Lyrik


Gedichtzeilen Wi

Widerstrahlt mit froher MußeLenau
Wie ’s Vogelnest im Lenz vom Baum zu pflücken,Lenau
Wie aber büßest du’s? Dadurch, daß du bereuest,Rückert
Wie aber eine Blum' ins große Kranzgeflecht,Rückert
Wie aber ist nun Gott in dich hineingekommen?Rückert
Wie aber könnten sich ins Licht auflösen Schatten,Rückert
Wie aber soll vor ihm das junge Volk sich hüten,Rückert
Wie alle Menschen nun von Anfang Kinder sind;Rückert
Wie Alles Lebende, in Götteropferflammen;Rückert
Wie alles man durcheinanderstreut,Lenau
Wie alles nun so still, so dunkel ist;Lenau
Wie als Braut einst am Altar;Lenau
Wie also sie zu Wilhelm sprach,Lenau
Wie altes, längst verwittertes Gestein;Lenau
Wie am Basilikum vom duft'gen Blatt die Blüte.Rückert
Wie an der Eidechs', ob du Fuß ihr oder HandRückert
Wie an sein Schicksal denkend.Lenau
Wie angefesselt sind sie an dem Sitz von Stein,Rückert
Wie angelegen läßt sie sich es seyn, zu locken;Rückert
Wie ärgerte dich sonst ein grauer Regentag,Rückert
Wie auch der Alte schilt,Lenau
Wie auch der Fall sich wende,Lenau
Wie auch die Träne rann:Lenau
Wie auch geschmacklos ein Geschmack sei, so vertracktRückert
Wie auf dem Kirchhof, wo verlassenLenau
Wie auf dem Lager sich der Seelenkranke,Lenau
Wie auf dem Markte stehn zum Kaufe Waaren feil,Rückert
Wie auf der Wüste, dürr und ohne Schatten,Lenau
Wie auf die Regenzeit folgt endlich Sonnenschein.Rückert
Wie auf einem Totenangesicht.Lenau
Wie auf Naturgeheiß die Thier' auch, wenn sie siechenRückert
Wie aus banger DämmerungLenau
Wie aus Bruchstücken hier sich will ein Lied bereiten.Rückert
Wie aus der Knospe bricht der Rose Liebesfülle.Rückert
Wie aus der Menschheit Schooß der Mörder und der Krieger;Rückert
Wie aus dieser Diele jeLenau
Wie aus gelüpftem Schleier der AbendwolkLenau
Wie aus Gewittern Liebe spricht.Lenau
Wie bald, wie bald, daß ihn ihr Herz vergißt!Lenau
Wie bebte dieses Herz vor seinem Tritte,Lenau
Wie begeistert loht empor.Lenau
Wie beim SonnenuntergangeLenau
Wie betroffen stehn die Bäume, lauschen,Lenau
Wie Bettler, hungerwach, in nächtger StundeLenau
Wie bezaubert, stille steht.Lenau
Wie bis ins Herz du schön, erkennen;Lenau
Wie bist du doch gewebt aus gar so leichten Stoffen!Rückert
Wie bist du gegen mich ein unerfahrner Tropf.Rückert
Wie bitter schwer Roberto sie verloren,Lenau
Wie bläst der Wind so kalt,Lenau
Wie Blumen vor dem Frost und rauher Stürme DrohenRückert
Wie Branntweintrunkne schmählich selbstverbrennen,Lenau
Wie braucht er so geschickt dazu des Geistes Kraft!Rückert
Wie Brot, das immer Reiz für neuen Hunger hat.Rückert
Wie Buben einen Narren durch die StraßenLenau
Wie da im roten MorgenstrahlLenau
Wie das Altarbild nur geweihter Gottanschauung.Rückert
Wie das Blut der heiße Tiger.Lenau
Wie das fromme LampenlichtLenau
Wie das Gebet von einem Kind;Lenau
Wie das Herz des Frühlings — mild und gut.Lenau
Wie das Herz im Strom ersoff!Lenau
Wie das holde Wort aus deinem Munde,Lenau
Wie das Laub der TrauerweidenLenau
Wie das Leben jenes Blitzes,Lenau
Wie das Leben weiter schreitet.Lenau
Wie das Lied des Vogels rein und gut,Lenau
Wie das Lied durch ihre Seelen.Lenau
Wie das Wild beschleicht der Jäger?Lenau
Wie das Wild, verfolgt, zum Schatten trachtet,Lenau
Wie dein Gezweig des Herbstes kühler Hauch.Lenau
Wie dein Wort die FelsenseelenLenau
Wie deine Tritte sich in stiller Nacht verlören!Lenau
Wie deine zarte Bildung schwanketLenau
Wie dem Matrosen wohl geschieht,Lenau
Wie dem Stolzen nie das UnglückLenau
Wie den Spiegel, drin sie anschautLenau
Wie der Ahn ein Held zu sein;Lenau
Wie der Brütmutter Huhn die Entenbrut entrann,Rückert
Wie der das Leben trug, der dir den Stein gelassen.Rückert
Wie der Demantstern dir blitztLenau
Wie der Engel, den die FrauenLenau
Wie der entlaubte Baum im Winter seinen SaftRückert
Wie der Freund dem Freund ein ZeichenLenau
Wie der für gut befand, der so den Plan entwarf,Rückert
Wie der Geist unglücklicher Liebe,Lenau
Wie der Geist verläßt die Hülle,Lenau
Wie der Geliebten Kleid, wenn ich nach ihr gelauscht;Lenau
Wie der Held im schönen FrevelLenau
Wie der Liebe stumme GabenLenau
Wie der Mond aus dem GeflitterLenau
Wie der Prinz den bösen HauptmannLenau
Wie der Ring von meiner holdenLenau
Wie der Stamm sich spreitet, herrlich ragend,Lenau
Wie der Sturmwind auseinanderLenau
Wie der Töne rasche WellenLenau
Wie der Verführer frech und ohne SchamLenau
Wie der Vogel in den Lüften;Lenau
Wie der von dem ich las, selbst sah ich niemals ihn;Rückert
Wie der Wellen dunkle Sprachen,Lenau
Wie der Wind das Laub entführt.Lenau
Wie der Wind so traurig fuhrLenau
Wie der Wind zu HerbsteszeitLenau
Wie der wirbelnde Strom den Kahn,Lenau
Wie des Drillmanns Worte klingen,Lenau
Wie des Ganges heilge WellenLenau
Wie des Stromes rasche WellenLenau
Wie des Werbers Augen glühn!Lenau
Wie deutsche Herzen, deutsche Schwerter schlagen!Lenau
Wie dich der große Geist umranket,Lenau
Wie dich der Wirbel trägt, wohin er dich verschlägt,Rückert
Wie dich die Wage wägt, wo dich die Schale trägt,Rückert
Wie dich ein Dichter freut, ob einzeln er verstreutRückert
Wie die Begierde, die, verzweifelnd an ErjagungRückert
Wie die Blüte des Baums muß sinken die Blüte der Schöpfung,Lenau
Wie die Brust Marias schwertdurchbohrtLenau
Wie die Empfindung zum Begriff sich umgeboren.Rückert
Wie die gänzlichen PedantenLenau
Wie die Gefäße leicht zu füllen sind, die leeren.Rückert
Wie die heiße Schlacht zu schlagen.Lenau
Wie die Helden sich tapfer zerkeilen.Lenau
Wie die holde SommerwärmeLenau
Wie die Mutter dem Kind ein schneidend Gerät,Lenau
Wie die Perlen dich umschmiegen,Lenau
Wie die Rose ihren Tau.Lenau
Wie die vier Element' in sich zwiefaltig sind,Rückert
Wie die Wasser niederrinnen,Lenau
Wie die Wurzeln tief im Grunde.Lenau
Wie diese MusikantenLenau
Wie diese Zeugnisse von eignem höherm Leben.Rückert
Wie diesem wackern JägerLenau
Wie diesen hier, den füllt vom leeren Raum der Spruch.Rückert
Wie dieser Blume Wasser,Lenau
Wie dieses Bild, geprägt im grauen Erze.Lenau
Wie dir der Schlaf bei Nacht schwer drückt die Augenlieder,Rückert
Wie doch dein froher BienenschwarmLenau
Wie Donner, Kauz und Wind scheint er zugleich zu singen. —Lenau
Wie dort auf Erdengrund der Himmelsbogen steht.Rückert
Wie dort die Rosenstaude bebt,Lenau
Wie dort Erscheinungen und hier Eräugnisse,Rückert
Wie Drang zu Überdrang, Schwung wird zu Überschwang,Rückert
Wie draußen jagt des Sturmes Flug,Lenau
Wie du das volle Herz ansetzest als ein Zecher,Lenau
Wie du dem Blitze gönnst, dem Sturmwind seine Flügel:Rückert
Wie du dich sonst gefreut, wann sich der Kranz erneutRückert
Wie du dich, armes Herz, mit deinen Freuden quälst,Rückert
Wie du dir selbst, als mir, wie ihnen du, gefallen.Rückert
Wie du es fühlest, riechst, schmeckst, hörest oder siehst.Rückert
Wie du es siehst durchs Rohr, so kreist der Sfären Chor,Rückert
Wie du geschieden bist, mit Gott und Welt in Frieden,Rückert
Wie du Gott angehörst, gehört dein Leib dir an,Rückert
Wie du mußt jeden Tag neu waschen deine Glieder,Rückert
Wie du pflegst des Frühlings Kinder,Lenau
Wie du sie ansiehst, wird sie weinen oder lachen.Rückert
Wie du ziehst von Natur den Athem aus und ein,Rückert
Wie du, atmender Blitz, zu Boden niederzückestLenau
Wie duckt er sich und ruckt, wie druckt er sich und zuckt,Rückert
Wie dumm seid ihr, um nicht zu sagen: wie verrucht,Rückert
Wie dumpfem Ringen sich entrang der lichte Schwung;Rückert
Wie durch Binsen hier und WeidenLenau
Wie durch das Sterbgemach die Freunde schreiten,Lenau
Wie dürft’ ich denn von dir begehren ein Gabe?Rückert
Wie dürft’ ich gegen dich mit meinen Gaben prahlen?Rückert
Wie dürfte gelten ihm das Allerkleinste klein,Rückert
Wie dürres Laub die Sitte fortzufegen.Lenau
Wie düsterm Fels entstürzt der Silberquell.Lenau
Wie eben wechseln mag Fern- und Nahsichtigkeit.Rückert
Wie Edelsteine blinkenLenau
Wie ehr des Thieres Fell er zog um seine Glieder.Rückert
Wie ein Befehliger, der Vestung AußenwerkeRückert
Wie ein gelehrig Roß nicht Zügel fühlt noch Sporn;Rückert
Wie ein Gesang der Urwelt, Sehnsucht weckend,Lenau
Wie ein Grüßen vor den Toren;Lenau
Wie ein jegliches Wesen der großen Verbrüderung Mitglied!Lenau
Wie ein Kind, das frohbehendeLenau
Wie ein König, goldverstreuend,Lenau
Wie ein lächelnd Gottessiegel.Lenau
Wie ein Rosenblatt der Orkan.Lenau
Wie ein schlafergriffnes KindLenau
Wie ein Steinchen in den Bach,Lenau
Wie ein stilles Nachtgebet!Lenau
Wie ein Tonkundiger den Grundton aus dem BrausRückert
Wie ein Traum vorübergangen,Lenau
Wie ein trüber Duft zerflossen;Lenau
Wie ein zorniger Neger die BandeLenau
Wie eine Blas' im Strom aufsteigt und sinket nieder.Rückert
Wie eine Mahnung, in den Zweigen,Lenau
Wie eine Mühle sich zermalmet und zerrüttet,Rückert
Wie eine was erwarb, wird ihr's die andre rauben.Rückert
Wie eine Wette schloß die Sonne mit dem Winde,Rückert
Wie eine Witwe, eine einsam arme,Lenau
Wie einem Jäger an der BergesscheideLenau
Wie einem Kinderfreund, dem lieb die fremden sind,Rückert
Wie einem Reitersmann des Weges noch ein StückeLenau
Wie einem Vogel sei zu Sinn, begreif' ich nicht,Rückert
Wie einen Blütenbaum ausmachen alle Blüten:Rückert
Wie einen Dichter spornt des Beifalls Widerhall.Rückert
Wie einen Lappen, aufgehängt im Winde,Lenau
Wie einen stillen Todsgedanken fliegen.Lenau
Wie einer abtritt, folgt ein andrer Maskenzug.Rückert
Wie eines Knaben Fleiß bald bunte Steinchen sammelt,Rückert
Wie eines Wehr und Werth dem andern so gewährt,Rückert
Wie eins ist Heerd' und Hirt, wer unterscheidet sie?Rückert
Wie einsam, abgeschieden!Lenau
Wie einst die Töne selbst in ihrem Sinn erklungen,Rückert
Wie einst gejubelt ich und wie getrauert,Lenau
Wie einst in jenen Frühlingstagen,Lenau
Wie einst in jener Abendstunde,Lenau
Wie einst in jener Sommernacht.Lenau
Wie einst mein JägerlauschenLenau
Wie einst sich selber entmanntenLenau
Wie einst von der ParadiesesweideLenau
Wie elend, wer sich stets beraubt betrogen glaubt!Rückert
Wie endlich Asche wird vom Feuer übrig bleiben.Rückert
Wie Engel Tränen niederwärtsLenau
Wie entrückt in ferne Lande,Lenau
Wie er also unabwendigLenau
Wie er beim letzten Lebewohl sich wandte.Lenau
Wie er bläst Odem ein und Schöpfungsworte spricht.Rückert
Wie er das lump’ge Kleid des Finders angesehn,Rückert
Wie er das Räthsel sonst zu lösen unternommen.Rückert
Wie er dem Vater auch sich selbst einst nachgeschwungen.Rückert
Wie er den Grund erschlossenLenau
Wie er den Sohn entreiße der GefahrLenau
Wie er die schöne DirneLenau
Wie er durch seine StrahlenLenau
Wie er es denkt und spricht, so stehts geschaffen dort.Rückert
Wie er gesessen, unbekümmert, schweigend,Lenau
Wie er gewachsen ist, danach ihr Wachsthum nehmen.Rückert
Wie er im Hause ruht als brennbar Element,Rückert
Wie er im Herzen des Kindes wühlt.Lenau
Wie er im teuren Bilde sich verlor.Lenau
Wie er in sich ihr Bild zum Zerrbild auch verzieht.Rückert
Wie er mit seinem Blick sein Weltgetrieb erregt.Rückert
Wie er nun klar sein Kind Maria schaute,Lenau
Wie er sein Blatt im Fluge,Lenau
Wie er sein Heer geführt in Meisterzügen.Lenau
Wie er seiner Tat sich brüstet!Lenau
Wie er starret in die Wellen,Lenau
Wie er tief das ›Nie zurück!‹ empfand! —Lenau
Wie er trauernd an der Grenze stand,Lenau
Wie er um kurze Rast so flehend blickte,Lenau
Wie er vom fettsten Reh, wenn ers erjaget hat.Rückert
Wie er willkürlich auch die Züge dran verrenkt;Rückert
Wie ergriffen von dem Geflüster dunklerLenau
Wie erquickend und geheiligtLenau
Wie ers ertragen soll, kann er sich selbst nicht fragen;Rückert
Wie erst, wenn ihnen sich der Rausch gesellt, der Dritte?Rückert
Wie erwacht aus einem Traume,Lenau
Wie es blutend nach der Quelle schmachtet,Lenau
Wie es die Flut einzieht in lustgedehnten Zügen;Lenau
Wie es gekommen ist aus seines Meisters Hand.Rückert
Wie es hindurch gieng, hat es Bildung angenommen.Rückert
Wie es in andre Welten sieht;Lenau
Wie es vor dem Fenster hallteLenau
Wie etwas dort dein Herz, hier deinen Sinn mag rühren.Rückert
Wie ew'ger Frühlingshauch aus Blüthen Blüthen lockt.Rückert
Wie Fäden eines Zeugs, halb wollen und halb seiden.Rückert
Wie faßt und schwingt sein Schwert der Held,Lenau
Wie feierlich die Gegend schweigt!Lenau
Wie felsgequadert sich dem Reiterheer,Lenau
Wie festgehaltne Lügner stehnLenau
Wie flehend sich um ihre Neigung mühtLenau
Wie flogen des Pöbels RabenschwärmeLenau
Wie Föbos Eiland, wo kein Todter ward begraben,Rückert
Wie fremd er sei, der ist mir wahrhaft blutverwandt.Rückert
Wie freudig um dein zitternd BildLenau
Wie Freundespflicht mir sonst gebot,Lenau
Wie freundlich und liebvoll immerdar,Lenau
Wie freut den Armen ein geschenktes Groschenstück!Rückert
Wie freut ihr euch, daß tot der große Fund!Lenau
Wie früher aus dem FrühlingschorLenau
Wie Frühling Wald und Feld in Einen Wohlgeruch.Rückert
Wie fühlt er sich allein, verstoßen,Lenau
Wie gebannt von den Geistern der Alten,Lenau
Wie gehst du, wann man wird des Aufbruchs Trommel schlagen?Rückert
Wie geht es meinen WäldernLenau
Wie gerne huldigen wir dem Profetenthume!Rückert
Wie gewitterklarLenau
Wie gleich und ungleich sie zusammen sind ein Paar.Rückert
Wie glücklich deine sei, doch bleibt: wielang? die Frage.Rückert
Wie glücklich hätt’ ein Dieb, ein Feuer ihn gemacht!Rückert
Wie glühend quält’ es ihn, zu hören nurLenau
Wie goldner Lebenswein in buntes Glas geschenkt.Rückert
Wie Gott, aufdaß er sie im kühnen Bauwerk irrte,Rückert
Wie Götter wandeln auf besonnter Wolkenbrücke,Rückert
Wie gut der Tod, sie glaubens nicht.Lenau
Wie haben wir getheilt mit so ungleichem Brauch?Rückert
Wie hälfest du dir, Herz, wollt’ er nicht dein des armenRückert
Wie hält ich sie so gerneLenau
Wie hast du süße MärchenlustLenau
Wie hat er stets das rechte Wort gefunden,Lenau
Wie hat es doch so bang gezittert immer!Lenau
Wie hat es mich gefreut, wie hat es mich gerührt,Rückert
Wie hat sie mit Gebrüll den Wald durchras’t, durchschnaubt!Rückert
Wie hätten einen Schatz gesehn die Müßiggänger,Rückert
Wie hätten nicht auch, was der Baum hat, seine Sprossen?Rückert
Wie haut er so scharf, wie haut er so gut,Lenau
Wie heiß Lorenzos Blicke sie umflogen!Lenau
Wie heiß sein Blick nach Feinden späht!Lenau
Wie heißen die Partein? und worum ist ihr Streit?Rückert
Wie hell aus Wolkenflor die Sonne bricht hervor,Rückert
Wie hell zu Gottes Preis die Rosenfeuer brennen;Rückert
Wie helle Liebeszähren,Lenau
Wie herbei den Tod sie ruft.Lenau
Wie hier im nächtlichen Gefilde!Lenau
Wie hohe Felsenkrippen anzuschauen,Lenau
Wie holdselig deine Siege!Lenau
Wie hungernde Bestien stürzen die WellenLenau
Wie ich das letztemal sie dieses Weges führte,Rückert
Wie ich im einsamen LeideLenau
Wie ihm beschieden ist Fern- oder Nahgesicht.Rückert
Wie ihn die Sonn' anregt, wie ihn ein Hauch bewegt,Rückert
Wie ihr einander macht, so seid ihr sicherlich.Rückert
Wie ihr ganzes Herz in deines mündet? —Lenau
Wie ihre Kräfte sich an seinem Blick erneuen.Rückert
Wie ihren Schatten sie, anbetend, eure Glieder!Rückert
Wie im hellen Sonnentag,Lenau
Wie im Land, von wannen Mira stammt,Lenau
Wie im Rubin der Brust, lies seine Namen nur.Rückert
Wie im Walde sommerschwüle WetterLenau
Wie immer du ihn magst mit Wechselnamen nennen;Rückert
Wie in deinem seelentiefen BlickeLenau
Wie in der Jugend auch als Raupe kriecht, im AlterRückert
Wie in der Noth der Ruhm das Gold ersetzen kann.Rückert
Wie in dir selbst sie sind als vier Temperamente.Rückert
Wie in Gesellschaft du dich schämest vor Gesellen.Rückert
Wie Indiens gröster Fürst, ein kleinster sich erhob:Rückert
Wie ins dunkle Dickicht schwebenLenau
Wie ist der Wahrheit Schein genannt? Wahrscheinlichkeit,Rückert
Wie ist die Blindheit groß, wie klein der Einsicht Licht!Rückert
Wie ist die Frechheit groß, wie klein ist deine Scham?Rückert
Wie ja ein Blinder mit all seinen andern SinnenRückert
Wie jauchzt sein Herz im fremden Land,Lenau
Wie jedem sieht er gern auch sich sein Recht geschehn.Rückert
Wie jeder Greis es senkt, um noch einmal zu grüßenRückert
Wie jeder weltliche, Falschmünzer strafen darf.Rückert
Wie jeder, der mitspielt dies Weltlusttrauerspiel.Rückert
Wie jene Wurzel selbst das Höchste muß gebären.Rückert
Wie jenem Knecht, an dem man rühmte Würd' und Adel.Rückert
Wie jener an dem Rand des Mondes seinen Kahn!Rückert
Wie jenes Bauern Kuh das Bein beim Ackern brachRückert
Wie jetzt der Raubschütz auf geheimen WegenLenau
Wie Johanniskäferschein.Lenau
Wie kann er Würdigen sie noch mit Ehren reichen?Rückert
Wie kanns davor bestehn? du mußt es ganz aufgeben.Rückert
Wie kannst du zweifeln, daß die Schuld aus dir entspringt?Rückert
Wie kernhart und lebendig diese Scharen.Lenau
Wie Kinder lauschen, frohgespannt,Lenau
Wie Knollenfrüchte, die der Wurzel selbst entstammen,Rückert
Wie kommst du zum Gefühl der Unabhängigkeit?Rückert
Wie kommt dein Ungemach und mein Gemach zusammen?Rückert
Wie kommt die Herrlichkeit in einen Kindesmund?Rückert
Wie kommt es, da du gern die unverstandnen LiederRückert
Wie kommt es, daß du hast ein Glück, das mir nicht ward?Rückert
Wie könnte je dein Seyn im Denken untergehn,Rückert
Wie Krämer ihre Waar', auch deine sollst du tauschen,Rückert
Wie labt das Mienenspiel mich der Zufriedenen!Rückert
Wie lang es zum Genuß auf dieser Welt uns bleibt,Rückert
Wie laue Winde dann mit leichtem FlügelLenau
Wie lauschet der Entzückte,Lenau
Wie laute Antwort auf ein stummes Fragen.Lenau
Wie Leibeswohlgestalt von Fett und Schmächtigkeit.Rückert
Wie leiblicher Besitz kann auch dein geistiger schwinden;Rückert
Wie Licht von oben her; so wird die Schöpfung bleiben.Rückert
Wie Lichter im Gemäuer brannten,Lenau
Wie Lichter tauchen auf, und dunkle Wolken schwinden;Rückert
Wie lieblich lockt Waldeinsamkeit! —Lenau
Wie man das Weltmeer nicht vergiften kann;Lenau
Wie man den ersten Anlauf hat genommen,Lenau
Wie man grüßet alte Freunde,Lenau
Wie man näher wandeln mag den Sternen.Lenau
Wie manchen Zauber mag es geben,Lenau
Wie mancher auch vorlieb mit einer untern nimmt,Rückert
Wie mancher Biedre mag dort leben,Lenau
Wie mancher könnte sich vom Abfall dessen mästen,Rückert
Wie mancher schimpft den Arzt, und läßt ihn doch gewähren.Rückert
Wie mancher Unfall gieng vorüber meinem Kinde!Rückert
Wie manches ist darin zu schelten und zu loben,Rückert
Wie manches Ungemach, Frost, Nässe, Dürre, Brand,Rückert
Wie manchmal mit Bedacht die Rechnung wird gemacht,Rückert
Wie mans heimbringt von einer Bestattung;Lenau
Wie mans verraucht, verschläft, vergeigtLenau
Wie mehr noch einem, dem mit ihr gebleicht das Haar.Rückert
Wie mehr noch wenn zugleich allbeides du erzielest.Rückert
Wie mehr und minder ganz ist einer Blume Glanz,Rückert
Wie mein Kamerade!Lenau
Wie meine Hand hier Blüten niederrüttelt.Lenau
Wie meiner tiefen LeidenschaftLenau
Wie meins, des Vögeleins; drum bring’ ichs lebend wieder. —Rückert
Wie MerlinLenau
Wie Merlin, der Eingeweihte!Lenau
Wie mich der Strom melodischer Töne süß zwingend dahinreißt,Lenau
Wie mich oft in grünen HainenLenau
Wie mildes Mondlicht in der NachtLenau
Wie mir das Leben einst so hold, so traut,Lenau
Wie mir dein Antlitz nie gelacht; —Lenau
Wie mir es kund gethan wahrhaftige Geschichten.Rückert
Wie mit dem Ohre man wol hinterm Rücken hört,Rückert
Wie mit dem Paradies die Freiheit ward verloren,Rückert
Wie mit den fernen Höhn die Strahlen dort verkehrenLenau
Wie mit den Flügeln er, mit muthigen Gedanken.Rückert
Wie mit der Flügel Schild sie ihre Brut behütet.Rückert
Wie mit der Weltseel' einst in Sonn- und Mondenscheibe.Rückert
Wie mit einem Blick der Weihe. —Lenau
Wie mit jedem Schlag der WellenLenau
Wie Morgenluft, daß wir uns fortverlangen.Lenau
Wie Mücken auf der Lüfte lauer Flut,Lenau
Wie Muckenvolk sich vom Gesichte blasen.Lenau
Wie müßt ihr wachsen noch, wenn ihr ihn wollt erreichen!Rückert
Wie müßte sich erst freun ein Fürst, der ebenso,Rückert
Wie nach der Leidenschaft gedämpfter WetterschwüleRückert
Wie nach seiner Heimat weint der Sklave!«Lenau
Wie Nachtigallen durch Gebüsche klagen,Lenau
Wie Nachtigallen in den Büschen klagen,Lenau
Wie nachts im Wald der Flamme LichtLenau
Wie neugebornes Licht, im Osten angeglommen,Rückert
Wie nicht die Schnecke kriecht ins leere Schneckenhaus;Rückert
Wie Niedersäuseln welker Blütenflocken! —Lenau
Wie noch viel schlechter, was man selbst an Jungen schilt.Rückert
Wie nüchtern, freudenleer, wie öd’ ein Tag, worüberRückert
Wie nun dies Bild vor meiner Seele schwebt,Lenau
Wie nun so traurig ruhtLenau
Wie nun verwundet dich ein Mückenstachel jetzt?Rückert
Wie nur im eignen Hof ein Hund zu bellen wagt,Rückert
Wie oder hat sie ihr Verlangen nachgezogen?Rückert
Wie oder schließest du, daß Gottes Gnad' ihm gönneRückert
Wie oft erflehtest du daheim ihn, aufwertsblickend!Rückert
Wie oft hat so die Zung’ auch weh statt wohl gethanRückert
Wie ohne Seele konnt' er sich vom Staub erheben?Rückert
Wie plötzlich kam ein VogelLenau
Wie Polonias HerrlichkeitLenau
Wie rang in Wien die Hoffnung mit dem Trauern,Lenau
Wie rasch im Phantasienozeane,Lenau
Wie Räuber dir entgegen.Lenau
Wie rein der Reinheit, ist der Schönheit alles schön;Rückert
Wie rein ist der Akkord des Farbenspiels gezogen!Rückert
Wie reiten sie so sacht, so sacht!Lenau
Wie sanft den Wald die Lüfte streicheln,Lenau
Wie schlafergriffne Augenlider,Lenau
Wie schlug mein Herz so frei, so laut!Lenau
Wie Schmerz und Groll noch ringenLenau
Wie schmerzenreiche Lust hinweg das Leben spült?Rückert
Wie schnell ist es vorbei, und ewig bleibt der Gram,Rückert
Wie schnell man sich heute bewegt,Lenau
Wie schon der edelste, den jetzt du hast, verstärktRückert
Wie schön die Dinge, wenn wir klar sie sähen, wären.Rückert
Wie schön ists einen Herrn statt vieler Herrn zu haben,Rückert
Wie schön sie dünke dir, doch gib die Unart mir,Rückert
Wie schonend Mondlicht sanft um Eulenblödheit fließt,Rückert
Wie schrecklich aber täuschtest du ihr Hoffen,Lenau
Wie schwach ist schon der Eiche fahles Laub!Lenau
Wie schwer auch jener fällt, wie schwach auch dieses glimmt;Rückert
Wie schwer das Kindlein sich entwand dem Mutterschooß,Rückert
Wie sehnt er nach der Wolke sich so bange!Lenau
Wie sehnt ins Heimatland sich die Seele dir!Lenau
Wie sein Wort, ich sollte bei ihm ein LagerLenau
Wie seine Gäule nicht wissen,Lenau
Wie seine Herrlichkeit einst wird vergehen. —Lenau
Wie seine Jahre schrumpfen zu Minuten.Lenau
Wie seines eignen Schmucks Beraubung mancher litt,Rückert
Wie seines Lebens Strauch erschüttert mancher Hauch,Rückert
Wie seit Jahrhunderten Mohammedaner hetztenRückert
Wie selbst den Athem Gott dir dazu hat verliehn,Rückert
Wie selig er durch Paradiese schreitetLenau
Wie selig hielt das Mädchen ich umfangenLenau
Wie selige Jugendträume.Lenau
Wie selten aber ist von beiden der Verein!Rückert
Wie selten ihn gezeugt die Hochgeschlechter;Lenau
Wie seufzt das Totenkreuz so bangLenau
Wie sich die Katze läßt zum Scherz die Maus entweichen.Rückert
Wie sich ihm die Sonne neige.Lenau
Wie sich nicht genaht die AltenLenau
Wie sich viel Knoten- durch ein Rohr zur Reife drängt,Rückert
Wie sich von Berg und Baum umher der Schatten dreht.Rückert
Wie sicher oft der Feind im Haus des Feindes ist.Rückert
Wie sicher und gewandt durchs Meer der Nachen schwebte!Rückert
Wie sichs nicht bergen konnte in den Schollen;Lenau
Wie sichs stellt in Reih und GliedLenau
Wie sie abreisend ihn eilig gelassen,Lenau
Wie sie alle Götter ruft um Hilfe,Lenau
Wie sie aus den schönsten WeltenLenau
Wie sie blühn und vergehn, und selbst vergehnLenau
Wie sie den Hauch empfing, das ist von Nacht umhangen,Rückert
Wie sie den kalten WindenLenau
Wie sie der Raubschütz hat, dem Tode trutzend.Lenau
Wie sie die Wächter und das Wild berücken,Lenau
Wie sie empfangen hat, beißt sie das Haupt ihm ab.Rückert
Wie sie entehrt zueilte ihrer Gruft.Lenau
Wie sie ihr Grün, so licht,Lenau
Wie sie in ein Meer von Schmerz zerronnen? —Lenau
Wie sie jetzt die Faust empören,Lenau
Wie sie mich blendeten fühlt' ich mit Wohlgefallen.Rückert
Wie sie mir alles zusammengerüttetLenau
Wie sie reiten, wie sie schweigenLenau
Wie sie sich drüben schlagen,Lenau
Wie sie sie hören spät und Feierabend machen.Rückert
Wie sie so ihn höret rufen,Lenau
Wie sie steigen, sinken, schwellen!Lenau
Wie sie vertrauenvoll auf dich schaun als Berather,Rückert
Wie sie vorüberwandern an den Bäumen,Lenau
Wie sie wohl mochten winkenLenau
Wie sie's begründen dir, entwickeln und ableiten,Rückert
Wie sinnend bleibt er plötzlich stehn und lauscht,Lenau
Wie so leicht einander dochLenau
Wie so traurig hier dem WandrerLenau
Wie söhnest du damit dich nun auf Reisen aus!Rückert
Wie solch ein kranker Geist, der seine TodeswundenRückert
Wie soll der Hörer ganz dies halbe Halbe fassen?Rückert
Wie sollen sie, wenn du ein Kind bist, Männer werden?Rückert
Wie sollen, was du denkst, die nach dir denken, achten?Rückert
Wie sollt' ich Dauer dem verleihn auf diesem Blatt,Rückert
Wie sollt' ich eure Freud' aus Schadenfreud' anfechten?Rückert
Wie sollt' ich, was ich glaub', erst mir beweisen lassen?Rückert
Wie sollte das Gebäck nicht Lust zu gehn gewinnen!Rückert
Wie sollte scheinen ihm ein Allergröstes groß,Rückert
Wie sollte sich nicht neu das alte Herz auch freun?Rückert
Wie sollten sie vereint zur Sonne nicht gelangen,Rückert
Wie sollten Weise sich im ihrigen erbittern?Rückert
Wie sollten wir, um dir zu nützen, selbst uns schaden?Rückert
Wie Sonnenschein und Thau, wie Regensturm und Blitz;Rückert
Wie sonst die Dichtkunst wol, was ist und war, umfaßte,Rückert
Wie sonst vom stillen HeidelandLenau
Wie sonst! doch von dem Lenz ist nirgend eine Spur.Rückert
Wie soviel Herrlichkeit die Zeit zu Schanden machte.Rückert
Wie Standes Abständ’ auch hier auseinander wichen,Rückert
Wie stärker milder Sinn als ungestümer sei;Rückert
Wie staunt' er, als er nichts von Königspracht vernahm.Rückert
Wie Stein und Erz, so ganz aus einem Guß und Stück?Rückert
Wie sterbend ihn das Auge mißtLenau
Wie still die Lampe brennt am windbeschirmten Ort,Rückert
Wie streitende Gericht' auf einmal aufgetischt, —Rückert
Wie sucht dein Aug, o Wandrer, den lieben Mond!Lenau
Wie sucht sein strahlender Blick nach Gott durch die Weiten!Lenau
Wie süß dann singen in den grünen HallenLenau
Wie süße Nachtigallenlieder schlürfe!Lenau
Wie tief es dein im Grunde.Lenau
Wie tiefbehaglich ist die Todesmuße!Lenau
Wie tiefer in die Nacht des Thals er geht hinein.Rückert
Wie Tiger nicht und Wolf bei Rehes Mord und LammsRückert
Wie Tod sich mag mit Liebe messen,Lenau
Wie Toneisenklapperstein,Lenau
Wie Trauerboten, die beim Freudenfest erschienen.Rückert
Wie traulichen Verkehr hier Mensch und Vogel pflegen,Rückert
Wie Tropfen in dem Meer, alswie im Feuer Flammen.Rückert
Wie überströmt mit Öl, statt mäßig angefrischt,Rückert
Wie um die Eule schreyn am Tage Krähenrotten.Rückert
Wie unabhängig auf der Bühne vorn erscheineRückert
Wie undurchdringlich, ganz aus Einem Stück gegossen!Rückert
Wie unentwickelt auch, wie eingewickelt seiRückert
Wie ungehorsam konnt er werden seinem Ruf?Rückert
Wie ungetrennt sich Mann und Weib erkennt im Kind.Rückert
Wie uns zuschauerhaft vorbeigeht schauerlichRückert
Wie unser Sprichwort spricht: die andere Natur.Rückert
Wie Veilchen du! auf Wiesen, AuenLenau
Wie verblasne Pfeifenwölklein;Lenau
Wie versuchend, sausen durch die Luft.Lenau
Wie viel er hat, je mehr meint er, daß ihm noch fehlt.Rückert
Wie viele Schößlinge aus einer Wurzel kamen.Rückert
Wie viele sind es, die nachließen eine Spur?Rückert
Wie viele werden seyn, wie viele sind um dich,Rückert
Wie vielmal mir zurück geschenkt hab' ichs erhaltenRückert
Wie Vögel im Spätjahr der Reisezug,Lenau
Wie vom Unedelsten das Edelste hienieden.Rückert
Wie von einer finstern AhnungLenau
Wie von Geburt ein Leib vorm andern bessre Säfte.Rückert
Wie von Sehnsucht hingerissenLenau
Wie von zwei Ringern, zwei gleichstarken, der daniederRückert
Wie vor der Unschuld wol die Schuld sich fühlen mag.Rückert
Wie vor Nacht zur Flut sich neigenLenau
Wie Wachsthum eher war als der gewachsne Baum.Rückert
Wie wandern wir so schnelle!Lenau
Wie wandert ihr so selig!‹Lenau
Wie wann die Blume Nachts sich schließt, sie nun in sichRückert
Wie wär’ er Gott, wenn er nicht hätte Flügelein?”Rückert
Wie wär' er todt? sein Grab macht Lebenshoffnung grün.Rückert
Wie ward der Mutter so schwer!Lenau
Wie ward die süße Schwätzerin so stumm! —Lenau
Wie ward er heute grün, besprengt von Regenflut!Rückert
Wie wäre dir zumut,Lenau
Wie warmer Regen nach dem Frühlingstraume:Lenau
Wie Wasser Schmutz erregt, und wäscht beschmutzte Glieder.Rückert
Wie Wasser still und tief, wie Erde fest und treu.Rückert
Wie weinendes Erinnern von den Zweigen.Lenau
Wie weit am Himmelsdom die Kuppeln stehn entfernt.Rückert
Wie weit auch sich von ihr die einzelnen verlaufen.Rückert
Wie weit bist du entfernt zu gnügen dem Beruf!Rückert
Wie weit die Gegensätz' auch auseinander wichen,Rückert
Wie weit du vorwerts schon gekommen bist, zu merken.Rückert
Wie weit Gewitter füllt die Luft,Lenau
Wie weit nun Heuchler sich und Schmeichler unterscheiden?Rückert
Wie weithin Wetter sich verbünden.Lenau
Wie wenig gegen das, was ein Gemüt durchbebt,Rückert
Wie wenig, was ein Mensch von dieser Welt genießt,Rückert
Wie wenn in einem Haus der Haushalt wird gerückt;Rückert
Wie wenn verschiedene Hundarten sich vermischen;Rückert
Wie westgeschaukelt, blumenfrisch.Lenau
Wie Wintersonnenstral Frostblumen nur zerthauen,Rückert
Wie wird aus beiden denn das böse Wort Muthwillig?Rückert
Wie wird der rasche Grimm des Königs jetzt entlodern,Rückert
Wie wirken beide schön verbunden Hand in Hand!Rückert
Wie wohl tut MenschenangesichtLenau
Wie Wohlanständigkeit von Flitterpracht und Schmutz.Rückert
Wie Worten ihres Vaters, der dem KindeLenau
Wie würd ich sie dann drückenLenau
Wie würde nicht genutzt die Scheer’, und weggeputztRückert
Wie würde nicht zu Spott sein Plan vor deinem Plan!Rückert
Wie zauberisch Lorenzos Lippen klangen!Lenau
Wie zeigt die Schildkröt’ Hausbestellung an? Sie trägtRückert
Wie zu des Gebieters FüßenLenau
Wie zu des Herzens jüngsten Tränen, KlagenLenau
Wie zu Frühlings Tagen.Lenau
Wie zwei Herzen sich verlassen.Lenau
Wie zwingt er die Donnerakkorde hervor aus den Saiten!Lenau
Wie zwischen des Dilemmas beiden StangenLenau
Wie zwischen Weiß und Schwarz schwankt alle Schaar der Farben,Rückert
Wie’s Krüglein, das am Brunnenstein zersprang,Lenau
Wie’s Vöglein zieht, daß es den Winter meide?Lenau
Wie's manche Leute dieser Zeit, nicht Männer, giebt,Rückert
Wie's wirklich ist? der Wunsch sieht alles in der Nähe.Rückert
Wie, frostverhaucht, der Ros ihr welkes Rot.Lenau
Wie, Herzen stimmend, sanft und ernst, ein Glockenton.Rückert
Wie, meint ihr, lauteten vom Menschen die Berichte?Rückert
Wie, trauernd nach verlernen Paradiesen,Lenau
Wie, wann die Frucht ist reif, von selbst die Kapsel springt,Rückert
Wie, was ein Staat einst war, nun auseinander tratRückert
Wie, wenn, warum, wozu du bist aus ihm gekommen.Rückert
Wie, wer verschlafen, schnell vom Lager bricht.Lenau
Wie, wer vom Schlaf erwacht, sich fühlet erst betäubt,Rückert
Wie? daß es dir dein Glück, dein innres Wohlseyn mehre?Rückert
Wieder hat am Kreuz den ArmenLenau
Wieder hat er, Tod vergeudend,Lenau
Wieder in das dumpfe Flutgebraus!Lenau
Wieder ist ein Tag gesunkenLenau
Wieder ist, wie bald! wie bald!Lenau
Wieder mag die Schritte wenden!« Lenau
Wieder mahlt die Mühl im Winde,Lenau
Wieder Ruh — der Vollmond schimmertLenau
Wieder soll in KampfgewitternLenau
Wieder soll zu einem HochzeitreigenLenau
Wieder verhüllen;Lenau
Wiedergekommen?Lenau
Wiederkehr ins traute Tal;Lenau
Wiege sie sanft und lege deinem BruderLenau
Wiegend die horchende Seel im Wechselschwunge des Wohlklangs.Lenau
Wiegt sich eine Blendlaterne,Lenau
Wiegt’ ihn der Mond in Schlaf, küßt’ ihn die Sonne wach!Rückert
Wiegte sich des Mondes Bild.Lenau
Wielange führest du mit Wolkenbildern Streit?Rückert
Wies die Sehnsucht himmelan,Lenau
Wies dir stets ins graue Weite:Lenau
Wies dir von Lottchens Hand den güldnen Ring.Lenau
Wies rauchend in den weißen Schnee gequollen,Lenau
Wieviel der Winkel kann von heller Mitte sagen.Rückert
Wieviel dir Bessres schon als Andern ist beschieden.Rückert
Wieviel du wünschen magst, der Wunsch wird weiter gehn,Rückert
Wieviel sind die man nicht vom Throne sollte stoßen?Rückert
Wieviele starben, doch des Lebens bleibt genug;Rückert
Wieweit die Gegensätz' auch auseinander weichen,Rückert
Wiewol ihm fort und fort entschöpft ward Meer um Meer.Rückert
Wikramaditias, nach ihm auch eine wäre;Rückert
Wild an die Pforten schon der Ewigkeit! —Lenau
Wild hervor die Träne bricht,Lenau
Wild verzweifelnd schreit der Hebräer,Lenau
Wild, atemlos, still; wer bezwungen,Lenau
Wilder schlag das Zimbal du!« Lenau
Wilder stets Musik erwacht;Lenau
Wildfrohlockend ruft der Hauptmann:Lenau
Wildgänse auf der Flucht vor winterlichem Schauder.Lenau
Wildharmonisch seinem OhreLenau
Wildhinfahrend wie schwelgende Flammen,Lenau
Wildkalt in mir gesprochen:Lenau
Wildschnaubend zu sprengen droht.Lenau
Wildverschlungen wie Urwaldpflanzen,Lenau
Will alles was er lernt, und auf den Grund ihm sehn.Rückert
Will ändern seine Welt, und selbst nicht anders werden.Rückert
Will auch die Schlange nur das Leben vorwärts drängen.Lenau
Will daß sie Schwerkraft bald in dir, bald Trägheit werde.Rückert
Will den Urwald ich betreten,Lenau
Will denn sein Hauch das Herz mir noch einmal erweichen?Lenau
Will der ganze Himmel schauen.Lenau
Will des Hasses Glut sich laben;Lenau
Will dir die Seele der, und der die Sinne rauben.Rückert
Will dir nicht alles auch, was gilt, gleich gültig scheinen;Rückert
Will ein Priester ihr gebieten;Lenau
Will er nicht Seel und Wurm zugleich zerstören?! —Lenau
Will es geschonet seyn, verschont von allem Rohen.Rückert
Will ich einen Rat dir bringen.Lenau
Will ich meins vergießen.Lenau
Will ich mit dem letzten GrünLenau
Will ich noch oft mein Lied mit euern Namen zieren.Rückert
Will ich zurück mich lesen.Lenau
Will ichs nicht schaun, wenn ichs auch sehLenau
Will ihr mit Liebeszorn, was sie nicht will, aufdringen,Rückert
Will immer brünstiger die Körperwelt umstricken.Rückert
Will mans nicht glauben, daß er jemals wiederLenau
Will meine Hand die Rose wieder wecken;Lenau
Will nicht die Flint ausschießenLenau
Will ohne Wortverlust zurück bescheiden weichen.Rückert
Will selbst der Nasse singen,Lenau
Will sie heißer, herber kochen.Lenau
Will vom Schicksal Kunde werben,Lenau
Will vom Tageslichte fortLenau
Will wecken ihm den tapfern StahlLenau
Will wie er ich blicken;Lenau
Will wie sonst mir sinken ans Herz; doch schlägt ihmLenau
Will zu stolz das Herz mir glänzen,Lenau
Will, hergetrieben, mich von hier nicht lassen treiben.Rückert
Willkommen dem, der reich schon ist an andrer Habe.Rückert
Willkommen mir von Herzen!Lenau
Willkommen sind sie dort, die Gaben aus der Ferne,Rückert
Willkommen, wenn du kommst, ausbleibend, unvermißt.Rückert
Wills in die Blätter breiten,Lenau
Wills meinem Sinne scheinenLenau
Wills mich hinunterwinken? —Lenau
Willst du das gleiche sehn in Denk- und Glaubensart?Rückert
Willst du dem Herzen wie dem Saitenspiel nicht thun?Rückert
Willst du denn noch einmal an meinen Hals dich hängen?Lenau
Willst du der Schöpfer seyn? Nein, aber dem VereinRückert
Willst du durch sein Gebiet den Weg zur Wahrheit finden.Rückert
Willst du ein Gut, so gib dafür ein gutes Wort.Rückert
Willst du ihn, frommer Mann, verdienen, reg dich frisch!Rückert
Willst du im Einen seyn, kehr in dir Einem ein;Rückert
Willst du im Staub nicht gehn, so geh nicht mit dem Volke.Rückert
Willst du im Walde weilen,Lenau
Willst du richten unser Dichten,Lenau
Willst haschen, und dir folgt, wo du ihm willst entfliehn.Rückert
Willst überklimmen du die Höhn, dannLenau
Willst, kanst du, darfst du sie hinführen zu den Stufen?Rückert
Willst?« — »Ich will es!« und sie schleichenLenau
Wimmern einen kurzen LautLenau
Wimmern einen kurzen Laut.Lenau
Winde brausen südenwärts,Lenau
Winde hauchen hier so leise,Lenau
Windeslaunen, Wetterlaunen;Lenau
Windgeschaukelt hin und wider;Lenau
Windsbraut war die Hebeamme,Lenau
Winke des HimmelsLenau
Winkt der Bande zum Beginn.Lenau
Winkt der Gasthof mit dem SchildeLenau
Winkt der schwarze Helmbusch ZiskasLenau
Winkt hinab voll BitterkeitLenau
Winter kam hereingeschlichenLenau
Winter spinnet los und leiseLenau
Winters wars, ich starrte vom Urwaldfroste;Lenau
Wir aber müßen nur Scheinheiligkeit verbitten.Rückert
Wir aber preisen Gott, daß sie den Hauch empfangen.Rückert
Wir aber schritten traulich durch die Schatten,Lenau
Wir aber wissen nicht, wozu wir thun die Thaten,Rückert
Wir aber wollen froh uns fühlen im Beruf,Rückert
Wir aber wollen, statt beim Wort ihn streng zu fassen,Rückert
Wir aber wurden alt, und werden es, und sehnRückert
Wir alle sind am Kreuz, an dem Er hieng, gestorben.Rückert
Wir alle sind nur Stern' in einer Erdennacht,Rückert
Wir alle streben zwar zu heben ihren Flor,Rückert
Wir armen Schwestern, ach! die goldne MorgenstundeRückert
Wir armen Schwestern, ach, heut müssen wir verschmachten,Rückert
Wir auch wandern vielverbündetLenau
Wir beide traurig gingenLenau
Wir bleiben immer Zwei, worin sich zeigt das Eine.Rückert
Wir blicken mit Vertraun ins Licht, vom Licht durchdrungen.Rückert
Wir blicken, wach im Licht, aufs Nachtgraun ohne Kummer.Rückert
Wir bringen nichts nach Hause,Lenau
Wir die lohen Schwefelbrände,Lenau
Wir fanden nimmermehr den Weg zurück. — —Lenau
Wir flogen vorüber am Strande,Lenau
Wir freun uns, daß wir Ruh, die Unruh andre haben.Rückert
Wir fühlen unser Seyn gesteigert und gemehrt,Rückert
Wir geben euch es so wie wirs empfangen eben.Rückert
Wir haben ebendas zu unsrer Zeit gedacht.Rückert
Wir haben heute Hochzeit;Lenau
Wir haben manchen hier gespeiset und getränket;Rückert
Wir haben viel gewollt, zuletzt hat er’s gethan.Rückert
Wir haben, o Säbel,Lenau
Wir haschen die Frucht im VorüberflugLenau
Wir hauchen es gelindeLenau
Wir kennen Weg und Steg, wir kennen Land und Stadt,Rückert
Wir kommen überein hierinnen, und entzweinRückert
Wir können aus der Welt und uns hinaus nicht treten;Rückert
Wir können mangerlei Anlässe dem GeschreiRückert
Wir lassen unsre Waffen flammen;Lenau
Wir lehren Menschliches, vom Göttlichen durchwaltet,Rückert
Wir lernen unsern kummervollen WahnLenau
Wir lieben nun einmal Erbauung und Bejahung,Rückert
Wir liegen an der Brust der Liebe noch im Ei,Rückert
Wir machen vor und nach dir alles, wie du’s machst.Rückert
Wir nehmen sie nur an, wie wir sie brauchen können,Rückert
Wir pflücken die Rose, wir saugen den DuftLenau
Wir rauchten Bessern, mein StudioLenau
Wir sahen, daß die Glut kein trocknes Hälmchen sehrte,Rückert
Wir sahn am Himmel goldne Wolken ziehn,Lenau
Wir sahn das Abendrot die Gipfel färben,Lenau
Wir sahn die Wolken kommen und entfliehn,Lenau
Wir sangen, und ihr singt, das neuste schönste Lied.Rückert
Wir schlummern fürder nicht den Weltbetäubungschlummer,Rückert
Wir schritten durch die Glut, die rings empor sich bauschte,Rückert
Wir schützen dich, hier packt dich nichtLenau
Wir sehn der Wahrheit Spur, wo mag sie selber säumen?Rückert
Wir sehn des Berges Haupt in Purpur prangen,Lenau
Wir sehn vom Äußern auch die eine nur der Seiten,Rückert
Wir sind allein,Lenau
Wir sind beglückt, daß wir sein HeldenbildLenau
Wir sind daran erwacht, und schlummern fürder nicht.Rückert
Wir sind der Sonne Glanz zusammen alzumal,Rückert
Wir sind hier unten auf der Schulbank sitzen blieben.Rückert
Wir sind vorbei. Der Sturm lenkt sein GefiederLenau
Wir singen manche Weisen,Lenau
Wir sprengen hinein in die laute Schlacht,Lenau
Wir spüren ihn alle, doch nennt ihn keiner.Lenau
Wir stehen Faß an Faß zusammen,Lenau
Wir stünden schmerzlich träumend,Lenau
Wir suchen immer noch den Traum zu halten,Lenau
Wir unterreden uns, wenn wir zu schweigen scheinen.Rückert
Wir wählten einen Baum zur Rast im Mittagsbrand.Rückert
Wir wallten durch des Glaubens Paradiese,Lenau
Wir waren geschieden,Lenau
Wir wären so sicherLenau
Wir waren stolz und froh? vorüber und vorbei.Rückert
Wir werden keinen Gast hier tränken mehr und speisen;Rückert
Wir werden nicht durch sie des Dinges Innres inne.Rückert
Wir werden oft uns, einst gewiß ach! trennen,Lenau
Wir werden wenigstens die Bitterkeit der SachenRückert
Wir werden wieder sehen uns, erkennen:Lenau
Wir wissen dieses nur, daß hier uns etwas fehlt;Rückert
Wir wollen dieses Bild von dir der Nachwelt schenken,Rückert
Wir wollen dieses Bild von dir der Nachwelt schenken,Rückert
Wir wollen fromm vor ihr im Staube knien,Lenau
Wir wollen reich dir jeden Schritt bezahlenLenau
Wir wollen sammeln ihr im Schlummer frischen Duft,Rückert
Wir wollen uns erfrischen.Lenau
Wir wünschen, Kindern gleich, nun Fest um Fest heran;Rückert
Wir wußten, daß ein Schein es wäre, doch es drangRückert
Wir zeigens dem Gesind der Nacht in unsern Mienen.Rückert
Wir ziehn für uns das Obst, wie schief der Astwuchs sei.Rückert
Wir ziehn nicht unsern Baum zur Schönheit wild und frei;Rückert
Wir ziehn uns ab und an; und ziehn uns beid' empor.Rückert
Wird als ein Schattenbild unwirksam sich erweisen.Rückert
Wird an den Mann gebracht auch mancher Ladenhüter.Rückert
Wird an der Bildung Stamm leicht Blatt aus Blatt entfaltet.Rückert
Wird auch der Jammer; und der HauchLenau
Wird auch die Menschheit so in alle EwigkeitRückert
Wird auch ein Frühlingswind, der Rosen wecket, wehn,Rückert
Wird auch im eigenen Gedichte sich gefallen,Rückert
Wird auch von obenher nur mittelbar bestimmt.Rückert
Wird bitter so die Welt, daß nichts sie wieder süßt.Rückert
Wird bleiben, die bemerkt nicht wird von vielen Leuten.Rückert
Wird dann Unmäßigkeit vom Himmelstrich gerochen,Rückert
Wird das auch, was er hat in Händen, fallen lassen.Rückert
Wird das Bild der Heimat sterben;Lenau
Wird das Gefühl es an vermehrter Glut erkennen.Rückert
Wird das schmucke Obst gefallen.Lenau
Wird das zerrüttete, doch deine Lust verschütten.Rückert
Wird den Freund wohl mit VergnügenLenau
Wird der Allmächtige dazu die Macht nicht haben.Rückert
Wird der Beschauer, der die schadhaften besichtigt.Rückert
Wird der Freunde Herz beklommen.Lenau
Wird der Gäste bunte Menge,Lenau
Wird der Liebe Klagelaut,Lenau
Wird der Teure her getragen.Lenau
Wird des Bruders kühnen Tritt verstehen;Lenau
Wird des Unglücks heilger Sinn geahnt,Lenau
Wird des Vogels Herz getroffenLenau
Wird die Erlaubnis dir, du machtest dich zu leicht.Rückert
Wird die Hochzeit fortgefeiertLenau
Wird die Versäumnis dir nur fühlbar um so mehr.Rückert
Wird die Verständigung in leeren Streit ausgehn.Rückert
Wird dir der Weg ein Spiel, und kommst vom Fleck damit.Rückert
Wird dir zum Eintritt hier, du machtest dich zu schwer.Rückert
Wird doch die Götternäh' an einem Schauder inne.Rückert
Wird durch Berührung, wie des Silfen Flügelstaub.Rückert
Wird ein Betkügelchen an seinem Rosenkranz.Rückert
Wird ein Gedanke nur den andern weiter spülen.Rückert
Wird einen neuen Hut des Jahrs mehr haben müßen.Rückert
Wird einst mit ihm erklingenLenau
Wird er auch säuberlich das Gras dir mähen,Lenau
Wird er den Seelenwurm hinausbeschwören,Lenau
Wird er die schwächeren verlassen in der Schlacht.Rückert
Wird er einmal als Pflanz’, als Blum’ einmal ausblühn.Rückert
Wird er nun auch darum den Anblick fremder meiden?Rückert
Wird er sowenig, als verdammen, auch vergöttern.Rückert
Wird er über Nacht dir sterben;Lenau
Wird er von ferne nahn dem Unzugänglichen.Rückert
Wird er zum König den, zum Bettler jenen machen.Rückert
Wird es bald auf Erden rot.Lenau
Wird es das Irislicht empfangen.Lenau
Wird es im Gleichgewicht sich halten, wird es fallen?Rückert
Wird es im Tumulte scheu,Lenau
Wird es nur wieder halb darin sich fassen lassen;Rückert
Wird ganz das Ewige im Endlichen erscheinen.Rückert
Wird halbgelungnes selbst dich freuen lange Frist.Rückert
Wird Hohes ehr herab als Niedres aufwerts steigen.Rückert
Wird ihnen ganz bekannt, nur etwas besser schmecken.Rückert
Wird im Hörer bald erkalten.Lenau
Wird im Magnet der Zug und Gegenzug auch seyn;Rückert
Wird im Rausche bald zerknickt! —Lenau
Wird immer mehr mit ihm des Neuen auch vereinigt.Rückert
Wird immer neu belebt durch Schriftauslegung nur.Rückert
Wird jeder bald schon hier, zur Stunde,Lenau
Wird jeder Buchstab ein unklarer Nebelstern.Rückert
Wird kein Auge feuchten sich?Lenau
Wird kein Busen bänger schlagen,Lenau
Wird keine seyn, wenn wir einst mehr als Menschen werden.Rückert
Wird kurz die Zeit indem du lange Fäden spinnest.Rückert
Wird locken sie zur Kühle von ZypressenLenau
Wird man zuletzt mich doch, ohn’ ausgelernt zu haben.Rückert
Wird nicht der Musterer den Einzelmann gewahren,Rückert
Wird nicht gleich ebenso bei jenem angenommen.Rückert
Wird nicht mehr lange wandelnLenau
Wird nicht mehr lange weidenLenau
Wird nie ihr bessrer Geist sie ihren niedren WiegenRückert
Wird nimmermehr verklingen,Lenau
Wird schlagen hier als Puls, und dort elektrisch blitzen,Rückert
Wird sein Zorn der Welt sich melden.Lenau
Wird seines Freundes Stimm' als Perl' im Ohr erkennen.Rückert
Wird selber sie zu Stein, die dir gedroht Versteinung.Rückert
Wird selbst des Lebens Lustgeberd’ ein Todeskrampf.Rückert
Wird sich nicht rühmen daß er selbst ein Werk vollbracht.Rückert
Wird sich zu eigener Gedankenblüt’ entfalten.Rückert
Wird sie zu bang erfaßt von ihrem Harme.Lenau
Wird stiller nicht, als er gerungen,Lenau
Wird traurig und will sterben gehn.Lenau
Wird unglückliche Liebe noch gefunden?Lenau
Wird unser Erdenleben,Lenau
Wird vom ganzen Troß gerichtet;Lenau
Wird vom seligen GedrängeLenau
Wird von euch dreien seyn, Hund, Reiher oder Falk.Rückert
Wird wo ein Paar getraut:Lenau
Wird würdig selbst dadurch zu Lichterm zu gelangen.Rückert
Wird zum Verräther an der Welt gemeinem Heil.Rückert
Wird, wann der Abend naht, den Wanderern zum Wirte.Rückert
Wird, was an schönen Blüten in ihm schlief.Lenau
Wirds vom hellen Tau getränket,Lenau
Wirds vor deinem Blick lebendig,Lenau
Wirf in den Brunnen, wo du trankest, keinen Stein;Rückert
Wirft aus dem Wege sich den Wind,Lenau
Wirft das Meer in trüben NächtenLenau
Wirft er schüttelnd ins Genick,Lenau
Wirft im Sturme hinLenau
Wirft sich der Strauch im Winde hin und her.Lenau
Wirklich zur Wirklichkeit des Denkens hingerettet.Rückert
Wirkliche Demuth auch, die dir im Herzen sprießt,Rückert
Wirst du Bekanntes neu von neuer Seite sehn.Rückert
Wirst du die Sonne, wie den Mond, sehn ungeblendet.Rückert
Wirst du genöthigt seyn dich endlich abzuschließen;Rückert
Wirst du in dir das Welt- und Gottgeheimnis inne.Rückert
Wirst du mit Sinnigkeit den tiefsten Sinn entbeuten.Rückert
Wirst du sie öffnen? wird sie ewig schließen?Lenau
Wirst du villeicht dich mit den eignen ehr vertragen.Rückert
Wirst du wie jener Mann zuletzt den Esel tragen;Rückert
Wirst ohne Wallung du nicht leicht vorüber wallen.Rückert
Wischen sich trocken und schieben zur Seite,Lenau
Wisset, Gäns und Wiederkäuer,Lenau