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LYRIK Friedrich Adler - Poetische Werke 4

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Friedrich Adler (1857-1938)

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Poetische Werke 4

Lied der Klotho

Rinne, Faden, rinne,
Aus der ernsten Hand,
Statt der Ruh' gewinne,
Sturm und Unbestand.

Lust soll dich umschweifen,
Eh' du lernst versteh'n,
Kannst du sie begreifen,
Soll sie schnell verweh'n.

Was du nie erlangest,
Sei dir heiß begehrt,
Was du reich empfangest,
Sei dir ohne Werth.

Was am schnellsten schwindet,
Sei dein höchstes Glück,
Was dein Herz verbindet,
Flieh' vor dir zurück.

Unaufhörlich ringen
Soll des Hirnes Hast,
Nichts die Hand vollbringen,
Wie's die Brust erfaßt.

Fremd und irrend schwebe
Durch das klare Sein,
Leeren Träumen lebe,
Selbstgebautem Schein.

Wandle durch den Reigen,
Der sich gierig drängt,
Bis dich einst in Schweigen
Atropos empfängt. –

Rinne, Faden, rinne
Aus der ernsten Hand,
Statt der Ruh' gewinne,
Sturm und Unbestand.

Gedicht 4

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