alle Ding ein Ding und lauter Friede sind (In wem der Sohn Gottes geboren ist)
  • Wer stets in Gotte bleibt, verliebt, gelassen ist (Kennzeichen des Sohns Gottes)
  • Mensch, wirke, weil du kannst, dein Heil und Seligkeit (Nach der Zeit ist kein Wirken)
  • Es ist zwar wahr, daß (Gott dich selig machen will (Wer zuviel glaubt)
  • Die Armut unsres Geists besteht in Innigkeit (Was die Armut des Geistes ist)
  • Der Armut Eigentum ist Freiheit allermeist (Der Ärmste, der Freieste)
  • Die Laster sind bestrickt, die Tugenden gehn frei (Armut ist das Wesen aller Tugenden)
  • Der Alleredelste, den man ersinnen kann (Der alleredelste Mensch)
  • Christ, der ist herrlich tot, der allem abgestorben (Der herrliche Tod)
  • Solange dir, mein Freund, im Sinn liegt Ort und Zeit (Die Zeit begreift nicht die Ewigkeit)
  • Die Seel, die Jungfrau ist und nichts als Gott empfängt (Die empfängliche Seel)
  • Der Geist, der allezeit in Gott steht aufgericht (Der aufgespannte Geist)
  • Die Braut verliebet sich in Bräutigam allein (Kennzeichen der Braut Gottes)
  • Die Seel, in der Gott wohnt, die ist (o Seligkeit!) (Das wandelnde Gezelt Gottes)
  • Gott, der versorget alls und doch ohn alle Müh (Gott versorgt alle Kreaturen)
  • Kein Würmlein ist so tief verborgen in der Erden (Auch das kleinste Würmlein)
  • Mensch, glaubst du Gotts, des Herrn, Allgegenwärtigkeit (Gott ist die Allvorsichtigkeit leicht)
  • Ein Herr in seinem Haus, ein Fürst in seinem Land (Gott soll der Seele bekannt sein)
  • Wenn sich der Mensch entzieht der Mannigfaltigkeit (Wie man zur Einigkeit gelangt)
  • Die ewge Lustbarkeit sehnt sich in mir zu sein. (Der Lustgarten Gottes)
  • Ich bin (o Majestät!) ein Sohn der Ewigkeit (Die Majestät des Menschen)
  • Der so aus Gott geborn, sein Fleisch hat und Gemüte (Wer aus adeligem Geblüte)
  • Die Ankunft hilft doch viel (weil Christus gnug getan (Gott sieht die Ankunft an)
  • Mir dient die ganze Welt (ich aber dien allein (Wer Gott dient, ist hoch edel)
  • Kein Mensch hat niemals Gott so hoch gebenedeit (Die höchste Benedeiung)
  • Fünftes Buch

  • Alls kommt aus Einem her und muß (in Eines ein (Alles muß (wieder in Eins)
  • Die Zahlen alle gar sind aus dem Eins geflossen (Wie die Zahlen aus dem Eins, so die Geschöpfe aus Gott)
  • Gleich wie die Einheit ist in einer jeden Zahl (Gott ist in allen wie die Einheit in Zahlen)
  • Wie all und jede Zahln ohns Eines nicht bestehn (Nichts kann ohne das Eins bestehn)
  • Das Nichts, die Kreatur, wenn sichs Gott vorgesetzt (Die Nulle gilt vornen an nichts)
  • Im Eins ist alles eins: kehrt zwei zurück hinein (Im Eins ist alles eins)
  • Die Heilgen alle sind ein Heiliger allein (Alle Heiligen sind ein Heiliger)
  • Zehn ist die Kronenzahl, sie wird aus eins und nichts. (Die geheime Kronenzahl)
  • Der wahre Gottes Sohn ist Christus nur allein (Es muß (ein jeder Christus sein)
  • Gott ist sich selbst sein Thron, der Himmel ist sein Saal (Gottes Palast)
  • Kein Übel ist als Sünd: und wären keine Sünden (Die Sünd ist allein das Übel)
  • Das Licht der Herrlichkeit scheint mitten in der Nacht. (Ein wachendes Auge siehet)
  • Das irdsche Gut ist Mist, die Armen sind der Acker (Das irdische Gut ist ein Mist)
  • Kein Ausgang, der geschicht als um des Eingangs willen (Der Ausgang geschicht um den Eingang)
  • Könnt ein Verdammter gleich im höchsten Himmel sein (Verdammnis ist im Wesen)
  • Mensch, wähle was du willst, Verdammnis oder Ruh (Durch dich entwird Gott nichts)
  • Der Wunder hat es viel, kein größers kann ich sehen (Das größte Wunder)
  • Der Winter ist die Sünd, die Buße Frühlingszeit (Die geistlichen Jahreszeiten)
  • Im Winter ist man tot, im Frühling steht man auf (Auch von demselben)
  • Ein tugendhafter Mensch ist wie ein Felsenstein (Der steife Felsenstein)
  • Die Buße riechet wohl, die Sünden alle stinken (Der Sünd und Tugend Eigenschaft)
  • Die Keuschheit ist ein Schloß, das niemand auf kann schließen (Die Keuschheit bleibt verschlossen)
  • Man sagt, die Zeit ist schnell, wer hat sie sehen fliegen (Die Zeit, die ist nicht schnell)
  • Wenn du denkst, Gott zu schaun, bild dir nichts Sinnlichs ein (Gott sieht man nicht mit Augen)
  • Was an der Seligkeit mein Herz fürs Best erkiest (Was das Beste an der Seligkeit)
  • Gott gibt dir, wie du nimmst, du selbst schenkst aus und ein (Gott wird wie wir)
  • Die Wegescheid ist hier: Wo lenkst du dich nun hin (Die Wegescheide zur Ewigkeit)
  • Des Morgens geht Gott aus, zu Mittag schläfet er (Was Gott den Tag durch tut)
  • Ein Ungrund ist zwar Gott, doch wem er sich soll zeigen (Man muß (die Tiefe auf der Höhe betrachten)
  • Der Teufel ist so gut dem Wesen nach als du. (Der Teufel, der ist gut)
  • Der Ichheit ist Gott feind, Verleugnung ist er hold (Die Ichheit und Verleugnung)
  • Auch Christus, wär in ihm ein kleiner eigner Wille (Der eigene Wille stürzt alles)
  • Gott, dessen Wollust ist, bei dir, o Mensch, zu sein (Wenn Gott am liebsten bei uns ist)
  • Gott hat sich selbst so lieb, bleibt sich so zugetan (Gott liebt nichts als sich)
  • Nichts ist, das Gott nicht kann. Hör, Spötter, auf zu lachen (Gott kann mehr viel als wenig)
  • Ein einger Gott und viel, wie stimmt das überein (Viel Götter und nur einer)
  • Gott schätzt nicht, was du Guts, nur wie du es getan (Gott schaut auf den Grund)
  • Gott liest von Dornen Wein, von Disteln bricht er Feigen (Gott bricht von Disteln Feigen)
  • Die Selgen dürfen sich, daß (sie nie satt sind freun. (Die Seligen sind nie satt)
  • Wer sich an Christum stößt, er ist ein Felsenstein (Christus ist wie ein Fels)
  • Je mehr du Gott erkennst, je mehr wirst du bekennen (Je mehr Erkenntnis, je weniger Verständnis)
  • Gott ist das höchste Gut, er muß (sich selbst gefallen (Gott muß (sich selber lieben)
  • Schau Gott ist so gerecht (wär etwas über ihn (Wie Gott so sehr gerecht)
  • Gott liebt sich nicht als sich, nur als das höchste Gut (Gott liebt sich nicht als sich)
  • Die Laster gehn bekleidt, die Tugend stehet bloß (Die Laster scheinen nur)
  • Schweig Sünder, schreie nicht die Ev und Adam an (Du bist der erste Sünder)
  • Mein Herz ists Feuerzeug, der Zunder guter Wille (Das geistliche Feuerzeug)
  • Zwei müssen es vollziehn (ich kanns nicht ohne Gott (Eins kanns nicht ohne das andere)
  • Mensch, steig nicht allzu hoch, bild dir nichts übrigs ein (Die schönste Weisheit)
  • Gott ist nicht tugendhaft (aus ihm kommt Tugend her (Gott ist nicht tugendhaft)
  • Gott ist von Anbeginn der Bildner aller Dinge (Nach Gott ist alles gebildet)
  • In Himmel kommst du nicht, laß (nur von dem Getümmel (Du mußt der Himmel sein)
  • Gott wählt dich, wie du bist: Bös ist bei ihm verlorn (Die ewige Erwählung)
  • Die Tugend liegt in Ruh, die Laster stehn in Streit (Der Tugenden und Laster Beschaffenheit)
  • Gott straft die Sünder nicht (die Sünd ist selbst ihr Hohn (Gott straft nicht die Sünder)
  • Der Sonne tuts nicht weh, wenn du von ihr dich kehrst (Gott tut deine Verdammnis nicht weh)
  • Gott läßt dich jede Zeit gar gern in Himmel ein (Wenn du willst, wirst du selig)
  • Die Sonn erweicht das Wachs und machet hart den Kot (Wie du bist, so wirst du gewirket)
  • Daß (Herrngunst ewiglich und nicht nur kurz bestehe (Herrengunst währt immer)
  • Wenn du, mein Pilger, willst in Himmel dich erhöhen (Der Weg zum Himmel)
  • Mensch, nichts ist unvollkomm'n (der Kies gleicht dem Rubin (Alles ist vollkommen)
  • Der größte Schatz nach Gott ist guter Will auf Erden (Des Menschen größter Schatz)
  • Für Gott sind tausend Jahr wie ein vergangner Tag (Bei Gott sind keine Jahre)
  • Mensch, Gott ist nichts gedient mit Fasten, Beten, Wachen. (Wir dienen uns, nicht Gott)
  • Gott kann sich nimmermehr verbergen, wie du sprichst (Gott kann sich nicht verbergen)
  • Gott ist so nah bei dir mit seiner Gnad und Güte (Gott ist in uns selbst)
  • Christ, schätze dir die Reis' in Himmel nicht so weit (Wie weit der Weg in Himmel)
  • Der Weise, wenn er stirbt, begehrt in Himmel nicht (Der Weise begehrt nicht in den Himmel)
  • Ein Irrlicht ist der Bös', ein guter Mensch ein Stern (Des Bösen und Guten Unterscheid)
  • Christ, du bedarfst nicht viel zur ewgen Seligkeit (Man bedarf nicht viel zur Seligkeit)
  • Die Buß (ist bald getan, daß (dich Gott los muß (sagen (Die Buße ist leicht zu tun)
  • Gott ist dem Beelzebub nah wie dem Seraphin (Gott ist allem gleich nahe)
  • Gott kann sich nicht entziehn, er wirket für und für (Gott kann sich nicht entziehn)
  • Betracht es eigentlich, bei Gott ist Ewigkeit (In der Hölle ist keine Ewigkeit)
  • Nichts dauret ohn Genuß, Gott muß (sich selbst genießen (Nichts besteht ohne Genuß)
  • Zu wem du dich gesellst, des Wesen saugst du ein (Wie die Gesellschaft, so der Gesellte)
  • Du schreiest auf den Dieb und schiltst ihn unverhohlen. (An den Sünder)
  • Daß (nach der Himmelstür so wenig Menschen greifen (Warum wenige zur Tür des Lebens eingehn)
  • Man liegt am seligsten in Leiden, Kreuz und Pein (Am Kreuz am sichersten)
  • Die Armut ist ein Schatz, dem keine Schätze gleichen. (Die Armut ist am reichsten)
  • Mensch, denkst du Gott zu schaun, dort oder hier auf Erden (Im Reinen erscheinet Gott)
  • Sag, wo die Liebe wird am liebesten gefunden (Am Kreuz ist die Liebe am liebsten)
  • Ein Christ erfreuet sich in Leiden, Kreuz und Pein (Freud und Leid beisammen)
  • Viel Wissen blähet auf (dem geb ich Lob und Preis (Eins Wissen hat den Preis)
  • Hätt Adam nie vom Baum der Wissenschaften gessen (Wer nichts weiß, ist geruhig)
  • Die Schöpfung ist ein Buch (wers weislich lesen kann (Der Schöpfer im Geschöpfe)
  • Viel Bücher, viel Beschwer (wer eines recht gelesen (Eins ist das beste Buch)
  • Der Leib muß (sich in Geist, der Geist in Gott erheben (Du mußt dich übersetzen)
  • Hier muß (es sein getan (ich bilde mir nicht ein (Du mußt es hier erwerben)
  • Ein Augenblick ist kurz, noch kann ich kühnlich sagen (Nichts Zeitliches ist in Gott)
  • Da Gott die Welt erschuf, was schrieb man für ein Jahr (In welchem Jahr die Welt erschaffen)
  • Gott siehet nichts zuvor, drum leugst du, wenn du ihn (Gott sieht nichts zuvor)
  • Gott zürnet nie mit uns, wir dichtens ihm nur an (Gott kann nicht zürnen)
  • Wer saget, daß (sich Gott vom Sünder abgewendt (Gott ist nicht beweglich)
  • Gott ist den Seligen ein ewger Freudengast (Was Gott den Seligen und Verdammten ist)
  • Die Hölle schadt mir nichts, wär ich gleich stets in ihr (Das Höllische brennt nur)
  • Der Weise, wenn er soll von Pein und Unglück sagen (Der Weise klagt nur Sünde)
  • Nichts Stärkers ist als Gott (doch kann er nicht verwehren (Gott kann dem Willen nicht steuern)
  • Gott ißt die Herzen gern. Willst du ihn stattlich speisen (Was Gott gern isset)
  • Wie kocht man Gott das Herz? Es muß (gestoßen sein (Wie Gott das Herz will zubereitet haben)
  • Christ, mit dem halben Teil wirst du Gott nicht begaben (Gott will ein ganzes Herze)
  • Wie, daß (kein heilges Herz von Engeln wird besessen (Warum niemand von Engeln besessen wird)
  • Gott ist nicht 's erstemal am Kreuz getötet worden (Gott ist nicht das erstemal am Kreuze gestorben)
  • Daß (Christus lang zuvor, eh daß (er war, gewesen (Christus ist gewesen, eh er war)
  • Wer heimlich Gutes wirkt, sein Geld austeilt verhohlen (Den Himmel kann man stehlen)
  • Mensch, wird dein Herze nicht das Buch des Lebens sein (Das Leben muß (dir selbst eingeschrieben sein)
  • Messias, der ist heut, ist gestern und ist morgen (Christus gestern, heut und morgen)
  • Der Glaub ohne Lieb allein (wie ich mich wohl besinne) (Der Glaube allein ist ein hohles Faß)
  • Bei Gott ist alls und jeds! Wer neben ihm trägt ein (Wer Gott hat, hat alles mit ihm)
  • Wenn du den Schöpfer hast, so lauft dir alles nach (Dem Schöpfer laufen alle Geschöpfe nach)
  • Mensch, glaube dies gewiß, wo du nicht lebst in Gott (Außer Gott leben ist tot sein)
  • Nicht alles Gut ist gut (Mensch, überred dich nicht (Nicht alles Gute ist gut)
  • Der Reiche dieser Welt, was hat er für Gewinn (Gewinn ist Verlust)
  • Wie töricht sind wir doch, daß (wir nach Ehre streben (Nach Ehre streben ist töricht)
  • Iß (doch, was redst du viel von Kraft der Wurzel Jesse (Erfahrung ist besser als Wissenschaft)
  • Christ, laufe was du kannst, willst du in Himmel ein (Du mußt der Erste im Himmel sein)
  • Wer stets in Demut lebt, wird nie von Gott gericht (Der Demütige wird nicht gerichtet)
  • Gott, der wird nicht vor Gott vom weisen Mann erkiest (Gott ist nicht mehr barmherzig als gerecht)
  • Das Brot, der Herr in uns, wirkt wie der Weisen Stein. (Die Wirkung des hl. Sakraments)
  • Zwei Menschen sind in mir: der eine will, was Gott (Der Mensch ist zwei Menschen)
  • Sollt auch was Herrlichers als meine Seele sein (Nichts ist herrlicher als die Seele)
  • Es können, wie du sprichst, nicht viel der Heilgen sein. (Es sind nicht Heilige)
  • Gott Vater ist der Brunn (der Quell, der ist der Sohn (Gleichnis der hl. Dreieinigkeit)
  • Was du von Gott verjahst, dasselb ist mehr erlogen (Von Gott wird mehr gelogen als wahr geredet)
  • Die Zeit ist edeler als tausend Ewigkeiten (Zeit ist edler als Ewigkeit)
  • So viel mein Ich in mir verschmachtet und abnimmt (Der Ichheit Tod stärkt in dir Gott)
  • Die Seel, ein ewger Geist, ist über alle Zeit (Die Seel ist über Zeit)
  • Mich wundert, daß (du darfst den Tag so sehr verlangen (Der Seele wird es nie Nacht)
  • Wer seine Sinnen hat ins Innere gebracht (Das Innere bedarf nicht des Äußeren)
  • Gott, der ist ein Magnet, mein Herz, das ist der Stahl (Der geistliche Magnet und Stahl)
  • Der Mensch muß (doch was sein (Gott nimmt sein Wesen an (Der Mensch ist etwas Großes)
  • Wer nichts mit Eigentum besitzet in der Welt (Der Gelassene leidet keinen Schaden)
  • Der Weise wird sich nie in Pein und Unglück grämen (Der Weise grämt sich nie)
  • Mensch, allererst bist du vor Gott geschickt und recht (Ein König und ein Knecht ist Gott gerecht)
  • Wie, daß (den Weisen nie betrübet Weh und Leid (Vorbereitung macht weniger Empfindlichkeit)
  • Alls gilt dem Weisen gleich (er sitzt in Ruh und Stille (Dem Weisen gilt alles gleich)
  • Mensch, wo du Gott um Gnad nicht kannst mit Worten ehren (Gott höret auch die Stummen)
  • Den Sünder, welcher sich nicht ewig wendt von Gott (Wen Gott nicht ewig verdammen kann)
  • Bin ich nicht adelig! die Engel dienen mir (Das Alleradeligste)
  • Der Weise fehlet nie, er trifft allzeit das Ziel (Der Weise fehlt nie des Ziels)
  • Freund, gönn es doch der Welt, ihr gehts zwar wie sie will (Der Welt Tun ist ein Trauerspiel)
  • Mensch, zähme doch ein kleins auf Erden deinen Willen (Im Himmel mag man tun, was man will)
  • Wer in dem Fleische lebt und fühlt nicht dessen Pein (Der Unempfindliche ist mehr als englisch)
  • Mensch, hüte dich vor dir. Wirst du mit dir beladen (Die Ichheit schadet mehr als tausend Teufel)
  • Meinst du, daß (Christus dir bringt Lieb und Einigkeit (Christus verursacht nur Haß (und Streit)
  • Weil Gott, der Ewige, die Welt schuf außer Zeit (Die Welt ist von Ewigkeit)
  • In Gott ist alles eins. Der Mindst im Himmelreich (In Gott ist alles gleich)
  • Dort in der Ewigkeit geschiehet alls zugleich (In der Ewigkeit geschieht alles zugleich)
  • Der Vielheit ist Gott Feind (drum zieht er uns so ein (Alle Menschen müssen ein Mensch werden)
  • Im Himmel lebt man wohl (niemand hat was allein (Im Himmel ist alles gemein)
  • Marien Seligkeit und ihres Sohns, des Süßen (Ein jeder genießt des andren Seligkeit)
  • Was hier die Heiligen mit großer Müh erlangt (Was ein Heilger hat, das ist der andren auch)
  • Der größte Heilige wird sich so hoch erfreun (Ein jeder im Himmel freuet sich ob dem andren)
  • Mensch, wenn du so genau das deine willst beschützen (Wer Friede sucht, muß (viel übersehn)
  • Der erst und letzte Mensch ist Christus selbst allein (Christus ist der erste und letzte Mensch)
  • Wer gnugsam reich, hat alls. Wer viel begehrt und will (Wer viel begehrt, dem mangelt viel)
  • Der Reiche, wenn er viel von seiner Armut spricht (Der Reiche ist wahrhaftig arm)
  • Die Abgestorbenheit muß (eine Wittib sein (Die Abgestorbenheit ist eine Wittib)
  • Das Leiden Christi ist am Kreuz nicht gar vollbracht (Das Leiden Christi ist noch nicht gar vollbracht)
  • Mensch, du sollst Paulus sein und in dir selbst erfüllen (Der Mensch muß (das Leiden Christi erfüllen)
  • Kind, bilde dir nicht ein, eh du Johannes bist (Niemand liegt an der Brust Christi als Johannes)
  • Das Lob, das Gott dem Herrn ein Ungerechter gibt (Das Lob des Sünders)
  • Die Sünder liegen krank, ihr Arzt ist Jesus Christ (Gott hilft dem größten Sünder am liebsten)
  • Gott will, daß (alle solln zu seinem Sohne kommen (Gott nimmt nur die Lämmer an)
  • Gott ist ein ewger Blitz (wer kann ihn sehn und leben (Wer Gott siehet)
  • Mensch, bleibest du verbost, so ist dir nichts erworben (Wer böse bleibt, hat nichts an Christo)
  • Die Sünd bringt doch was Guts (sie muß (den Frommen dienen (Die Sünde bringt was Gutes)
  • Mensch, speise, wen du willst, zeuch tausend Arme an (Der Sünder tut nichts gut)
  • Wer vor der Majestät will unerschrocken stehn (Wie man vor die Majestät geht)
  • Gott sind die Werke gleich (der Heilge, wenn er trinkt (Gott sind alle Werke gleich)
  • Die Tugenden sind so verknüpfet und verbunden (Die Tugenden hängen alle aneinander)
  • Schau, alle Tugenden sind Ein ohn Unterscheid. (Alle Tugenden sind eine Tugend)
  • Mensch, Gott gedenket nichts. Ja, wärn in ihm Gedanken (Gott hat keine Gedanken)
  • Gott tut im Heilgen selbst alls, was der Heilge tut (Was der Heilige tut, tut Gott in ihm)
  • Mensch, wenn du irre gehst, so frage dein Gewissen (Das Gewissen ist ein Wegweiser)
  • Das lebendige Buch des Lebens uns zu lesen (Christus ist ein lebendiges Buch gewest)
  • Mensch, wer dem Herren folgt in seinem Tun und Lassen (Wer das Buch des Lebens lieset)
  • Was Christus auf der Welt geredt hat und getan (Christus war, was er redete)
  • Gott macht kein neues Ding, obs uns zwar neue scheint (Gott macht nichts Neues)
  • Den Bräutgam deiner Seel verlanget einzuziehen (Gott kommt nur in keusche Herzen)
  • Wie geizig ist ein Herz! wenn tausend Welten wären (Das Allergeizigste)
  • Schütt aus dein Herz vor Gott (er zeucht nicht bei dir ein (Das Herz muß (aus dem Herzen)
  • Um Böses Gutes tun, um Schmach sich nicht entrüsten (Des Christen Natur)
  • Ein jeder Heiliger wird sich in allen sehn (Ein Heiliger sieht sich im andern)
  • Der weise Mann ist nie um einen Heller kommen (Der Weise, weil er nichts hat, verliert nichts)
  • Mitteilen schaffet Ruh (bloß (aus der Eigenheit (Die Eigenheit ist alles Übels Ursache)
  • Der größte Trost nach Gott dünkt mich im Himmel sein (Der größte Trost nach Gott)
  • Es sind viel Wohnungen und auch viel Seligkeiten (Es sind viel Seligkeiten)
  • Gott ist so überschön, daß (ihn auch selber ganz (Gott ist ewig in seine Schönheit verliebt)
  • Dem Heilgen geht nichts ab, er hat schon in der Zeit (Die Seligkeit in der Zeit)
  • Der Selgen Eigenschaft ist: ganz nach Gotte leben (Der Seligen und Verdammten Eigenschaft)
  • Den ersten Adam, den hat Gott allein gemacht (Gott macht mit Hilfe der Kreatur das Beste)
  • Gott liebet mich so sehr als alles, was auf Erden (Gott liebt einen wie alle)
  • Was alle Heilgen tun, das kann ein Mensch allein. (Aller Heiligen Werke sind nur ein Werk)
  • Viel eher wird dir Gott, wenn du ganz müßig sitzt (Gott wird im Müßigsein gefunden)
  • Man kann den höchsten Gott mit allen Namen nennen (Gott hat alle Namen und keinen)
  • Gott, der ist nichts und alls ohn alle Deutelei (Gott ist nichts und alles)
  • Mensch, wenn du dich willst Gott zum Tempel auferbauen (Christus ist unser Muster)
  • Der Liebe Gegenwurf ists höchste Gut allein (Der Liebe Gegenwurf)
  • Mensch, was du liebst, in das wirst du verwandelt werden. (Was man liebt, in das verwandelt man sich (Aus S. Augustino))
  • Liebst du Gott über dich, den Nächsten wie dein Leben (Die wohlgeordnete Liebe)
  • Christ, alles was du tust, muß (dir zu Golde werden (Die Vereinigung mit Gott macht alles edler)
  • Mensch, tu die Augen auf, der Himmel steht ja offen. (Der Weltmensch ist verblendet)
  • Gott ist so gut auf uns, daß (ichs nicht sagen kann (Gott ist gütiger, als wir vermeinen)
  • Gott wirkt ohn Unterlaß, er göße tausend Freuden (Auf Gottes Seite ist kein Mangel)
  • Gott könnte sich auch gar den Teufeln nicht entziehn (Gott kann sich keinem Demütigen entziehn)
  • Das allergrößte Werk, das du für Gott kannst tun (Das größte Werk)
  • Mensch, allererst bist du die neue Kreatur (Die neue Kreatur)
  • Freund, wo dus wissen willst, das allerhöchste Leben (Das allerhöchste Leben)
  • Die Liebe, wenn sie neu, braust wie ein junger Wein (Die neue und alte Liebe)
  • Die Liebe, welche man seraphisch pflegt zu nennen (Die seraphische Liebe)
  • Der Liebe Mittelpunkt ist Gott und auch ihr Kreis (Der Liebe Mittelpunkt und Umkreis)
  • In wem die Majestät soll ruhen wie in Thronen (Der Thron Gottes ist im Frieden)
  • In Christo ist Gott Gott, in Engeln englisch Bild (Gott ist in allem alles)
  • Gott tut in allen alls (er liebt in Seraphinen (Gott tut alles in allem)
  • Gott gleicht sich einem Brunn (er fließt ganz mildiglich (Gott ist ein Brunn)
  • Freund, wenn man Gott beschaut, schaut man auf einmal an (In Gott schaut man alles auf einmal)
  • Gott kann nichts Böses wolln (wollt er des Sünders Tod (Gott kann nichts Böses wollen)
  • Mensch, bleib doch nicht ein Mensch, man muß (aufs Höchste (Der Mensch soll nicht ein Mensch bleiben)
  • Wer Gott recht finden will, muß (sich zuvor verliern (Wie Gott gefunden wird)
  • Ein abgestorbner Mensch, ob man ihm übel spricht (Der Tote höret nicht)
  • Mensch, wo du dich mit Gott im Himmel denkst zu freun (Vor den Freuden muß (man leiden)
  • Wenn du vollkommen eins mit Gott, dem Herren, bist (Wenn der Mensch so gerecht wie Christus)
  • Wenn du gestorben bist, so scheinet dir von Not (Dem Toten ist alles tot)
  • Viel sind der Welt ein Kreuz, die Welt ist aber ihnen (Die ungekreuzigten Kreuze)
  • Der Heiligkeit Natur ist lauter Lieb, o Christ (Die Natur der Heiligkeit)
  • Der Heilge nimmt es gleich, läßt ihn Gott liegen krank (Die Gleichheit)
  • Kreuch doch heraus, mein Mensch, du steckst in einem Tier (Der Mensch steckt in einem Tier)
  • Mensch, ist was Guts in dir, so maße dichs nicht an (Anmaßung ist der Fall)
  • Das Gute kommt aus Gott, drum ists auch sein allein (Das Böse ist deine)
  • Laß (doch nicht ab von Gott, ob du sollst elend sein. (Wahre Liebe ist beständig)
  • Kein Ding ist hier noch dort, das schöner ist als ich (Das schönste Ding)
  • Eh als ich Ich noch war, da war ich Gott in Gott (Wenn der Mensch Gott ist)
  • Der Leib von Erden her wird wiederum zu Erden. (Alles kehrt wieder in seinen Ursprung)
  • Die Ewigkeit ist uns so innig und gemein (Die Ewigkeit ist uns angeboren)
  • Mein Geist, der trägt den Leib, der Leib, der trägt ihn wieder (Eines hält das andere)
  • Das Kreuze bringet Pein, das Kreuze bringet Freud (Das Kreuz bringt Freud und Leid)
  • Nichts anders stürzet dich in Höllenschlund hinein (Das Mein und Dein verdammt)
  • Fragst du, warum mich Gott nach seinem Bildnis machte (Gott hat kein Muster als sich selbst)
  • Wann ist der Mensch zu Gott vollkommlich wiederbracht (Wenn der Mensch gänzlich wiederbracht ist)
  • Die Lieb beherrschet alls (auch die Dreieinigkeit (Der Liebe ist alles untertan)
  • Es ist vom höchsten Gut viel Redens und Geschrei (Die Liebe ists höchste Gut)
  • Die Lieb ist Gotts Natur, er kann nicht anders tun (Die Natur Gottes)
  • Die Lieb beseligt alls, auch Gott, den Herrn, dazu (Die Liebe macht auch Gott selig)
  • Kein Nam ist, welcher Gott recht eigen wär (allein (Gott hat keinen eignern Namen als Liebe)
  • Gott ist die Liebe selbst und tut auch nichts als lieben (Gott will, was er ist)
  • Mensch, rede recht von Gott: er haßt nicht sein Geschöpfe (Gott kann nichts hassen)
  • Der Schlaf ist dreierlei: der Sünder schläft im Tod (Dreierlei Schlaf)
  • Maria, die gebiert den Sohn Gotts äußerlich (Die dreierlei Geburt)
  • Die geistliche Geburt, die sich in mir eräugt (Die geistliche und ewige Geburt sind eins)
  • Gott zeuget seinen Sohn (und weil es außer Zeit (Die Geburt Gottes währt immer)
  • Mensch, schickst du dich dazu, so zeugt Gott seinen Sohn (Der Sohn Gottes wird in dir geboren)
  • Das Wasser in dem Brunn, die Ros auf ihrem Stamm (Jedes ist in seinem Ursprung am besten)
  • Ein hirtenloses Schaf, ein Körper, welcher tot (Die Seel ohn Gott)
  • Der Krieg gewinnt dir Fried, mit Streit erlangst du Freud (Auf Wehtun folgt Wohltun)
  • Wenn du aus Sodom gehst und dem Gericht entfliehest (Zurücke sehen ist wieder verloren werden)
  • Der Himmel auf der Welt, das allersüßste Leben (Das allersüßeste Leben)
  • Die Seligkeit ist Gott und Gott die Seligkeit (Gott und die Seligkeit ist ein Ding)
  • Gott wird, was ich jetzt bin, nimmt meine Menschheit an (Gott wird Ich, weil ich vor Er war)
  • Den Knechten ist Gott Herr, dir Vater, wo du Kind (Wie Gott Herr, Vater und Bräutigam)
  • Das Wesen Gottes macht sich keinem Ding gemein (Gott ist in allen Dingen und doch keinem gemein)
  • Die Demut senket sich in solchen Abgrund ein (Die Tiefe der Demut)
  • Christ, einmal muß (man doch im Schlund der Hölle sein (Die Hölle muß (man schmecken)
  • Mensch, wenn dein Herz vor Gott wie Wachs ist weich und rein (Wenn Jesus ins Herze gebildet wird)
  • Die Seel, die nichts als Gott gedenkt zu allen Stunden (Wer von der Liebe Gottes gebunden)
  • Dann lebt die Seele recht, wenn Gott, ihr Geist und Leben (Das rechte Leben der Seele)
  • In Schulen dieser Welt wird Gott uns nur beschrieben (Wie die Schule, so die Lehre)
  • Die Sonne scheint und wirkt ohn alln Verdruß (und Pein (Man soll ohne Verdruß (wirken)
  • Braut, suchest du zu schaun des Bräutgams Angesicht (Wer Gott vorbei, schaut Gott)
  • Aus Liebe wird Gott Ich, ich aus Genaden Er (Alles Heil von Gott)
  • Wenn du nicht Mensch mehr bist und dich verleugnet hast (Wenn du nicht Mensch bist, ist es Gott)
  • Das Antlitz Gottes zieht an sich wie Eisenstein (Das Antlitz Gottes ist seligmachend)
  • Freund, wo nicht Christus wirkt, da ist er auch noch nicht (Wo Christus nicht wirkt, da ist er nicht)
  • Wer sich in Kreuz und Pein von Herzensgrund erfreut (Der Selige auf der Welt)
  • Mensch, wüßtest du, wie gut und nützlich 's Leiden ist (Leiden ist nützlicher als Freude)
  • Der Heilge, was er tut, tut nichts nach dem Gebot (Der Heilige tut nicht nach den Geboten)
  • Für Bös' ist das Gesetz (wär kein Gebot geschrieben (Der Gerechte hat kein Gesetz)
  • Mensch, senke dich herab, so steigest du hinauf (Der geistliche Krebsgang)
  • Eh Gott die Welt erschuf, was war in diesem Ort (Was im Orte der Welt vor der Welt gewest)
  • Gott ist so hoch und groß, wollt er sich selber messen (Gott kann sich selbst nicht messen)
  • Das Wunderlichst an Gott ist die Vorsichtigkeit (Das Wunderlichste, Beste und Schönste an Gott)
  • Gott ist der Sonne gleich (wer sich zu ihme kehrt (Gott ist wie die Sonne)
  • Weil Gott dreieinig ist, so hat er Ruh und Lust (Warum Gott Ruh und Freude hat)
  • Wenn dich nach Gott verlangt und wünschst sein Kind zu sein (Gott kommt, eh du ihn begehrest)
  • Ich bin die Turteltaub, die Welt ist meine Wüste (Die geistliche Turteltaube)
  • Die Einfalt schätz ich hoch, der Gott hat Witz beschert (Die Einfalt muß (witzig sein)
  • Der Einfalt Eigenschaft ist: nichts von Schalkheit wissen (Der Einfalt Eigenschaft)
  • Die Weltlieb hat die Art, daß (sie sich abwärts neigt (Der weltlichen und göttlichen Liebe Natur)
  • Die Tugend nackt und bloß (kann nicht vor Gott bestehn (Die Tugend ohne Liebe gilt nichts)
  • Die Lieb ist Flut und Glut (kann sie dein Herz empfinden (Die Liebe ist Feuer und Wasser)
  • Ach, lauf doch nicht nach Witz und Weisheit über Meer (Die Würdigkeit kommt von Liebe)
  • Die Schönheit kommt von Liebe (auch Gottes Angesicht (Die Schönheit kommt von Liebe)
  • Die Liebe hat Gott selbst zum wesentlichen Lohn (Der Liebe Belohnung)
  • Mensch, wo du weise bist und liebst nicht Gott dabei (Weisheit ohne Liebe ist nichts)
  • Das Maß (der Seligkeit mißt ihr die Liebe ein (Je liebender, je seliger)
  • Die Liebe, welche sich zu Gott in dir beweist (Die Liebe Gottes in uns ist der heilge Geist)
  • Mensch, liebete sich Gott nicht selbst durch sich in dir (Man kann Gott nicht lieben ohne Gott)
  • Die Liebe fürcht sich nicht, sie kann auch nicht verderben (Die Liebe hat keine Furcht)
  • Die Braut verdient sich mehr mit einem Kuß (um Gott (Wie die Person, so das Verdienst)
  • Mensch, niemand liebt Gott recht, als der sich selbst veracht (Wer Gott recht liebet)
  • Das Freundlichste nach Gott ist die verliebte Seele (Was das Freundlichste nach Gott)
  • Die Lieb ists schnellste Ding, sie kann für sich allein (Das Schnellste)
  • Willst du die falsche Lieb von wahrer unterscheiden (Kennzeichen der falschen Liebe)
  • Im Feuer wird das Gold, obs reine sei, probiert (Das Kreuz probiert die Liebe)
  • Die Liebe gegen Gott steht nicht in Süßigkeit (Die Liebe Gottes ist wesentlich)
  • Ein Herze, welches nicht von Gottes Lieb ist wund (Ein unverwundetes Herz ist ungesund)
  • Die Liebe geht zu Gott unangesagt hinein (Die Liebe ist Gott gemeiner als Weisheit)
  • Wie allgemein ist Gott! Er hat der Bauernmagd (Wie Gott so allgemein)
  • Dies ists Erfreulichste, wie meiner Seel fällt ein (Das Erfreulichste der Seelen)
  • Der Kuß (des Bräutgams Gotts ist die Empfindlichkeit (Was der Kuß (Gottes ist)
  • So schön die Laute sich aus eignen Kräften schlägt (Die Seele kann nichts ohne Gott)
  • Der guldene Begriff, durch den man alles kann (Der guldene Begriff)
  • Kein edleres Gemüt ist auf der ganzen Welt (Das edelste Gemüte)
  • Kind mache dich gemein mit der Barmherzigkeit (Barmherzigkeit schließt den Himmel auf)
  • Verkleinere dich selbst, so wirst du groß, mein Christ (Verkleinerung erhebt)
  • Der Hirt ist Gottes Sohn, die Gottheit ist die Wüste (Der evangelische Hirte)
  • Die Demut, die erhebt, die Armut machet reich (Die Früchte der Tugenden)
  • Man darf kein Ferngesicht, in' Himmel einzusehen (Wie man in Himmel sieht)
  • Die größte Seligkeit, die ich mir kann ersinnen (Die größte Seligkeit)
  • Der nächste Weg zu Gott ist durch der Liebe Tür (Der nächste Weg zu Gott)
  • Die Ruhe des Gemüts besteht in dem allein (Worin die Ruhe des Gemüts bestehe)
  • Kein Mensch kann selig sein als in dem höchsten Gut. (Die Seligkeit ist in dem höchsten Gut)
  • Gott muß (die Heiligen mit ewgem Lohn belohnen (Warum Gott ewigen Lohn gibt)
  • Die Tugend, die dich krönt mit ewger Seligkeit (Die krönende Tugend)
  • Wenn Gott in dir geborn, gestorben und erstanden (Wenn die Himmelfahrt vorhanden)
  • Des Sünders Seele liegt, des Büßers richt sich auf (Unterschiedliche Gelegenheit der Seele)
  • Gotts und seins Geistesreich ist Liebe, Freude, Friede (Warum Gott des Regiments nicht müde wird)
  • Gott tut die Sünde weh in dir als seinem Sohn (Gott betrübt die Sünde nicht)
  • Die Allmacht zeucht mich auf, die Weisheit weist mich an (Die ganze Dreifaltigkeit hilft zur Seligkeit)
  • Wenn du an Gott gedenkst, so hörst du ihn in dir (Wenn man Gott reden hört)
  • Gott muß (der Anfang sein, das Mittel und das Ende (Was Gott nicht tut, gefällt ihm nicht)
  • Wenn ich in Gott vergeh, so komm ich wieder hin (Wo der Mensch hinkommt, wenn er in Gott vergeht)
  • Die Seele, welche sich die Sünde läßt ermorden (Des Teufels Schlachtvieh)
  • Mensch, des Gerechten Schlaf ist mehr bei Gott geacht (Gott schätzt die Werke nach dem Wesen)
  • Das Licht der Herrlichkeit laß (ich die Sonne sein (Unterscheid der drei Lichter)
  • Die Seele, welche Gott, das Herze, treffen will (Mit einem Auge muß (man zielen)
  • Ich, sein Geschöpfe, bin des Sohnes Gottes Kron (Das Geschöpf ist des Schöpfers Trost)
  • Das Meer der Ewigkeit, je mehrs der Geist beschifft (Die Ewigkeit ist je länger, je undurchschaulicher)
  • Wie tief die Gottheit sei, kann kein Geschöpf ergründen (Die Gottheit gründet kein Geschöpf)
  • Daß (ich den höchsten Gott zum Bräutgam angenommen (Auch Gott muß (sich verdienen)
  • Je weiter man von Gott, je tiefer in der Zeit (Wo die Zeit am längsten)
  • Kind, wer in Gottes Hof gedenket zu bestehn (Wo man die göttliche Höflichkeit lernt)
  • Gott ist ein Organist, wir sind das Orgelwerk (Das geistliche Orgelwerk)
  • Die Armut steht im Geist, ich kann ein Kaiser werden (Die Armut ist im Geist)
  • Der Geist, der voller Freud in Leiden wird gefunden (Wer in Wunden Christi wohnt)
  • Den Männern gibet Gott zu trinken starken Wein (Den Kindern gebührt Milch)
  • Der Geist, der nunmehr ist mit Gott ein einges Ein (Wer eine Tiefe mit Gott)
  • Unmeßlich ist zwar Gott (jedoch kannst du ihn messen (Wie Gott zu messen)
  • Räum weg und mache Luft, das Fünklein liegt in dir (Du mußt der Gnade Luft machen)
  • Mein Christ! du mußt dich selbst durch Gott vom Schlaf erwecken (Du mußt dich selbst ermuntern)
  • Die Sinnen sind im Geist all ein Sinn und Gebrauch (Im Innern sind alle Sinnen ein Sinn)
  • Nichts Süßers ist als Gott, ein Menschenkind, zu sehn (Was das Süßeste und Seligste)
  • Das Antlitz Gotts macht voll. Sähst du einmal sein Licht (Das Antlitz Gottes macht trunken)
  • Christ, flieh doch nicht das Kreuz, du mußt gekreuzigt sein (Ungekreuzigt kommt niemand in Himmel)
  • Gott wirkt nach der Natur (dies macht den Unterscheid (Woher die Ungleichheit der Heiligen)
  • Wenn das Vollkommne kommt, fällts Unvollkommne hin (Das Vollkommne vertreibt das Unvollkommne)
  • Mensch, wenn dein Herz ein Tal, muß (Gott sich drein ergießen (Wenn sich Gott ins Herz ergießt)
  • Gott ist ein ewger Geist, der alls wird, was er will (Gott wird, was er will)
  • Gott Vater ist der Leib und Gott, der Sohn, das Licht (Gleichnis der hl. Dreifaltigkeit mit der Sonne)
  • Freund, wenn ich selber mir absterbe hier und nu (Wenn man sich den Tod des Herrn zueignet)
  • Die Gnade fließt von Gott wie Wärme von dem Feur (Die Gnade Gottes fließt allzeit aus)
  • Die höchste Seligkeit, die mir Gott selbst kann geben (Die höchste Seligkeit)
  • Ein Narr ist viel bemüht (des Weisen ganzes Tun (Des Weisen Verrichtung)
  • Der Weise, welcher sich hat über sich gebracht (Wer in dem Wirken ruht)
  • Ein Mensch, der wie das Vieh in alle Lust ausbricht (Der Larvenmensch)
  • Ein Herze, das zu Grund Gott still ist, wie er will (Das Lautenspiel Gottes)
  • Wer Gott so leicht entbehrn als leicht empfangen kann (Wer auf alle Fälle geschickt ist)
  • Mensch, wenn du Gottes Geist bist wie dir deine Hand (Bei welchem Gott gerne ist)
  • Ein Fünklein außerm Feur, ein Tröpflein außerm Meer (Die Seele außer ihrem Ursprunge)
  • Was deine Seel begehrt, bekommt sie alls in Gott (In Gott ist alles)
  • Mensch, stirbst du ohne Gott, es kann nicht anders sein (Wen Gott nicht los kann bitten)
  • Ich muß (verwundet sein. Warum? weil voller Wunden (Die Braut soll wie der Bräutgam sein)
  • Ein reines Herz schaut Gott, ein heilges schmecket ihn (Das allerseligste Herze)
  • Freund, meide, was dir lieb, fleuch, was dein Sinn begehrt (Man überkömmt mit Meiden)
  • Sechstes Buch

  • Fragst du, wie Gott, das Wort, in einer Seele wohne? (Wie Gott in der heiligen Seele)
  • Du edle Lilie, wer findet deinesgleichen, (An die Jungfrau Maria, die geheime Lilie)
  • Ich war ein englisch Bild, nun bin ich gleich den Tieren, (Die gefallene Seele)
  • Ich war des Teufels Sklav und ging in seinen Banden, (Der gerechtfertigte Sünder)
  • Geht, ihr Verfluchten, geht, ihr Teufels Rottgesellen, (Der Ausspruch über die Verdammten)
  • Hier ist ein ewge Nacht, man weiß von keinem Lachen, (Überschrift der Verdammnis)
  • Ach weh, wo bin ich nun? bei lauter höllschen Mohren, (Der verdammte Übeltäter)
  • Kommt, ihr Gesegneten, empfahet eure Kronen, (Der Spruch über die Seligen)
  • Hier ist es immer Tag, hier scheint die ewge Sonne, (Überschrift der Seligkeit)
  • O Gott, wie wohl ist mir! mein Leiden ist verschwunden, (Der abgeleibte Selige)
  • Wie selig ist der Mensch, der alle seine Zeit (Der selige Weise)
  • Der Hirsch, der lauft und sucht ein kühles Brünnelein, (Der geheime Hirsch und sein Bronn)
  • Ein ausgebrannte Stadt, ein Schloß, das ganz zerstört, (Die sündige Seele)
  • Ein neus Jerusalem, ein ausgebautes Schloß, (Die heilige Seele)
  • Sag, was uns endlich Gott für einen Namen gibt, (Der Sohn führt des Vaters Namen)
  • Durch Hoffart, Fleischeslust und durch Begier der Welt (Die geheime Auferstehung)
  • Je mehr ein Mensch sich freut auf zeitlich Ehr und Gut, (Eine Begierde löscht die andere aus)
  • O Torheit! Um die Zeit wagt man sich bis in Tod (Die Ewigkeit wird für nichts geschätzt)
  • Du schlägst ums Zeitliche das Ewig in den Wind; (Der größte Narr)
  • Alls Zeitlich ist ein Rauch; läßt du es in dein Haus, (Das Zeitliche ist Rauch)
  • Die Ehre dieser Welt vergeht in kurzer Zeit; (Das Ewige soll man suchen)
  • Wie töricht tut der Mann, der einen Dunst umfaßt, (Einen Dunst umfassen ist töricht)
  • Wie, daß der Mensch so toll nach eitlen Ehren rennt? (Sich nicht Erkennen macht eitles Rennen)
  • Wer in sich Ehre hat, der sucht sie nicht von außen, (Was man in sich hat, sucht man nicht draußen)
  • Der Weise strebet nicht nach äußrem Ehrenstand; (Der Weise sucht keinen äußern Ehrenstand)
  • Der Weis' ist voller Ehrn. Wie da? er ist erkiest, (Der Weise ist voller Ehren)
  • Der Sünder ist des Tiers und aller Teufel Stall; (Der Sünder hat keine Ehre)
  • Mensch, kein vergolder Kot ist reich, geehrt und schön; (Ein reicher Sünder, ein vergolder Kot)
  • Der Heilge steiget auf und wird ein Gott in Gott, (Der Sünder wird zu Kot)
  • Nichts ist geehrt wie Gott im Himmel und auf Erden; (Wer hochgeehrt will sein, muß Gott werden)
  • Mein, richte dich doch auf! Wie soll dich Gott erheben, (Der Mensch muß das Seinige tun)
  • O Spott! Ein Seidenwurm, der wirkt, bis er kann fliegen; (Ein Wurm beschämt uns)
  • Mensch, alls verwandelt sich; wie kannst denn du allein (Man muß sich verwandeln)
  • Das Licht der Ewigkeit, das leucht auch in der Nacht. (Wer das ewge Licht sieht)
  • Willst du die Sonn und Mond am hellen Himmel sehn, (Die Zukehr macht schauen)
  • Ein offnes Auge sieht; tust du deins zu, o Kind, (Das offne Auge sieht)
  • Rauh ist der Mond gestalt ohn seiner Sonne Licht, (Nichts leuchtet ohne die Sonne)
  • So viel der Monde sich zu seiner Sonne kehrt, (So viel Zukehr, so viel Erleuchtung)
  • Ich will der Monde sein, sei Jesus! du die Sonne, (Der geistliche Mond mit seiner Sonne)
  • Die Sonne muß ihr Licht alln, die es wolln, gewährn; (Die Sonne muß erleuchten)
  • Die Sonn erwärmet alls, ja auch den kältsten Stein; (Wer die Sonne nicht merkt, der ist nicht)
  • Die Sonn erreget alls, macht alle Sterne tanzen, (Wer nicht bewegt wird, gehört nicht zum Ganzen)
  • Der Sünder ist nicht mehr. Wie? seh ich ihn doch stehn! (Wer vergeht, der ist nicht)
  • Was fort und fort verdirbt, das kann nicht stehn noch sein, (Was verdirbt, wird zu Nichts)
  • Was nicht am Leibe bleibt, wird nicht vom Haupt geküßt; (Eigensinnigkeit reißt von Gott ab)
  • Ein abgefallnes Laub, ein saures Tröpflein Wein, (Das Abgesonderte hat nichts mit dem Ganzen gemein)
  • Kehr um, verirrtes Schaf, zeuch Saft verdorrter Ast, (Es ist noch Zeit zum Heil)
  • Dein Feldherr geht voran, er streit für dich, mein Christ: (Das Beispiel reizt an)
  • Wer sich den Teufel läßt erschlagen und ermorden, (Das verächtlichste Aas)
  • Pfui dich, daß dich ein Weib, die Nichtigkeit der Welt, (Der schändliche Gefangene)
  • Mensch, läßt du dich dein Fleisch beherrschn und nehmen ein, (Die schnödste Dirne)
  • Halt aus Welt, Teufel, Fleisch, du bist ja, Christ! ein Held; (Der schändliche Fall)
  • Der Teufel durchs Gebet, das Fleisch kann durch Kastein, (Die siegreichen Waffen)
  • Christ, niemand hat den Sieg und dessen Trost empfunden, (Der Sieg folgt erst hernach)
  • Ein Kampfplatz ist die Welt; das Kränzlein und die Kron (Kein Kron ohne Kampf)
  • Lauf nach dem Ehrenpreis, du mußt der Erste sein, (Der Erste kriegt den Preis)
  • Der Feldherr triumphiert, er hat die Ehr allein; (Eins ist die Ehre)
  • Wie kurz ist doch der Streit; wie glücklich ist der Held, (Kurzer Streit, ewiger Triumph)
  • Die Ehr ist doch nicht nichts. Die nie nach Ehren streben, (Man muß nach Ehren streben)
  • Der Himmel ist voll Ruhm, voll Ehr und Herrlichkeit, (Wo Ehr und Schande ist)
  • Ein Spott wird der Soldat des Feinds, vor dem er zagt, (Nicht streiten wollen ist spöttlich)
  • Auf, auf, Soldat, zum Streit! Dir wird ja lieber sein (Das Beste ist zu erwählen)
  • Du läßt die ewge Lust und kiesest ewge Pein, (Des Sünders Seele ist die närrischste)
  • Christ, wenn du einen siehst so stark zur Hölle rennen, (Der größte Narr)
  • Ach Jammer, jener rennt, daß er in Abgrund kömmt, (Die zwei wunderlichen Toren)
  • Ach mein, wie magst du doch die Welt so in dich saufen? (Das Zeitliche macht ungeschickt)
  • Wirf das Gebündle weg. Wer streiten soll und kriegen, (Das weltliche Gut beschwert)
  • Du lachst den Krieger aus, der sich mit Raub beschwert; (Der Selbst-Tadel)
  • Geh, fast und zehr dich aus, die Himmels Tür ist klein, (Kein ungeschickter Mensch kommt in den Himmel)
  • Ja Bruder, geh doch fort, was bleibst du stille stehn? (Stille stehn ist zurücke gehn)
  • Wie wohl geht der zurück, der von dem Feind weg fährt; (Das gute und üble Zurückegehn)
  • Ach, Fauler, reg dich doch, wie bleibst du immer liegen? (Die Faulheit überkommt nicht den Himmel)
  • Mensch, um die Hölle muß der Sünder so viel leiden; (Man hat nichts umsonst)
  • Gewalt geht über Recht. Wer nur Gewalt kann üben, (Gewalt nimmt den Himmel ein)
  • Freund, streiten ist nicht gnug, du mußt auch überwinden, (Allein die Überwindung beruhigt)
  • Gott reicht die Kron der Ehrn, der Teufel Spott und Hohn, (Die Welt erwählt das Ärgste)
  • Ach Sünder, ists denn wahr? du willst dich eh' verlieren (Der Sünder will seinen Tod)
  • Was ist Verlorensein? frag das verlorne Lamm, (Was Verlorensein ist)
  • Das Schaf ist gänzlich hin, das nie wird wieder funden; (Die ewige Verlorenheit)
  • Findt Gott nicht, was er sucht? er sucht in Ewigkeit (Gott sucht nicht, was ewig verloren)
  • Gott kann schon ewiglich nicht die Verdammten finden, (Gott findet die Verdammten nicht)
  • Der Will macht dich verlorn, der Will macht dich gefunden, (Der Wille macht Verlorensein)
  • O Narr, was rennst du so nach Reichtum in der Welt (An den Geldsuchenden)
  • Der größte Reichtum ist nach keinem Reichtum streben, (Der größte Reichtum und Gewinn)
  • Man lobt den guten Mann, der sich genügen läßt, (Man tut nicht, was man lobt)
  • Wer nichts verlangt, hat alls; wer alles tut verlangen, (Wer alles verlangt, hat noch nichts)
  • Wer alln sein Gut mitteilt, alln nutzt und alle liebt, (Wer der Sonne und Gotte gleicht)
  • Der Arme, gibst du ihm, macht dich dem Reichen gleich. (Almosen geben macht reich)
  • Pfui dich, du karger Filz, Gott hat dir alls gegeben, (An den Kargen)
  • Der arme Christ ist Gott; doch sieht des Reichen Haus (Der Reiche siehet Gott nicht gern)
  • Man glaubt: es selger sein zu geben als zu nehmen, (Anders geglaubt, anders getan)
  • Mensch, weil du gerne siehst, daß man dir Gaben gibt, (Tun, was du dir getan willst)
  • Der Geizhals ist ein Narr, er sammlet was vergeht; (Weise und närrische Sammlung)
  • Ein Milder breit sich aus, ein Geizhals krippt sich ein; (Mildigkeit ist frei, Geiz gebunden)
  • Der Weise hat sein Herz bei Gott und in dem Himmel, (Wo der Schatz, da das Herze)
  • Wo du auch Kluge siehst sich um die Welt bemühn, (Der Weltsuchende zieht am Narrenseil)
  • Man sieht fast alle Welt mit Judenspießen laufen (Das Ewige hat schlechten Verdrang)
  • Gott streuet Zucker auf, der Teufel Gift und Galle; (Gift wird für Zucker gelegt)
  • Der Weis' ist klüglich reich, er hat das Geld im Kasten, (Des Weisen und Geizigen Geldkammer)
  • Der Weise wartet nicht, bis ihm was wird genommen; (Der Weise kommt den Dieben vor)
  • Mensch, nimm dir nur die Lieb und die Begier der Dinge, (Begierde benommen, alles benommen)
  • Das Herz ist wie das Aug; ein einzigs Gränelein, (Das Auge und Herze leiden nichts)
  • Der Schiffer wirft im Sturm die schwersten Waren aus; (Beschwert kommt niemand fort)
  • Mensch, wirfest du nicht weg dein Liebstes auf der Erden, (Alles Weltliche muß weg)
  • Die Seligkeit ist alls. Wer alles will erheben, (Alles um Alles)
  • Um nichts gewinnt man nichts. Wo du nichts auf willst setzen, (Nichts gewinnt nichts)
  • Mit hundert will Gott eins bezahln im ewgen Leben; (Der törichte Verlust)
  • Freund, schmeichle dir nicht viel; hast du noch die Begier, (Mit der Begierde hat man)
  • Du willst nicht Sklave sein, und doch ists wahr, mein Christ, (Der sein selbst Sklave)
  • Die schnödste Sklaverei ist gerne Sklave sein; (Die schnödeste Sklaverei)
  • Nichts Schändlichs, nichts Gerings steigt in ein groß Gemüte; (Die geistliche Hundshütte)
  • Das Schmählichst ist die Sünd. Denk, Sünder, was für Schmach, (Die schmählichste Dienstbarkeit)
  • Die Sünd ist voll Betrugs. Läßt du dich sie regiern, (Der willige Betrogene)
  • Kein edler Geist ist gern gefangen und umschränkt; (Der Stockknecht liebt den Stock)
  • Du sprichst, du wirst noch wohl Gott sehen und sein Licht; (Nachlässigkeit kommt nicht zu Gott)
  • Wer Gottes Angesicht hier nicht sieht mit Begier, (Nicht verlangen, nicht empfangen)
  • Verzug ursacht Verdruß. Fühlst du um Gott nicht Pein, (Ohne Liebespein, ohne Liebe)
  • Die Lieb ist das Gewicht. Ists wahr, daß wir Gott lieben, (Die Liebe zeucht zum Geliebten)
  • Ein göttliches Gemüt steht stets nach Gott gericht; (Das göttliche und ungöttliche Gemüt)
  • Du hast gern deinen Hund, der dir beliebt, bei dir; (Nicht begehren ist nicht lieben)
  • Mensch, stirbest du nicht gern, so willst du nicht dein Leben; (Nicht sterben wollen, nicht leben wollen)
  • Du rennst in Todsgefahr, schnöd Ehre zu erwerben; (Die doppelte Torheit)
  • Ein Narr ist, der den Stock fürs Kaisers Burg erkiest, (Der Narr erkiest das Ärgste)
  • Ein Knecht ist gern im Stall, ein Schweinhirt gern um Schweine; (Erkiesung, Benennung)
  • Jeds liebet, was es ist; der Käfer seinen Mist, (Was man ist, das liebt man)
  • Die Losung der Gespan: Wers gern mit Narren hält, (Gesellschaft zeigt den Mann)
  • Gott ist mein einge Lieb; ihm nicht gemeine sein, (Der Liebe Tod und Pein)
  • Werd Gott, willst du zu Gott; Gott macht sich nicht gemein, (Wer zu Gott will, muß Gott werden)
  • Von Gott wird Gott gebore; soll er dich denn gebärn, (Wer will, wird Gott geboren)
  • Nichts wird, was zuvor ist; wirst du nicht vor zu nicht, (Nichts werden ist Gott werden)
  • Die höchste Freud und Lust, die Gott mir kann gewährn, (Höchste Geburt, höchste Freude)
  • Gebärn ist selig sein. Gotts einge Seligkeit (Gottes einige Seligkeit)
  • Gott ist das Seligste. Willst du so selig sein, (Wie man so selig als Gott wird)
  • Gott zeuget nichts als Gott: zeugt er dich seinen Sohn, (Von Gott geboren werden ist gänzlich Gott sein)
  • Wer Gott mit Gott gewird, ist mit ihm eine Freud, (Gott mit Gott werden ist alles mit ihm sein)
  • O Ehr, o Seligkeit! das ewig sein, was Gott; (Ewge Ehre und Schande)
  • Du willst kein Heilger sein, gleichwohl in Himmel kommen! (Der närrische Unheilige)
  • Du schmückst dich, wenn du sollst nachs Kaisers Hofe gehn, (Der größte Bauer)
  • Mensch, wirst du nicht gehöft und klebst am Kloß der Erden, (Kein Höfling, kein Himmling)
  • Du steckst im falschen Wahn, kannst du die Welt nicht hassen, (Wer nicht haßt, hat nicht verlassen)
  • Mensch, wer dem Kreuz nicht kann entwerden und entgehn, (An den gezwungenen Kreuzleidenden)
  • Manch Ding tut man aus Not; auch du verläßt die Welt, (An den Weltverlassenen)
  • Es heißt sich einen Wurm aus Demut Gottes Sohn. (An den Hoffärtigen)
  • Der Himmel schätzt sich nicht, ob er gleich alls ernährt; (Die Selbstschätzung ist verwerflich)
  • Gott spricht, wer sich versenkt, der wird erhaben werden; (Die seltsame Tugend)
  • Freund, weil du sitzt und denkst, bist du ein Mann voll Tugend; (Das Werk bewährt den Meister)
  • Wer heilge Traurigkeit hier hat zum Vesperbrot, (Traurigkeit bringt Freude)
  • Wie, daß der Fraß nicht kommt zum ewgen Abendessen! (Wer hier satt wird, kann dort nicht essen)
  • Gott will den sättigen, den hungert und den dürst; (Der Trunkenbold kann Gott nicht tränken)
  • Niemand hat was umsonst; wie bildst du dir dann ein, (Nichts umsonst)
  • Gott treibet Kaufmannschaft, er biet den Himmel feil; (Gottes Kaufmannschaft)
  • Was macht nicht Gott aus sich; er ist meins Herzens Ziel, (Gott ist unser Ziel)
  • Du kannst mit deinem Pfeil die Sonne nicht erreichen; (Das Überunmöglichste ist möglich)
  • Gott legt den Pfeil selbst auf, Gott spannet selbst den Bogen, (Gott tut selbst alles)
  • Je näher bei dem Ziel, je näher beim Gewinn; (Je näher beim Ziel, je gewisser)
  • Der Sünder zielt nach Gott und wendt sich von ihm weg, (Des Sünders Gebet ist umsonst)
  • Mit heiliger Begier und nicht mit bloßem Beten, (Wie man sich zu Gott kehrt)
  • Das Herz ist unser Rohr, die Liebe Kraut und Lot, (Das geistliche Schützezeug)
  • Ei, lad doch recht und scharf, was paffst du in die Luft? (Das Herze muß scharf geladen sein)
  • Das Mundloch gibt nicht Feur, im Fall du je willst schießen, (Es muß aus dem Herzen gehn)
  • Christ, ist das Rohr nicht rein, die Kammer nicht geräumt (Das Herze muß geräumt und rein sein)
  • Halt, du verletzest dich, das Gift muß aus dem Rohr, (Ein vergiftetes Herze treibt nicht in die Höhe)
  • Mensch, wer mit Haß und Neid vor Gott den Herrn will treten, (Haß macht sich verhaßt)
  • Was du dem Nächsten willst, das bittst du dir von Gott; (Erlaß, wie wir erlassen)
  • Mensch, du begehrst von Gott das ganze Himmelreich; (Gib, wie du begehrst)
  • Das Reich Gotts ist in uns. Hast du schon hier auf Erden (Wer das Himmelreich hat, kann nicht arm werden)
  • Viel haben macht nicht reich. Der ist ein reicher Mann, (Wer wahrhaftig reich)
  • Ein weiser Mann hat nichts im Kasten oder Schrein; (Der Weise hat nichts im Kasten)
  • Der Weis' ist, was er hat; willst du das Feinperlein (Man muß sein, was man nicht verlieren will)
  • Ich kann mich selbst verliern? ja! bös ists, wenn in Tod; (Zweierlei seiner selbst Verlierung)
  • Das Tröpflein wird das Meer, wenn es ins Meer gekommen; (Im Meer werden alle Tropfen Meer)
  • Wenn du das Tröpflein wirst im großen Meere nennen, (Im Meer kann man kein Tröpflein unterscheiden)
  • Im Meer ist alles Meer, auchs kleinste Tröpfelein; (Im Meer ist auch ein Tröpflein Meer)
  • Viel Körnlein sind ein Brot, ein Meer viel Tröpfelein; (Im Meer sind viel eins)
  • Mensch, du kannst dich mit Gott viel leichter eines sehn (Die Vereinigung mit Gott ist leicht)
  • Die Seele, die nichts sucht als eins mit Gott zu sein, (Gott verlangen macht Ruh und Pein)
  • Ein Narr ist gern zerstreut, ein Weiser gern allein; (Des Narren und Weisen Gemeinschaft)
  • Alls lebt und reget sich; doch zweifl ich, ob die Welt (Mehr sind tot als lebendig)
  • Der Geizhals muß davon, läßt anderen sein Geld; (Der Geizigen und Weisen Wirkung)
  • Der Weise streuet aus für seine Freund in Gott; (Eben von derselben)
  • Der Narr hält sich für reich bei einem Sack voll Geld; (Der Narren und Weisen Schätzung)
  • Wer gibt, dem gibet Gott mehr als der gibt und will; (Der Unglaube hegt den Geiz)
  • Der Weise suchet nichts, er hat den stillsten Orden, (Der Weise sucht nichts)
  • Christ, werde, was du suchst; wo dus nicht selber bist, (Alles verdirbt uns, was wir nicht sind)
  • In dir muß Reichtum sein; was du nicht in dir hast, (Der Reichtum muß inner uns sein)
  • Gott ist der Reichtum gar. Gnügt er dir in der Zeit, (Gott ist der Reichtum)
  • Hast du an Gott nicht gnug und suchst nicht ihn allein, (Der dumme Geizhals)
  • Suchst du was und vermeinst, daß Gott nicht alles sei, (Der törichte Suchende)
  • Mensch, glaube dies gewiß, hast du nach allm Begier, (Alles begehren ist nichts haben)
  • Mensch, wem Gott alles ist, dem ist sonst alles nichts; (Außer Gott ist alles nichts)
  • Die ganze Welt ist nichts; du hast nicht viel veracht, (Welt verlassen, wenig verlassen)
  • Du selber mußt aus dir. Wenn du dich selbst wirst hassen, (Sich verlassen ist etwas verlassen)
  • Alls muß geschlachtet sein; schlachtst du dich nicht für Gott, (Man muß getötet sein)
  • Durch Tötung deiner selbst wirst du Gotts Lamm darstellen; (Wirkung der Abtötung und des Lebens der Selbstheit)
  • Ixion ist allein beschrien auf allen Gassen; (Viel Ixiones)
  • Wenn du an einem Pflug willst mit Ixion pflügen, (An den Störenfried)
  • Freund, wie die Arbeit ist, so ist auch drauf der Lohn; (Wie die Arbeit, so der Lohn)
  • Braut, ists daß du nicht gern läßt fremde Buhler für, (Eingezogenheit verhütet viel)
  • Behutsamkeit ist not; viel wärn nicht umgekommen, (Behutsamkeit ist not)
  • Vermiß dich, Jungfrau, nicht; wer in Gefahr sich gibt, (Vermessenheit ist schädlich)
  • Steh, wache, fast und bet; in einer Sicherheit (Sicherheit macht verlieren)
  • Kind, scheue, meide, fleuch den Wein, das Weib, die Nacht; (Drei Dinge sind zu fliehn)
  • Gib Achtung auf das Feur; wo nicht die Lampen brennen, (Ein finsteres Herze sieht nicht)
  • Das Losungswort ist Lieb; hast dus nicht eingenommen, (Das geistliche Losungswort)
  • Die Schildwach ist verlorn, die sich in Schlaf versenkt; (Die verlorne Schildwacht)
  • Freund, wach und schau dich um, der Teufel geht stets runten; (Man muß den Feind nicht auf den Leib lassen)
  • Christ, sei nur nicht verzagt. Mit Wachen, Fasten, Beten (Der Teufel wird leicht überwunden)
  • Die kluge Jungfrau hat ihrn Schmuck in sich allein; (Die kluge und törichte Schönheit)
  • Mensch, alls was außer dir, das gibt dir keinen Wert; (Das Äußerliche macht nicht werter)
  • Mann, wer in Tugenden von innen reich und schön, (Was man inwendig ist, sucht man nicht auswendig)
  • Wie, daß die Welt so sehr nach eitlen Dingen rennt? (Die Welt ist verblendet)
  • Christ, bist du nicht ein Narr? du glaubst die Ewigkeit (Anders tun als glauben ist närrisch)
  • Kind, wachs und werde groß. Solange du noch klein, (Dem Kleinen ist alles Kleine groß)
  • Nichts ist mir groß als Gott; ein göttliches Gemüte (Nichts ist groß als Gott)
  • Du dünkst dich viel zu sein. Ach! wärst du über dir (Man muß sich von oben herab ansehn)
  • Mein, nah dich doch zu Gott; alls ist von ferne klein, (In der Nähe sieht mans recht)
  • Die Erde scheint dir breit, ein Klümplein groß, mein Christ, (Das Ameis-Gemüte)
  • Zum Himmel ist die Erd ein einzigs Stäubelein; (Nichts ist groß auf der Erde)
  • Wie, daß die Welt nichts schätzt die schönen Himmelsauen! (Nichts beschaut, nichts geschätzt)
  • Die Liebe folgt aufs Schaun, Schau an die ewgen Dinge, (Aus dem Beschaun entsteht die Liebe)
  • Wend ab dein Angesicht; die Welt nur angeblickt (Die Welt soll man nicht anschaun)
  • Kehr hin dein Angesicht und schau die eitle Welt; (Die Welt muß beschaut sein)
  • Fürwahr, wer diese Welt recht nimmt in Augenschein, (Die Welt muß belacht und beweint werden)
  • Du lachest, daß das Kind um seine Tocken weint! (Die Kinder weinen um die Tocken)
  • Der Weise lacht dazu, wenn man ihm alls genommen. (Dem Weisen nimmt man nichts als Tocken)
  • Christ, wer die Dinge weiß nach ihrem Wert zu schätzen, (Rechte Schätzung bringt kein Leid)
  • Der Weis' ist stets in Freud, er wird von nichts betrübt; (Der Weisen Kränkung)
  • Der Eifer ist ein Feur; brennt er ums Nächsten Heil, (Gottes Schmiedefeuer)
  • Der Weise, was er hat, hat alls mit alln gemein. (Der Weise hat alles gemein)
  • Des Weisen ganzes Werk ist, daß er werde Gott; (Des Weisen und Narren Werk)
  • Des Weisen Adel ist sein göttliches Gemüte, (Des Weisen Adel)
  • Des Weisen Ahnen sind Gott Vater, Sohn und Geist; (Des Weisen Ahnen)
  • Aus Gott bin ich geborn, erzeugt in seinem Sohn, (Die geheime adelige Geburt)
  • Der Sohn erlöset uns, der Geist, der macht uns leben, (Wirkung der heiligen Dreifaltigkeit)
  • In Christo sterben wir, stehn auf im heilgen Geist, (Noch von dieser)
  • Gotts Sohn ist Gott, mit Gott regiert auf einem Thron; (Nichts Höheres ist als Gottes Sohn sein)
  • Gotts Tochter, Mutter, Braut kann jede Seele werden, (Wie man Gottes Tochter, Mutter und Braut wird)
  • Gott küßt sich in sich selbst, sein Kuß der ist sein Geist, (Der Kuß der Gottheit)
  • Gott ist ein starker Strom, der hinnimmt Geist und Sinn; (Seufzer zu Gott)
  • Allein der Weis' ist reich? die Tugenden in Gott, (Allein der Weise ist reich)
  • Der Weise stirbt nicht mehr, er ist zuvor schon tot, (Der Weise stirbt nicht)
  • Der Weis' ist nie allein, geht er gleich ohne dich, (Der Weise ist nie allein)
  • Groß ist des Weisen Mut; er machet sich allein (Der Weise ist alleine Gott gemein)
  • Erkühn dich junger Christ; wer sich nicht will erheben, (Man muß sich erkühnen)
  • Die Liebe macht uns kühn; wer Gott den Herrn will küssen, (Die Liebe macht kühn)
  • Die Lieb durchdringet alls; ins innerste Gemach, (Die Liebe durchdringt das Innerste)
  • Glückselig ist wer steht auf der Beschauer Bahn; (Die Beschaulichkeit ist Seligkeit)
  • Du reisest vielerlei zu sehn und auszuspähn; (Gott nicht sehn, ist nichts sehn)
  • Glückselig ist der Mensch, der nichts als Jesum weiß; (Die seligste Wissenschaft)
  • Glückselig sein ist nicht viel Ehr und Gut genießen, (Was glückselig sein ist)
  • Die Meinungen sind Sand, ein Narr, der bauet drein; (An den Sonderling)
  • Du sprichst, die Heiligen sind tot zu unsrer Not; (Die Heiligen sind keinem Klugen tot)
  • Miß dir nicht Weisheit zu, wie klug du dir auch bist; (Allein der katholische Christ ist weise)
  • Der Weis' ist hoch gesinnt; wird ihm was zugesandt, (Der Weise nimmt nichts als von Gott)
  • Der Weise sündigt nicht; die richtige Vernunft, (Der Weise sündigt nicht)
  • Der Weise geht nie irr; er hängt auf jeder Bahn (Der Weise irrt nie)
  • Der ist der weise Mann, der sich und Gott wohl kennt; (Wer weise ist)
  • Mensch, willst du weise sein, willst Gott und dich erkennen, (Wie man weise wird)
  • Des Menschen Weisheit ist gottselig sein auf Erden, (Was des Menschen Weisheit ist)
  • Nichts Unreins kommt zu Gott; bist du nicht funkelrein (Rein macht Gott gemein)
  • Die Wahrheit gibt das Sein; wer sie nicht recht erkennt, (Die Wahrheit macht weise sein)
  • Wie, daß denn bei der Welt Gott nicht geschaut kann sein? (Die Welt ist ein Sandkorn)
  • Freund, es ist auch genug. Im Fall du mehr willst lesen, (Beschluß)
  • Sinnliche Beschreibung der vier letzten Dinge
    DETAILS

    Der Tod

      Herr, lehre mich bedenken, daß es ein Ende mit mir haben wird und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß.
      Ps. 39, 5.

    • Ihr dummen Sterblichen, die ihr
    • Das Jüngste Gericht

      Der Tag des Herrn wird kommen wie ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel mit Krachen vergehen werden; die Elemente aber werden für Hitze zerschmelzen und die Erde und die Werke, die in ihr sind, werden verbrennen.
      Petr. 3, 10

    • Herbei, herbei, der Tag bricht an
    • Die ewigen Peinen der Verdammten

      Die Hölle ist von gestern her zugerichtet, sie ist auch dem Könige bereit, tief und weit genug; ihre Wohnung ist Feuer und Holz die Menge: der Atem des Herrn zündet sie an wie ein Schwefelstrom.
      Jes. 30, 33

    • O Ewigkeit, o Peinlichkeit
    • Die ewigen Freuden der Seligen

      Und ich sahe die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, zubereitet als eine geschmückte Braut ihrem Manne.
      Apok. 21, 2

    • Ich bin voll Trost und ewger Freud
    • Fortsetzung

  • LYRIK - operone