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LYRIK Angelus Silesius - Poetische Werke 18

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Angelus Silesius (1624-1677)

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Poetische Werke 18

Sie preist die Holdseligkeit des Jesuleins

1
O allerliebstes Knäbelein,
Du nimmst die Herzen ein.
O Jesu, du Wonne,
So klar als die Sonne,
O Kind, neugeboren,
Vor tausend erkoren,
Du nimmst die Herzen ein.

2
Wenn ich beschau dein Äugelein,
Nenn ich sie Sternelein,
Die tugendlich prahlen
Und wonniglich strahlen,
Mit jeglichen Blicken
Die Herzen berücken,
Wen sie berührn, ist dein.

3
Dein Mündlein ist ein Gärtelein,
Wie blühen doch so fein
Die Röslein darinne!
Daraus ich gewinne,
Wenn du sie bewegest
Und gegen mir regest,
Den besten Rosenwein.

4
Nun nimm die Welt nur gänzlich hin,
Dich hält, statt ihr, mein Sinn.
Du kannst mich ergötzen,
Bist würdig zu schätzen,
Verzückst mein Gemüte,
Fängst Herz und Geblüte
Und alles was ich bin.

5
O Jesu, nun soll dir allein
Mein Herz ergeben sein.
Du magst es verbrennen,
Dein eigenes nennen,
Huldseliger Knabe,
Mit dem ich mich labe,
Du nimmst die Herzen ein.

Heilige Seelenlust oder geistliche Hirtenlieder - Erstes Buch 18

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