Lyrik


Gedichtzeilen Vi

Viel anders aber treibt es untenher und obenRückert
Viel anders als du dich gedacht hast, fühlst du dich.Rückert
Viel andre denken auch, viel andres denken sie,Rückert
Viel besser aber ists auf gut Glück irre gehn,Rückert
Viel besser noch ist Fried’, und Ruh, die noth dir thut.Rückert
Viel besser, daß den Dienst ein großer Götz besitze,Rückert
Viel besser, könnte man nur alles zweimal machen.Rückert
Viel Blumen standen bunt herumLenau
Viel ehr gefallen mir Leibnitzische Monaden,Rückert
Viel Gold der Vorzeit wär' im Wind wie Spreu verflogen.Rückert
Viel Götter hättest du, nicht Einen Gott, gefunden;Rückert
Viel große Dichter, die indes verklungen sind,Rückert
Viel größer als der Kern des Apfels ist die Bohne,Rückert
Viel hat der Tod zu knicken doch,Lenau
Viel Heilgenbilder, Braut- und TaufgeschenkeLenau
Viel Herbste schwanden dir,Lenau
Viel höhre Wesen stehn und, Höchstes, zwischen dir.Rückert
Viel langsamer kam ich herauf die andre Seite.Rückert
Viel längstvergangne traurige Geschichten,Lenau
Viel längstverklungne Melodien vor,Lenau
Viel leichter macht der Mensch von jedem ird’schen BandRückert
Viel lieber kämpfen wird er mit des Geistes Waffen,Rückert
Viel lieber lindes Öl geuß, das du hast im Haus,Rückert
Viel lieber mag, anstatt die Jagd zu übertreiben,Rückert
Viel Meilen schon sind sie dahingezogen;Lenau
Viel Mühe gab er sich, in Bildern zu erklären,Rückert
Viel Nahrungsmittel braucht der Saamen, um zu reifen.Rückert
Viel niedre Güter hat dein Hochsinn aufgegeben,Rückert
Viel Offenbarungen hindurch zur Offenbarheit.Rückert
Viel schneller als das Licht ist, denk ich, der Gedanke,Rückert
Viel Schönes, ob er dir ein schönes Ganzes beut.Rückert
Viel schönre Wiesen hingelogen,Lenau
Viel schwerer fällt es euch, daß ihr verhaßt euch macht;Rückert
Viel seltner füllet mich sein Anblick, mit BehagenRückert
Viel stolze Nasen, die aus seidnen Krägen sehn.Rückert
Viel tausend Leben hat die Seuche fortgenommen,Lenau
Viel Tausende sind im Verhältnis wenig nur.Rückert
Viel Tränen drauf und grüne Tannenzweige.Lenau
Viel Unterredner sind in dir, du mußt nur jeden,Rückert
Viele Jahre noch geschaut.Lenau
Viele weite Meilen,Lenau
Vieler süßen Hoffnungen Vernichter,Lenau
Vieles ist vorübergangen,Lenau
Vieles wird mit Worten süß begonnenLenau
Vielfältig eingeschränkt und tausendfach bedingt,Rückert
Vielleicht beneidet wer dich um dein zähes Leben,Rückert
Vielleicht der Blick dir lindern kannLenau
Vielleicht ein andermal wirst du dann klüger seyn.Rückert
Vielleicht gar über die See.Lenau
Vielleicht ist Polens FreiheitLenau
Vielleicht ist unser unerforschtes IchLenau
Vielleicht noch eine gieng, die er sich nicht gestand.Rückert
Vielleicht noch einmal sieben.Lenau
Vielleicht zur bessern Stund.Lenau
Vielleicht, daß dort dein Auge wieder glüht,Lenau
Vielmehr als göttliches Gebot sei das empfundenRückert
Vielmehr das Schlimmre wird einmal genug nun seyn,Rückert
Vielmehr das wie die Perl' in seiner Muschel bleibt.Rückert
Vielmehr das Wissen ist die Seligkeit allein.Rückert
Vielmehr die Richtung nur und gleicher Kraft Anregung;Rückert
Vielmehr ein hohes Bild, das ewig wahr wird bleiben,Rückert
Vielmehr es ist so fein sein Auge, daß es fühletRückert
Vielmehr sich vielfach in Mitliebenden genießen.Rückert
Vielmehr unwandelbar war er, und blieb dabei,Rückert
Vielmehr verstört dich noch das Schwanken der Natur.Rückert
Vielmehr vom Denken erst wird Seyn hervorgebracht.Rückert
Vielmehr weil er ans Wort, das sie gesprochen, dachte,Rückert
Vielmehr wir schlafen noch, du bist vom Traum erwacht;Rückert
Vielmehr wird Reineres von Thor zu Thor begehrt,Rückert
Vielmehr: Was sie begehrt, wird darum gut sie nennen,Rückert
Vier alternder RuinenLenau
Vier Brote sind im Haus, je eins für einen Mund.Rückert
Vier Brote trägt der Baum, und jedes füllt im RaumRückert
Vier Felder von Azur, in jedem Feld ein Bild.Rückert
Vier Lehren, die nicht sind in jedem Ohr enthalten.Rückert
Vier Schäden einem Heil; o Mensch, verstehst du's recht?Rückert
Vier stille stehn und sich die Hand durch Sennen reichen.Rückert
Villeicht erschien sie dir von außen nicht gestreift,Rückert
Villeicht gewinnt er Ruh, wenn er verlieret jetzt.Rückert
Villeicht nach meiner Zeit wird es einmal bewiesen.Rückert
Villeicht trägst du ihn mit als unnütz Hindernis;Rückert