L Y R I K
Friedrich Adler (1857-1938) - Gedichtzeilen

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Friedrich Adler (1857-1938)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Gedichtzeilen

  1. Ein Wunsch allein, der in mir wohnt –
  2. Kämpfen muß die herrlichste Gluth,
  3. Ach, des Lebens trübe Reste
  4. Ade!
  5. Ade!
  6. Ade!
  7. Ade! Du schreitest zum Altare,
  8. Allein wir hungern, schafft uns Brod!
  9. Allein wir hungern, schafft uns Brod!
  10. Allein wir hungern, schafft uns Brod!
  11. Allein wir hungern, schafft uns Brod!
  12. An jedem Abend, wenn die späte Stunde
  13. Arme ringende Menschenseele!
  14. Atropos empfängt. –
  15. Auf alle Augen niederthauen
  16. Auf den Bergen ringsum
  17. Auf den Schooß das Buch gebreitet,
  18. Aufleuchtend erglüht
  19. Aufschreckend sollen sie dringen
  20. Aus der ernsten Hand,
  21. Aus der ernsten Hand,
  22. Aus falschen Griffen, aus verfehlten Takten
  23. Aus meinen Lippen weicht das Blut,
  24. Bald eine Melodie aus irgend einer
  25. Bald hör ich eine Scala, wie ein Schüler
  26. Bebenden Strahl.
  27. Bedenket, Eisen bricht die Noth –
  28. Beim Unterrichte sie nicht schlechter spielt,
  29. Bin ich gefolgt mit Stab und Maß, –
  30. Bis dich einst in Schweigen
  31. Bis du in helles Blühen
  32. Bis herrlich anzuschauen
  33. Bleiben, wenn der Flor gehoben –
  34. D'rin Rauh und Lieblich sich verbündet,
  35. Da dir das Wort, die Hoffnung bricht.
  36. Das alles unterbrochen oft durch Pausen,
  37. Das Buch gesättigt aus den Händen lege,
  38. Das freier Kehle wirbelnd entsteigt,
  39. Das Geheimniß ist das Beste.
  40. Das Kampflied soll erschmettern,
  41. Daß keine Rose vergebens
  42. Das Leben braucht der festen Hand,
  43. Daß mir immer traut und verständlich
  44. Das schattende Gewand der Nacht,
  45. Das war ein eifrig Bauen,
  46. Das war ein heißes Mühen,
  47. Das Wort gewaltigen Streichs,
  48. Das zum Staube sich trüb' gesenkt;
  49. Dem deutschen Fleiß zum Lohne
  50. Dem Schwerte gleich soll's wettern
  51. Den ganzen Tag geht er dem Handwerk nach,
  52. Den hastig mir die Moira webt, –
  53. Den köstlichen Hauch mir entgegenwehe,
  54. Den schönsten Kranz gewunden
  55. Der Bau zur Höh' geragt!
  56. Der Deutschen Oesterreichs!
  57. Der Erde Leben neu erblüh'n.
  58. Der gläubig drin der Seele Heilung sucht.
  59. Der hell den Himmelsraum durchdringt,
  60. Der sich gierig drängt,
  61. Der sinnlos mich umdrängt und dumpf.
  62. Der Weg, den ich, der Träumer geh',
  63. Der wilde Streit, die bösen Wirren,
  64. Der Zukunft zu,
  65. Des Menschenherzens tiefsten Trieb,
  66. Des öden Lebens ihn nach oben leitet,
  67. Des Scheines Truggespenster all',
  68. Des Traumes Bilder, süß und sacht;
  69. Dich kein Können noch und Wissen,
  70. Die Blüthen fallen
  71. Die der Mai spricht,
  72. Die edle Weihe eines Menschenherzens.
  73. Die Eintracht kröne deinen Bund,
  74. Die einzige Sprosse, die aus Noth und Kummer
  75. Die einzige. Und die barmherzige Kunst,
  76. Die hehrste Feindin irdischer Fehle:
  77. Die müden Glieder in den Schlummer lockt,
  78. Die nicht im Notenblatte stehen mögen,
  79. Die sich golden aufthut,
  80. Die sorgenlose, die ewig
  81. Die Sprache sei,
  82. Die Thür zum Räthsel blieb verschlossen,
  83. Die unbequemen Klänge abzuthun.
  84. Die uns der Väter Weisheit schrieb,
  85. Die Väter, kühn und stark,
  86. Die volle Kraft darein,
  87. Dies Glück, das falsch die Loose theilt:
  88. Dies selige Sinken in das Nichts:
  89. Dies tolle Lachen, bitt're Weinen,
  90. Dies Treiben, dieses Lebens Schwall,
  91. Doch ach, kein Ton, der niederschwebt.
  92. Doch denkt die Zeit, die Ruhebedürftigkeit
  93. Doch was dies Blinken,
  94. Dort oben! Seit mir die Gedanken
  95. Dort oben, wo mein Sehnen weilt.
  96. Du böse, Moira, meine Last;
  97. Du kräftig edler Sproß!
  98. Du störst nicht, nein. Melodisch klingt um mich
  99. Du wahr'st die höchsten Schätze,
  100. Durch das klare Sein,
  101. Durch deutsches Wort verbunden
  102. Durch falsche Griffe, die in wilder Hast
  103. Durchforscht umsonst hab' ich die Rollen,
  104. Eh' du lernst versteh'n,
  105. Ein dürftiger, ist mein Pianospieler,
  106. Ein seufzend Sinken
  107. Ein Zimmern unverzagt,
  108. Eins nur begehre ich.
  109. Er kann nicht spielen und er wird's nicht können,
  110. Erringen einen Strahl des Lichts.
  111. Es gleiten Finger über das Piano
  112. Es ist so gut. Ob auch mein Streben
  113. Es muß zu einem Klang sich einen
  114. Fängt über mir ein störendes Concert an.
  115. Feuchte Nebelstreifen;
  116. Finster waltendes Schicksal:
  117. Flicht die Erde, die ewig junge
  118. Flieh' vor dir zurück.
  119. Fremd schau' ich auf der Erde Reigen,
  120. Fremd und irrend schwebe
  121. Für dein Ohr ich zu Liedern wob.
  122. Für deutsche Art und Sitte,
  123. Für die er all' die schweren Sorgen trägt,
  124. Für Freiheit, für das Licht!
  125. Gabst du den Kampf, ich habe gekämpft!
  126. Gebreitet liegt auf Berg und Auen
  127. Gefahr, wohin der Fuß sich richte –
  128. Gegen die dunklen Schatten,
  129. Gekleidet weit das Land;
  130. Geschützt des Ostens Mark,
  131. Gieb in der Urne süße Rast!
  132. Gießt sie dem Lechzenden Befriedigung
  133. Glänzt Austria so hehr;
  134. Grau und stumm.
  135. Halb wagend,
  136. Halb zagend,
  137. Hast du mit Schauer umweht und Frost,
  138. Hast du's bedacht?
  139. Hast mich früh hinausgedrängt,
  140. Hat rings das deutsche Lied.
  141. Heitere Göttin.
  142. Hier und dort unsicheres Licht ...
  143. Hoffend wendet das Herz sich
  144. Ich fand's nicht und mein Haar ist weiß,
  145. Ich seg'ne dich mit zitterndem Mund ...
  146. Ich will erkennen, will erringen,
  147. Ihr kennt das Sprüchlein wohl von Haus und Häuschen,
  148. Ihr Männer vom Gesetz und Recht,
  149. Ihr sagt, uns eine keckes Wagen,
  150. Im Dunkel werd' ich suchen den Weg –
  151. Im Fluge dachte zu gewinnen,
  152. Im Herzen zuckt empor das Weh, –
  153. Im tiefen Schacht, von Luft und Lichte,
  154. In das Meer der Zeichen leitet
  155. In den eisernen Dienst der Pflicht.
  156. In die geängstigte, gequälte Brust ...
  157. In eurer Ordnung eng' Geflecht.
  158. In jedes schwanke Herz;
  159. In Rücksicht auf das Musikalische,
  160. In seinen hohen Zauber zwingt,
  161. In Todesnacht.
  162. Innig geflüstert
  163. Ist der fröhliche Lenz gekehrt,
  164. Kannst du sie begreifen,
  165. Kein Lied,
  166. Kurz, ich bin selbst nicht sonderlich empfindlich
  167. Lacht mich aus darum.
  168. Laß mich glücklichere Lippen
  169. Laß mir die Seele frei von Bitterniß,
  170. Laß mir die Seele frei von Neid,
  171. Laßt laut die Töne klingen,
  172. Leeren Träumen lebe,
  173. Liegen Wolken geballt,
  174. Ließ ich hinan die Hoffnung ranken
  175. Lust soll dich umschweifen,
  176. Mein Aug' wird matt, mein Ohr wird stumpf,
  177. Mein unbefriedigt Herz durchglüh'n,
  178. Mein Volk, im eignen Land?
  179. Mir traten ein paar Thränen in die Augen;
  180. Mit dem Leben zu kämpfen,
  181. Mit meinem Herzen, stolz und heiß,
  182. Mitfühlend las ich in des Mannes Herz.
  183. Mühsam
  184. Muth, Muth,
  185. Nach diesem einen hohen Klang,
  186. Nein, unerschüttert setze
  187. Nicht lang' mehr wird der Faden währen,
  188. Nicht mehr den Eingang uns'rem Flehn!
  189. Nicht Weib und Kinder uns vergeh'n!
  190. Nichts die Hand vollbringen,
  191. Nieder in's Thal
  192. Nun lausch' ich ängstlich nach den Sphären,
  193. Nur das Fühlen schwebt nach oben.
  194. Nur mich allein will's nicht umschlingen,
  195. Nur Sehnsucht füllt mich unermessen
  196. O glaubt, in uns das grimme Nagen
  197. O, einmal hören, einmal lauschen,
  198. Ob, was die Muse eingegeben,
  199. Rastlose deutsche Hand,
  200. Rinne, Faden, rinne
  201. Rinne, Faden, rinne,
  202. Röthlich bricht
  203. Scheinst du nichts um dich zu missen,
  204. Schläft das Denken noch im Neste,
  205. Schließt eng sich Glied an Glied;
  206. Schlürfen seh'n der Freude Labetrunk
  207. Schwillt golden der Saaten Meer;
  208. Seh' stumm sich fügen Hand in Hand
  209. Sei dein höchstes Glück,
  210. Sei dir heiß begehrt,
  211. Sei dir ohne Werth.
  212. Sei still da drin ... Es ist so gut –
  213. Selbstgebautem Schein.
  214. Selten in mein Herz
  215. Sendet Sonne den matten,
  216. Sich das tiefste Gebet der Seele.
  217. Sich dein junges Sinnen weitet.
  218. Sich nur um deinen Beifall hob,
  219. Sie aller Segenspender edelste,
  220. So auf demselben Grunde
  221. So hüte die heilige Flamme
  222. Sofort noch einmal falsch gegriffen werden:
  223. Soll des Hirnes Hast,
  224. Soll sie schnell verweh'n.
  225. Spiel immer zu, du armer, alter Mann!
  226. Starrst hinein, indeß beflissen
  227. Statt der Ruh' gewinne,
  228. Statt der Ruh' gewinne,
  229. Steh' fest und wanke nicht:
  230. Steh' heute treu die Hut,
  231. Stößt ihn auch ohne Trost nicht aus dem Tempel,
  232. Sturm und Unbestand.
  233. Sturm und Unbestand.
  234. Süßes Dämmern! Traumumwoben
  235. Trägt Unkraut nur und Flittertand, –
  236. Trüb der Morgen und kalt.
  237. Ueber die Wiesen schweifen
  238. Ueber's Blatt der Finger gleitet.
  239. Uebt er Piano.
  240. Umdunkelt ist mein Weg. Doch deinen
  241. Umfließe hell der Sonne Licht:
  242. Umgrenzt das Denken sehr genau;
  243. Umsonst gesucht im Lieben, Grollen
  244. Umsonst Natur und ihrem Sprossen
  245. Umsonst, umsonst. Die Sphären schweigen,
  246. Unaufhörlich ringen
  247. Unbeschränkt, in schwanken Rissen
  248. Und Abends, wenn die Kinder eingeschlafen,
  249. Und all mein Streben wär' gelohnt!
  250. Und alles Ungefüge mächtig
  251. Und auf die Lippen drängt,
  252. Und dann ruhig zurückkehren
  253. Und dann vergebt mir nicht, wenn ich am Ende
  254. Und den farbigen Brautkranz
  255. Und dennoch läßt er's nicht. Ihm ist dies Spiel
  256. Und doch, es muß! Ich darf nicht irren!
  257. Und gebe leuchtend Kunde
  258. Und helft, daß von des Mangels Schwere
  259. Und ich im Vorgefühl der süßen Ruhe
  260. Und ich, der still im Schatten steh',
  261. Und ich, vertraut dir manche Jahre,
  262. Und keine Stunde soll erscheinen,
  263. Und laßt es nicht zum Höchsten steigen,
  264. Und meine Blüthen
  265. Und mir im Strahl des ewig Schönen
  266. Und nehm't dazu den seltsamen Genuß,
  267. Und sicher seid ihr eingesponnen
  268. Und sieh'! in deutscher Krone
  269. Und soll das nun zerfallen,
  270. Und soll dein Wort verhallen,
  271. Und sonder Zweifel ungeschickte Finger.
  272. Und strenge Nothwendigkeit
  273. Und uns're Fahne ist nicht roth:
  274. Und was ich jung mit kecken Sinnen,
  275. Und was vernahm ich? Ein bejahrter Mann,
  276. Und wie vor tausend Jahren
  277. Und wirre Schrift war, was ich las.
  278. Ungehört an das Ohr mir schlage ...
  279. Unter die Last der Arbeit,
  280. Uralten Oper oder Operette –
  281. Vernehmt uns! Euer Ohr verwehre
  282. Verscheuchte die süßen Bilder,
  283. Voll Aerger nach dem Concertirer forsche,
  284. Vom alten Heldenblut.
  285. Vom herrlich großen Stamme
  286. Von jedem frohen Blick entfernt,
  287. Von meinem Denken, meinem Sehnen
  288. Von oben sollt' es niedertönen,
  289. Vor deinen Fuß.
  290. Vor drängenden Barbaren
  291. Vor jedem Sturm und Stoß
  292. Vorüber lass' ich alles rauschen,
  293. Wandle durch den Reigen,
  294. Was am schnellsten schwindet,
  295. Was dein Herz verbindet,
  296. Was du nie erlangest,
  297. Was du reich empfangest,
  298. Was hier der müde Geist verlor,
  299. Was hoch und heilig stand?
  300. Was ich begehrt, ich ließ es lang',
  301. Was ich geliebt, ich hab's vergessen,
  302. Welch bunter Gruß!
  303. Welch frohes Wallen!
  304. Welche die Dichtung spinnt,
  305. Wenn du bewahr'st, was dein!
  306. Wie heiß es dich umstritte,
  307. Wie ihr gebeugt, was euch bedroht:
  308. Wie leer die Stunden hin sich dehnen!
  309. Wie mächtig dröhnend Erz,
  310. Wie's die Brust erfaßt.
  311. Wieder in's perlenglitzernde Haar;
  312. Wieder wallen die süßen Lüfte
  313. Wir achten still, was fest und eigen,
  314. Wir geh'n für's Leben in den Tod:
  315. Wir haben tragen es gelernt.
  316. Wir schweigen schon und werden schweigen,
  317. Wir schweigen schon und werden schweigen,
  318. Wir schweigen schon und werden schweigen,
  319. Wir schweigen schon und werden schweigen,
  320. Wir schweigen schon. Ihr habt gewonnen,
  321. Wir schweigen schon. Stolz durft ihr zeigen,
  322. Wir wissen uns dem Loos zu neigen,
  323. Wirst du die Sonne mir verhüllen,
  324. Zu einem Klang, der Alles kündet,
  325. Zu einem Klange, voll und prächtig,
  326. Zu füllen das entzückte Ohr.
  327. Zu neuer Freude das Auge,
  328. Zu schließen froh das frohe Band,
  329. Zu steif ist seine Hand, sein Ohr zu stumpf,
  330. Zu stürzen eures Staates Bau –
  331. Zum ersten Mal im Hirn gereift,
  332. Zum Sternenchor, der oben schweift;


Gedichte:

Anfänge

Titel

Zeilen

Autor - Anfänge

Autor - Titel

Wortschatz

OPERONE