Lyrik


Gedichtzeilen Un

Unangenehm betraf das Gegentheil dich oft.Rückert
Unangenehmem, dem wir können nicht entrinnen,Rückert
Unaufhaltsam fliehn.Lenau
Unaufhaltsam fortgezogenLenau
Unaufhaltsam nach dem Orte,Lenau
Unaufhaltsam strömt das Volk zu,Lenau
Unauslöschbar; wie der FrevelLenau
Unauslöschlich einzudrücken.Lenau
Unband! wie lange noch soll dein Unfug dauern?Lenau
Unbemerkt den Prinzen sehen.Lenau
Unbesiegbar und unendlichLenau
Unchristlich, doch von HerzenLenau
Und — schon lag er still und bleich:Lenau
Und abermal das Reis des Wunsches fehlgeschlagen.Rückert
Und abgegrenzet ward ein Weichbild so für jede,Rückert
Und Abschied also nimmt, daß Niemand es gewahrt.Rückert
Und ach! erblickt sie nicht,Lenau
Und achtets seinen Tod, wenn man davon ihn trennt.Rückert
Und Adler sah ich steigen in die Lüfte,Lenau
Und ahnend greifst du nach dem Stift. —Lenau
und AlexanderLenau
Und all des Herzens fromme Lust verlor ich,Lenau
Und all die tausend Herzen läutenLenau
Und all ihr Leben, Freudentaumel nur,Lenau
Und all mit ihnen ich, die Menschen all auf Erden.Rückert
Und alle beide gehn mich weiter nichts mehr an.Rückert
Und alle Blätter klagen,Lenau
Und alle danken ihr, was sie empfangen haben.Rückert
und alle Freuden die es sprengen;Lenau
Und alle Freuden, die es sprengen,Lenau
Und alle FrühlingswonnenLenau
Und alle Geister sind zu Gaste gern beim Geist.Rückert
Und alle Götter sind ein Bild nur und ein Schein.Rückert
Und alle Gräber sind vor mir verschlossen.Lenau
Und alle Keime weckt,Lenau
Und alle Kinder gleich im Einen Mutterschoß.Rückert
Und alle Lieben mir und Abgeschiedenen;Rückert
Und alle meine Wunden werden wach.Lenau
Und alle reut' es, die davon nichts mitgenommen.Rückert
Und alle sahn ihn so, die dort vorbeigegangen. —Rückert
Und alle Schätze thun sich auf im Erdengrunde.Rückert
Und alle schreiben auch wol ihre Namen ein.Rückert
Und alle Schwingungen der Seele deine Träger.Rückert
Und alle Seelen hie, die dein in Liebe denken;Rückert
Und alle Seen umher in Einen See zerflossen.Rückert
Und alle Segel wehn entgegen ihrem Port,Rückert
Und alle Ströme gehn zum Ozeane fort.Rückert
Und alle Welten um mich schwanden,Lenau
Und alle wuchsen so umher in einem Kranz,Rückert
Und alle zogen sie nun ab mit Sack und Pack;Rückert
Und allen Blumen, daß sie sich nach dir gestalten.Rückert
Und allen Herzen gib, nach Blumenart zu wandeln,Rückert
Und allen Toten war mein Herz geweiht.Lenau
Und aller Blicke haften schmerzumflossenLenau
Und aller Himmel SeligkeitLenau
Und aller Schein was könnt' er außer Wahrheit seyn?Rückert
Und aller schon zuvor gegangnen Millionen,Rückert
Und aller Stoff ist mir von andern hergekommen.Rückert
Und aller Zauber der NaturLenau
Und Alles bleibt im Jetzt, wann Einst und Einst entflohn.Rückert
Und alles grollt und schmäht den Tod.Lenau
Und alles Groß’ entringt sich diesem Kampfe nur.Rückert
Und alles hast du, wenn du hast den Muth gewonnen,Rückert
Und Alles ist dem Geist ein würd’ges Element,Rückert
Und alles ist leider ein Traum.Lenau
Und alles lag vor mir verklärt im Sonnenstral.Rückert
Und alles Leben naht, daß es das Opfer werde.Rückert
Und alles sammelt sich, was groß nur ist und schön,Rückert
Und alles schläft in tiefer Heideruh;Lenau
Und Alles sieht mein Aug' in dir, in Allem dich.Rückert
Und alles was nie war, und nie wird seyn hienieden.Rückert
Und alles Werden ist im Widerspruch mit sich.Rückert
Und alles, was wir sind, ist ebenso vergänglich,Rückert
Und allzeit fertig zum Verbrecher oder Narren;Rückert
Und Alpenlerchen hört ich jubelnd schmettern,Lenau
Und als dein neu Geschenk nehm’ ich mit Dank es wieder.Rückert
Und als der Eigner kam, und fordert' es zurück,Rückert
Und als der elektrische Schlag der SündeLenau
Und als der Sommerwind die Ranken schlug zusammen,Rückert
Und als der Tod gebot dem Bootsmann doch sein BootRückert
Und als die Rosen nicht mehr blühnLenau
Und als die Schädiger den abgeschätzten SchadenRückert
Und als die Sonn am Abend sinkt:Lenau
Und als du, noch einmal nickend,Lenau
Und als er aus dem Halm die Körner nun gebracht;Rückert
Und als er ausgeschnauft, wandt’ er sich zu den beiden:Rückert
Und als er draußen war, erstaunt’ er nicht geringe,Rückert
Und als er Morgens nun zur Abfahrt ist bereit,Rückert
Und als er seinen süßen FrühlingsduftLenau
Und als es stille war im Felsenschlunde,Lenau
Und als Gedanke tritt er leuchtend aus der Stirne.Rückert
Und als hernieder nun der Regenguß gerauscht,Rückert
Und als hinauf, hinab, die Ordnungen von ThierRückert
Und als ich anderer Aussichten noch genossenRückert
Und als ich anstieß mit dem trüben Zecher,Lenau
Und als ich aus dem Klippentale schied,Lenau
Und als ich freudig hingelauscht,Lenau
Und als ich mußte scheidenLenau
Und als ich stand zum ernsten ScheidegrußLenau
Und als ich starrt aufs mondbestrahlte Bildnis,Lenau
Und als ich von der Dirne las die Kunde,Lenau
Und als Lebwohl sie winkte mit der Hand,Lenau
Und als man Jahr und Tag zusammenzählte, warRückert
Und als Schuster flick die SohlenLenau
Und als sie hingelangt zum Götterbild der Rose,Rückert
Und als sie kamen auf das Feld der SchlachtLenau
Und als sie kamen näherwärts,Lenau
Und als sie lange schien, da zog er's endlich aus,Rückert
Und als wiedergrüne JugendträumeLenau
Und also fordr' ich sie vom Dichter dargestellt.Rückert
Und also hast auch du dein Recht, zurückzuweisen,Rückert
Und also in der Schlacht des Lebens, die wir kämpfen,Rückert
Und also ist der Mensch von der Natur getrieben,Rückert
Und also lief stracks fort AhimaazLenau
Und also meinst du wol, daß sie auch ohne SpurRückert
Und also quellen mir aus Schmerzen neue Reime.Rückert
Und also rief die Dame ihren Rittern:Lenau
Und also schwellen mir im Herzen neue Keime,Rückert
Und also siehst du auch die Welt und die NaturRückert
Und also sind sie Eins, die ich als drei beschrieb.Rückert
Und also spricht der Häuptling zum Gefährten:Lenau
Und also tönt sein Wort in ihrer Mitte:Lenau
Und also trübt die Flut um sich der Kraken auch,Rückert
Und also wer geschickt nicht reget Fuß und Hand,Rückert
Und also wirke du in deinem sonnenhaft.Rückert
Und also, wenn du machst dein eignes Seyn und LebenRückert
Und also, wo der Fürst in Liebe nicht dem LandRückert
Und also, wo der Fürst in Liebe seinem LandRückert
Und also, wo noch zwei in Liebe werden Eines,Rückert
Und alsobald sein Haupt befriedigt wieder legt,Rückert
Und alte Größen, die verhöhnt von Jungen sind.Rückert
Und am bethauten selbst den Tropfen Thau nicht zehrte.Rückert
Und am bethörten Fisch mit Glück sein Handwerk übt.Rückert
Und am Gebirg der Regenbogen,Lenau
Und am gehölten Fuß in Schaum die Brandung stiebt,Rückert
Und am Kreuz für uns gestorben;Lenau
Und am Ufer schwankt das Rohr,Lenau
Und am verborgnen Schatz mit Andacht sich erbaut;Rückert
Und Ammenmärchen hast du mir von ihr erzählt.Rückert
Und an deinen Busen senk ichLenau
Und an den Beeren dort, die wachsen auf den Klippen.Rückert
Und an den Menschen knüpft den Menschen diese Lust.Rückert
Und an des Baumes Fuß ergoß sich eine Quelle,Rückert
Und an des Körbchens Grund fand jede einen Kranz.Rückert
Und an des Lenzes grünem SterbepfühlLenau
Und an des Mittags Glut nicht deine Seel' ermatten.Rückert
Und an einer Windmühl stilleLenau
Und an jedem hangend ein Zigeuner;Lenau
Und an mir vorbei mit allem GutenLenau
Und an Ruinen Dorngesträuch;Lenau
Und an sich Geltendes sei drum an keinem Ort.Rückert
Und an wie mangerlei Gedanken hast du dichRückert
Und andere, die ganz und gar sonst schädlich wären,Rückert
Und anderm anderes, so ist es gut bestellt.Rückert
Und andre Melodie.Lenau
Und andre nahmen an, daß ihn zu beiden SeitenRückert
Und andre schwerere, der Kohle Nahrung, Scheiter.Rückert
Und andre schwimmen in der Luft wie Blütenduft.Rückert
Und angegeben ward der Grund mir von den Leuten:Rückert
Und angesiedelt hat sich droben ein GemischRückert
Und ans Herz im Sturm der Liebe branden!Lenau
und ansieht immer genauer,Lenau
Und Anstoß nehmen nicht an seinen Vorurteilen.Rückert
Und athmet um sich her frisch athmende Natur.Rückert
Und atmet meinen Duft und spricht:Lenau
Und auch am Glückstag macht Vorsichtigkeit nicht fallen.Rückert
Und auch beschenkt, hätt' er sich ohne Dank empfohlen.Rückert
Und auch das Gröste gönnt dem Kleinsten seine Stelle.Rückert
Und auch das Handwerk hat in allen seinen GildenRückert
Und auch dazu die Macht, selbst auszuschließen ihn.Rückert
Und auch der dritte Grund scheint werth nicht des Gelächters:Rückert
Und auch des Dichters Kunst, die sich die freie nennt,Rückert
Und auch die Freundschaft schürt kein Feuer ohne Rauch.Rückert
Und auch ein Krüppel ist der haltungslose Mann.Rückert
Und auch ein Schmollen laß nicht gleich zurück dich schrecken.Rückert
Und auch kein treuer Hund mir naht,Lenau
Und auch kopfuntersich die Schwebe wol zu halten.Rückert
Und auch nur Zeit und Raum umspannt das Sternenzelt.Rückert
Und auch wieder bitter weinen,Lenau
Und auch zu lassen das verrede nicht, was duRückert
Und auch zum Himmel geht der Weg nur durch die Gruft.Rückert
Und auf das Schiff ein Vogel,Lenau
Und auf deine Frage bringtLenau
Und auf deine Lieder sinnen.Lenau
Und auf dem Grunde ruht, geschmeidigt von der Flut,Rückert
Und auf dem Platz davor des Volkes Schaugedränge;Rückert
Und auf den Abgrund lieblich malenLenau
Und auf den Blüten, die sie jüngst geboren,Lenau
Und auf den Fuß gemerkt, worauf es mochte stehn?Rückert
Und auf den Gipfeln schimmert der zarte Sommerschnee.Lenau
Und auf den Grabesrosen lodert;Lenau
Und auf den Spitzen fluchbeschwingter LanzenLenau
Und auf den tief einsamen WaldeswegenLenau
Und auf den Wandrer sinkt, den düstern, sehnsuchtkranken,Lenau
Und auf der Heide klingelt seine Schelle.Lenau
Und auf der Schwelle selbst läßt sich der Klausner nieder.Rückert
Und auf der Wahrheit Weg in jeden Irrthum fallen.Rückert
Und auf der Wasserfläche glattLenau
Und auf die Flut sich wagt, wo sie nicht folgen kann.Rückert
Und auf die Fragen die nun ihr mögt thun hinwieder,Rückert
Und auf die Heide sank ihr SchweißLenau
Und auf die Welt erstreckt, ist was der Geist ersehnt.Rückert
Und auf ein hartes Bett Frau Müdigkeit das Kissen.Rückert
Und auf sich selber steht, was scheint auf Nichts zu stehn.Rückert
Und auf und davon im schnellen Flug,Lenau
Und auf vorm Sonnenblick, den Blumen gleichst nicht du.Rückert
Und aufbewahrt sei das für dich, für Kind und Hund.Rückert
Und auferblühn in wonniger BeseelungLenau
Und aufgehoben hat des Daseyns Unterschiede,Rückert
Und aufhorchend ist des Menschen HerzLenau
Und aus bleichen Rosen webenLenau
Und aus dem Auszug ließ er einen Auszug machen.Rückert
Und aus dem bunten Chor aufrichtete der TodRückert
Und aus dem Fenster staunt' ich an der Berge Macht.Rückert
Und aus dem Leben nimm zu ihm den Pilgerstab.Rückert
Und aus dem Rahmen liebevollLenau
Und aus dem Sommer durch den Herbst zur Winterruh.Rückert
Und aus dem Staub erblüh die Luft der Welt, das Schöne.Rückert
Und aus dem Weg, wo ihm entgegen tritt ein Gegner.Rückert
Und aus der Biene Fleiß wird solch ein süßer Most,Rückert
Und aus der bittern KlageLenau
Und aus der Brust zu ihm hinüberdringt. —Lenau
Und aus der nackten Hütt’ in sein vergoldet Schloß.Rückert
Und aus der Scheitel tritt ein Licht hervor ins Licht:Rückert
Und aus der Schlucht, wo ihm der letzte Schein verglimmt,Rückert
Und aus der Wimper zuckt ein schwacher Strahl.Lenau
Und aus der Zeit hinaus mich in die Ewigkeit.Rückert
Und aus des Abends RosenLenau
Und aus diesem Mund ein Flüstern saugen,Lenau
Und aus eins zwei drei vier muß alle Zahl bestehn,Rückert
Und aus- und eingehn sieht er deine Tritt’ und Schritte.Rückert
Und außen siehst du nichts, was dir nicht innen ist.Rückert
Und ausgehn siehst du schon in Irrthum ihre Spur.Rückert
Und ausgelernt von ihm mit Freiheit sich entfernen.Rückert
Und auszuraufen auch das Unkraut, hilft dir nimmer,Rückert
Und bald darauf das Tor, das langentwöhnte,Lenau
Und bald des Dichters Geist, der sie im Fluge streift.Rückert
Und bald die Sache todt, das Wort allein verstanden.Rückert
Und bald empfängt er eure Huldigungen;Lenau
Und bald zurück den Chusi spring und schnaufe?«Lenau
Und bang das Herz von hinnen zieht.Lenau
Und bang dem Winde nach die Arme streckt.Lenau
Und bat den Schlaf: o bleibe lang!Lenau
Und bau von Grund-auf neu, was nicht ist umzubaun.Rückert
Und bauet, wie und wo ihr möget, Feld und Haus.Rückert
Und baut die Zelle, wie der Dichter seinen Reim.Rückert
Und bei Banditen geht die Kunde:Lenau
Und bei dem König bleibt von ihm der Pfeil zurücke;Rückert
Und beide fordern sich, wo Schönstes soll erblühn.Rückert
Und beide müssen rein auch aufgehn miteinander,Rückert
Und beiden wirkt gemäß, der wirkt untadelhaft.Rückert
Und beides sah er märchenhaft zerstieben.Lenau
Und beim SchwertzusammenschlagenLenau
Und beim Werber macht sie halt,Lenau
Und beißest mit dem Zahn die Nuß, die ungelinde.Rückert
Und besiegt zum Abgrund, heulend,Lenau
Und bete, daß darein sei Doppelkraft gesenkt,Rückert
Und betteln müssen um ein mildes Dach.Lenau
Und bewundernd dich umrauschen! —Lenau
Und Bildern an der Wand, die ihren Platz behalten.Rückert
Und bildet wie ein Herz die Perl' in ihrer Brust;Rückert
Und billig strömt der Quell darum zum Meere nieder.Rückert
Und billig wird der Lohn dem Fleißigen gereicht.Rückert
Und bin am Abend dort, o Liebe, wo du bist.Rückert
Und bin dir treu geblieben!Lenau
Und bis sie's wieder thut, ehr ist sie nicht vorhanden.Rückert
Und bist der Kreis, denn du umfängest Klein und Groß.Rückert
Und bist du dankbar Gott für alles was er gab?Rückert
Und bist du für dich selbst von Sorgen einst geborgen,Rückert
Und bist du müd', und ich will spielen, höre du!Rückert
Und bist du selbst es nicht, so mach' es dir zu eigen.Rückert
Und bist geblieben, wo du warst, in Gottes Frieden.Rückert
Und bist nicht du, wo du nicht ewig ringst empor.Rückert
Und bist schon so alt:Lenau
Und bitte Gott damit er dießes möchte gebenLenau
Und bitter beneidenLenau
Und bitter einige; doch laß dich nicht verdrießenRückert
Und Bitterkeit geträufelt in das Leben;Lenau
Und bittrer Wehmut weicht des Zornes Braus;Lenau
Und bläs’t die Gluth wahnwitziger Empörung,Lenau
Und bleib auf deinem Ast,Lenau
Und bleib Ihr gehorsamster Sohn bis in Todt.Lenau
Und bleibest stets allein, wo gleich und gleich sich fanden.Rückert
Und bleibt er gleichwol stehn, so ists aus Eselei;Rückert
Und blicke durch das nasse GitterLenau
Und blicken froh hinaus in die Unendlichkeit.Rückert
Und blicken sich dabeiLenau
Und blickt umsonst umher, wer ihm dieselben zeige.Rückert
Und bliebst du auch zurück, merkst du’s nach einer Frist,Rückert
Und blüh'n seh'n solltest du noch einmal deine Lust.Rückert
Und blüht, wo keinem Aug' und Ohre Lust es bringt.Rückert
Und Blumen einen Gruß von Sommerhügeln winken.Rückert
Und Blumen pflückt, wie nimmer sie geborenLenau
Und Blumen ziehe, wem nicht Kinder sind verliehn.Rückert
Und bluten aus der Wunde,Lenau
Und Blüten streuend, weihn viel Herzen zu Altären;Rückert
Und blutig bist, Germania, du gerochen!« Lenau
Und bodenschütternd sprengten an mit Macht,Lenau
Und bös' ist alles, was es für sich selber thut.Rückert
Und Böses dann zu thun fällt ihm nicht ein im Traum.Rückert
Und brach zu seiner Gunst die letzte Pforte.Lenau
Und bracht' er selber sich hinein, so halt' er aus.Rückert
Und brauchen will die Welt, was du für sie ersannst.Rückert
Und brauchest du’s nicht mehr, so brauchet nur zu fächelnRückert
Und brauchst du dann ein Grab, er wird dich auch begraben,Rückert
Und brauchst sie gegen mich, ein schlechter Kriegsgebrauch.Rückert
Und braucht dazu viel mehr Gezeug, Geräth, Gerüst,Rückert
Und brausend geht es durch die Flut;Lenau
Und braust hinunter in den offnen Schlund.Lenau
Und breiten drüberhin zugleich ein Trauertuch;Rückert
Und bring im Herbste nur mir den Ertrag davon,Rückert
Und bringen dir im FreudenflugLenau
Und bringen eine Ernt’ in jedem Monat dar.Rückert
Und bringen Honig süß und klar,Lenau
Und bringst es weiter so, wie es ist hergebracht.Rückert
Und bringt den übrigen Ertrag dem Herrn der Hube.Rückert
Und bringt kein ganzes Bild davon nach Haus zurück.Rückert
Und bunt die Pfauen, wird auch dir dein Kleid verleihn.Rückert
Und Chusi kommt um seinen Botenlohn.Lenau
Und da drüben lärmen Nachtigallen.Lenau
Und da gerade hier sich im ZusammenflußRückert
Und da wo ich sie fand, da stellten sich im KreiseRückert
Und dacht' ers, so vergaß er diesen dann dabei.Rückert
Und dachte mit Wehmut: daß alles vergeht,Lenau
Und dachte nicht daran sich selbst zu widerlegen.Rückert
Und Dämmerung beginnt der Streit,Lenau
Und dank' ihm, daß ins Aug' ihn jeder fassen darf,Rückert
Und danken, daß ihm Gott ließ den Versuch mislingen.Rückert
Und dann das Seinige dem Augenblick zu lassen.Rückert
Und dann ein zweites noch als Dank, wenn mans empfangen.Rückert
Und dann hinweg sie denkt, der hat die Welt verstanden.Rückert
Und dann ist sie das Grab, in der sie Ruh erwarben.Rückert
Und dann vergeht, wenn es zum Gehn auch Anstalt macht;Rückert
Und dann zur Einsamkeit den Duft zurückgebrachtRückert
Und darf es, wenn nicht dir, mir selber wol bekennen.Rückert
Und darin schon besteht das Übel, es zu kennen.Rückert
Und darum dank' ich dir für jeden hellen Blick,Rückert
Und darum schon allein wird er dich nicht verlassen,Rückert
Und das aufs beste thun, was ihm ist angemessen.Rückert
Und das Auge des Monds dir ausgeronnen.Lenau
Und das Bäuerlein im BügelLenau
Und das beschriebne Blatt vom Baum ist ein verdorrtes.Rückert
Und das Besonderste zugleich das Allgemeinste.Rückert
Und das Besondre liebt das Allgemeine dann,Rückert
Und das Bewustseyn läßt sich nicht um es betrügen.Rückert
Und das Bild erschreckt den Gatten,Lenau
Und das Bild, ihr nachverlangend,Lenau
Und das Blühen und die WonneLenau
Und daß der Blitz geflammt, den Regen zu beleuchten;Lenau
Und daß der Blutlauf kreist, das ist des Leibes Leben.Rückert
Und daß der Felsenbach den Wetterstimmen allenLenau
Und daß der Kühne lebend noch geblieben,Lenau
Und daß die eine Zeit lobt, was die andre schilt;Rückert
Und daß die Kraft du fühlst, seh’ ich an den Geberden.Rückert
Und daß die Kuh ihm sei bereit ein Kalb zu nähren.Rückert
Und daß du ihm gehorchst, das macht von ihm dich frei.Rückert
Und daß du selber auch, dir selber nicht getreuer,Rückert
Und daß du unversehrt das Gut nun gabst zurück,Rückert
Und das Echo ferne rufen.Lenau
Und das edle Reis des Herbstes:Lenau
Und daß ein Leben schön und glücklich nur,Lenau
Und daß ein Schweres stets gehaltig sei und tüchtig.Rückert
Und das entladne Thier will gar nicht mehr vom Fleck.Rückert
Und daß er zur Verzweiflung nicht verwildre.Lenau
Und daß es soviel war, ist Gottes große Huld;Rückert
Und das ferne Waldgeflüster!Lenau
Und das ganze liebe LenzgesindeLenau
Und das ganze ParadiesLenau
Und das Gefühl von dem, was dableibt, dir benimmt.Rückert
Und das Gemisste bist zu haben du beflissen.Rückert
Und das Gesetz erfüllst, weil es ist deine Lust.Rückert
Und das große Herz Beethovens,Lenau
Und das gute Mädchen auch!Lenau
Und das herbre Bildnis trug,Lenau
Und das Herz dem VogelwunderLenau
Und das Herz von hinnen tragend,Lenau
Und das hüpfende Bächlein angemuntert,Lenau
Und daß ich nicht dem Waffenfreund versage,Lenau
Und daß ich recht es sprach, werd' ich mit Freuden inne.Rückert
Und daß ich zur lieben HeimatLenau
Und das ihn hält in tausend Bildern fest;Lenau
Und daß in mir verlornes MutterglückLenau
Und das ist gar nicht schwer; der höchsten Liebe SpurRückert
Und daß kein Unglückstern auch stünd’ in seiner Nähe.Rückert
Und das Kind, um das ich weine,Lenau
Und das Kreuzbild Gottes standLenau
Und das lenzbezauberte Land,Lenau
Und das Lied quoll sanfter mir.Lenau
Und das Mädchen sieht bekümmertLenau
Und daß mein Alter nun hell ward, ist Gottes Huld.Rückert
Und das mitleidvolle BangenLenau
Und daß nicht sich verzehrt, die mich verzehrt, die Flamme.Rückert
Und daß nicht um die Welt ich eines ließe fallen.Rückert
Und daß nun andre nicht sind schlechter als ich war,Rückert
Und das nur macht dein Ich, daß ungetrennt sie sind,Rückert
Und das Ringlein ihres LiebenLenau
Und das Ringlein Salomonis,Lenau
Und das scheue Wild entfloh.Lenau
Und das Schiff, so leicht und linde,Lenau
Und das schuldlose Opfer schnell erlöse;Lenau
Und daß sein schwacher Witz sich lasse nicht verführen,Rückert
Und daß sie dich, vielleicht auch deine Zähren,Lenau
Und daß sie halb schon sind geflogen, halb gefallen.Rückert
Und daß sie weiden, das ist seine Augenweide.Rückert
Und das Verbrechen zittert übers Meer;Lenau
Und das Vergangne hat als Künft’ges angefangen.Rückert
Und das vorzüglichste, was durch das feinste gieng.Rückert
Und das was dich berührt, daß es dein Finger spürt,Rückert
Und das was du gewannst, du kannst mit andern theilen.Rückert
Und das Wort, das er gesendetLenau
Und daß, wenn ich von fern seh die Vergnüganstalten,Rückert
Und davon, o Brahman, gekürzt nennt Brahma sich.Rückert
Und davoneilt zur Standarte;Lenau
Und davor steht der Löw’ und droht mit grimmem Streich,Rückert
Und dazu hat die Kraft dir Gott verliehn, dem schwachen.Rückert
Und decke meinen Leib mit deinem Kleide,Lenau
Und dein besondres Glück das allgemeine Heil,Rückert
Und dein Geselle, wo du siedelst, immerdar;Rückert
Und dein Herz, das liebevolle,Lenau
Und dein langes HaarLenau
Und dein Leben ihnen zeigen,Lenau
Und deine Augen sah ich weinenLenau
Und deine Bahn wird glühend, schroff und kahl:Lenau
Und deine Blumen sind gerungne Hände,Lenau
Und deine Denkkraft hat zu fürchten kein Erschlaffen.Rückert
Und deine fromme Seele segnend,Lenau
Und deine Heimat wirst du freudig wiedersehn.Rückert
Und deine Heimlichkeit bewahrt vom Busendeckel.Rückert
Und deine Klagen werden bald versiegen!« Lenau
Und deine Lust daran solang hält als es hält,Rückert
Und deine Seele klar vom Morgenglanz durchleuchtet;Rückert
Und deine trunkne Seele lüftetLenau
Und deine Zuversicht schlägt das mitnichten nieder,Rückert
Und deinem Bilde fehlts am Schatten wie am Lichte.Rückert
Und deinem Blick voran nach oben steigen sie.Rückert
Und deinen Blick mein Himmelreich:Lenau
Und deinen Maßstab legst du unbekümmert an.Rückert
Und deiner Herden GlockenschallLenau
Und deiner Qualen dunkle Horden!Lenau
Und deiner Seele stille Allgewalt.Lenau
Und deines Anbaus Fleiß vermehrt des Grundes Frucht.Rückert
Und dem Ausreißer gleich sie nicht einmal wegwerfen.Rückert
Und dem gesprochnen Wort verblieb der Lehrberuf,Rückert
Und dem grenzenlosen Meere.Lenau
Und dem Kirchhof sandt er zuLenau
Und dem Priester, der sie grüßet,Lenau
Und dem schwarzen Rauch der SchmachLenau
Und dem Wandrer, rauh und kalt,Lenau
Und dem wilden blinden ZiskaLenau
Und dem zürnenden Gemahl.Lenau
Und den Bach vorüberweinen. —Lenau
Und den du nicht benutzt, den hast du nicht gelebt.Rückert
Und den ein Strom, ein Meer nur, statt zu stillen, reizt!Rückert
Und den Gehalt der Welt dir richtig zuzuwägen.Rückert
Und den großen GottesbrandLenau
Und den Leben nachzusinnen,Lenau
Und den Prinzen segnet jeder.Lenau
Und den Reitern durch die KehlenLenau
Und den scharfsichtigsten mit falschen Künsten blendet.Rückert
Und den Stecken in die Lüfte haltet,Lenau
Und den vergeßnen Staub der Wind verweht! —Lenau
Und den, der sich vermaß, rechtmäßig zu beschränken.Rückert
Und denk im Stillen, was es wol gewesen sei?Rückert
Und denken nicht im Traum, daß sie auch sollten fliegen.Rückert
Und denken; doch erlaubt ist dir ein Rückwertssehn.Rückert
Und denkt an laute Jagd, wobei er wäre gerne.Rückert
Und denkt, beim Juwelier ist wohl der rechte Platz.Rückert
Und denkt: Was könnt’ es wol dem frommen Manne schaden,Rückert
Und dennoch an den herben Tod des Schönen,Lenau
Und der alte treue MarkoLenau
Und der Alte, näher schwebend,Lenau
Und der am tiefsten steht, kann dich den Höchsten loben.Rückert
Und der Antwort will ich lauschenLenau
Und der arme Mann ist froh und betrachtetLenau
Und der auf Helena, wenn rings die Meerflut schäumte,Lenau
Und der Baum im AbendwindLenau
Und der beherrscht sie, wer das Wort aussprechen kann.Rückert
Und der Bettler fürchtet, bei so ArmenLenau
Und der Dämon schwebt zur Bande,Lenau
Und der dem es genügt, daß ihn ein Trug beglückt.Rückert
Und der dritte behaglich schlief,Lenau
Und der Erkenntnis wird er seine Freiheit danken.Rückert
Und der erschrockne Jäger bebt? —Lenau
Und der es mich gelehrt, der wird gelernt es habenRückert
Und der Finstre schwebt enteilendLenau
Und der Fischer träumt noch langeLenau
Und der Fischer, der die leisenLenau
Und der Frühling nahte sich,Lenau
Und der Gedanke macht die leere Zeit mir voll.Rückert
Und der Gedanke nur gibt Seligkeit auf Erden,Rückert
Und der geheimnisvollen Todesnacht.Lenau
Und der Geigen tolle LiederLenau
Und der Gemeinheit Blüt’ ist des Brahmanen Reinheit.Rückert
Und der Genius der RacheLenau
Und der Gräber stille ScharLenau
Und der Häuser bunte Reihn,Lenau
Und der Hirsch, der Stolz der Schluchten,Lenau
Und der Husar den blanken SäbelLenau
Und der Jude blieb unversehrt.Lenau
Und der Jüngling steht verlassen,Lenau
Und der Jüngling welket auch. — —Lenau
Und der Jüngling, der ein Herz gebrochen,Lenau
Und der Krieger lange sprachen;Lenau
Und der Liebe bange ZweifelLenau
Und der Liebe Brand verlodert,Lenau
Und der Mann mit ernsten MienenLenau
Und der Mensch mit seinem MißgeschickLenau
Und der müde Tag entschließ.Lenau
Und der Mutter AugenlichtLenau
Und der Natur, und nie bedürfe mir der Brille!Rückert
Und der Nothwendigkeit ist Freiheit unterlegen.Rückert
Und der Priester opfert am Altare,Lenau
Und der Priester, wie er segnet,Lenau
Und der Regen niederbricht,Lenau
Und der Schwalben frühes Rufen,Lenau
Und der sie rügt, mein Ton, bist du nicht auch ein Zwitter?Rückert
Und der Sterne helles Flimmern,Lenau
Und der Sturm ist aufgewacht;Lenau
Und der Tag versank im Meere:Lenau
Und der Tod die FreudenketteLenau
Und der treue, warme PurpurLenau
Und der verrenket ihn, wer ihn zu weit ausreckt.Rückert
Und der Verschwendung bleibt kein Anlaß noch dem Neide.Rückert
Und der verstörten das verzerrte Schlangenbild.Rückert
Und der Verstörung wird er diesen Lenz nicht frei,Rückert
Und der vollkommne Mensch setzt in den AufenthaltRückert
Und der wackre Meister bläuteLenau
Und der Waffen heller Schein,Lenau
Und der Waldstrom donnernd braust.Lenau
Und der Wirt rings »Guten Tag!«Lenau
Und der wütet heut so närrisch,Lenau
Und der Zigeuner muß ausdauern,Lenau
Und des Auges Blitz verkündetLenau
Und des Baches Wellen brausenLenau
Und des Brahmanen draus entsprungne Thierweltachtung.Rückert
Und des Frühlings AbendglanzLenau
Und des Hornes heller TonLenau
Und des Prinzen düstre SeeleLenau
Und des Stromes Wellen brausenLenau
Und des Todes Wonneschauer,Lenau
Und des Ufers Büsche sausen;Lenau
Und des zerrißnen Blut am Boden klebt.Lenau
Und des Zimbals Hämmer pochen,Lenau
Und dessen Inhalt sickert auf den Grund,Lenau
Und dessen Spuren so sind unterm Volk geschwunden? —Rückert
Und dessen Zauberkraft du tief an dir erprobst?Rückert
Und desto größer wird der Trümmerfall dann seyn;Rückert
Und desto langsamer siehst du dahin sie schreiten,Rückert
Und desto minder trägt er aus sich Frucht nun wol.Rückert
Und Deutschland —« Halt! bei Aspern mußt du fragen,Lenau
Und dich aus dir selbst verwies;Lenau
Und dich des sicheren Gefühls der Beßrung freuest.Rückert
Und dich erkennt das Herz, das dich mit Liebe preist.Rückert
Und dich erleichterts wenn du dein Anliegen sagst.Rückert
Und dich rasch von dannen peitschten und zausten!Lenau
Und dich verachtet, wer dich lobt ins Angesicht.Rückert
Und dich zu trösten, wo du’s siehest unterliegen.Rückert
Und dich zum Frieden vor des Himmels zu bereiten.Rückert
Und die Alte wirft das zweiteLenau
Und die Ameise mit des gift'gen Saftes Spritzen.Rückert
Und die Arme liebend ausgebreitet,Lenau
Und die auf immer nun ihm schweigen sollen;Lenau
Und die Aufklärung auch soll es ihr nicht bestreiten.Rückert
Und die aus Feuerglanz, und die aus Ätherhauchen.Rückert
Und die bange Träne sein holdes LächelnLenau
Und die Besonnenheit wuchs aus Bethörungen.Rückert
Und die Bildhauerei stellt das Vergangne vor.Rückert
Und die Blitze wollen,Lenau
Und die Braut in ihrem HarmeLenau
Und die Bündel der Geschosse.Lenau
Und die Demantkette prangen.Lenau
Und die dich fliehen, sind nicht deiner Lieb' entnommen.Rückert
Und die drei Reiter vom Rosse sinken,Lenau
Und die dümmsten mit GelalleLenau
Und die Einbildung schmilzt mit fortgeschrittner Bildung.Rückert
Und die Empfindung fügt sich nur nothdürftig drein.Rückert
Und die Entwicklung streift nur Hüllen ab vom Glanz.Rückert
Und die Erlaubnis ihn zu bitten, unbesteuert.Rückert
Und die ewigen Gesetze,Lenau
Und die freien WetterwolkenLenau
Und die Freude hält im Arm;Lenau
Und die Gänse auf der WieseLenau
Und die Gelassenheit die reichste Hinterlassung.Rückert
Und die gereifte Frucht wird ihre Hüll’ abstreifen.Rückert
Und die Gesichter euch in Zukunft abgewöhnt.Rückert
Und die Gewisheit gibt ihm Kraft zur Weiterfahrt.Rückert
Und die Gipfel, als die Sonne schied,Lenau
Und die Glock an ihrem Halse klangLenau
Und die heitre Deutung flieht.Lenau
Und die Holde war mein eigen,Lenau
Und die holden ÄugeleinLenau
Und die in Ländern weit geahnten, unbekannten;Rückert
Und die Jungfrau steht berauscht.Lenau
Und die Kleider, die sie leerte,Lenau
Und die kranke Seele laben.Lenau
Und die Kreuze stehn geneigtLenau
Und die lauten Winde klagen:Lenau
Und die Lenzgesänge,Lenau
Und die Liebe zündet schneller.Lenau
Und die Lippen senkt er küssendLenau
Und die Luft wird ihr so schwül,Lenau
Und die Männer kommen festentschlossenLenau
Und die matte Sonne neigetLenau
Und die meisten werden kommenLenau
Und die Menschen leben lieber.Lenau
Und die Menschen schaudernd kehrenLenau
Und die mich liebte, war ein Weib von höchstem Stand.Rückert
Und die Mühle mahlt im Winde,Lenau
Und die Natur verstummt, im DämmerlichtLenau
Und die Reiter nehmens Kränzlein,Lenau
Und die Rosse hielt er an,Lenau
Und die Rossehirten jubeln laut.Lenau
Und die Rotte feiler SchergenLenau
Und die Sehnsucht ist verglommen,Lenau
Und die sie lächelnd brach.Lenau
Und die Sonne ist hinabgeschieden,Lenau
Und die Staffeln abgebrochenLenau
Und die Sterne blinken heller;Lenau
Und die Sterne stiller Nacht.Lenau
Und die Stürme hör ich schlagen;Lenau
Und die Tänzer schießen durcheinander,Lenau
Und die Toten wiederbringen.Lenau
Und die träge Rinderherde,Lenau
Und die Tränen seh ich blinkenLenau
Und die Traufe seiner SeeleLenau
Und die um höhere Sonn’, und um noch höhere die!Rückert
Und die undeutlich selbst, wenn wir sie sehn vom weiten.Rückert
Und die Unendlichkeit des Raumes räumen fort.Rückert
Und die unheimlichen Nachtgeister trieben wiederRückert
Und die unschuldigsten, die reinesten der Innung,Rückert
Und die vaterländschen BlätterLenau
Und die Vergessenheit kann Seligkeit nicht seyn,Rückert
Und die verhüllte nur, die Gottheit bleibt zurück,Rückert
Und die Verstimmung wird von selbst sich wieder heben.Rückert
Und die Vöglein ihn umschwärmen;Lenau
Und die vom Herzen mirLenau
Und die Vorstellungen mir weit hinaus geführt,Rückert
Und die Waffen entwenden meines Zornes,Lenau
Und die weithin tönende Klage;Lenau
Und die Welle rauscht von dannen.Lenau
Und die Wellen der DuranceLenau
Und die Wolken werden Nacht;Lenau
Und die Wonne jener StundeLenau
Und die Wunder himmlischen Entsagens. —Lenau
Und die Zigeuner, ihre Gesellen,Lenau
Und dienen sie ihr nicht? Es hängt in diesem TanzeRückert
Und dies wird seine Pein, wo er auch seyn mag, seyn.Rückert
Und diese Freud’ allein wird Niemand dir misgönnen.Rückert
Und diese Freude mir im Herzen lebt noch heut.Rückert
Und diese haben selbst schon keine Lust zu bleiben.Rückert
Und diese Hand, die jetzt den Becher schwinget,Lenau
Und diese helfen es zu Boden selber drücken.Rückert
Und diese sollen ihn zu ihrem Vorbild machen.Rückert
Und diese Wolken kummerschwer,Lenau
Und diesem auch was hilft die undankbare Kunde?Rückert
Und dieser auch entbehrt nicht sein bescheidnes Glück.Rückert
Und dieser Meinungstreit ist schwerer mir zu schlichten,Rückert
Und dieses ist genug, um träge nie zu ruhn.Rückert
Und dieses ist, was der Vollkommenheit gebricht;Rückert
Und dieses sei dein Lohn, daß du es thuest gern.Rückert
Und dieses sei der Lohn für meinen Unterricht.Rückert
Und dieses, wenn du willst, in dir geboren ist.Rückert
Und Dinge nicht zu thun, die nur für beide sind.Rückert
Und dir genügt ein Freund, du brauchest keinen weiter.Rückert
Und dir leuchten zum Altar.Lenau
Und dir, mein Leben, warf zur stillen FeierLenau
Und dir, o Schönes, ist der Vorzug mit geschenkt,Rückert
Und dir, o Zittrer, hilft kein Zittern vor dem Rost.Rückert
Und dis erkennen ist dein höchstes letztes Glück.Rückert
Und dis Gefühl allein genügt dir ohne Trug.Rückert
Und dis Gefühl der Kraft soll man dir nicht zerbrechen;Rückert
Und dis Geschwür, das er doch pochen fühlt und kochen,Rückert
Und dis ist noth uns just, und jenes nicht, auf Erden.Rückert
Und dis, herabgedrückt, dir scheinen gottverlassen:Rückert
Und doch am Ende noch beim Anfang immer stehn.Rückert
Und doch daran zu gehn kein andrer sei bereit.Rückert
Und doch dasselbe Ding als eins, nicht doppelt sehn,Rückert
Und doch der schönen Tage liebes PfandLenau
Und doch in dieser Kunst habt ihrs so weit gebracht.Rückert
Und doch verschieden ist nur darum Mann von Mann,Rückert
Und doch vollkommen fest in deiner Sfäre seyn;Rückert
Und doch vor einer StimmeLenau
Und doch wie voller Furcht und alles Muthes bloß!Rückert
Und doch wird sie davon nie minder, welch ein Glück.Rückert
Und doch zum Bürger hat in Ehren mich erkoren,Rückert
Und doch, wer irgend naht der ersten oder letzten,Rückert
Und Dolche nach, die Menschheit zu erlösen!Lenau
Und Donner schlug; — den Geier sah ich nimmer.Lenau
Und donnernd ruft er nun: »Allelujah!« Lenau
Und dort blickt der schuldlose Hirt der SonneLenau
Und dort den Bettlern um die Hüfte breiten.Lenau
Und dort den bleichen Knochen,Lenau
Und dort den zwiefach bittern Tod zu haben;Lenau
Und dort der Hüter spricht: Ist dis vollkommen schon?Rückert
Und dort der Hüter spricht: Vollkommen ist es nichtRückert
Und dort der Seele stören ihren Frieden?Lenau
Und dort der Totenschädel.Lenau
Und dort der Zweifel, der hin zur Verzweiflung rafft.Rückert
Und dort in stiller Brust der Welt Geheimnis reifen.Rückert
Und dort ist so wie hier der Stachel in der Brust.Rückert
Und dort sie alle finden,Lenau
Und dort, mit DonnerhallLenau
Und dran das Gärtchen mir, das kleine doch beroste,Rückert
Und drängt den Rest der Nacht zurück in Thälerfalten.Rückert
Und draußen klang im stillen WaldestalLenau
Und draußen sang des Hirten weiche Flöte.Lenau
Und draußen träumt der Mond, und ist benannt davon.Rückert
Und draußen überhand und drinnen nimmt Verwirrung.Rückert
Und drehen sich geschmeidig,Lenau
Und drehest jeden Tag dich stundenlang im Kreise.Rückert
Und dreht sich so um ihn, doch um sich selber nicht.Rückert
Und droht ein Unglück dir, so nenn' es nicht beim Namen,Rückert
Und drüber goldner Wolken Flug;Lenau
Und drüber hin die Palme,Lenau
Und drüber hoch herein der Alpe Schneefeld hangen,Rückert
Und drum die Sachen auch, die stets so unstät schwanken.Rückert
Und drunten unter Hand und Kugel stand ein Becken,Rückert
Und du auch stehst nie still, der gleiche bist du nimmer,Rückert
Und du bist noch so weit zurück auf dieser Bahn.Rückert
Und du bist todt; ihr seid zwei Leben gleichgestellt.Rückert
Und du fächeltest mir zuLenau
Und du hoch über mir, still kreisend in den Lüften;Lenau
Und du klagst es tief und laut,Lenau
Und du lebst ein schöners Leben.Lenau
Und du nicktest hold; doch es dünkte mir deinLenau
Und du stehst allein — am Grab.Lenau
Und du stießest leicht und munter,Lenau
Und du strahlst im Glanz des Goldes,Lenau
Und du wardst ein alter Knab!Lenau
Und du zum Meer hinwucherst, unermessen;Lenau
Und du, jemehr dir all die Götter sind ein Spott,Rückert
Und du, o Tochter, trag dein letztes auf dem Gast!Rückert
Und dulden mußt du ihn, sonst machst du jene schmäler.Rückert
Und dünktest dir ein Gott!Lenau
Und durch alle Herzen, schnell bemeistert;Lenau
Und durch das Morgensternlein sandteLenau
Und durch den kahlen, sangverlaßnen StrauchLenau
Und durch des Klippentals geheimste Orte,Lenau
Und durch die Einsicht selbst am Weltplan Theil gewannst.Rückert
Und durch die Finsternis bestehn sie und vergehn.Rückert
Und durch die See hin fahreLenau
Und durch einen weichen MorgenwindLenau
Und durch Erschüttrung wird der Schall ins Ohr geführt.Rückert
Und durch Erziehung kämpfst du sie noch einmal nieder.Rückert
Und durch Gedanken, rückt zum Tod das Leben fort.Rückert
Und dürft ich ahnend in den BronnenLenau
Und dürre Blätter sinken leise.Lenau
Und Durst, und Schläfrigkeit, zählst du villeicht die Stunden.Rückert
Und durstig, schläfrig auch, und selbst vom Schlaf erwachen.Rückert
Und eben, wann sie sich nicht außen thätig zeigt,Rückert
Und ebenso bedacht viel andre mancherlei.Rückert
Und eh das Herz mir dreimal schlug,Lenau
Und eh du Zweig und Blatt gezählt am Sternenbaum,Rückert
Und eh nicht, als erreicht der andre Gipfel ist,Rückert
Und ehr nicht im Gebet läßt er die Hände sinken,Rückert
Und ehren seine Macht, auch wenn sie’s anders nennen.Rückert
Und eiferig bekämpf' an dir und andern künftigRückert
Und eigenwillig nicht sich in die Tiefe senkt;Rückert
Und eilte seiner Pforte zu.Lenau
Und ein Almosen wollt' ich ihnen nicht versagen.Rückert
Und ein andrer hat errungen,Lenau
Und ein andrer ihm zur Rechten,Lenau
Und ein Bangen dich erfaßteLenau
Und ein Besonderes auf's Allgemeine zielt.Rückert
Und ein Bewegtes, das als Hebel der BewegungRückert
Und ein dionysisch TaumelnLenau
Und ein erbärmliches, wenn sie zum Fall sich neigen.Rückert
Und ein Geliebtes wird dir stets zu früh begraben.Rückert
Und ein geschriebnes bringt dich in die Welt hinaus.Rückert
Und ein harmloses Herz ist selbst im Weh gesund.Rückert
Und ein hartes Heldenlos,Lenau
Und ein holdes Wort von dir zu trinken.Lenau
Und ein mit Schönheitsinn begabtes Volk bedecktRückert
Und ein stilles, starres LächelnLenau
Und ein unfreundliches zurück die Hoffnung schrecken.Rückert
Und ein Urenkel noch ein Mährchen dir erzählte.Rückert
Und ein Verwalter war von ihm darein gesetzt,Rückert
Und ein Wehmut fühlt er, nicht zu sagen.Lenau
Und ein Zugängliches; die unterscheide nur!Rückert
Und eine Blume sah sich in der klaren Welle.Rückert
Und eine Blütenkerz' auf ihren Leuchter steckte,Rückert
Und eine Fackel leuchtet seiner Flucht,Lenau
Und eine gleicht davon der anderen an Glanze.Rückert
Und eine Himmelslust ist solch ein Anblick nur.Rückert
Und eine Metze, weil sie seine Metze war,Rückert
Und eine Perle draus mir jeden Tag zu bringen.Rückert
Und eine schöne junge BrautLenau
Und eine schönere Mutter, die mich geboren.Rückert
Und eine Schwalbe kam geflogen in die Stube.Rückert
Und eine Stufe dann vielleicht noch höher steigen.Rückert
Und eine Tann im Wald geschlagen,Lenau
Und eine Wanderlust ergriff die Kronen,Lenau
Und einen andern tief in Noth hinabgedrückt.Rückert
Und einen bösen Schein allein das Böse nennst.Rückert
Und einen eignen Stral trinkt jede Blum’ im Thale.Rückert
Und einen frischern Straus, als du mit Kunst geschmücktRückert
Und einen klärenden in diesen dumpfen Rauch!Rückert
Und einen Labebecher trank ichLenau
Und einen Namen, der ihn schmückt, wann du erblassest.Rückert
Und einen Schauder, daß ich bin von kurzer Dauer,Rückert
Und einer fehlte dann vielleicht um euch zu lösen.Rückert
Und einer noch der Ältesten vom Stamme;Lenau
Und einer sich am andern hält.Lenau
Und einer um den andern spricht:Lenau
Und eines Glücks aus Furcht, daß er es übel nimmt.Rückert
Und Eines ist mit ihm, wer ihn als Eins erkennt.Rückert
Und eines Mangel muß des andern Fülle seyn,Rückert
Und eines toten Freunds gedenkend lausch ich niederLenau
Und eines würd' er oft beim andern gar versäumen,Rückert
Und einfällt Raum und Zeit, dein hier ist ewig dort.Rückert
Und eingedenk der Lehre:Lenau
Und eingefroren ist der Bäche Rauschen.Lenau
Und eins das andre setzt in Unruh allerwerts.Rückert
Und einst wie lieblich wird es seyn gelebt zu haben.Rückert
Und einst wird sel’ge Ruh seyn der gefundne Lohn;Rückert
Und einst zufrieden schläfst du ein in seinem Schatten.Rückert
Und einzle Ganze sich im großen Ganzen ründen.Rückert
Und empört das Heldenblut.Lenau
Und endlich Ausruh dir von allen gab im Grab,Rückert
Und endlich bist du ein verehrungswürdiger Mann.Rückert
Und endlich einer durch Gebet und Weltentsagung.Rückert
Und endlich fehlt die Zeit, Erfahrnes anzuwenden.Rückert
Und endlich glaubest du, du habest es begriffen.Rückert
Und endlich glaubst du selbst, es sei kein Takt darin.Rückert
Und endlich ist der Stamm der morsche selbst zersplittert.Rückert
Und endlich kommen die verschiednen auch zusammen,Rückert
Und endlich meint, daß von Unähnlichkeit getriebenRückert
Und endlich sichtbar nur der höchste Gipfel blinkt;Rückert
Und endlich sprach er: »Dort am Fels erhebenLenau
Und endlich wird ihm selbst die Lust vergehn zu kommen.Rückert
Und endlich, vierter, du ? „Ich reise zum Vergnügen.”Rückert
Und Endlichs will, indem es wird, unendlich werden.Rückert
Und entführen ihre Hauche.Lenau
Und entzünde Freudenfackeln,Lenau
Und entzünden sie behende.Lenau
Und er brauset in den Schluchten,Lenau
Und er dort jenen nicht, der ihm ein Grauen weckt.Rückert
Und er eilt hinaus zum Strande,Lenau
Und er genest von seiner Sehnsucht nie.Lenau
Und er gibt dem Rosse die Sporn.Lenau
Und er guckt zu einem andernLenau
Und er gürtet, kühn zum Fechten,Lenau
Und er hält die Hand des FreundesLenau
Und er hört das laute KlopfenLenau
Und er hört die SilberlingeLenau
Und er hört im NiederlauschenLenau
Und er komme, folgend ihrem Gleise,Lenau
Und er lächelt still und bleichLenau
Und er läßt den Becher stehen,Lenau
Und er läßt den Bogen, frisch behaart,Lenau
Und er ließ zu seinen BotenLenau
Und er macht es nicht schlecht, wenn er damit kommt aus.Rückert
Und er packt ihn an seinem Talare,Lenau
Und er rüttelt wach den Armen,Lenau
Und er schaut im WellentanzeLenau
Und er schneidet sacht mit scharfer SchereLenau
Und er sie nannte »süße Braut!« —Lenau
Und er sieht das Hüttchen trauern,Lenau
Und er singt ein Lied, das alte,Lenau
Und er singt ein süßes Hoffen.Lenau
Und er spricht aus tiefempörtem Herzen:Lenau
Und er spricht mit bückendem Verneigen:Lenau
Und er spricht, ihr huldigend, die Worte:Lenau
Und er stellt dem Liebesglück ein Zeichen:Lenau
Und er sucht ein kurzes SchlummernLenau
Und er taucht mit allen ZweigenLenau
Und er wäre längst verblichen;Lenau
Und er wird ihn nie erreichen.Lenau
Und Erd und Himmel haben keine Scheide,Lenau
Und erjagen wirLenau
Und ernst verließen wir das öde Haus;Lenau
Und ernste Kreuze nicken.Lenau
Und ernsten DämmerscheinLenau
Und erst davon getrennt, im menschlichen Verein.Rückert
Und erst der Abend bringt uns eine Labung wieder.Rückert
Und erst der Himmel muß erklären und die ErdeRückert
Und erst ein ganzer wirds, wo beide sich vereinen.Rückert
Und erst gelenk wird, wann er warm geworden ist.Rückert
Und erstaunt die meilenweitenLenau
Und es beschloß die Welt von unten auf zu treiben,Rückert
Und es blickten Wirt und GästeLenau
Und es deckt die RosenwangenLenau
Und es dich trösten mag, daß du’s nicht bist allein.Rückert
Und es dreimal verachtet.Lenau
Und es dröhnt der MarmorbodenLenau
Und es dröhnt die Eisenpforte.Lenau
Und es erglänzt des Eises stille HeideLenau
Und es ergriff mich schnell die Begeistrung,Lenau
Und es flattern seine LockenLenau
Und es flattern tausend FahnenLenau
Und es flattert um der BrüsteLenau
Und es flüchtet ihre StirneLenau
Und es hat von meinen WangenLenau
Und es hinken weiter unsre Richter,Lenau
Und es hört der Fischer wiederLenau
Und es im Sturm von dannen zwingt.Lenau
Und es in seiner Weis' heran, herunter, zieht.Rückert
Und es irrt der Wind verlassen,Lenau
Und es kam, ein Kind, und schmiegteLenau
Und es kehrt der AbendschimmerLenau
Und es klaget, und es flüstert,Lenau
Und es nagen in die HerzenLenau
Und es pflückt der wählende Zahn nur lässigLenau
Und es pickt die Pendeluhr,Lenau
Und es rausche dir zu: ›Denke des liebenden Freunds!‹Lenau
Und es rauscht die Schlacht vorbei;Lenau
Und es schwingt der FreudigrascheLenau
Und es sieht nicht, was es vom Mutterschnabel naschte.Rückert
Und es sprühn die feurig falbenLenau
Und es verzeiht, sei dir's auch zum Verzeihn vertraut.Rückert
Und es wagt die lieblichste der FrauenLenau
Und es wird der Welt zu Herzen kommen.Lenau
Und es wurde die Mahlzeit rasch gehalten.Lenau
Und es zittert seine Stimme:Lenau
Und es zog gelinderLenau
Und es zog kein Name heil von dannen,Lenau
Und es zuckten Wetterscheine,Lenau
Und etwas Neues bringt auch jeder Augenblick.Rückert
Und euch mein bestes Korn ins Herz zu sän durch Schreiben.Rückert
Und ewig bleibt die Welt in ihrem Gleichgewicht;Rückert
Und ewig Gottes Licht aus Klarheit wächst in KlarheitRückert
Und ewig ist die Lust am Ewigen allein.Rückert
Und ewig lernest du nicht aus, denn ewig strecktRückert
Und ewig wird davon die Segenswirkung bleiben.Rückert
Und ewig wird es ihm mißglücken,Lenau
Und fallen läßt, sobald sie ihm beschwerlich fällt.Rückert
Und fallen möchte dir aus offnem Mund der Bissen.Rückert
Und fallen soll vom Zweig, der sie solang gepflogen;Rückert
Und fand ihr Inneres in recht idyllischem Stande.Rückert
Und fand, daß Alles was er hier gestrebt im Leben,Rückert
Und fand, wie fand es nur? des einen Blümchens Spur.Rückert
Und fandest eine Welt, wie eine du verloren.Rückert
Und faß in deinen Sinn der Fassung Wunderkraft!Rückert
Und fast nur, wann du willst befehlen oder schelten!Rückert
Und fehlt der Mittelpunkt in deiner Seele Kreisen,Rückert
Und felsenfest verschlossen bleibt das Haus.Lenau
Und ferne hebt sich Donnerklang,Lenau
Und ferner, näher, ist sie ihm auf keinem Schritte,Rückert
Und fernher klangs von dumpfen Donnerschlägen.Lenau
Und fest entschlossen, Deutschlands Herz zu brechen.Lenau
Und fester greift er den Wanderstab,Lenau
Und fett nur werden auch gleich Thieren mit BehagenRückert
Und finde keinen Trost.Lenau
Und findest andres vor, als du in Rechnung brachtest.Rückert
Und findest du den Grund, so ists zur guten Stunde.Rückert
Und findet das Lied auch nie Erfüllung,Lenau
Und findet, wie sichs trifft, Verstand und Misverstand.Rückert
Und flammend blickt sein AugeLenau
Und fleht um Kühlung ihrer Herzensflamme:Lenau
Und flehte dich an um milde PflegeLenau
Und fletscht nach ihm das Mordgebiß.Lenau
Und fliehst die Ewigkeit, die sicher dich erreicht.Rückert
Und flieht und schwindet tief und tiefer immerLenau
Und flog der Lebenswelt noch unbekannte Pfade.Rückert
Und flüsterst mir auch hier: Vergißmeinnicht! dein Wort.Rückert
Und flüstre mir, wie heimlich in Gedanken,Lenau
Und Flutendonner, schlagend an die Wände,Lenau
Und fördern werden dich selbst Feinde die dich hindern.Rückert
Und fort und fort die Dirne rennt,Lenau
Und fortan sah niemand ihn im Lande.Lenau
Und fortführt in die Fremde, ins Vergessen! —Lenau
Und fortgerissen in die rasche FluchtLenau
Und frage gar nicht nach dem Grund der sie gebar.Rückert
Und frage nicht, ob es grad aufgeht mit der Stunde.Rückert
Und frage nicht, ob es noch besser möglich sei.Rückert
Und fragend nach dem Weg, kommt er zu ihm getreten.Rückert
Und fragest: Soll ich nun damit zufrieden seyn?Rückert
Und fragst du aber, wem zu traun dir nicht gebührt?Rückert
Und fragst du nach dem WitzeLenau
Und fragst, warum? Weil du so unvollkommen bist.Rückert
Und fragst: »Wie kam er nur hinaus?« Lenau
Und fragt er sich, ob sie sein Schöpfer auch erschaffen,Rückert
Und fragt nicht mehr: wohin? woher?Lenau
Und fragt nicht, wie sie sich vertragen um ein Herz.Rückert
Und fragte klagend mein Geschick: »Bewahrst in deinem SchatzLenau
Und fragtest du erst, die du fraßest, ob sie Gatten,Rückert
Und frech am Gott vorüber, der ihn hörte. —Lenau
Und frei auf festem Grund nach allen Seiten walten.Rückert
Und frei durchs lange Haar der Weiber wühlen,Lenau
Und frei nur fühlst du dich, wenn du dem Herrn gehörst.Rückert
Und freu dich, daß sich jung die Welt im Ganzen hält.Rückert
Und Freude muß die Seele ihm bewegen,Lenau
Und Freuden des Geschlechts von seinen eignen scheiden.Rückert
Und freudig fällt darauf in jeder Nacht der Thau.Rückert
Und freudig Hand in Hand nahmen sie heim den Lauf,Rückert
Und freudig lohnen's ihm die arbeitsamen Bienen.Rückert
Und freudig nieder in den Staub,Lenau
Und freue dich am Kampf, wenn dir der Sieg entrann.Rückert
Und freue dich daran, wie alles freuet sich.Rückert
Und freue dich, daß du stets weitern Kreis umspannst.Rückert
Und freue mich, daß ich nun wieder bin im Freien.Rückert
Und freun uns der aus Drei gewebten Buntheit nur.Rückert
Und freundlich scheinet dem, der sich im Schatten breitet.Rückert
Und freust dich wie so leicht jeder die Kraft verlor.Rückert
Und freut der Täuschung sich am bunten Farbenstreif.Rückert
Und freut dichs nicht, so mußt du etwas Neues thun.Rückert
Und freut sich, daß soviel mit ihm auf gleicher ReiseRückert
Und Frevel zittert stets, daß er den Lohn empfahe.Rückert
Und friedlich ist der Sinn von ihren Unterthanen,Rückert
Und froh erkannt' ich erst, es waren junge Schwalben.Rückert
Und fröliche Vertraun im bunten Weltgewühl.Rückert
Und früh erwachen, neu gestärkt sein Werk zu thun.Rückert
Und FrühlingssingenLenau
Und fügen muß sie sich, wo wir den Platz ihr gönnen.Rückert
Und fühle jeden Ton, versteh' ich auch nicht jeden.Rückert
Und fühle keinen Trieb und Zug aus meinem Schlamm.Rückert
Und fühle, daß du nicht entäußernd dich verlierst,Rückert
Und fühle, daß sie so nicht meine Freundin sei.Rückert
Und fühlen, daß es nur zur Einen hin dich zieht;Rückert
Und fühlest deine Schuld, Herz, wann du Winter hast.Rückert
Und fühlet freudig, daß ihr Schöpfer sie beschaut.Rückert
Und fühlt der Mensch mit bleichem BebenLenau
Und fühlt er dann, wozu Beruf und Pflicht ihn treiben,Rückert
Und fühlt es kühler schon im Herzen fließen.Lenau
Und fühlt sich gläubig stolz, daß er die Gunst besitzt.Rückert
Und fühlt und fühlt und fühlt, und reicht nicht aus zu fühlen.Rückert
Und fühlte Vollgenuß und Andacht ungestörte.Rückert
Und fühlten sich beglückt all’ einen Kranz zu tragen.Rückert
Und führen dich zurück mit Heermacht in dein Haus.Rückert
Und fuhren ruhig fort die Schatten zu betrachten.Rückert
Und führen sie, versenkt in stilles Sinnen,Lenau
Und führest nach dem fernen TaleLenau
Und füllt den ganzen Raum, doch mit ungleichem Schimmer.Rückert
Und füllt er seinen Ball mit Lüften oder Feuern,Rückert
Und für das Gute selbst den Schein des Bösen meiden.Rückert
Und für dein Futter laß der Mutter Liebe sorgen.Rückert
Und für die Körperwelt will ich euch das gestatten.Rückert
Und für dis Leben nicht ists eingeprägt allein.Rückert
Und Furcht, ich könnte schierLenau
Und fürchte als Gespenst dich selbst und andre nicht.Rückert
Und fürchte nicht, zuletzt zu finden taube Kohlen.Rückert
Und fürchten wohl: — mir sagts ihr zitternd Blinken —Lenau
Und fürchteten die Zeit zur Arbeit einzubüßen,Rückert
Und fürchteten sie, zu versinkenLenau
Und fürder spricht er keinen Laut,Lenau
Und ganz betroffen tritt er vor den Herren wieder;Rückert
Und ganz die große Sonn’ in jedem kleinsten Stral.Rückert
Und ganz es zu verstehn, ist noch nicht Zeit vorhanden.Rückert
Und gar nicht kennen wir, was halb und halb wir kennen.Rückert
Und gar nichts fangen wird, wer da will alles fangen.Rückert
Und gar Unfreundlichkeit zurück die arme schrecken?Rückert
Und geb’ es eine, sie doch unerkennbar schwebe,Rückert
Und geben gerne Raum mir für ein Mittagschläfchen.Rückert
Und gebt dem Heidenthum bei uns noch ein'ge Fristen,Rückert
Und gegen das, was ihm misfällt, ist er betäubt.Rückert
Und gegen Großes klein, so schwankest du o Rohr.Rückert
Und geh' ich auch allein, doch geh' ich unbeklommen.Rückert
Und Geheimnis, was er fühlt,Lenau
Und gehst in sie um aufzudrücken ihr dein Zeichen.Rückert
Und geht beseligt auf in Ewigkeitsgefühl.Rückert
Und geht nicht aus das Licht, geht das Geheimnis aus.Rückert
Und geht verloren auch ein Wort, so ists nicht viel;Rückert
Und geht verloren auch ein Wort, so ists nicht viel;Rückert
Und gelobt ihr seine Treue.Lenau
Und gereiht am Sattel sitzenLenau
Und gern auch arm zugleich, zufrieden im Genuß.Rückert
Und gern auch ungestört, von Niemand gar gekannt.Rückert
Und gern beglänzt vom deutschen Sonnenstrahle,Lenau
Und gern gebt allen es, die meinen Namen sprechen.Rückert
Und gerne hier der FröhlichkeitLenau
Und geschnattert,Lenau
Und Gespenster malen sichLenau
Und gestern Blütenfüll', in Duft und Glanz ergossen;Rückert
Und gestern jenes mich, und neulich das gefreut!Rückert
Und gesungen,Lenau
Und gewecket in mir durch seinen empfindbaren Abdruck,Lenau
Und geziert mit mottenhaftem Brame,Lenau
Und gib die Blüte nicht dem Wind der Welt zum Raub.Rückert
Und gib es gern zurück, wenn er es wieder nimmt.Rückert
Und gibst mir Rechenschaft von deinem Hirtenamt.Rückert
Und gibst mir Rechenschaft von deinem Hirtenstabe.Rückert
Und gibst mir Rechenschaft von deinem Hirtenstande.Rückert
Und gibst mir Rechenschaft von deinem Hirtenwesen.Rückert
Und gibst mir Rechenschaft von deiner Hirtenhut.Rückert
Und gibst mir Rechenschaft von deiner Hirtenpflicht.Rückert
Und gibst mir Rechenschaft von deiner Hirtenwürde.Rückert
Und gibt er grade nicht, was du gebrauchtest eben,Rückert
Und gibts der Welt zurück in Regenbogenschalen.Rückert
Und gieng dir nicht villeicht ein sechster Sinn verloren,Rückert
Und gießen zu lebendgen Liedesglocken,Lenau
Und gift’ge Kräuter kennt ehr als der Arzt die Kuh.Rückert
Und gift’ger Raupenfraß, kein blühnder Rosenhag;Rückert
Und ging — und ging — das Irrlicht schwandLenau
Und ging hinaus, beklommen.Lenau
Und ging hinüber in meins,Lenau
Und glaubte sie wie Thau in jedem Kelche liegen.Rückert
Und gleich im Wandel bleibt die Wesenheit der Wesen.Rückert
Und gleichgefegt der Wind mit seinem Flügel.Lenau
Und gleichsam eine Form beliebig anzunehmen.Rückert
Und gleichst in Einsicht aus der Ansicht Streitigkeiten.Rückert
Und gleichwol etwas hat, womit es fest dich hält.Rückert
Und gleichwol ist es da, nur ohne daß ichs weiß,Rückert
Und Glück ist da nur wo die Wünsche stille stehn.Rückert
Und Glück zu finden sei nicht droben noch hienieden.Rückert
Und gönnt sogar der Kunst die Freiheit nicht?Lenau
Und Gott allein nicht sieht ins Innre jedem Sünder.Rückert
Und Gott bedecketLenau
Und Gott wirkt überall, und Gott wirkt immerfort;Rückert
Und Gott, den du nicht siehst, in seinen Werken nur.Rückert
Und Gottes Athem geht ein Morgenhauch durchs Schiff,Rückert
Und Gottes Geist im Haupt, fürs VaterlandLenau
Und Gottes Wolkenzelt ist weben Rauches Amt.Rückert
Und göttlich der Beruf zu denken ohne Schranke.Rückert
Und gradauf oben steigt ihr grünes Blatt zum bunten.Rückert
Und grade, wenn er sie hervorholt wiederum.Rückert
Und Gram und Sorgen all versunken;Lenau
Und Grambeladne werdenLenau
Und grauend seine Gipfel starren an;Lenau
Und Grille, daß geheim sie wohn' im Spalt der Erde.Rückert
Und groß den Baum zu ziehn, nicht Müh noch Sorgfalt scheutest.Rückert
Und Grübler nach des Kreuzes Wurzel graben,Lenau
Und grünt, wenns Wild sich hagerLenau
Und grüßen wir dich nicht, so bist du ungeehrt.Rückert
Und grüßt mit seinem Lied des Himmels wilde Blitze.Lenau
Und grüßte mich in seiner öden Klause.Lenau
Und günstige dazu, daß sie den guten MutRückert
Und gute Nacht dir bot,Lenau
Und gute Waffen auch zum Waffenstreit ein Streiter.Rückert
Und hab ich lang gefleht,Lenau
Und habe lieb das Bild, bis du dich lieb gewannst.Rückert
Und hält an ihm sich an, um selbst nicht zu ertrinken.Rückert
Und hält die Rose Streit mit dir,Lenau
Und hält ihm vor das bleiche Angesicht,Lenau
Und hält im Schooß sie bis auf weiteres gefangen.Rückert
Und halt in Ehren auch die wächsernen Gestalten!Rückert
Und hält sie dadurch nicht allein das Gleichgewicht,Rückert
Und hält und will nicht fliehn,Lenau
Und hält, solang man kann, ein unhaltbar System.Rückert
Und halte hier vergnügte Rast.Lenau
Und halten dich bei uns zurück,Lenau
Und halten Gutes werth, das Besserm dient zur Nahung.Rückert
Und halten, so wie du dich hältst, für einzig sich.Rückert
Und hältst den bangen Atem an. —Lenau
Und hängt sich an die säuselnden Zypressen.Lenau
Und Harmonie des Todes rauscht.Lenau
Und harrt mit hocherhobner Todeswaffe,Lenau
Und hart der Sinn, wem es hart in der Welt gegangen.Rückert
Und härtend an der Luft in hohen Farben glühn.Rückert
Und härtet sich der Wille.Lenau
Und Has und Wachtel guckt heraus,Lenau
Und hast auch nicht daraus den Baum hervorgebracht.Rückert
Und hast du und wodurch den Zutritt dort erlangt?Rückert
Und hat aufs Gartenland befruchtend sich ergossen.Rückert
Und hat das Kraut sein Netz dicht übers Feld gestrickt,Rückert
Und hat dem Knecht mehr als verdienten Lohn beschieden.Rückert
Und hat der Gott dich ganz durchflossen,Lenau
Und hat der wüste LebenslaufLenau
Und hat die läst’ge Haut zugleich nun abgestrüpft.Rückert
Und hat durchs Aug' er sich die Welt beschaut mit Ruh,Rückert
Und hat in dem Beruf bald treulich ihm geholfen.Rückert
Und hat nun keinen Schatz als seinen Ruhm im Haus.Rückert
Und hat nun wieder nichts als seinen Ruhm im Haus.Rückert
Und hat vergessen, daß er selbst soll sterben eben.Rückert
Und hat, indem er es verfehlt, erreicht das Ziel,Rückert
Und hatt es mir auch den Hals gepreßt,Lenau
Und hätt’ es deshalb auch nicht minder wohl geruht,Rückert
Und hätt' er Flügel auch, und fehlt' ihm nichts am Schwunge,Rückert
Und hätte bös’ und gut der Mensch nicht unterschieden,Rückert
Und hätte draußen dir genügt ein ander Licht,Rückert
Und hatten schlanke Leiber,Lenau
Und hätten sie es nicht vergessen, wären sieRückert
Und hättest du in dir den Stral, der rückwerts brichtRückert
Und hättest du wie Gott nun eine Welt gedacht,Rückert
Und hebe so den Fuß im Takte wie es frommt.Rückert
Und heftger regnets; von erwachten WindenLenau
Und heftig rauschend bricht der Regen nieder,Lenau
Und Heilung jede Wunde.Lenau
Und heim zum ewgen QuelleLenau
Und heimlich glimmend barg es sich im Haufen Asche.Rückert
Und heimlich hinter unsern BäuchenLenau
Und heimlich im Gewand der Pfeil begleitet ihn.Rückert
Und heischt von ihr sein blutig Futter.Lenau
Und hell genug, daß dich zum Lichtquell Sehnsucht wende.Rückert
Und hell im Lampenschein zwei Geister sich erkennen.Rückert
Und hell vom Liebesfest die Wälder klingen.Lenau
Und hell wird alle Trüb’ und alles Übel gut.Rückert
Und hell wird alle Trüb’ und alles Übel gut.Rückert
Und heller glomm der helle Abendstrahl,Lenau
Und heller hinterm Flor schon das Bewußtseyn dämmertRückert
Und herrsche so daß sie ihr Joch geduldig tragen.Rückert
Und herzlich wünsch' ich, mög' auch mir einst so geschehn.Rückert
Und heulend rolle dir die WindsbrautLenau
Und hieb die Stränge mit scharfem SchwerteLenau
Und hier das Vaterglück, gemäht vom dunklen Schnitter.Rückert
Und hier das vollste Ja zur leeresten Verneinung.Rückert
Und hier die Gegenständ’ im Dunkel unterscheiden:Rückert
Und hieß mich froh mit gastlich mildem WorteLenau
Und hilfst gewissenhaft sterben, was sterben soll.Rückert
Und himmlisches dafür im Glauben sich erkor,Rückert
Und hin der Saame fliegt, von Himmelsluft beschwingt.Rückert
Und hinaus in alle WeitenLenau
Und hinein verscharren seine Geige.Lenau
Und hinter ihr der Mond nur deinen Lauf begleitet;Rückert
Und hinter weißem Flor die stille Sonne träumt,Rückert
Und hinter’m Rücken träg’, als säh’ der Herr da nicht.Rückert
Und hinterdrein, von Fels zu Fels geschwungen,Lenau
Und hob sie dann empor zum Segen,Lenau
Und höchstens ein Polyp, den es nicht im BehagenRückert
Und höchstens einmal streiftLenau
Und hoff, wenn aufgegangenLenau
Und hoffen jeden Tag, der Heiland werde kommen.Rückert
Und hoffnungsvoller noch begannen sie zu lauschen.Rückert
Und hofft er dies, es ist ein eitles Wähnen;Lenau
Und höher ihr der Busen schwoll,Lenau
Und höher schlägt die Flut an ihm empor.Lenau
Und holder lachten uns die BlütenwangenLenau
Und holst die Zeit schon ein, wenn an der Zeit es ist.Rückert
Und Holz wievielerlei geht auf in gleichen Flammen!Rückert
Und hör euch Raben zu.Lenau
Und hör' Einklingendes, wo ihr hört Widerspruch.Rückert
Und hörbar rieselt nieder in die SchluchtenLenau
Und horchte ihrem leisen Liebesschwur;Lenau
Und hörst von der dich nie verurteilt sicherlich.Rückert
Und hört den Vater froh wie er der Mutter ruft.Rückert
Und hört die Mutter drin sein Picken zart und schwach,Rückert
Und hört von Lerchenlied den Sieg des Lichts geflötet.Rückert
Und hört’ es kaum, wie ihn der Vater hieß willkommen.Rückert
Und hüllte ins Vergangne ganz sich ein.Lenau
Und huscht, geschloßner Augenlider,Lenau
Und ich bedachte mir im Dämmerschein,Lenau
Und ich bedecke,Lenau
Und ich begann, daß ich mein Leid verhehle,Lenau
Und ich bin arm.Lenau
Und ich bin ich, weil du in mir die Mitte bist.Rückert
Und ich bin sein, nicht mein, ich bin von ihm durchdrungen.Rückert
Und ich blickte mich um — und mußte schaudern.Lenau
Und ich empfand es tief im Herzen,Lenau
Und ich empfand in meines Herzens GrundeLenau
Und ich empfand, als ich das Bild betrachtet:Lenau
Und ich empfang' ihn auch, wie du empfängst den meinen;Rückert
Und ich erwacht an eines Baches Rand,Lenau
Und ich fühlte himmelwärtsLenau
Und ich habe scheidend all mein GlückLenau
Und ich höre wieder nurLenau
Und ich lad aus andern WeltenLenau
Und ich mein, ich höre wehenLenau
Und ich meint es bis zur Stund,Lenau
Und ich muß mein Liebstes meiden:Lenau
Und ich muß trauern,Lenau
Und ich sprach aus zitternder Seele dir: »IchLenau
Und ich verliere mich in himmlisches Entzücken.Lenau
Und ich verschieße sie mit oder ohne Spitzen.Rückert
Und ich werde, bis ich sterbe,Lenau
Und ich will den Leib dir feien,Lenau
Und ich, Gedanken nur in Bilder zu versenken.Rückert
Und ich, wie sie, muß immer eilenLenau
Und ihm ans Herz gesunken;Lenau
Und ihm bescheren sie die überflüss'gen Wollen.Rückert
Und ihm deucht, ob aus den TiefenLenau
Und ihm entgegen kam zur Stärkung Himmelsluft.Rückert
Und ihm entstrahlt ein süßer Friede —Lenau
Und ihm ertöne VogelsangLenau
Und ihm erzählt der Menschheit bangen Fluch;Lenau
Und ihm gedeiht im UfersandLenau
Und ihm ist das Land bewußt,Lenau
Und ihm unmittelbar empfindlich schaden kannst.Rückert
Und ihn ergriff, wie die gedungnen Fechter,Lenau
Und ihn lohnt — Vergessenheit!Lenau
Und ihn mit kalter Hand ins Wachen schüttelt,Lenau
Und ihn mit Lockungen, mit holden, leisen,Lenau
Und ihn mit Macht von dannen zwingt.Lenau
Und ihn nicht nennt der Lippen Hauch,Lenau
Und ihn zum Guten die, zum Bösen jene triebe,Rückert
Und ihr Auge glüht im Zorne,Lenau
Und ihr das Land erfüllt mit Herden und mit Horden;Rückert
Und ihr entsanken alle Reize, tot,Lenau
Und ihr Gedanke steigt empor und ihre Lieder.Rückert
Und ihr Geringstes auch im Bilde nicht verschweigen.Rückert
Und ihr habt euch gestellt auf diese Schattenseite.Rückert
Und ihr im Tanze sagen:Lenau
Und ihr Panier durch alle Stürme schwang,Lenau
Und ihr stürzt erbärmlich in die Pfütze,Lenau
Und ihr Trost ist ihm genommen.Lenau
Und ihr zu Füßen weint der Ruhelose,Lenau
Und ihr zu gefährdenLenau
Und ihre Freiheit kann die deine nicht gefärden.Rückert
Und ihre Priester — sie toben.Lenau
Und ihre Streitigkeit sollt’ also sich entscheiden.Rückert
Und ihre Sünden sind mit ihnen auch begraben.Rückert
Und ihre süßen Worte klangen:Lenau
Und ihre Todten ruhn dort himmelsluftumweht.Rückert
Und ihre Tränen waschenLenau
Und ihre Wange glühte,Lenau
Und ihren Kindern war der Mutter Herz gewogen.Rückert
Und ihren Sold, wer ihn begehren will, begehren.Rückert
Und ihren Taumelkelch zur Tränenurne;Lenau
Und ihrer Dunkelheit vertrauen meine Leiden,Lenau
Und ihrer Eh entsproß Armuth und Dürftigkeit.Rückert
Und ihrer Übermacht muß er sich stets erwehren.Rückert
Und ihres Einzugs Fahn’ erscheint im Morgenrothe.Rückert
Und ihres Rauschens Grund sind Erdunebenheiten.Rückert
Und im Bewußtseyn geht, ein Gott lenk' ihm den Gang.Rückert
Und im Contrapunkt zu redenLenau
Und im Dickicht naht es leis.Lenau
Und im Erkennen die Empfindung teilt,Lenau
Und im Flug den Aar besiegen.Lenau
Und im Fluge heller LiebesblickeLenau
Und im frohen JugendreigenLenau
Und im Gedächtnis wird dirs ewig nicht veralten.Rückert
Und im Gedanken nur nachmachst von Gott Gemachtes.Rückert
Und im gesunknen Stern den hohen Ursprung ehren;Rückert
Und im Getreide hell die Wachtel schlagen.Lenau
Und im Gewühl ist ganz unmöglich Übersicht.Rückert
Und im Gezweige dann ist sie mit sich entzweit.Rückert
Und im hellen Wetterstrahl,Lenau
Und im Hinsturz Mann und Mähre.Lenau
Und im Hochofen rein das Erz aus Schlacken kochen.Rückert
Und im Kelch der feinsten MooseLenau
Und im Niagararauschen.Lenau
Und im Schreibtäfelchen besonders eingeschriebenRückert
Und im Sturme, immer lauter und bänger,Lenau
Und im Takt des Tanzes singenLenau
Und im Walde hört ich die Antwortklage:Lenau
Und im Walde knarrt es knickend,Lenau
Und im Weiher untergehenLenau
Und im Wind gewaltig rummelt,Lenau
Und im Winde bebt das Rohr.Lenau
Und immer aufzugehn bereit ist wie ein Stern;Rückert
Und immer fruchtbar ist der unfruchtbare Baum.Rückert
Und immer fühlst du noch die beiden an der Brust.Rückert
Und immer ist die Welt vollkommen ausgedacht,Rückert
Und immer kämpfen mußt du neu das Böse nieder.Rückert
Und immer lehrreich ist auch jenes anzusehn.Rückert
Und immer neu belebt geht es von Mund zu Munde.Rückert
Und immer neu Gefühl liegt in dem alten Klang.Rückert
Und immer noch das Märchen still erzählen,Lenau
Und immer schützt sich selbst die Weihe vor Entweihung.Rückert
Und immer schwächer wird um ihn der Morgenschein,Rückert
Und immer seltner kam er und seltner.Lenau
Und immer tauscht den Platz Zukunft-Vergangenheit.Rückert
Und immer todter ist der Stoff zurückgeblieben.Rückert
Und immer wächst der Glanz, der nie die Spitz’ erreicht.Rückert
Und immer weiter so, und immer weiter nur?Rückert
Und immer will es nicht dem Gaumen süßer thaun.Rückert
Und immer wird das Volk an andern Götzen hängen.Rückert
Und immer wird der Strand des Lebens wüster,Lenau
Und immer wirds in meiner Seele trüber. —Lenau
Und in Abnahme nur, wenn du erliegst dem Grame.Rückert
Und in bleicher TodesschönheitLenau
Und in das Ding hinab an seinem Stral dich neigen.Rückert
Und in das Heil der Welt ist meins miteingeschlossen.Rückert
Und in dein enges Herz sie nicht zusammenpressen.Rückert
Und in dem Neuen dort des Alten ewig freuen.Rückert
Und in dem zarten BirkenhainLenau
Und in den AbendglutenLenau
Und in den Hintergrund tritt Vater und Mutter gerne,Rückert
Und in den Kerker dort zu jenem wandre,Lenau
Und in den Lauf treibt er die Kugel bleiern.Lenau
Und in den Lüften sucht er seinen Nahrungszweig.Rückert
Und in den Schatten Gottes Einsamkeit; —Lenau
Und in den WiderhallenLenau
Und in der Einsamkeit bleibt er sich sein bewust.Rückert
Und in der Einsamkeit das helle Bild entfaltetRückert
Und in der Einzelheit, doch niemals in der Schaar.Rückert
Und in der Forschung Wälder trat, ein Tor, ichLenau
Und in der Freude trägt er wieder doppelt einRückert
Und in der Heimat sei einst dieses dein Gewinn:Rückert
Und in der Mitte bist du selber das was ist;Rückert
Und in der Nacht noch ruht, was bringen wird die Frühe.Rückert
Und in der Schrift ist Stift und Tafel nicht zu scheiden;Rückert
Und in der Trauer sich des Trostes ist bewust;Rückert
Und in des Lebens Buch steht es als ewiges Zeichen.Rückert
Und in des Menschen Haus nur Krankenstubenjammer,Rückert
Und in des Turmes finstern Einsamkeiten,Lenau
Und in die andre Geld, genau auf Unz’ und Gran.Rückert
Und in die Ferne ward ein Brief gesendet.Lenau
Und in die Grabesnacht hinuntersehn,Lenau
Und in die Lüfte schwingt sich wieder der Gesunde.Rückert
Und in die Nacht, die dunkle, stille, lauscht:Lenau
Und in die Schule schickt’ er es mit Liebesgrollen.Rückert
Und in die tiefste Seele drang.Lenau
Und in dir selber dann gleich' aus den großen Rest,Rückert
Und in dir selber fühlst du wieder dich verstört.Rückert
Und in dir selber soll einst ew'ger Sonnschein werden.Rückert
Und in Erinnerungen mich versenken,Lenau
Und in Gedankenduft ein leibliches verklären,Rückert
Und in längst verblichnem GlanzeLenau
Und in seliger VerschlingungLenau
Und in Vergessenheit die Schreckzerrbilder senken.Rückert
Und in Wehmut uns versenken. —Lenau
Und indem ihr mit der Krücke schaltetLenau
Und irre kanst du auch nicht gehn auf allen Pfaden.Rückert
Und ist beglückt, misfiel’ er auch den andern allen.Rückert
Und ist das Ziel nur gut, so ist nichts einzuwenden,Rückert
Und ist der feinste TänzerLenau
Und ist der Gegenstand der Hand nicht zu erlangen,Rückert
Und ist der Wuchs des Lebens mir verdorrt,Lenau
Und ist die eine gar geruch- und farbenreich,Rückert
Und ist durchs eine Thor gegeben frei der Lauf,Rückert
Und ist er nicht verreist? Zwar kommt er nie zurück,Rückert
Und ist es dir nur klar, so wird's auch andern werden,Rückert
Und ist es dir nur recht geläufig, brauchst du’s garRückert
Und ist gesund nicht weil er etwas sich versagt.Rückert
Und ist geworden gut und edel, eh ers weiß.Rückert
Und ist mein Nest gebaut, sing’ ich zum Danke dir.Rückert
Und ist nicht mehr zu finden.Lenau
Und ist von allem, was darin sie stört, empört.Rückert
Und ist, vom Kind gelernt, die erste schwerste Kunst;Rückert
Und ists ein Dichter, mag sein Lied auch weinen.Lenau
Und ists ein Mensch mit Geld und Gut,Lenau
Und ists geschehn, so wird in dich zu gehn dir frommen.Rückert
Und Jägerstreiche seiner rüstgen Jahre.Lenau
Und jagt zwei Stündchen nur im Spätlicht und vorm Tagen.Rückert
Und jede Blume,Lenau
Und jede dachte: die wird wol den Preis empfahn.Rückert
Und jede Fähigkeit ist selbst ihr eigner Trieb;Rückert
Und jede hätte gern sich selbst den Fund verschwiegen.Rückert
Und jede Nacht im Traum mich auf den Morgensegen.Rückert
Und jede Perle nahm ich freudig in mein Ohr.Rückert
Und jede Schrift, durch die der Geist zum Auge spricht.Rückert
Und jede Seele schwillt und mündetLenau
Und jede Wahrheit kann des Irrthums Saame seyn.Rückert
Und jede will in's Reich der andern übergreifen.Rückert
Und jedem Sinnbild war ein Sinnspruch beigegeben,Rückert
Und jedem steht es frei, stets eignen Weg zu finden.Rückert
Und jeden Menschen zupft die Thierheit noch am Ohr.Rückert
Und jeden Seufzer muß der JammerLenau
Und jeden Sonnengruß,Lenau
Und jeden Tag dafür den baaren Lohn erhält.Rückert
Und jeder deutet recht; soviel ist Sinn darinn.Rückert
Und jeder Dichter weiß, wie gut ihm so die SachenRückert
Und jeder dient dem Herrn auf seine eigne Art.Rückert
Und jeder Fahr schein’ ich mir für den Tag entgangen,Rückert
Und jeder folgende muß an von vorne fangen.Rückert
Und jeder habe, was er zu ergreifen fand.Rückert
Und jeder hat dies Recht für sich auch und sein Haus;Rückert
Und jeder nach Bedarf nimmt davon einen Theil:Rückert
Und jeder Sproß, verkehrt im Boden eingesenkt,Rückert
Und jeder strebt hinauf, nur daß herab er falle.Rückert
Und jeder Unterschied ward mir vertraut, der feinste.Rückert
Und jeder Widerspruch ist in dir aufgehoben.Rückert
Und jeder wird geheilt, wer dann sich stellet ein.Rückert
Und jeder, wer sie sah, muß preisend anerkennen,Rückert
Und jeder, wer sie sah, sagt, daß sie recht so hieß.Rückert
Und jedes Blatt am Baume klingtLenau
Und jedes fühlet sich dadurch von Gott entstammen.Rückert
Und jedes Glied schließt an ein höheres sich an,Rückert
Und jedes Götzenbild sein Gottesblitz zersplittert;Rückert
Und jedes Herz das schlägt, schlägt und frolockt in dir.Rückert
Und jedes rühmte sich der Lust in seinem Reich.Rückert
Und jedes Sinken hier wird dort zu einer Hebung;Rückert
Und jedes wahr, das hin vorm Urbild sinkt mit Schauern.Rückert
Und jedes Wellchen, das der Flut von EdelsteinenRückert
Und jene Bahnen auch, die unveränderlichen,Rückert
Und jene Blüthe, die an keinem Stiel darf rasten,Rückert
Und jene grausen alten Weiber,Lenau
Und jene Wenigen, die nicht sind namenlos,Rückert
Und jener rief hinaus: Das ist ein wahres Wort;Rückert
Und jener schrieb heraus: Zum Eintritt nicht gereichtRückert
Und jener schrieb hinaus: Erlaubnis nimmermehrRückert
Und jener schrieb hinein: Ich komme wie der Reiter,Rückert
Und jener schrieb hinein: Ich komme wie der Stein,Rückert
Und jenes Ideal, wie hoch du’s mögest preisen,Rückert
Und jenseits war ich der Verwesung,Lenau
Und jetzo denkt er, wo er will geboren liegen.Rückert
Und jetzt bist du herein, sag an wozu, gekommen;Rückert
Und Johannes froh gemeinsam.Lenau
Und jubelnd überbrausenLenau
Und kalten Störer,Lenau
Und kaltes Denken der Empfindung weicht:Lenau
Und kam er trostlos dann zu euch zurücke,Lenau
Und kam mit ihr zur stillen Waldkapelle.Lenau
Und käme der Sturm,Lenau
Und käme nun der Tod auch zwischen meinen Plan,Rückert
Und kamen näher nicht darum dem Himmel droben.Rückert
Und kämest dort gesund in deines Vaters Haus.Rückert
Und kämpfst du besser dich, so gibt er dir die Waffen.Rückert
Und kämpft für Erdenheil, für Erdlicht euern Kampf!Rückert
Und kannst im selben Bild gar viele Sinne denken.Rückert
Und kanst Aufmerksamkeit mir ungetheilte schenken.Rückert
Und Karl erscheint an jedem heißen Ort,Lenau
Und kaum an einem Baum habt ihr euch satt gepflückt,Rückert
Und kehret um, sobald er warf die Scholl' hinab.Rückert
Und kehrst du heim, eh hier erwacht der sel’ge Chor,Rückert
Und kehrst du wieder ein, so ist der Dunstkreis rein,Rückert
Und kehrte heim in meine Schatten,Lenau
Und kehrte nicht heim, und lag in der Grube;Lenau
Und kein Bach nach diesen GründenLenau
Und kein Gedanke, der nicht mitbaut an der Welt.Rückert
Und kein Nachdenken denkt, was du hast vorgedacht.Rückert
Und kein Poet darin trübsel'ge Verse brau'n.Rückert
Und kein Vogel kommen will.Lenau
Und kein Werkmeister, ohn' ein Meisterwerk zu wirken.Rückert
Und keine Ahnung auch hab’ ich davon gespürt.Rückert
Und keine andre bleibt, als deine Lieb’ und StärkeRückert
Und keine Bürgerschaft macht dich der andern streitig.Rückert
Und keine Pfeife da sich schneidet, der ist thöricht.Rückert
Und keinem braucht die Welt besonders Dank zu sagen.Rückert
Und keinem wird die Zeit, die Frucht zu reifen, bleiben.Rückert
Und keinem Zornigen, eh ihm der Zorn verfliegt.Rückert
Und keinen von sich gehn, ohn' ihn beschenkt zu haben.Rückert
Und keiner brüsten soll vor keinem sich der beiden;Rückert
Und keiner hat seitdem in seines Lebens PlackRückert
Und Klag’ im Mund: Er ist heut wieder nicht erschienen.Rückert
Und klagen jämmerlich, es sei ihr Recht verletzt.Rückert
Und klagen nicht gelinder,Lenau
Und klagen sie wie du, so tröste dich mit ihnen.Rückert
Und klagt, die Welt sei schief und jeder Weg verbaut,Rückert
Und klirrend tauchten Ketten auf und Beil.Lenau
Und knicke tot im HerzenLenau
Und Knospen werden dort auch über Nacht aufgehn.Rückert
Und kommst auf deinen WegenLenau
Und kommst zu einem Ziel mit allem Irren doch.Rückert
Und können darum noch viel besser werden gar.Rückert
Und können nicht zurück.Lenau
Und können nichts wan schrein nach Fressen und nach Saufen.Rückert
Und können nur nicht vor, so lang' die alten dauern.Rückert
Und könnt auf solchem RittLenau
Und könnt uns nicht vereinenLenau
Und könnt’ ich klar nur in des Herzen Spiegel sehn,Rückert
Und konnte nie den Mann erblicken, der ihn trug.Rückert
Und kosend naht ein Weib, unmerklich leiseLenau
Und kraftlos sind die Toten.Lenau
Und kränk nicht innen dich, wenn man dich außen kränkt.Rückert
Und kränkt die Liebe dich, sei dir’s zur Lieb’ ein Sporn;Rückert
Und kränktest du ihn nicht, genug daß er es denkt.Rückert
Und kratzest du es aus, so bleibet doch der Kratz,Rückert
Und kreuzet sich nach altem Brauch.Lenau
Und künstlicher nicht baun als Immen goldne Zinnen.Rückert
Und Labetrunk und Speise,Lenau
Und lächelnd empor in die Segel späht,Lenau
Und lächelnd hebt sie an: Das liegt gewiß daran,Rückert
Und lächelnd sprach er: Dis hab’ ich gesehn gar häufig.Rückert
Und lächelnd winken ihm: Ich wache, schlaf nur weiter!Rückert
Und lächelt seinen Gruß;Lenau
Und lächelte im Traum, er träumte künft'ge Welten.Rückert
Und lange lag ich auf des Waldes Grund,Lenau
Und laß am ihrigen die andern halten dort!Rückert
Und las an meiner Statt daran sich satt und matt.Rückert
Und laß den schlechten Wein den schlechten Schenkwirth wässern.Rückert
Und laß dich das gesehn zu haben nicht gereuen.Rückert
Und laß dich nicht darin von denen irre machen,Rückert
Und laß die Todten sich ab mit den Todten geben.Rückert
Und laß dir rauben nie dein eigenst Eigenthum.Rückert
Und laß ihn auch zu weit aus in die Luft nicht langen.Rückert
Und laß Philosophie im grauen Netz der Spinnen.Rückert
Und laß sie mit den Stürmen gehn,Lenau
Und laß von keinem dir des andern Freundschaft rauben.Rückert
Und laß wer gehn will gehn durchs bunte Weltgewimmel.Rückert
Und laß zu hoch hinaus die Hoffnungen nicht gehn.Rückert
Und laß, wie dir es kam, es andern zugelangen.Rückert
Und lässest ihn vorüberziehnLenau
Und lässest, was du gern nicht hörest, leicht beiseiten.Rückert
Und läßt aus Kindermund die Ehr dem Himmelsterne.Rückert
Und läßt aus seiner Höh den Blick zur Erde dringen.Rückert
Und läßt das liebe MädchenLenau
Und läßt die kahlen Äste traurig ragen. —Lenau
Und läßt die Wurzel rings im Boden Nahrung saugen.Rückert
Und läßt ein größeres, Ergebung, dir zurück.Rückert
Und läßt nicht rasten mich von meinem Leide.Lenau
Und läßt sich nicht bezwingenLenau
Und läßt wie vom Geschick sich von dem Kutscher leiten.Rückert
Und läßts an keiner Kunst, den Fisch zu locken, mangeln.Rückert
Und lauernd auf den TodesrittLenau
Und lauert ungesehn mit Scharfsicht wie ein Luchs.Rückert
Und lausch ich recht hinab zur Flut,Lenau
Und lausche dort den Harmonien,Lenau
Und lauschen schreckhaft mit gespannten Hälsen.Lenau
Und lauscht und lauscht und lauscht, und wird nicht satt zu lauschen.Rückert
Und lauter ruft im Busen die Nachtigall. —Lenau
Und lautlos sinkt der EichelmastLenau
Und Leben, Lieben überallLenau
Und Leben, Welt und Staat ist reich an Fratzenbildern,Rückert
Und lebend, rasend, irrt ich durch die Klüfte.Lenau
Und Lebenden besteht in Gottes zehn Geboten.Rückert
Und lebendig wird das Lächeln,Lenau
Und Lebensnahrung führt er ein durchs offne Thor.Rückert
Und Lebensweisheit gar vermißt nicht Goldes Haufen.Rückert
Und lebt, der andere lebt auch, doch kummerhaft.Rückert
Und leer vondannen gieng der andre ganz und gar.Rückert
Und legt es einmal sich zum Winterschlummer nieder,Rückert
Und legt ihn nicht an dem, dem andrer ist verliehn.Rückert
Und legte endlich ans Nothwendige die Leiter.Rückert
Und Leichen rollt er, frische, längstversenkte,Lenau
Und leichenblaß und zitternd brichtLenau
Und leicht ist eines auch aufs andre auszulegen,Rückert
Und leiht’s der Erdennacht, für sich behält ers nicht.Rückert
Und Leipzig wird die Donner widerhallen;Lenau
Und leis’ entweicht es durch die Flut zum andern Rand,Rückert
Und leise Blitze flogen.Lenau
Und leise der verlorne HallLenau
Und leise hör ichs nun, als ob er weine.Lenau
Und leise kommt der Abendwind,Lenau
Und leise Nebel übers Heideland;Lenau
Und leise sagen sie: den Strom hinabgeschwommen.Rückert
Und leitest wie du willst den Feuergeist empor.Rückert
Und lenkt das Boot im weiten OzeanLenau
Und lern’ in deinem Zelt ihr Gegenbild entfalten.Rückert
Und lerne jeden Sinn aufs Schöne hinzulenken,Rückert
Und lernt durchs Meer der Luft alswie durchs andre steuern;Rückert
Und lernt’ auf Baku’s Flur begreifen, wie die GuebernRückert
Und lerntest deine Kraft im Kampf mit ihr entfalten.Rückert
Und leserlich nach Wunsch erscheint dir jeder Spruch.Rückert
Und lieber auf gut Glück und seine Fahr hinschreiten,Rückert
Und lieber weiter geht er mit verlechzter Lippe.Rückert
Und lieber wohn' ich fern davon auf offner Flur.Rückert
Und lieblich fremd im Glanz des Monds die eigne Flur.Rückert
Und liebt, wer lieber Gut- als Böses von dir sagt.Rückert
Und Lieder, diesen gleich, auf deiner Flur entstehn.Rückert
Und liegt er fest darin, so sei er aufgeschreckt.Rückert
Und ließ die tolle Zeit indessen weiter brausen.Rückert
Und ließ sie los, und wie sie froh empor sich schwangen,Rückert
Und ließ zu besserer Bequemlichkeit beim ReisenRückert
Und lockender entweichen.Lenau
Und lockt den Himmelsgast zur ird’schen Einkehr nieder.Rückert
Und lockt dich nicht herbei der Mutterliebe Schrei,Rückert
Und lösen wir mit Glück, was wir zur Zeit aufhaben,Rückert
Und losgerissen trägt dein Bette dich zur Gruft.Rückert
Und Lüfte wehn, die eure Näh mich lassen ahnen.Rückert
Und Lust gewinnt allein, wer als Zuschauer steht,Rückert
Und lustgetrieben gehn die Lämmer nach Belieben.Rückert
Und lustig erst den Willkommsbecher leeren!‹Lenau
Und mach' ihm nebenbei die andern Seiten klar.Rückert
Und mache dann von dir auf andre die Anwendung:Rückert
Und machen lieblich schön dein Jauchzen und dein Stöhnen:Rückert
Und machet dir das Herz nicht fröhlich, sondern wund.Rückert
Und machet jedes Haus von selbst zum Feuerherde.Rückert
Und macht dem Gaste tiefe Reverenzen:Lenau
Und macht ihr’s besser nicht, so denkt doch daß ihr’s macht;Rückert
Und macht mit seinem Blitz zunicht den falschen Schein.Rückert
Und macht’ er anders sie, ihr stimmtet wieder bei,Rückert
Und macht, auch unbemerkt, schon kalt mir oder heiß;Rückert
Und Machtbesitz, von Furcht und Sorgen eingehegt.Rückert
Und machten Alles fein, wie sie's am liebsten hatten.Rückert
Und mächtig wird von seiner BrustLenau
Und mag begeistern dich, wenn zu was anderm auch.Rückert
Und Mahlzeit aufgetischt an dem und jenem Ort.Rückert
Und Maienglocken sacht des Lenzes Sieg ausbeuten:Rückert
Und malerisch ein Baum ein abgestorbner nur.Rückert
Und malt und malt und malt, und wird nicht müd zu malen.Rückert
Und man nennt den Weisen dich!Lenau
Und man verachtet, den man zum Vertrauten wählt.Rückert
Und man verständ’ ihn, wenn das rechte Wort er fände.Rückert
Und manche heiße Träne rannLenau
Und manche trösten sich, daß schön auch Kleines sei.Rückert
Und manchem Becher Weines,Lenau
Und manchem FreundesherdeLenau
Und manchen Forscher freuts, den Neues wenig freut,Rückert
Und manchen, den ich als vom Himmel her verstand.Rückert
Und mancher laute Seufzer drängtLenau
Und manches andre noch, solang der WeinLenau
Und manches was für uns hier Tugend ist auf Erden,Rückert
Und manches, was ich sonst gethan, weil ich gemußt,Rückert
Und Marias schönes BildLenau
Und mehr noch Strafe dis, daß er von Straf’ ist frei.Rückert
Und mehr noch wenn du in verkehrter Selbstqual stöhnest.Rückert
Und mehr noch, wenn vergnügt sie vom gethanen ruhn:Rückert
Und mehr vielleicht als Schmerzen, die nicht wahr;Lenau
Und mehr, um seiner Braut daheim es zu verehren. —Rückert
Und mehret so den Schmerz, den sie will machen gut.Rückert
Und meide selbst die Sterne:Lenau
Und mein fester StandLenau
Und mein Glück im Grabe liegt.Lenau
Und mein Glück ist schnell verrauscht,Lenau
Und mein Herz verlor die Ruh.Lenau
Und mein Leben ohne sieLenau
Und mein lebendig Leben;Lenau
Und Mein und Dein vergessen traurig beide.Lenau
Und mein's hier, daß getrennt ich von euch beiden weine.Rückert
Und meine Feinde kann mit Großmut überbieten.Rückert
Und meine Lieb als dritteLenau
Und meine Liebe streuteLenau
Und meine Liebe,Lenau
Und meine Schmerzen selbst zu Wonnen umgestalten.Rückert
Und meine Seele seufzte heiß empor,Lenau
Und meine steigenden LiederLenau
Und meine Träume mengen sichLenau
Und meine Wogen lind regt Früh- und Abendwind.Rückert
Und meine Zähre trennungsscheuLenau
Und meinen Armen dich entrungen?Lenau
Und meinen Blick erhob zur Sonn' ich adlerkühn.Rückert
Und meiner GottheitLenau
Und meiner JugendLenau
Und meines Schmerzes erste Tränen rannen,Lenau
Und meinst du nun, der Strom sei diesem Quell entsprossen,Rückert
Und meint stets, daß die Welt nicht recht es meinen will.Rückert
Und Meinungen, die nicht mit seinen sich vertragen:Rückert
Und melodisch säuselnd, rauschend,Lenau
Und Menschentugend ist machtlos zum Gegenstreiten.Rückert
Und Menschentugend thut sich selber nie genung.Rückert
Und menschliche Gestalt, in der der MenschengeistRückert
Und merken, daß am Band der Ordnung eine HandRückert
Und merkt, indem er bricht, daß außer ihm was sei.Rückert
Und messen, wie sie noch vom Grabe weit,Lenau
Und mich an Blumenschrift nach meinem Sinn erbaut.Rückert
Und mich begeben möcht' ich auf Entdeckungsreisen,Rückert
Und mich begeistern könnt’ Eine Geschichte nur,Rückert
Und mich der Huftritt meines Rosses störte;Lenau
Und mich durchdrangen mit so heißen Wunden,Lenau
Und mich erfaßt’ ein sonderbar Gefühl,Lenau
Und mich ergriff ein süßes Grauen,Lenau
Und mich täuscht kein holder Wahn!Lenau
Und mich, vergessend, in die Unschuld fügen!Lenau
Und mir als Lohn dazu der Silberstücke zwei.Rückert
Und mir getrocknet das Gesicht?Lenau
Und mir ist im Herzen nur gebliebenLenau
Und mir ist, als wohne drübenLenau
Und mir verging die Jugend traurig,Lenau
Und mir von ewiger Erneuung Lieder singt,Rückert
Und mir wollte der Rheinwein nicht mehr munden.Lenau
Und mir zur Seite, engelmild,Lenau
Und misverstanden selbst zu seyn klagt ungebürlich;Rückert
Und mit Betrachtungen die Leidenschaft gekühlt;Rückert
Und mit dem Anblick nie dich des Unschönen kränken.Rückert
Und mit dem Gängelband ward es euch angezogen.Rückert
Und mit dem Hirten, wann er heimkehrt von der Hut.Rückert
Und mit dem Leben bin ich quitt.Lenau
Und mit dem Reisig frohLenau
Und mit dem Schiff gewurzeltLenau
Und mit dem Schnabel dann, entringt er sich der Schlange.Rückert
Und mit dem, was wir vollbringen,Lenau
Und mit den beiden wagst du Endlicher den Streit!Rückert
Und mit den freien WindenLenau
Und mit den Früchten fällt die Speis’ in ihre Hand.Rückert
Und mit den Geiern dort, die um die Leichen schwankenLenau
Und mit den Körpern wird der Raum zusammenfallen,Rückert
Und mit den Krallen scharf ein warmes Leben pflückest;Lenau
Und mit den Wellen ziehenLenau
Und mit den Worten innigster EmpörungLenau
Und mit der Arbeit ist sie eine Strafanstalt.Rückert
Und mit der Doppellast der Esel stockt im Lauf.Rückert
Und mit der Fracht ein Paar von dürren Mähren hoppelt.Rückert
Und mit der Geister erst, oder des Menschen Falle,Rückert
Und mit der innern Welt die äußre sich versöhnt;Rückert
Und mit der Leiblichkeit wird sie entgehn den SchrankenRückert
Und mit der Ruthe sollst du dann kein Thier mehr schlagen.Rückert
Und mit des Himmels Gunst, da keine Müh er spart,Rückert
Und mit Entsetzen stürzten sie davon.« —Lenau
Und mit Geheimnissen ein Frauenherz belasten;Rückert
Und mit Gelächter ruft der Kutscher drinnen:Lenau
Und mit Gewittern es zu tränken.Lenau
Und mit ihm der Knechte kühnster,Lenau
Und mit ihm wird die Nacht uns auch nicht finster deuchten.Rückert
Und mit kampferhöhtem DursteLenau
Und mit lindem Hauche weht,Lenau
Und mit noch glatter Stirn vergebens sich erboßen.Rückert
Und mit rührender Macht, als wären es Sprecher des Himmels,Lenau
Und mit seiner Blitze FlammenrutenLenau
Und mit stillem Zauber sehn:Lenau
Und mit stummem HändefaltenLenau
Und mit veränderter Empfindung es besieht.Rückert
Und mit verhaltnem GrolleLenau
Und mit Vertrauen hört er deinen Vaterruf.Rückert
Und mit Zaubergewalt entstreifst du dem Auge die Binde,Lenau
Und möchte lieber selbst noch einmal Hunger leiden?Rückert
Und möchte seine Kinder küssen.Lenau
Und mög' ein Weilchen hier zu wohnen ihr gefallen,Rückert
Und möge nicht mein Vaterland verschmähenLenau
Und mögen billig bis von uns erworbne LebenRückert
Und mögen sich mit mir am Schönen viele laben!Rückert
Und mögen sich mit mir am Schönen viele laben!Rückert
Und Mond und Stern bei Nacht bescheine deinen Traum.Rückert
Und Mordbegier die Zähne zittern;Lenau
Und mordend wühlt der scharfe Stahl.Lenau
Und morgen muß allwärts im LändchenLenau
Und morgen schon denkt keiner dran,Lenau
Und morgen sollen sie zurück zur Heimath ziehn,Rückert
Und morgen würzen soll ihr Hauch die Morgenluft.Rückert
Und muß das Los beklagen,Lenau
Und muß im Herzen noch den meinigen dich nennen,Rückert
Und muß mich in der Fremd' am fremden Anblick laben.Rückert
Und muß statt aller Pfleg' ins kalte Grab dich legen.Rückert
Und müßen abgeblüht zurück zum Gärtner gehn.Rückert
Und müssen in den Kampf sich wider Willen mischen;Rückert
Und mußt dem innern Sinn, wie deinen äußern, glauben.Rückert
Und mußten wir zurückeLenau
Und nach dem Denkmal nicht gefragt in Menschenherzen.Rückert
Und nach dem Geist in gar verschiednen Regionen.Rückert
Und nach den Früchten sehn, vom innern Wurm beschmitzt.Rückert
Und nach der Sonne Schein sich mit dem Wipfel drehn.Rückert
Und nach deren ZaubertaktenLenau
Und nach dir ein krankes Herz!Lenau
Und nach dir ein krankes Herz!«Lenau
Und nach heiß vollbrachten WerkenLenau
Und näher tritt er hier dem Rätsel der Geschichte.Lenau
Und nahm sein plattgequetschtes Blei vom Grunde.Lenau
Und nahmen die darin verborgnen alle zehn.Rückert
Und Narrenmelodei,Lenau
Und Nebel steigen, die dort schliefen.Lenau
Und neben dich gestellt hab ich den bleichen Schädel.Lenau
Und neu entsteht, ist das, was in sich selber steht;Rückert
Und neue kaufen aus dem Geld, das sie dir brachten.Rückert
Und neuer Schmerz durchglüht die alten Wunden.Lenau
Und Neues läßt sich nie rein schreiben an dem Platz.Rückert
Und Neues schaffend, will er Altes nicht vergessen,Rückert
Und neugeboren schläft die Welt in jedem Kinde,Rückert
Und neugeschaffen fühlt sich täglich dein Erwachen.Rückert
Und neugierig nach den ReiternLenau
Und nicht als seins erkennt er andrer Menschheit Bild.Rückert
Und nicht am Kaukasus Alanen-Hunnenthore;Rückert
Und nicht befriedigts ihn, wo er das gröst' erringt.Rückert
Und nicht beneide sie, denn du wirst nachgelangen.Rückert
Und nicht das deinige durch Träumerei bethören.Rückert
Und nicht dein Irdisches vernichten, nur verklären.Rückert
Und nicht dem Herzen wird das Gute göttlich klar.Rückert
Und nicht den andern nützt, wer für sich selbst nur weiß.Rückert
Und nicht der Mensch, wozu er seinen Ort einnahm.Rückert
Und nicht die Geißel knallen,Lenau
Und nicht ein finstres Paar von Menschentrümmern.Lenau
Und nicht erhitz ich meine Sohlen,Lenau
Und nicht erwecken können sie die Toten;Lenau
Und nicht fürs Ganze nur ist es nothwendig gut,Rückert
Und nicht gelernt ist das, geerbt ists vom Geschlecht;Rückert
Und nicht im Hain das klagende Geflöte;Lenau
Und nicht im LandeLenau
Und nicht in deiner Brust ein Lied mit dir zu bringen,Rückert
Und nicht mehr zittern.Lenau
Und nicht mit Größerem! er wird dir’s nicht vergeben.Rückert
Und nicht rückfordern, was sie hat von mir bekommen.Rückert
Und nicht wissend, was sie tief bewegt,Lenau
Und nicht zu gleicher Frist Selbstherrschaft dir verleiht.Rückert
Und nicht zur Anmuth kann das Chaos sich entfalten.Rückert
Und nicht zwei Worte, wo's mit einem ist gethan.Rückert
Und nicht, was du verscheucht, zurück liebkosend winke;Lenau
Und nicht, was Gott durch ihn gesandt, genießen,Lenau
Und nicht, was sie so nennt, ein Wahnbild schön genannt.Rückert
Und nicht, wo du geflucht, ins Knie anbetend sinke,Lenau
Und nichts drin geht ihm recht, weil nicht auf seine Weise.Rückert
Und nichts erkennest du, wo du dich stolz abwendest.Rückert
Und nichts im Sichtbarn als des Unsichtbaren Spur.Rückert
Und nichts sei gut an ihm, als daß mit seltnem TriebeRückert
Und nie beruhigts dich, in Ruh dich zu versenken.Rückert
Und nie droht’ Axt und Beil dem heil’gen Palmenbunde.Rückert
Und nie gereichen soll geweihter Flamme SchürungRückert
Und nie hat er der Menschlichkeit vergessen! — —Lenau
Und nie licht' eure Nacht ein Gottes Freudenstral!Rückert
Und nie vergessen, wann sie sich zu höhern StufenRückert
Und nie, wenn Krankheit nicht und Rausch den Frieden bricht,Rückert
Und nieder flossen sie in Wasser wie in Thränen.Rückert
Und niemal sollst du selbst dein Ungemach betreiben.Rückert
Und niemals sei der Troß der Welt dir zum Verdruß.Rückert
Und niemand sieht uns weinen.Lenau
Und Niemand sieht, wie sie zurück zur Wurzel kommen.Rückert
Und niemand weg sie räumt, der ist wol gleich dem Blinden,Rückert
Und nimm dich künftig auch vor ihrer Huld in Acht.Rückert
Und nimm es eben auch als Stimme der Natur. —Rückert
Und nimmer flötet die Nachtigall,Lenau
Und nimmer würde sie Nachkommenschaft erzielen,Rückert
Und nimmst in Voraus dir die Sporteln und Gebühren?Rückert
Und nimmt an deiner Statt den Erdenwacheposten,Lenau
Und nimmt die FlinkbewegteLenau
Und nimmt dir eines bloß um andres dir zu geben.Rückert
Und nimmt mit einem Blick Besitz von ihrem Reich.Rückert
Und nimt sie selbst Gestalt, und es soll mir nicht graun,Rückert
Und noch bist du nicht hin! seit vierzehn Tagen!Lenau
Und noch die Stirne so heiß?Lenau
Und noch ein Frühlingston?Lenau
Und noch lange hörte den Ruf der Heimat;Lenau
Und noch manch andres ist zu wagen stark genug.Rückert
Und noch mühsamer ist der Wässerung zu warten.Rückert
Und noch viel weniger nur eins: ein Wirthshauswirth,Rückert
Und nüchtern ist die Lust, von außen drein zu schaun.Rückert
Und nun er wegbleibt, ist dirs doch unangenehm.Rückert
Und nun gefällt mir die Mohammed's, unerhört!Rückert
Und nun gewitzigt lernt es fleißig und mit Glück.Rückert
Und nun herab auf mich lächelt vom Himmelsbogen.Rückert
Und nun sieht er unter ihnenLenau
Und nun werfen sie weithin die Ruder,Lenau
Und nun wieder mit Gesängen,Lenau
Und nur am Heimweh fühlt, er ist von ihr getrennt.Rückert
Und nur auf diese Wand gewendet ihr Gesicht.Rückert
Und nur das Böse kannst du thun aus eignem Muthe.Rückert
Und nur dem Geiste selbst, der dir das Höchste gab,Rückert
Und nur den Kasten auf und zu den Kasten schließt;Rückert
Und nur der lichte Geist kann ab zur Nacht sich kehren.Rückert
Und nur der Weise sieht das Ziel beim ersten Schritte.Rückert
Und nur die Bettler sind mit heiler Haut entschlupft.Rückert
Und nur die Blütenspitz’ im Herbste zeigen kann;Rückert
Und nur die Ewigkeit bleibt ewig dir zur Seiten.Rückert
Und nur die Schönheit kann die beiden schön vereinen.Rückert
Und nur die Sternenschrift im Dunkeln kanst du lesen:Rückert
Und nur die Trunknen sich mit mir im Reigen drehn.Rückert
Und nur die Weisesten die rechte Mitt' erzielen,Rückert
Und nur durch Himmelsgunst gedeiht ein Kind allein.Rückert
Und nur ein Fechter nicht vorm Spiel der Waffen zagt.Rückert
Und nur ein schönrer noch an seiner Lippen Rand.Rückert
Und nur ein stilles Licht, geklärt von Glut und Rauch,Rückert
Und nur Filosofie erwachsen sich geberden.Rückert
Und nur in der Vernunft ist ihrer Einheit Kraft.Rückert
Und nur in Thätigkeit die Ruhe wird empfunden;Rückert
Und nur mein Böses muß ich ganz mir selbst zuschreiben.Rückert
Und nur mit Liebesband Geist und Natur umfängt!Rückert
Und nur noch ärmer ist, wer nichts wan scherzen kann.Rückert
Und nur wenn auch dein Geist ihr hilft, wird sie’s erringen:Rückert
Und nur wo Poesie ihr schönes Bild des ScheinsRückert
Und nur wo tiefer dringt herab ins niedre Thal,Rückert
Und nur zu schärfen dient es ihm der Habsucht Pein.Rückert
Und Nüsse nahm er vor mitsamt der grünen Decke.Rückert
Und ob als falsche noch viel andre müßen schwinden,Rückert
Und ob den rechten Sinn du trafst, wer kann dirs sagen?Rückert
Und ob die Asche nicht noch einen Funken hegt!Rückert
Und ob es Glück, ob Unglück hieß,Lenau
Und ob zum Seelenheil die Pein nothwendig seie?Rückert
Und oben im Gebüsch der Klipp' ein Tieger still.Rückert
Und oben kam allein des Vogels Flug dazu.Rückert
Und oben schwebt das Blatt im Sonnenschein gefiedert.Rückert
Und oft die Lustpartie dir keinen Lustpart reicht;Rückert
Und ohn’ Erziehung wüchs’ er auf, ein Bild der Zucht.Rückert
Und ohne Dank für den und jenen weiter giengen.Rückert
Und ohne das die Sonn’ ein kaltes Goldschild wäre;Rückert
Und ohne daß ers weiß, nimmt er mit sich hinniederRückert
Und ohne daß, wenn du sie wegdenkst, sie wegfällt.Rückert
Und ohne deinen Leib bist du kein Gottesmann.Rückert
Und ohne den ich selbst nicht wäre, kränket mich:Rückert
Und ohne Ehre dann auch nicht einstecken ihn.Rückert
Und ohne Eigennutz; weil, wer sie liebt auf Erden,Rückert
Und ohne Farbe, ohne Duft,Lenau
Und ohne Furcht bleibt nur der Wojewode.Lenau
Und ohne Mantel kam der Wanderer nach Haus.Rückert
Und ohne Segen gehst du von dem Bettler fort.Rückert
Und ohne solches auch das Rennthier nicht vom Flecke.Rückert
Und ohnmächtig liegt das MädchenLenau
Und Perpendikelgang ist Sturm und Wogenbraus.Rückert
Und pflücken murmelnd Gras und Kraut,Lenau
Und pflückt man dich zum Straus, vor Blumentod nicht bebe!Rückert
Und pickt von Ast zu Ast,Lenau
Und plötzlich schauen sie erstauntLenau
Und plötzlich stürzten Tränen ihm hervor.Lenau
Und plötzlich unter taucht der Rab,Lenau
Und priesen mir dein gutes Herz.Lenau
Und prüfest rings die SprossenwändeLenau
Und rafft ihn auf, den frohen Augenblick,Lenau
Und Raghu in der Nacht läßt rufen aus mit Schall:Rückert
Und Raghu spricht zum Gast: Du siehst, o frommer Mann,Rückert
Und rasch verfolgt ich meine ReiseLenau
Und rasselnd stürzen Roß und Mann zum Grunde,Lenau
Und rasten nicht bis sie dich hauchten auch von dannen.Rückert
Und rauhe Fesseln ehern ihn umschließen.Lenau
Und räum' ihn auch getrost, es fehlt nicht an Ersatz.Rückert
Und räumt man nicht hinweg ehrwürd’ge Ahnenbilder,Rückert
Und raunt ihm ein lustiges Hoffnungsliedlein;Lenau
Und raunt ihm zu: Es ist zu spat.Lenau
Und rauschend flocht und bunterLenau
Und recht behaglich ist mirs auf dem Rosenpfühl.Rückert
Und recht im Zwielicht nur zweideut'ger Dämmerung.Rückert
Und redlich nähre dich;Lenau
Und Regen, Sturm und GewitterLenau
Und reiche Kunst entspringt aus dürftiger Natur.Rückert
Und reicher Segen das Gefild umfloß,Lenau
Und reichlich findest du. Was suchest du, o zweiter?Rückert
Und reichte mir das Blei, ich nahms mit Grauen:Lenau
Und reißt es fort aus seinem Jugendglück.Lenau
Und reißt sie jauchzend in sein Bett hinunter.Lenau
Und rennet einen Weg, daß man ein Ziel erjage.Rückert
Und riechst ein Andres als du durchs Gefühl entdeckest,Rückert
Und rief hinein zum Hause,Lenau
Und rief ich weinend, wütend abgrundwärts:Lenau
Und rief: Ihr beiden theilt! Es war genug zum Theilen.Rückert
Und rief: Wo ist mein Kind? ich glüh’ es zu umfangen.Rückert
Und riefest aus der Ferne duLenau
Und riesenkräftig schleift er ihn einher.Lenau
Und rings verzweiflungsblasse Angesichter;Lenau
Und ringsumher Vergessen und Verschwinden.Lenau
Und riß ihn fort der böse Wind;Lenau
Und rötlich glänzt die Felsenwand,Lenau
Und rückt man dich empor zum ersten, lächle wieder!Rückert
Und Ruder rechts und links, soviel er immer braucht.Rückert
Und ruft in Zorneswettern:Lenau
Und ruft mich ab von meinen lieben Träumen,Lenau
Und ruft nach dir voll Gram,Lenau
Und ruft so bang, so schwer:Lenau
Und ruft, wenn ihm den Mund verbitterte die Schale:Rückert
Und ruft: gedenke mein! —Lenau
Und ruhebringend wie mit Zaubermacht.Lenau
Und ruhig dacht’ ich fort, gelehnt an meinen Stamm.Rückert
Und ruhig ist sie nicht, wenn ihr nur eines fehlt.Rückert
Und ruhig liegt der feinste Staub;Lenau
Und ruhig willst du scheinen.Lenau
Und rühm' ich dessen mich? Ich rühme nur die Zeit,Rückert
Und ruht am Mittag einst das Wasser schlummertrunken,Rückert
Und sag’ ob Menschenkunst je baute solch ein Boot!Rückert
Und sage mir, was sonst die Blumen mir gesagt.Rückert
Und sage: hilf dir selbst, weil du dein Nächster bist.Rückert
Und sagen sie es nicht, so muß in deiner BrustRückert
Und sagst du, daß du’s nur thust aus Bequemlichkeit,Rückert
Und sagte, daß er all das Seine bei sich habe.Rückert
Und sagten sie es nicht, so fiel' es mir nicht bei.Rückert
Und sah dann: ich umschrieb ein altes Sprichwort nur.Rückert
Und sah die Ernte bald, die reicher Segen schwellte.Rückert
Und sah, wie sie den Mund geregtLenau
Und sahen zu, wie sich die Schöpfung neu belebte.Rückert
Und sahst du auf den öden,Lenau
Und sandte ungesehenLenau
Und sanft auf Seelengrund das Bild der Welt sich malen.Rückert
Und sanfter Mondenschimmer.Lenau
Und sang es fort beklommen;Lenau
Und säuselnd weht das Gras ihn an:Lenau
Und Schaden zweifelhaft, so leg den Handel hin.Rückert
Und schal am Ende wird dir nur die schmale Neige.Rückert
Und schämen müßt’ ich mich, wollt’ ich nicht seyn zufrieden.Rückert
Und schaue dich nach dem nicht um, dem du entrennst,Rückert
Und schaue hinab ins Tal;Lenau
Und schauen wird die Nachwelt mit Verehrung,Lenau
Und schauernd du vor ihr dich krümmest wie ein Wurm.Rückert
Und schaut mit Lust des Lebens Morgenrot;Lenau
Und schaut’ mit Wonne die Blüten;Lenau
Und schelten mußt’ ich sie, wo ich sie wollte loben.Rückert
Und scherzt zum Rößlein heiter:Lenau
Und scherzten; die hatten es gut.Lenau
Und scheu der Wind an ihm vorüberflüchtet.Lenau
Und schickt sich gleich mit frohem NeckenLenau
Und schiene wärmer dem, der sie vom weiten sähe?Rückert
Und schieß ich morgen nimmer,Lenau
Und schillert anders, wie man anders ihn betrachtet.Rückert
Und schlaf ich einst im Grab so tief,Lenau
Und schlafen sieht er ihn am Boden in der Ecke,Rückert
Und schläft des Tags Gebrause,Lenau
Und schlag an ihre TüreLenau
Und schlag dir dann das Fehlgeschlagne aus dem Sinn.Rückert
Und schlägt auf das Klavier, weil es der Bruder schlug.Rückert
Und schlägt ein helles Lustgelächter,Lenau
Und Schlamm ward Erd’ und Stein, und Pflanz’ und Thier zuletzt,Rückert
Und schleicht dem Grausen hinterher.Lenau
Und schleudert ihm Lawinendonner nach.Lenau
Und schleudert ihren KatapultLenau
Und schleudert seine Singraketen,Lenau
Und schlich, wohin die Ruh mich rief,Lenau
Und schließest du, daß Recht von beiden keiner hat,Rückert
Und schlug durchs Gitter ihm die Krallen in die Brust.Rückert
Und schlummern nicht ein an der Quelle;Lenau
Und schlummerst ein — die Blumen dir entgleiten.Lenau
Und schmecken läßt sie dir in Ruhe keinen Bissen.Rückert
Und schmeckt die Süße der Gesundheit neu im Munde.Rückert
Und schmeichlerisch den Fuchs im Kreis vornehmer Thiere.Rückert
Und schmerzlich rasch folgt ich dem Wanderlose.Lenau
Und schmücke Gottes Welt nur auch als Edelstein.Rückert
Und schmückt mit Frühlingstraum das winternde Gefild.Rückert
Und schmückt sich gerne mit dem Blütenkleide;Lenau
Und schnauben aus den Nüstern sich das Bangen;Lenau
Und schneeweiß sind mir verblichenLenau
Und schnell aus freier Hand wirft er den Pfeil danach.Rückert
Und schnell zum Bösen ist des Besten Übergang?Rückert
Und schneller schritt mein leitender GenoßLenau
Und schon die Wipfel glühn im Eichenhaine.Lenau
Und schon durchkreuzt ihr schneller FlugLenau
Und schon hast du sie nachgezogen mit Verlangen.Rückert
Und schon hat er den Fuß zur Schwell’ hinaus geruckt.Rückert
Und schön ist auch der Strom, der sich mit Kraft ergießt,Rückert
Und schon ist die Nacht vollkommen;Lenau
Und schöne Lieder klangenLenau
Und Schönen ob dir steht, das sollte dich entmuthen?Rückert
Und Schönes an der Statt, das seyn sollt', aufzurichten.Rückert
Und Schönes bring' ich euch, so viel ich noch vermag.Rückert
Und Schönes möge hold dir jede Stunde schenken,Rückert
Und Schönes überall sieht ein harmloser Blick.Rückert
Und schöpfte, daß die Flut vom goldnen Eimer rann.Rückert
Und schreite wohlgemut hin ob der Welt in Trümmern.Rückert
Und schreitet rüstig durchs dämmernde Tal,Lenau
Und schrie entsetzt; kann das melodisch klingen?Lenau
Und schuf zur Menschenvorbereitung erst den Affen.Rückert
Und schüttelt, daß herab die Erdentheilchen rollen.Rückert
Und schütten in den See die Schatten schwarz zusammen.Lenau
Und schüttet Pulver, drückt darauf das Pflaster,Lenau
Und schwächer noch ein Scherz, der nicht auf Ernste ruht.Rückert
Und schwand sie dieser längst, ist noch ihr Glanz ihm nah.Rückert
Und schwärme nicht unpraktisch weiche Klage,Lenau
Und Schwefelbrodem selbst nun Rosenodem nährt.Rückert
Und schwillt die Flamme, wird sie ungeheuer,Lenau
Und schwimmt, der andre sinkt wie ein Bleiklumpen nieder.Rückert
Und schwor mit ihnen seinen Racheschwur.Lenau
Und Seelenfügsamkeit in deinem Schicksalskreise.Rückert
Und segnet noch den AschenrestLenau
Und seh dahin die Tage,Lenau
Und seh ich sie am Ort,Lenau
Und sehe nun als Greis die Blütenknospen stehn.Rückert
Und sehn die Welt erblühn aus Lüften, Fluten, Flammen.Rückert
Und sehn wir uns nicht wiederLenau
Und sei dem falschen WeibeLenau
Und sei der Morgen trüb, doch bist du hell erwacht.Rückert
Und sei es klein, so mach’ es Lieb’ und Treue groß.Rückert
Und sei von dem, der ist in jedem, ungetrennt.Rückert
Und seid, wo ihr gewollt, in meinem Lebenskreise.Rückert
Und sein Aug versendet wildre BlitzeLenau
Und sein Blick sich dunkler jetzt umnachtetLenau
Und sein Bündel schnürt er wieder,Lenau
Und sein dunkler FeuerblickLenau
Und sein Gedank’ ist das, was sie im Seyn erhält.Rückert
Und sein geschmeidiges GesindeLenau
Und sein guter, treuer Landsmann,Lenau
Und sein Haar, sein langes, schwarzes,Lenau
Und sein Leben unfruchtbar.Lenau
Und sein vergoßnes Blut wie blut’ge Rache fodern!Rückert
Und sein Verwalter hier jeder Freigebige.Rückert
Und sein Zimbal am Baum hing,Lenau
Und seine Arme ihm entgegen rang,Lenau
Und seine ausgeschoßne Büchse lade.Lenau
Und seine Farbe selbst, die er hat eingesogenRückert
Und seine Farben sind nach Jahren unverglommen.Rückert
Und seine Flügel dehnen,Lenau
Und seine Frühlingslüge,Lenau
Und seine Gründlichkeit wird einst die Ernte loben.Rückert
Und seine Keule schwingt der Greis im Grimme.Lenau
Und seine Kraft kann er auch so nur offenbaren.Rückert
Und seine Mild’ hat sich gewöhnt an meine Milde.Rückert
Und seine muntre Bienenschar,Lenau
Und seine Mutter gewiß die Liebe.Lenau
Und seine Ordnungen die ewigen nicht störest.Rückert
Und seine Rede zeigt dir diesen Schein an ihnen.Rückert
Und seine Ribben wund gerieben hat kein Riff.Rückert
Und seine Sehnsucht wächst, und Ruhe hat es nicht,Rückert
Und seine Stimme nun begannLenau
Und seine Ungunst mußt du lassen dir gefallen.Rückert
Und seine Wellen schlägt der Fluß, wie er sie schlug.Rückert
Und seine Wurzel birgt in Gott des Lebens Baum.Rückert
Und seine Zunge auch das Reden nur durch Lallen.Rückert
Und seinem Volk, daß frei ihm nahn darf männiglich.Rückert
Und seinem Wink gehorchet stumm.Lenau
Und seinen FrühlingsglaubenLenau
Und seinen Geistesbau daraus nothdürftig fügt.Rückert
Und seinen Grimm vor ihm das wilde Thier vergaß.Rückert
Und seinen Sabbat find in kühler Erde.Lenau
Und seinen Umfang wölbt, wie seinen Leib der Geist.Rückert
Und seiner Art gemäß geendet mit Erkaltung.Rückert
Und seiner Knechte Wort klang ihm wie Hohn,Lenau
Und seiner Sehnsucht schiebt sich eine Wolke vor.Rückert
Und seiner Stimme Macht verschlangLenau
Und seines Futters Kerne.Lenau
Und seines vollen Klangs entbehrt der blüh'nde Mai.Rückert
Und selber da mußt du den Schwachen Nachsicht gönnen,Rückert
Und selber Götterfurcht vor reinrer Gotterkentnis.Rückert
Und selber Gottes Schrift in Schrift und in Natur,Rückert
Und selber leise Furcht die doch bewußte Seele.Rückert
Und selber nicht bezahle seine Tat.Lenau
Und selber ohne Scham kann er Geschenk' annehmen;Rückert
Und selber schielen wird dis mit, wenn jenes schielt.Rückert
Und selber sich nicht härmt, er sei reich oder arm.Rückert
Und selber sieht er sich an höherm Sonnenband,Rückert
Und selber weiß er nicht, ob bös' ob gut sie seyn.Rückert
Und selbst auf dunklem Grund steht jede lichte That.Rückert
Und selbst aufheben sie sich, äußerlich vereint.Rückert
Und selbst das Ewige für einen Schatten hält,Rückert
Und selbst das Schöne steh’ im Licht dem Wahren nur.Rückert
Und selbst dem Geiste, der den höchsten Geist nur ehrt,Rückert
Und selbst der Pfad scheint hier zu beben,Lenau
Und selbst des Hauptmanns AngesichtLenau
Und selbst erkennt sich nicht die Sprach' in dem Geschwatze.Rückert
Und selbst für seinen Weg muß jeder Rede stehn.Rückert
Und selbst im Endlichen Unendlichs aufgegangen.Rückert
Und selbst im Schädlichen den Odem Gottes ehrt,Rückert
Und selbst nicht wären, wenn sie nicht verbunden wären:Rückert
Und selbst sein Leiden weiß in Thun er zu verwandeln,Rückert
Und Selbzufriedenheit, mit aller Welt in Frieden,Rückert
Und selig allein.Lenau
Und selig fühlt' ich mich im Dunkel warm und feucht.Rückert
Und selig irrten wir im Mondenschein. — —Lenau
Und selig schritten wir und rasch dahin;Lenau
Und selten sich ein Mensch hat ganz vom Thier gehäutet.Rückert
Und senket zur kurzen RastLenau
Und senkte sich auf ihre Wipfel nieder,Lenau
Und setz’ im Zweifelsfall in Ruhstand deine Hand.Rückert
Und setzest du es fort, so ist noch mehr gewagt.Rückert
Und sich am ganzen Bau nicht rücken lass’ ein Stein.Rückert
Und sich Ameisenbau vom Boden aufwerts hügelt.Rückert
Und sich an heiterm Spiel neu stärkt zu strengem Fleiß.Rückert
Und sich aus eignem Grund stets höher umgebiert.Rückert
Und sich begegnen um sich gegenseits zu irren;Rückert
Und sich den Augenblick sein Haupt in Unmut senkt?Rückert
Und sich der Schleier will von einem Jenseits heben,Rückert
Und sich erzählen, was sie in den Häusern sahn.Rückert
Und sich im Frühling wähnen.Lenau
Und sich im Waldgeheg des Eigensinns verwirrt,Rückert
Und sich in alles zu verwandeln Kraft besitzen.Rückert
Und sich in fremder Blöß’ Entdeckung wohlgefällt.Rückert
Und sich in stiller Glut im letzten Kuß verzehren.Lenau
Und sich mit wilder Rache voll getrunken.Lenau
Und sich statt Blumen sammle bittre ZährenLenau
Und sich vorm Nachbar schämt, was dem misfällt, zu thun;Rückert
Und sich zu freuen, daß sie besser sind als du,Rückert
Und sicher fühlest du’s: von ihm wird hingenommenRückert
Und sicher gehst du, wie der Tänzer auf dem Seile;Rückert
Und sicher künftig gieng' ein Wandrer diese Bahn.Rückert
Und sicher wird der Zucht dein Zögling sich entziehn,Rückert
Und sicherer, weil du was besseres begannst,Rückert
Und sichrer blüht es mir ins Herz die Kunde,Lenau
Und sie auf alles Ungesehne zu erstrecken,Rückert
Und sie begannen zu preisen,Lenau
Und sie bindens an das SchwänzleinLenau
Und sie blicket, Früchte suchend,Lenau
Und sie blickt und malt und blicket wieder,Lenau
Und sie dich preisen, um von dir zu seyn erhoben;Rückert
Und sie dir tilgen hilft, eh Feinde sie entdecken.Rückert
Und sie flüstern viel und lange.Lenau
Und sie flüstert ihm so dringendLenau
Und sie führen behaglich zum MundeLenau
Und sie gingen zu Bett; ich blieb allein,Lenau
Und sie goß dem Kinde segnendLenau
Und sie hört, schon will der Abend dämmern,Lenau
Und sie ihm überall soviel zu denken giebt.Rückert
Und sie klagt und weint nicht wieder;Lenau
Und sie klimmen immer höher,Lenau
Und sie können nicht verweilen,Lenau
Und sie legt ihm auf sein LagerLenau
Und sie neigen sich herab und fragen:Lenau
Und sie nicht sein, sie dein, dankbar erkennend, nennt.Rückert
Und sie nicken, ihr vergebend,Lenau
Und sie nie gekannt und genossen haben:Lenau
Und sie pflückte mit Küssen mir dieLenau
Und sie pochen an deine kalte Stirne,Lenau
Und sie rasen in die Nacht:Lenau
Und sie rümpften ihre feine Nase,Lenau
Und sie sahn vom Ufer nieder,Lenau
Und sie schweben durch die RundeLenau
Und sie schweben und sie schwankenLenau
Und sie sieht es bang gerührt,Lenau
Und sie siehts mit stillem Sinnen,Lenau
Und sie springt vom Lager hoch empor:Lenau
Und sie stehen, und sie schweigen,Lenau
Und sie streifen und sie drängenLenau
Und sie tanzen freudenwild und singenLenau
Und sie trinken gierig, hastig,Lenau
Und sie verschwendet noch im SchmerzLenau
Und sie verstören darf kein Flatterer und Schreier.Rückert
Und sie wandeln und sie schweigen,Lenau
Und sie waren nicht zu trösten.Lenau
Und sie weinen aus ihr banges Weh.Lenau
Und sie zittern, und sie winkenLenau
Und sie zu schelten nehmt aus ihr die Bilder nur!Rückert
Und sie zu sich hinaufzuschwingen;Lenau
Und siegreich Nachtigall-Gesänge niederheulen!Rückert
Und siegreich seinen Glanz auch noch der Welt entfalten.Rückert
Und sieh das Wasser auch, es ist vom selben Scheine.Rückert
Und sieh die Wirklichkeit für einen Schatten an,Rückert
Und sieh durch ihren warmen GußLenau
Und sieh ihn wieder an, wenn du ihm ferne gehst!Rückert
Und sieh was dir noch fehlt, um dich damit zu zieren.Rückert
Und sieh, nun stieg der trübe WustLenau
Und siehet daß im Grund hier nichts verloren geht;Rückert
Und siehst es zum Versuch mit seinen Händchen langen,Rückert
Und siehst vertrauenvoll entgegen voller Klarheit.Rückert
Und siehst wie sie um dich den ew’gen Umschwung hält.Rückert
Und siehst Zusammenhang in allen ihren Reichen,Rückert
Und siehst, geblendet, nichts, als sähst du in die Sonne.Rückert
Und sieht denselben Platz, von dem er ausgegangen,Rückert
Und sieht er ihren Glanz dann hinterm fernsten ForstRückert
Und sieht er keinen nahn, so winkt er seinen SegenRückert
Und sind des Leibes MühenLenau
Und sind sie dankbarer für ihre Blöße gar,Rückert
Und sind sie ungerecht gewesen, sei gerechter.Rückert
Und sind wir Fremdlinge, wo ist die Heimat nun?Rückert
Und singe von dem Baum des Todes und des LebensRückert
Und singen ihm zu EhreLenau
Und singen lernt von uns, doch nicht wie wir gesungen;Rückert
Und singen, wie sie schlagen,Lenau
Und singend kamen Vögel hinzuflüchten,Lenau
Und sinkt, wie in die Flut, in wogende Gedanken.Rückert
Und sinnend sank das Haupt ihm, das ergraute,Lenau
Und sitzen auswerts nicht gewendet, sondern ein.Rückert
Und so auf Reisen gehn, wenn du nicht Geld gewannst,Rückert
Und so die Menschen wer sie leiten will zum Ziele.Rückert
Und so empfindet wol der Mensch, daß er verlorRückert
Und so erhoben oft, wenn alles mich gedrückt.Rückert
Und so fand man sie, das starre, bleicheLenau
Und so freu immer dich, wenn Schönes dir und GutesRückert
Und so ihr Schüler ich hab’ auch, was ich besessen,Rückert
Und so im fremden Raum dich heimisch finden lerne.Rückert
Und so im Leben auch sei mäßig, wenn begrabenRückert
Und so im Menschengeist erlischt was in ihm denkt,Rückert
Und so ist alterlos der Freude Jugendschwung.Rückert
Und so ist Reinheit auch nicht deine Reinigung;Rückert
Und so mag vergebens lauschen,Lenau
Und so nach seiner Art der Tiger und der Hai,Rückert
Und so vergänglich doch ist alles was wir schufen;Rückert
Und so verlangsamen kanst du und vergeschwindernRückert
Und so verloschen schnell bis auf den letzten Funken.Rückert
Und so verschieden auch, wie Blatt und Blatt am Kranze.Rückert
Und so war jedem Schein sein Gegenschein verliehn.Rückert
Und so, was die Vernunft sich mühet zu vernehmen,Rückert
Und sogen mit entsetzlichem Gedeihen.Lenau
Und solche Bilder sind dem Kind schon eingeboren,Rückert
Und solcher Stralen sind unzählbar eine Zahl.Rückert
Und soll dem Auge nun das äußre Licht erblinden,Rückert
Und soll die Lust der Welt nie wieder sich gebären?Rückert
Und soll sie einst dich wiederhaben,Lenau
Und sollt ich nach dem hellen RuhmeLenau
Und sollt’ es Gott nicht freun, sowie es dich erfreut,Rückert
Und sollt' es Zinsen dir in einer Zeit nicht tragen,Rückert
Und sollte seine Seele,Lenau
Und sollten doch einmal sie mir im Auge kehren,Rückert
Und solltest Gott, der dir’s solang ließ, dankbar seyn.Rückert
Und sorget im Gedräng nicht seinen zu verlieren.Rückert
Und soviel als er wog, soviel theilt er gewogenRückert
Und soviel Regen nur, daß über Nacht erlischtRückert
Und soviel Sonnenschein als nur dein Aug' erträgt,Rückert
Und spar' es nicht, wo man es sparend wird bewahren.Rückert
Und spät verblutende Erinnerungen.Lenau
Und später wächst die Kraft zu geistigen Entwürfen.Rückert
Und spielten alte Lieder mirLenau
Und spötteln über des TyrannenLenau
Und sprach mitleidig so, als hätt’ er ihn gekränkt:Rückert
Und sprach zum Bettler barsch: Geh hin in Gottes Namen!Rückert
Und sprach, so schiens, mit tiefbewegter Stimme:Lenau
Und sprach: die Sonne hat mir manchen Tag gelacht,Rückert
Und sprach: Ich hab' es selbst gerathen meinem Kinde.Rückert
Und sprach: wie Schad' um euch, daß ihr hier beide singtRückert
Und sprachest lauter gar, damit er es vernähme.Rückert
Und sprachlos ringenLenau
Und spricht im bang erschrocknen Hirtenkreise:Lenau
Und spricht nicht ein Gebet, thut doppelt freventlich.Rückert
Und spricht sich unklar aus, du aber sollst es klar.Rückert
Und spricht: steh auf, bevor es Nacht,Lenau
Und springt dem Chusi vor im schnellen Satz,Lenau
Und sprühendes Feuergeprassel,Lenau
Und spült hinunter Staub und Schaum.Lenau
Und spute dich, daß sie auch vorwerts kommt damit!Rückert
Und stampfest mit dem Fuß dreimal. Auf dieses ZeichenRückert
Und starb es hin, ists minder wert der Trauer,Lenau
Und starrend in ihr tot Gesicht. —Lenau
Und starrte unverwandtLenau
Und starrte, trauriger Gedanken Raub,Lenau
Und statt der Sammlung suchst du der Zerstreuung Braus.Rückert
Und statt der Schlangen sah ich Sonnenblendung nur.Rückert
Und Staub ins Auge wird ihm desto minder fallen,Rückert
Und staunt den Wen’gen nach auf ihren Himmelsflügen.Rückert
Und stecken blieb in seinem Eingeweide;Lenau
Und stehn wir in der Mitt' unschlüssig still deswegen,Rückert
Und steif den Fittig hängt, ist artig ausgestopft.Rückert
Und steigt mit deinem Blick zu höchsten Sfären wieder.Rückert
Und stellen sie dann ein, und haben nicht das SeynRückert
Und stellen uns sich dar in menschlicher Gestalt.Rückert
Und stellt auch seinen Flug nur ein mit ihrem Lauf.Rückert
Und stellt im tiefen Sinn des Urquells Einheit her?Rückert
Und sterb ich, mag sie trösten deinen Schmerz!Lenau
Und sterb’ ich außen dir, leb’ ich in ihm verinnert.Rückert
Und Sterbegewinsel, das durch die Lüfte klagt,Lenau
Und sterben muß ich hier so bald!«Lenau
Und sterbend ihr ins Auge schaut:Lenau
Und sterbend ließ ers uns zurück, es zu beklagen.Rückert
Und Sternennebel hat zu Sonnen sich gelichtet.Rückert
Und sternlos war die Nacht,Lenau
Und stets auf dieser Spur geh’ ich, die nie erlischt.Rückert
Und stets ermunterts ihn den Kampf neu anzufangen.Rückert
Und stets gefährdet ist so oder so das Heil.Rückert
Und stets zur Minderheit sind jene auserkoren.Rückert
Und stieg dort halb ans Land, ganz als vierfüß'ges Thier.Rückert
Und stiftet, wies gebührt, davon ein Angedenken.Rückert
Und still dabei im Kreis um seine Sonne geht?Rückert
Und still vergeht’s, wenn du mit einem Wink es stillst.Rückert
Und still, bist du so schön! — was soll ich flehen:Lenau
Und störet mir die liebe Stelle nimmer,Lenau
Und störrisch klagt der trüben Welle Gang:Lenau
Und stört empor die See aus glatter Ruh;Lenau
Und Strahl auf Strahl noch immer niedersprüht;Lenau
Und sträubt empor die Mähne;Lenau
Und strebe jeden Sinn ins Schöne einzusenken,Rückert
Und strebe, wenn du mußt, nur nach dem Kranze dort!Rückert
Und strebt er nach dem Thier, sogar noch tiefer liegen.Rückert
Und strecken, eine Bettlerschar,Lenau
Und streichelt den schönen JungenLenau
Und streichest du's auch aus, so wird der Strich doch bleiben.Rückert
Und streift’ waldein gar heiter;Lenau
Und streifte schonend nur das Läppchen an den Ohren.Rückert
Und streuen sie dann in die flatternde Luft.Lenau
Und ströme dir ins dunkle MeerLenau
Und strömet aus dadurch, und nimmt dich mit von hinnen.Rückert
Und strömst in dem Gefühl dich deinem Urquell zu.Rückert
Und strömt aus deinem Mund als Dankgebet hervor.Rückert
Und strömt im Athem aus als Seufzeropferrauch.Rückert
Und stünd' er oben drauf, würd' er noch kleiner seyn.Rückert
Und Sturmeswolken ziehn;Lenau
Und stürzt zur Rache ins Gewässer,Lenau
Und stütze dich auf ihn! Auf wen willst du dich stützen!Rückert
Und suchen deinem Sinn sie irgend anzupassen.Rückert
Und suchen mußte sich das Feur ein andres Haus.Rückert
Und sucht bauchunter ihm zu kommen;Lenau
Und sucht den grimmen Feind verwegen;Lenau
Und sucht umsonst nach Zielen.Lenau
Und sündigst du und weißt, daß es sein Blick vernahm,Rückert
Und süße Düfte sprühendLenau
Und süßer Gottesfriede nochLenau
Und süßer Träume ungestörtem ReigenLenau
Und Tapferkeit, von Furcht und übermüth’gem Wagnis.Rückert
Und tasten niemals an der Inseln Eigenthum.Rückert
Und tauchen sie in dich, in dir doch sind sie auch.Rückert
Und taucht erst fröhlich wieder auf,Lenau
Und taucht und taucht und taucht, sich satt darein zu tauchen.Rückert
Und taumeln entzückt in die Arme sich und singen:Lenau
Und tauscht die Namen nur, wer will’s euch nicht gestatten?Rückert
Und tausend Sinn’ hat er auf einen Sinn gebracht.Rückert
Und tausendfache Blüt’ und Frucht an jedem Baum.Rückert
Und teile mit der Freiheit du mein Herz;Lenau
Und theilen sie dirs mit, so wird dir nichts entgehn.Rückert
Und theilst du nicht den Ruhm, so theilst du die Gefahren.Rückert
Und tiefe Demut beugt den kühnen Stolz danieder.Rückert
Und tiefer, denn als Kind ich schlief,Lenau
Und todesängstlich hin und her.Lenau
Und traf mein Herz mit wunderlichem Grauen.Lenau
Und trag zu ihr die Kunde,Lenau
Und trage dein Gebet dem Herrn der Schöpfung vor!Rückert
Und tragen hilf so viel du kannst des Armen Plagen.Rückert
Und trägen Kräften, als aus dunstigen Fantomen.Rückert
Und Tränenkünstelei, so hast du recht;Lenau
Und tränenvoller stets wird deine Bahn;Lenau
Und tränk' ihn leer, wenn nicht Besinnung tagt' im Osten.Rückert
Und tränket seine Brut mit seinem Blut voll Luft.Rückert
Und trauernd wandt ich meinen Schritt von dannen;Lenau
Und träume, was ich sterbend noch empfunden,Lenau
Und träumend haut er in die Luft.Lenau
Und träumend hört ich, wie der RegenLenau
Und träumt die Nacht hindurch vom großen ew’gen Tag.Rückert
Und träumt ein buntes, himmlisch frohes Hoffen,Lenau
Und träumt und träumt und träumt, und hört nicht auf zu träumen.Rückert
Und traurig ging ich weiter.Lenau
Und traurig steht der feiernde Matrose,Lenau
Und traurig trat ich in ihre Stube.Lenau
Und treibt heran die Wiegen mit den Särgen.Lenau
Und treten neu hervor, ein ew'ges Frühlingsglück.Rückert
Und treuer Berggenosse,Lenau
Und tritst du selber ab, so thu's mit Lust, zufrieden,Rückert
Und tröste dich, daß auch an dir ist keine Dauer.Rückert
Und tröste wieder dich des Wiedersehns wie dort.Rückert
Und trug zum neuen Sturm die Todeswunden.Lenau
Und trugen ihn ins Dorf, es war zum Glücke nah.Rückert
Und tu auch keinen GangLenau
Und über alle herrscht die Inselköniginn,Rückert
Und über alles was dich regt und übermannt,Rückert
Und über deinem HauptLenau
Und über den Tisch den Wein geschüttet.Lenau
Und über den WassernLenau
Und über diesem allemLenau
Und über ihn stürzen die Wellen her.Lenau
Und über sie hinaus ins Menschliche dich hebest.Rückert
Und über sie kommen die andern gesprungen,Lenau
Und über Treppen, dunkle Hallengänge,Lenau
Und über’n Raum hinaus, wie soll ein Weg uns führen?Rückert
Und über'm Moder wird das Gras gewachsen seyn.Rückert
Und über'm Staunen sind sie diesmal ihm entgangen.Rückert
Und überall ein Trieb im andern eingehüllt.Rückert
Und überall im Haus, wohin das Rohr du mündest,Rückert
Und überall wird er zu solchem Rande kommen,Rückert
Und überall wird ihm gesagt: Er ging vorbei.Rückert
Und überdonnernd folgt sein Hohngelächter.Lenau
Und überglänzt hat meines Lebens Nacht.Lenau
Und übergrünen bald die alten frisch und munter.Rückert
Und überhangst,Lenau
Und Überpracht der Welt vergangen über Nacht?Rückert
Und übers blanke Feld des Eises glittenLenau
Und übersehn den Fuß, sollt' er ihn selbst beachten?Rückert
Und übertreibe hier, weil sie dort übertreiben.Rückert
Und übertroffen wird die Schnelligkeit im SchreibenRückert
Und Überzeugung nur kann Überzeugung geben.Rückert
Und um Beständigkeit blick auf zum Sonnenrand.Rückert
Und um das Andre hat die Ferne dich betrogen.Rückert
Und um dein Urlicht schwebt der Andacht sel'ges Ahnen.Rückert
Und um der Herde Stand ward er befragt vom Wirthe.Rückert
Und um der Herde Stand ward er befragt vom Wirthe.Rückert
Und um dich siehst die Welt im reinen Sonnenlicht;Rückert
Und um die beste, schönste HabeLenau
Und um die Glut gehäuft verdampft Ameisen-Mirre.Rückert
Und um die Harmonie der Sfären ists gethan.Rückert
Und um die Weltlichkeit nicht dort in ihrem GlückRückert
Und um so früher ist er angelangt zu Haus.Rückert
Und um wie höher steht schon auf der StufenleiterRückert
Und um zu lehren, muß man erst gelernet haben.Rückert
Und um zu löschen sich stürzt in den Wasserhaufen;Rückert
Und um zu siegen fehlt’ ihm nicht der Muth zu morden.Rückert
Und umarmet ihn sehnsuchtsvoll: »Mein SängerLenau
Und umschlingt es mit wildem Frohlocken:Lenau
Und unabhängig, wo er vor sich hat die Welt.Rückert
Und unanfängliches nothwendig unvergänglich.Rückert
Und unaufhaltsam eilig dringenLenau
Und unaufhaltsam sieht der Mensch sein Ende,Lenau
Und unbescheiden den wol nennt, der höher klimmt.Rückert
Und unermüdlich ist der Bauer hinterm Pflug.Rückert
Und unerschütterlich ruht deiner Erde Bodem.Rückert
Und unersetzlich ist, was er genommen;Lenau
Und unerwartet uns den Vorsprung abgewonnen.Rückert
Und ungeahnet wird kein neuer auch geboren.Rückert
Und ungeahnte Schätz' erblick' ich allenthalben;Rückert
Und ungefärdet läßt das Ungethüm den schwachen.Rückert
Und ungefüges spricht der ungefüge Mann.Rückert
Und ungehemmt nur aus und ein der Athem geht;Rückert
Und ungerechter kränkt dich nicht, den du verachtest.Rückert
Und uns mit seinen leisen SilberhändenLenau
Und unser Ich, es muß zerschellen,Lenau
Und Unsichtbarem kein Gebiet und Recht einräumen.Rückert
Und unsre heilgen Eichenhaine brausen?Lenau
Und unsre Hunde auf zum Monde bellen,Lenau
Und unsre plänkelnde Vorpostenwacht,Lenau
Und unstät irrt das dürre LaubLenau
Und unter Blumen mich am Busen festgedrückt.Rückert
Und unter diesem lauscht ein andrer noch verborgen,Rückert
Und unterbleiben kann, was übrig ist, mit Fug.Rückert
Und Unterdrückung wird dadurch auf Erden breiter.Rückert
Und unternehmen soll ein Mann sie fein gewahrvoll. —Rückert
Und unterordnen willst du ihm nun Alles gar.Rückert
Und unterwegs verlieren wir die Kräfte.Lenau
Und Unterwürfigkeit ihm Hand und Mund bezeugt,Rückert
Und unveränderlich bleibt ihr nur Kinder bloß.Rückert
Und unversehns mach’ ich dis neue Dunkel klarRückert
Und unverstanden wär dir nichts in der Natur.Rückert
Und unverwelklich blüht nur das, was wir erwarten.Rückert
Und unvollkommen sind die Gottgewahrungen.Rückert
Und unwillkürlich spürendLenau
Und unzerreißbar war den Stürmen es, den Flammen.Rückert
Und unzufrieden wirst du leicht mit deinem Auge,Rückert
Und Uranfänglichkeit, hoch überm Wechsel thronend.Rückert
Und verfolget Gottes Spur.Lenau
Und vergessend seiner Bahnen,Lenau
Und verhängnisvolle Zimmer,Lenau
Und verhüllt die Waldessteige;Lenau
Und verlassen werden stehn,Lenau
Und verscharreLenau
Und verstummt des Mundes Klage.Lenau
Und vertraut auch ihr Gehalt,Lenau
Und viel bescheidner noch, weil diese wollen kommenRückert
Und viel Gedanken sind in Einem Glanz erbrannt,Rückert
Und Völkersitte sehn in allen Länderfernen,Rückert
Und vollendet in des Kusses Wonnen.Lenau
Und voller Lenzverlangen,Lenau
Und vom amarantnen KleideLenau
Und vom Gerassel ist selbst das Gespräch betäubt.Rückert
Und von allen Zweigen flötenLenau
Und von Blüte hin zu BlüteLenau
Und von dem falschen Tageslicht betrogen,Lenau
Und von dem Leben nichts zurückbleibt als der Hauch:Rückert
Und von dem magersten Ameischen werd’ ich satt,Rückert
Und von dem Thier hinan, o stolzer Mensch, zu dir.Rückert
Und von den alten Göttern fortzureißen.Lenau
Und von den beiden Dich, und Eins die drei sind nur.Rückert
Und von den glänzenden Partieen nicht beschwichtigtRückert
Und von den Parsen legt’ ein Führer mir es aus,Rückert
Und von den Wanderern die meisten dankbar priesenRückert
Und von den Wolken noch geblieben sind die Schatten:Rückert
Und von der Arbeit kehrt nachhaus der müde Mann.Rückert
Und von der bösen nehm' ich lieber keine Kunde.Rückert
Und von der Einzelheit ist Ganzheit nicht verschieden;Rückert
Und von der Fahrt ist nichts als Mühsal sein Genuß.Rückert
Und von der Kuh dabei die Milch den Trunk bestreiten.Rückert
Und von flinken Rossen vierLenau
Und von Gewohntem läßt sich gern mein Herz bestricken.Rückert
Und von ihr, an deren Brust sie starben,Lenau
Und von rätselhafter WehmutLenau
Und von Unholden wenn mit Silber oder GoldeRückert
Und von Vorstellungen nur immer eine Zahl.Rückert
Und vor dem Unglück bangt, noch ehr es ihn ereilt.Rückert
Und vor der Thüre schon hör' ich des Boten Fuß.Rückert
Und vor Entweihung sei der Tempel stets verschont.Rückert
Und vor Erschöpfung ist am wenigsten besorgt.Rückert
Und vor Verlegenheit, wo sie erscheint, nicht stutzen.Rückert
Und vorarbeiten muß Handwerkerfleiß dem Witze.Rückert
Und vorbehaltend mir die eigne Nutzanwendung.Rückert
Und vorbei, wie Traumesflug,Lenau
Und vorm Besondern gar ist jeder Sinn mir stumpf.Rückert
Und vorüber braust an Wort und KußLenau
Und vorüber wild und jachLenau
Und vorwärts zittert manche Frage.Lenau
Und wach den Träumer sänge?Lenau
Und wachen, wenn es schläft, bis neu die Sonne lacht.Rückert
Und wächst er nicht in dir, jemehr du ihn begreifst,Rückert
Und wächst, vom Zwang befreit, zur höchsten Höh’ empor.Rückert
Und wahr das Herz des ungeschlachten Trutzes.Lenau
Und während um ihr Haupt die Wasserorgeln summen,Rückert
Und wandelte zurück zum Wald, aus dem es kam.Rückert
Und wandl ich nun alleinLenau
Und wann aus ihnen schon frei werden soll der SohnRückert
Und wann du dann vom Schlaf erwachest sanft und kühl,Rückert
Und wann ich zugelauscht, und mit darein getauschtRückert
Und wann wir schlafen, uns, gefittiget vom Traum,Rückert
Und wappne mich auf den verwegnen GangLenau
Und war die Lust dabei, so schreib zu Dank sie an.Rückert
Und war zufrieden mit dem Glanz des Angesichts.Rückert
Und wär’ Allgegenwart, wie Gott, auch ihm verliehn,Rückert
Und wär’ an jedem Tag, als der nicht war, geboren,Rückert
Und war's ein theuerstes, was todt ist das ist ab;Rückert
Und war's nun ein Geschäft, so hast du's abgethan;Rückert
Und ward es still in dir, so magst du sanftgerührtRückert
Und ward im Innersten verhärtet Erz und Stein.Rückert
Und ward zu Herberg herzlich aufgenommen.Lenau
Und wardst du nun so alt in diesem einz'gen gar?Rückert
Und wäre dem Begriff nun der Versuch gelungen,Rückert
Und wäre sie gewährt dem sel'gen Geiste nicht?Rückert
Und warf den BettelLenau
Und warf sich in den Bach, ins Wasser selbst hinein.Rückert
Und Warmes kälter wird, das Kaltes machet wärmer;Rückert
Und wartet bis sich legt der Oberfläche Brausen.Rückert
Und wartet, welch ein Sturm durch ihre Saiten brause.Rückert
Und wartete, bis er herauskam, an dem Orte.Rückert
Und warum aus dem Braus gehst du in dich zurück?Rückert
Und warum bin ich nicht dort wo ich war, geblieben?Rückert
Und was als Wirklichkeit dir steht vor allen Sinnen,Rückert
Und was am Erdengrund zur Beut' ihm mag gefallen,Rückert
Und was am nächsten, Mensch? dein Tod in der Verhüllung.Rückert
Und was auf ihnen ist, reift durch der Sonnen Kraft,Rückert
Und was betäuben ihn, davon wird er erwachen.Rückert
Und was darüber geht, auf dahinüber sparen.Rückert
Und was das außer ihr, nach dem sie ewig sucht?Rückert
Und was das Glück von Lohn ihm zu von außen spült,Rückert
Und was dein anderer? vielleicht auch Ehr’ und Ruhm?Rückert
Und was der wichtig nennt, ist jenem nur beschwerlich.Rückert
Und was dich retten soll, gereicht dir zur Umgarnung.Rückert
Und was die Mutter ehrt, gereicht ihm nicht zur Kränkung.Rückert
Und was dir halbwahr scheint, das ist halbfalsch wahrscheinlich.Rückert
Und was du Gutes hast vorausgesandt mit Beten,Rückert
Und was du haben willst, zu rauben ihnen trachten.Rückert
Und was du liebend treibst, laß dir das Höchste gelten,Rückert
Und was du nicht begreifst, dahin gestellt zu lassen.Rückert
Und was du schon errangst, laß dir nie mehr entringen.Rückert
Und was du selber thust, und was du selber bist,Rückert
Und was er Böses sieht, macht er den Leuten kund.Rückert
Und was er denkt, ist doch die Wahrheit die er sieht,Rückert
Und was er dir versagt, das war dir nicht zum Heil;Rückert
Und was er glaubt, erhebt er auch zur Wissenschaft;Rückert
Und was er nicht versteht, glaub’ er doch zu verstehn.Rückert
Und was er sie befragt, das widerholt sie nur.Rückert
Und was er so vollbringt, das hat sie mitvollbracht,Rückert
Und was heimisch, wird ihm zur Beschwerde;Lenau
Und was ich fassen soll, muß ich in Verse fassen.Rückert
Und was ich selber Lust nicht hab' hervorzuholen,Rückert
Und was ihn erst in alle Fernen riß,Lenau
Und was ihr jetzt mir seid, beschäftigt meinen Sinn.Rückert
Und was im ErdenlebenLenau
Und was im Grund du baust, laß streben himmelan.Rückert
Und was man einschenkt, wird dir theuer eingetränkt.Rückert
Und was nicht deinem Leib, gibt Nahrung deinem Geist;Rückert
Und was nicht weiter hält, mag auseinander wesen.Rückert
Und was nur stören kann, abweis’ es von der Schwelle.Rückert
Und was sich nicht läßt sehn, im Herzen hege du.Rückert
Und was sie pflanzen drin, ist nicht für mich gepflanzt.Rückert
Und was sie schafft auf Berg und Flur —Lenau
Und was sie scheuet, das davon als Böses trennen.Rückert
Und was sie sprach, drang mir zum Herzen einLenau
Und was soll er nun thun um wieder ihn zu finden!Rückert
Und was Verdrießliches, als Fürsten zu vergessen.Rückert
Und was vollendet dort will seyn, muß hier beginnen.Rückert
Und was von untenauf man mittelbar vernimmt,Rückert
Und was vor'm Auge dir steht als ein ernstes Ziel,Rückert
Und was zu lösen wir die Hoffnung jetzt aufgaben,Rückert
Und Wasser heut befahl die Treppe rein zu waschen.Rückert
Und wechselten sie zehn, sie blieben Raupen doch.Rückert
Und weder droben wird zum Lohn euch noch hieniedenRückert
Und weder hier vom Pfad noch dorthin auszuweichen.Rückert
Und wehen es hinweg, alsob nicht dein es sei.Rückert
Und Wehmut sinkt an meinen Busen wieder,Lenau
Und wehrest, die er will, ihm die verbotne Speise.Rückert
Und weidet sich an seinem süßen Strahle.Lenau
Und weil den Jungen kann so hoher Flug nicht glücken,Rückert
Und weil du bei mir ruhst, blühn sie und singen dir.Rückert
Und weil er uns zu laut daran gemahnt,Lenau
Und weil ich konnte nun nicht alle mehr zusammenRückert
Und weinen fern vorbei.Lenau
Und weinend wandeln auf der wüsten Heide,Lenau
Und weint, wenn sie sich sieht verlachen und verneinen.Rückert
Und weinte, daß kein Korn da ganz hindurch kann gehn.Rückert
Und weiß allein, wer ihm der liebste sei von ihnen.Rückert
Und weiß auch nicht mehr, wessen HandLenau
Und weiß das arme FinkleinLenau
Und weiß er nicht viel vom tiefen Geheimnis,Lenau
Und weiß gewis, daß er bestehn wird im Gericht.Rückert
Und weiß nicht daß ers ist, und schwankt in seinem Sinn.Rückert
Und weiß nur Eines noch, und weiß dis Eine ganz:Rückert
Und weiß wohl selber nicht wie.Lenau
Und weiß, mit welcher Macht sie unsre Schritte lenkt.Rückert
Und weise Mäßigkeit erhielt ihn immer voll.Rückert
Und Weise, die vom Urungrund verschlungen sind,Rückert
Und Weisheit führest du und Lieb' umsonst im Mund.Rückert
Und weißt du, wann er sich erst von der Stelle rührte?Rückert
Und weißt nicht, welchen sie dir selbst gegeben haben.Rückert
Und weit hinunter blickenLenau
Und weit in das Land hinaus;Lenau
Und weiter drang ich, — dämmerlich erhelltLenau
Und weiter riß michs fort, als wollt esLenau
Und weiter ruft der Trompetenruf,Lenau
Und weiter schuf an seinem edlen BildeLenau
Und weiter springt sein lustiges PferdLenau
Und weiter stets von Gott abführen ihre Fahrten.Rückert
Und weiter wünsch' ich nichts, als daß dort alles bleibeRückert
Und weiter zog der Wandrer ohne Ruh,Lenau
Und welche Seele nicht zur andern Liebe spürt,Rückert
Und welchem Blicke du begegnest, mußt du bangen,Rückert
Und welches Wissen ist nicht blasengleich zerronnen,Rückert
Und welken, ohne mit in Sehnsucht zu verglühn,Rückert
Und Weltentsagung dort der Weg zum Himmel geht.Rückert
Und wem die Sinne sind von ihrer Gunst erschlossen,Rückert
Und wem's der Geister glückt zu folgen Götterspur,Rückert
Und wen der Zuruf nicht reißt eines Gotts empor,Rückert
Und wen Gleichgültigkeit gekränkt und Unbeachtung,Rückert
Und wen hinan es zieht, der zieht ihm nach, und sieht,Rückert
Und wende meine BlickeLenau
Und wendet ihn, den wütend jachen,Lenau
Und wenig fehlt, so hast du dort dein ganzes Haus.Rückert
Und wenig kümmert mich, ob es ein Kritler lobt.Rückert
Und wenn am Tag der Schlacht ihm wird die Stirne heiß,Rückert
Und wenn an freudigem Vertraun sie dich beschämen,Rückert
Und wenn aus einem Spruch, den du für weis' erkennst,Rückert
Und wenn das Käuzlein grelleLenau
Und wenn das Leben nun ist eine Wanderreise,Rückert
Und wenn das Lied ergreift und heiligt euern Sinn,Rückert
Und wenn das Schiff die WindeLenau
Und wenn das Unheil sich unheilbar Menschen zeigt,Rückert
Und wenn dazwischen er den Blick zum Himmel hebt,Rückert
Und wenn dein blauer WolkenzugLenau
Und wenn der Freund dich kränkt, verzeih’s ihm, und versteh:Rückert
Und wenn der Mensch in sich will Gottes Wahrheit spiegeln,Rückert
Und wenn der Muth ist dein, werd' er nicht Übermuth.Rückert
Und wenn der Sturm davon ihm eine Feder weht,Rückert
Und wenn der Wandrer still und schnell nicht geht die Bahn,Rückert
Und wenn des dunklen du gedenken sollst, so thuRückert
Und wenn dich selbst es lockt zu spielen mit dem DuftRückert
Und wenn dich's reut, so laß es gut seyn wie es ist.Rückert
Und wenn die deutlichen Antworten euch erfreuten,Rückert
Und wenn die Nähe verklungen,Lenau
Und wenn die Prüfung wir bestehn, sei Gott gelobt.Rückert
Und wenn du bist im Feld, steh auch nicht unterm Baum;Rückert
Und wenn du darfst, wie einst, dein Kind noch pflegen,Lenau
Und wenn du dieses willst anschlagen so gering,Rückert
Und wenn du es nicht hältst, wird das Gesetz zunichte.Rückert
Und wenn du gar zugleich geehrt willst seyn und reich,Rückert
Und wenn du in ein Wort es nun zu fassen wagst,Rückert
Und wenn du näher rückst, und merkst den Augentrug,Rückert
Und wenn du treu ihm bist, so hörst du ihn zufrieden.Rückert
Und wenn du's andern nicht kannst machen offenbar,Rückert
Und wenn ein Gast besucht die leere Siedelei,Rückert
Und wenn einst keiner kommt, so wird der Quell versiegen.Rückert
Und wenn er dann das Haus verläßt, wird es zerfallen.Rückert
Und wenn er das nicht weiß; was hilft daß er die BahnRückert
Und wenn er einen Kreis hat um die Welt geschwungen,Rückert
Und wenn er kräftig horcht und schautLenau
Und wenn er lang’ im See gezogen seine Kreise,Rückert
Und wenn er sich besinnt, legt er sie ab mit Scham.Rückert
Und wenn er sich besinnt, so hat ers schon ertragen.Rückert
Und wenn er unterliegt, so ist er wohl entschuldigt.Rückert
Und wenn erkennbar, sei sie doch nicht mitzutheilen.Rückert
Und wenn es besser gieng, so trat als WeggeselleRückert
Und wenn es freudig ihm entgegenglänzet,Lenau
Und wenn es mehr nicht war, so war es meine Schuld;Rückert
Und wenn es weiter noch soll gehn, in Gottes Namen!Rückert
Und wenn gleichgültig uns durch die Gewohnheit werdenRückert
Und wenn hinreichend nun scheint die Bewässerung,Rückert
Und wenn ich bin zur Ruh', kommst an die Reihe du.Rückert
Und wenn ich darf den Ruf der Leiden,Lenau
Und wenn ich das Verlorne und Versäumte,Lenau
Und wenn ich hasse Meuchelmörderhand,Lenau
Und wenn ich ihm befühlt die Hand und das GesichtRückert
Und wenn ich selbst nicht viel zum allgemeinen HeilRückert
Und wenn ichs dir gewährt’, er würd’ es übel nehmen.Rückert
Und wenn ihr böse scheint, gib es dem Schein nicht zu.Rückert
Und wenn ihr füllen wollt noch leer gebliebne Strecken,Rückert
Und wenn ihr heischt vom freigebornen Lied,Lenau
Und wenn ihr immer mehr und immer wieder kehrt,Rückert
Und wenn ihr satt seid, euch zum Abzug dankbar schürzen.Rückert
Und wenn ihrs nicht bedürft, ein Schmuck ists allemal.Rückert
Und wenn im Sitzen, streck’ aufs Lager aus die Glieder.Rückert
Und wenn in Handlungen, wenn in der Handlungsweise,Rückert
Und wenn ins Tal mit grimmigem FrohlockenLenau
Und wenn kein Menschenohr auch meinem Sange lauschte,Lenau
Und wenn kein Wort, doch ein Gedanke schön und wahr,Rückert
Und wenn man es befiehlt, so steht er wieder still.Rückert
Und wenn man fraget nach dem Namen, wird man sagen:Rückert
Und wenn nicht eine That, sodoch ein gutes Wort,Rückert
Und wenn nicht fliegen, doch vor Lust sich so geberden.Rückert
Und wenn nicht jenes kam, wem hätte dis geblüht?Rückert
Und wenn nicht mehrere, doch statt des Einen Zwei,Rückert
Und wenn nicht sichtbar beim Erscheinen auch ihr ZeichenRückert
Und wenn nun, ohne daß er kommt, die Sonne tagt,Rückert
Und wenn sie bleiben aus, so kannst du sie entbehren.Rückert
Und wenn sie glücklich nun bestanden die Beschwerden,Rückert
Und wenn sie mit Gefolg wie Jupiter nicht schreitet,Rückert
Und wenn sie sich erkannt in jeder Maske sieht,Rückert
Und wenn sie zum Gefühl des Schönen dann erwacht,Rückert
Und wenn so trüb' ist auch dein Leben, denk, es seiRückert
Und wenn uns dann im Haus entgeht der fette Braten,Rückert
Und wenn wir Blitze flechtenLenau
Und wenn zu deiner Würd’ auch das sich nicht will schicken,Rückert
Und wenn zum Wahren einst sie reift, wird sie erkennen,Rückert
Und wenns sein Aug’ erträgt, sei ihm der Blick gewährt,Rückert
Und wer begehrte sie, der sah dein Angesicht?Rückert
Und wer das Kreuz verehrt, verfällt dem Hohne.Lenau
Und wer dasselbe glaubt, wird die Beweise preisen.Rückert
Und wer dazwischen steht und hört es, wird zum Narren.Rückert
Und wer dem Mönch ins Aug gesehn,Lenau
Und wer den Schatz vergräbt, hat auch im Tod nicht Ruhe.Rückert
Und wer den Spiegel sieht und sieht darin sich häßlich,Rückert
Und wer die Gabe nur, wie sie gemeint ist, nimmt,Rückert
Und wer die günstige Gelegenheit verdämmert,Rückert
Und wer die Schönheit sieht, der muß die Schönheit lieben.Rückert
Und wer durchs Leben reist, der ist im gleichen Falle.Rückert
Und wer ein Sonnenkind ist rein von allem Bösen,Rückert
Und wer empfangen will, muß einen Mangel haben.Rückert
Und wer entbehrt nicht um den Kern die Schale gern?Rückert
Und wer entgegen ihrem Willen seinen stemmt,Rückert
Und wer entschuldigt jen', entschuldigt sich damit.Rückert
Und wer ihn unterdrückt, ist mit sich selbst entzweit.Rückert
Und wer ihr Zeichen selbst nicht spürt mit dumpfem Sinne,Rückert
Und wer im Sommer stirbt, wo alle Blumen blühn,Rückert
Und wer in sich nicht, fühlt in andern sich gedrückt;Rückert
Und wer könnt’ heute seyn, wenn er nichts wäre morgen?Rückert
Und wer nach ihnen fuhr, zog wieder andre Spuren;Rückert
Und wer nicht besser wird, ist schon geworden schlimmer.Rückert
Und wer nicht in der Nacht kann leuchten, ist kein Stern.Rückert
Und wer nicht, weil er will, erbleicht mehr und erröthet,Rückert
Und wer schief angesehn nicht seyn will, sich nicht zeigen.Rückert
Und wer sich brüsten mag, ist sich bewußt der Schwächen.Rückert
Und wer sich Herzen hat erobert, ein Erobrer.Rückert
Und wer sich hin ihr gibt, der wird sich selbst verlieren.Rückert
Und wer sich jedes Rechts von andern sieht beraubt,Rückert
Und wer unfähig mit Vernunft ist zu vernehmen,Rückert
Und wer vor Gott ihn sagt, versöhnet seinen Schmerz.Rückert
Und wer zum Ziel gelangt, das werden wir ja sehn.Rückert
Und werden eins in dem, aus dem sie alle stammen.Rückert
Und werden gleich dem Bild, in dem du dir erschienen?Rückert
Und werden, wenn sie hilft, von mürben Schalen frei.Rückert
Und werden, wie du meinst, am hellen TageLenau
Und werdet dann entblöst der frommen Scheue,Lenau
Und werfen dürre Reiser in die Glut.Lenau
Und widerglänzt von ihrer Kunkel,Lenau
Und widersprechen wird kein Bettler und kein Kaiser.Rückert
Und wie all die Säbelnarben,Lenau
Und wie am Anfang steht am End’ Allliebe wieder:Rückert
Und wie das Leben bricht von Stund zu Stunde.Lenau
Und wie das rührige EisenLenau
Und wie das Volk ihn hoch im Herzen hielt,Lenau
Und wie dein Auge sieht, was du nicht kannst ergreifen,Rückert
Und wie dem Liede, himmelstrunken,Lenau
Und wie den Überfluß Übergenuß verschlingt,Rückert
Und wie der erste bricht, so dringt der andre vor,Rückert
Und wie der Freund dem Ruf des fernen Freundes lauscht,Rückert
Und wie der Greis nun die Blume hältLenau
Und wie der Schatten selbst dich wird zum Lichte leiten,Rückert
Und wie der Schmetterling erwacht vom Puppentraum,Rückert
Und wie der Seele Frieden ich verlor.Lenau
Und wie der Überdruß aus Überfluß entspringt?Rückert
Und wie der viere keins in der Natur vorhandenRückert
Und wie die Ameis' auch vom Erdwall, den sie hügelt,Rückert
Und wie die Blum’ in Lust zum Licht empor sich richtet,Rückert
Und wie die Blume selbst, wann Regen kommt, erschricktRückert
Und wie die Geister, die der Zeiten Teppich weben,Rückert
Und wie die Mutter thut, geberdet sich das Lamm.Rückert
Und wie die Sonne sei unwandelbar voll Huld.Rückert
Und wie die Unschuld ihm verblich,Lenau
Und wie die WaffenbrüderLenau
Und wie die WaffenbrüderLenau
Und wie die Wellen ihm die Mähne wiegend spülen,Lenau
Und wie dis Meinen dann mit meinem sich vereint.Rückert
Und wie du hier in mir, in ihm vergeh’ ich dort.Rückert
Und wie du ins Klavier versunken,Lenau
Und wie du keinem traust, so traue mir auch nicht,Rückert
Und wie du niederfährst, die Beute zu ergreifen;Lenau
Und wie du vom Versteck der AbgeschiedenheitRückert
Und wie Edens Vögel ihn umsungen,Lenau
Und wie ein Denkender im Denken wird gestört,Rückert
Und wie ein Dichter, der zulang an sich gehalten,Rückert
Und wie ein Vogel jetzt, wenn ab in einem KreiseRückert
Und wie ein Weiser aus der Weisheit hellen SfärenRückert
Und wie ein Zustand in den andern übergeht,Rückert
Und wie er fortschritt auf den öden Matten,Lenau
Und wie er ins vergangne Leben schied,Lenau
Und wie er quoll und quoll, und wie er schwoll und schwoll,Rückert
Und wie er schläft und wie er träumtLenau
Und wie Erziehung selbst den Stand macht, ist erschienenRückert
Und wie es dich verdroß, wenn jene dich verließen,Rückert
Und wie es ist erreicht, so ist es abgethan.Rückert
Und wie gewinket ihre Hand.Lenau
Und wie heraus sie tritt, wird Anderes daraus.Rückert
Und wie hervor es gieng aus eigener Empfindung,Rückert
Und wie hinwiederum wer aus dem vollen StralRückert
Und wie ich kannte dich, kenn' ich dich immerhin.Rückert
Und wie ich mich wärme am Eichenstamme,Lenau
Und wie ich täglich dort geh’ aus und ein das Thor,Rückert
Und wie ich winke, gehn beiseit die frommen Schäfchen,Rückert
Und wie im Frühling das Leben erwacht,Lenau
Und wie in ihm der Liebe letzter FunkenLenau
Und wie man stirbt, daran hängt etwas vom Geschick.Rückert
Und wie manche heiße TräneLenau
Und wie mein Wehruf im Gebirg verhallen!Lenau
Und wie mir einst das Lebewohl gebot,Lenau
Und wie murmelnd süßen Traum,Lenau
Und wie sein Blick, ins tote Kind versunken,Lenau
Und wie sein gutes Korn ein Hauswirth fleißig siebt;Rückert
Und wie sein starrer Blick leibhaft vor sichLenau
Und wie sich in dem Schein erblickt die Schreckerscheinung,Rückert
Und wie sie das Kind so treu und wachLenau
Und wie sie eingeschlürft das heiße Blut ihm kühlen.Lenau
Und wie sie noch sich fühlt in jedem jungen Paar.Rückert
Und wie sie scherzend sich enthaschenLenau
Und wie sie wechselnd sich verbinden und bedingen,Rückert
Und wie sie, sprühend nun zerflogen,Lenau
Und wie so freudig Berg und TalLenau
Und wie wir aus den heißen, hellen Triften,Lenau
Und wie zu suchen? das des weitern Streits Entfaltung.Rückert
Und wie zum Äther nur die feinsten Düfte steigen,Rückert
Und wie zur Weltgeschicht' Unheil und Völkerplage,Rückert
Und wieder andre, weil mit seinem KriegerstandeRückert
Und wieder auf mein Thal schau’ ich herab von oben.Rückert
Und wieder das Eden erjagen,Lenau
Und wieder hell, wie er gewesen, der Karfunkel.Rückert
Und wieder im VorübersprungLenau
Und wieder komm!Lenau
Und wieder komm!Lenau
Und wieder leg' er sich zum Schlaf hin, wie er lag!Rückert
Und wieder suchen muß das Feur ein andres Haus.Rückert
Und wieder wacht empor der Sinne Städterchor,Rückert
Und wieder wenn du hältst den Augen es so fern,Rückert
Und wieder wenn es sich verbunden wird erkennen,Rückert
Und wieder wird vom Weh die Menschheit einst genesen.Rückert
Und wieder wirst du dort nicht lange können bleiben.Rückert
Und wiegten ihre Häupter stumm,Lenau
Und wies mir in die dunkle Nacht hinaus.Lenau
Und wildem Donnerscherz;Lenau
Und wilder immer ward des Tales Grund,Lenau
Und will behandelt seyn wie Blumen edler Art;Rückert
Und will das Glück dich selbst in seine Wirbel ziehn,Rückert
Und will den Titelprunk nicht hören und nicht lesen.Rückert
Und will liebkosend ihn näher ziehn;Lenau
Und will sie das nicht hören,Lenau
Und will sie stumm bis an mein Ende tragen;Lenau
Und will um Eitelkeit ein Menschenherz nicht missen.Rückert
Und willig sollst du seyn dazu mit Lust erbötig.Rückert
Und willst du ab vom Weg nur wenig Schritte gehn,Rückert
Und willst du auf dir selbst nur ausruhn augenblicklich,Rückert
Und willst du Beifall wol dafür den Pfuschern schenken,Rückert
Und willst du es im Grund entwurzeln ganz und gar,Rückert
Und willst du Gott sehn, sieh die gotterfüllte Welt.Rückert
Und willst mit holem Schein der Luft es überhüllen.Rückert
Und winkt und lockt aus Bett und Zimmer,Lenau
Und winkte mir, zu wandern meine BahnLenau
Und wir meinten selig beide,Lenau
Und wir sehen uns nicht wieder!Lenau
Und wir sind schlechter nicht als unsre Väter waren.Rückert
Und wir sind weiser nicht als unsre Väter waren.Rückert
Und wir sind's alle, die man drein als Brennstoff warf.Rückert
Und wir wachen auf am Morgen,Lenau
Und wird im Denken erst zu sich zurück geboren.Rückert
Und wird in warmer Nacht er aus dem Boden steigen,Rückert
Und wird nur nach und nach emporzuschaun gelehrt.Rückert
Und wird sie Gegenwart, so sehn wirs weiter fliegen.Rückert
Und wird vielleicht so schön nie wieder kommen;Lenau
Und wird von Mitleid übermannt.Lenau
Und wird vor Jammer schwarz. Schon recht geschieht dem Stolzen;Rückert
Und wird vorm Geiste so die Nacht auch gehn vonhinnen?Rückert
Und wird, bist du geschiedenLenau
Und wirft zu Boden ihn, die beiden sehen zu.Rückert
Und wirklich hätt’ in sich nur alle MenschengeisterRückert
Und wischt den Schlachtenstaub mir vom KothurneLenau
Und wisse, daß du nur durch Geist den Geist befreist.Rückert
Und wissen doch davon den Grund nicht noch das Ziel.Rückert
Und wo anziehend nicht der Mensch ist noch die Gegend,Rückert
Und wo das Fett ausgeht, verlodert schnell der Stumpen.Rückert
Und wo das Große fehlt, lernst du auf Kleines achten.Rückert
Und wo dein Selbstvertraun wie das auf Menschen bricht,Rückert
Und wo der Frühling ist, da blüht bald groß und klein.Rückert
Und wo der Geist vermag hinweg der Selbsucht SchleierRückert
Und wo die Grenz' angeht, da laßt einander gehn.Rückert
Und wo die Schönheit erst geworden innerlich,Rückert
Und wo die Sehnsucht ruht, da stellet euch im Kreise,Rückert
Und wo du Funken warfst, die glücklich schon gezündet,Lenau
Und wo du ihn verlierst, bist du ins All zerfunkt.Rückert
Und wo du treibst ans Land, dort ist der Liebe Grab.Rückert
Und wo ein Häuflein sich entzog durch scheue Flucht,Rückert
Und wo ein Lebendes noch hat der Nahrung Noth,Rückert
Und wo er Nachsicht selbst bedarf, auch gern verzeihen.Rückert
Und wo in Asche war ein Pflanzenleib zerfallen,Rückert
Und wo in Gott dich senkt Entzückung oder Traum,Rückert
Und wo Natur den Geist nun auf als Krone setzt,Rückert
Und wo sie gingen, ist nicht ihre Spur geblieben.Rückert
Und wo sie herrscht, da ist der Fürst dem Sklaven gleich.Rückert
Und wo sie heute gießt und wo sie morgen träuft,Rückert
Und wo Unlieblichkeit er sieht in seinen Zügen,Rückert
Und wo, Wiese, deine Blumen,Lenau
Und wohl hab' ich geseh'n auch geistige Gestalten.Rückert
Und wohl mit Fug und wohl mit Recht,Lenau
Und wollt ein Feind im DunkelLenau
Und wollt ihr dann in staunenden GedankenLenau
Und wollt’ er sich mit Ernst erprüfen, nicht zum Spiel,Rückert
Und wollte dich die Welt vereinigt aburteilen;Rückert
Und wollten neben uns nicht gleichen Anspruch leiden.Rückert
Und womit ihm MaienlüfteLenau
Und wozu braucht er sie? Um Schauder, Furcht und Schrecken,Rückert
Und wozu dir versagt sind Augen oder Ohren,Rückert
Und Wunder gehn ihm vor und nach auf Tritt und Schritte.Rückert
Und Wunder nimmt dichs fast, wie man in vorigen TagenRückert
Und wunderbar erscheint ihm Ungewohntes nur,Rückert
Und wunderbar war mir das Fernste nah;Lenau
Und wundert sich, daß ihn kein goldner Himmel decke.Rückert
Und wünsche daß der Welt genüg’ auch ihre Lust.Rückert
Und wünschen wird es sich den Tod.Lenau
Und wünschest daß sie dich nur immer weiter tragen.Rückert
Und wünschest lieber nicht zu sehn was dir misfällt.Rückert
Und würde ungeduldigLenau
Und würden Boten gern, wenn er sie nöthig hat.Rückert
Und würdest erblicken,Lenau
Und würdest lächelnLenau
Und würgt das Futter, das sie nicht für sich verschlungen,Rückert
Und würz’gen Markes voll das Rohr an seinen Borden.Rückert
Und wußte doch, daß sie den Donner lade,Lenau
Und wußtest nicht, wie du auch nachgedacht,Lenau
Und zaget vorwärts, zu verschlingenLenau
Und zaudernd schritten sie dem Laute nach,Lenau
Und zeigte sich geschmückt mit Perl’ und Edelsteinen.Rückert
Und Zepter taucht’ und Inful aus dem Schwarme,Lenau
Und zerbricht, wie andre Schranken,Lenau
Und zerreibend lief der Stein.Lenau
Und zerstreut im grausen dürren WaldeLenau
Und zertrümmert sein Gebäu.Lenau
Und ziehn den Wagen an zum Himmel von der Erde.Rückert
Und ziehn mehr Junge, dan sie könnten selbst ernähren.Rückert
Und zieht den Schnitt mit Lust und Kraft.Lenau
Und zieht ihr schmeichelnd keckLenau
Und zitternd flieht des Tages letzter StrahlLenau
Und zitternd kam er auf mich zugeschrittenLenau
Und zitternd spielt das kühle LichtLenau
Und zog der König aus, so zogen auf den PfadenRückert
Und zog in stiller Dämmrung fort.Lenau
Und zu am Morgen, wann der Blumen Aug' erwacht.Rückert
Und zu Besinnung hat mich das gebracht, zu spater.Rückert
Und zu den andern Scherben muß es sinken.Lenau
Und zu der Arbeitsruh kehrst du gestärkt nach Haus.Rückert
Und zu der Berge Haupt wird dein's empor nicht reichen.Rückert
Und zu der Höhe hat dein Feuer sich erhoben.Rückert
Und zu die Äuglein drückenLenau
Und zu gewinnen ist nichts sicher als Verlust.Rückert
Und zu Lust und Tanz von hinnenLenau
Und zu sehn nach seinem Fange. —Lenau
Und zu sterben oder siegenLenau
Und zu Vermuthungen verliere nicht den Muth.Rückert
Und zu warnen unser HerzLenau
Und Zug verstehst du nicht;Lenau
Und zugerichtet für die Hölle.Lenau
Und zuhöchst am FelsenhaupteLenau
Und zum Ersatze geb' ich meine Liebe dir.Rückert
Und zum König nun beginnetLenau
Und zünden muß des Stolzes zürnend Feuer.Lenau
Und zur Anmeldung ließ hinein dis Blatt er wandern:Rückert
Und zur Befriedigung gereicht es mir allein.Rückert
Und zur Bewunderung braucht ihr das Gräßliche.Rückert
Und zur Freude des MinistersLenau
Und zur Gesundheit nicht die Roheit fügen.Lenau
Und zur Stund ein sanftes TosenLenau
Und zur weit gewanderten deutschen FlascheLenau
Und zürnend schaun sie dort die HimmelsräumeLenau
Und zwei nur sind beglückt, der den kein Trug berückt,Rückert
Und zweimal nicht der Zahn geboren steht nicht fest.Rückert
Und zwingt es zu sich auf den Sattel zurückLenau
Und zwischen beiden blühn der Tön’ und Farben Scherze.Rückert
Und zwischen beiden denkst du eine Scheidewand.Rückert
Und zwischen beiden hat die Luft den stäten Lauf.Rückert
Und zwischen beiden schwebt er wie die Fledermaus.Rückert
Und zwischen beiden schwebt, im wogenden GewühlRückert
Und zwischen beiden sind die Schatten ungewis.Rückert
Und zwischen beiden stand ein dritter in der Mitte,Rückert
Und zwischen ihnen dehnt’ er aus nach rechter RegelRückert
Und, ach! so schmerzlich traut,Lenau
Und, auf sich selbst beschränkt, auch zu sich selbst nicht paßt.Rückert
Und, Bilder vom Scheol im Herzen, Liebe schwatzen!Rückert
Und, blöd begafft, belauscht, neugiergen Leuten,Lenau
Und, daß beim Äußersten zu irren sei Gefahr.Rückert
Und, der es noch erwärmt, den Tropfen Blut.«Lenau
Und, die Stelle einzuschließen,Lenau
Und, eigner Einsicht blind, in die Erleuchtung schaun.Rückert
Und, frechgeschürzt, mit schaugestellten Gliedern,Lenau
Und, frohgelaunt, bei FrühlingswetternLenau
Und, ihren Schwestern traulich sich vereinend,Lenau
Und, kaum gegrüßt, verlorner,Lenau
Und, noch Jüngling, hör ich traurig,Lenau
Und, obs die Sättigung, obs ihr die Lust eingab,Rückert
Und, regt er sich, die Eisenkette klirren.Lenau
Und, schwelgend in der Blüte vollem Prangen,Lenau
Und, sieh! ein Mann der Schlachten trat hervor,Lenau
Und, statt was euch verband, nur fühlet was euch trennt.Rückert
Und, süß geschwätzig, uns zur Seite gingLenau
Und, überwölbt davon, der Menschheit ganze Breite.Rückert
Und, um allein zu stehn, dich in die Fluten stießen.Rückert
Und, wem ein solcher Stein zur Erbschaft ist gelassen,Rückert
Und, wenn ohn' Unterschied der Himmel also segnenRückert
Und, wie der Aar hinweg die Vögel wehrt und treibt,Rückert
Undank tut wohl und jedes Leid der Erde,Lenau
Undank tut wohl und jedes Leid der Erde;Lenau
Undankbar hab ich ihn fortgewiesen,Lenau
Undankbar wär’ ich sonst in einem wicht’gen Falle;Rückert
Uneingedenk der Wetter und Gefahren.Lenau
Unendlich groß und klein: Zeit, Raum, Bewegung, Zahl.Rückert
Unendlich sei die Kraft, unendlich sei das Leben,Rückert
Unendliche Substanz, bestimmte Harmonie,Rückert
Unendliches, das wird, muß endlich sich geberden,Rückert
Unendlichkeit ist dort und hier Unendlichkeit,Rückert
Unendlichkeit sich kund, wie Segen in dem Fluch.Rückert
Unendlichkeit, in ihm ist Nichts und Nichts verneinet.Rückert
Unergründlich süße Nacht!Lenau
Unfähig, ärmster, bist du jeglicher Erfreuung,Rückert
Unfesselbar die Zeit vorübereilte.Lenau
Unfreundlich, ohne Scheideblick von hinnen,Lenau
Ungastfreundlicher Strolch! die schönsten FrauenLenau
Ungelenkigkeit,Lenau
Ungeneckt an euch vorüberwanken;Lenau
Ungespüret glühn die Abendfunken,Lenau
Ungestüm ans Herz mir dringend;Lenau
Ungestümer Hast,Lenau
Unglücklich auch nicht, wer zufrieden sich behagtRückert
Unglücklich ist nur, wer die Lust sich sieht geraubtRückert
Unglücklich ist nur, wer sein Glück mit keinem theilt,Rückert
Unglückweissagend war der Ausdruck meiner Mienen,Rückert
Unheil'ges all ausschließt, Allheiligstes entgittert,Rückert
Unheimlich blitzt des Auges SternLenau
Unheimlich ist und grausenvoll zu hörenLenau
Unheimlich kindisch war des Alten Drang,Lenau
Unheimlich schön war die Gestalt zu nennen.Lenau
Unheimlich wird dem Mörder dann zumute,Lenau
Unkraut wuchert auf zu Wäldern,Lenau
Unmerklich unter’m Glanz der ausgestellten GüterRückert
Unnütze Träumerei! Gebrauche fein mit FugRückert
Unnützer Putz, und fein gleichförmig zugestutzt;Rückert
Uns an die Welt und ist die Mutter beständiger Freuden.)Lenau
Uns aus der bittern Flut zur süßen Kost zu laden.Rückert
Uns darin nur, wie dem mag abzuhelfen seyn;Rückert
Uns das Sakrament verstümmelt,Lenau
Uns das Trauerlos der PolenLenau
Uns den schönen WahnLenau
Uns die Gestalten soll der Gegenwart erklären.Rückert
Uns herüber, flüchtig, selten,Lenau
Uns in der Schenk an deinen Tisch zu setzen,Lenau
Uns läßt das lustge PaarLenau
Uns meinander schmiegend,Lenau
Uns sagten unsre Blicke,Lenau
Uns sollst du loben, und von uns dich loben lassen!Rückert
Uns stoßen an den Stein und brechen das Genicke!Rückert
Uns übergoß die Luft mit süßer Kühle,Lenau
Uns wird kühl, langweilig weh,Lenau
Uns zukam; immer bleibt die Paradisfrucht frisch.Rückert
Unscheinbar in des Tags ihm fremden Sonnenreich.Rückert
Unschönes, so verschönt, wär’ um nichts minder schön;Rückert
Unschuld'ger Kreatur, du selber nicht unschuldig!Rückert
Unschuld'ger machet ihn unschuld'ge Pflanzenspeise,Rückert
Unschuldig irrt nur, wer den rechten Weg nicht kennt,Rückert
Unschuldig übte sie dis Recht seit alten Zeiten,Rückert
Unselig siegreich auf die Wange traten!Lenau
Unser Dichten,Lenau
Unser Eisenband?Lenau
Unsern dem Kaukasus an’s kaspische Gestade;Rückert
Unsern Leid- und KampfgenossenLenau
Unsichtbar aber ist sie auch dem Laien nah,Rückert
Unsre Gräber, denket mein!Lenau
Unsre Liebe schwieg und sann,Lenau
Unsre Wunde Schmerzensflut;Lenau
Unsrer Schenke Tür verschneit.Lenau
Unstät wechselnd hier und dort.Lenau
Unsterblicher Gedanken.Lenau
Unsterblichkeit dafür von Gott und Welt beschieden.Rückert
Unsterblichkeit ist im Gefühl der Gegenwart.Rückert
Unsterblichkeit sogar soll vorzugsweis euch laben.Rückert
Unsterblichkeitsgefühl im Menschen war erwacht,Rückert
Unsterblichkeitsgewiß:Lenau
Unten braust der Fluß im Tale,Lenau
Unten saugt verstecktLenau
Unter deinen Fingern quellenLenau
Unter dem Schnee da liegt mein Kind,Lenau
Unter die gemalte Narbe.Lenau
Unter diesen Halmen, die vorzeitenLenau
Unter einer alten Föhre.Lenau
Unter ihrem BrustgefiederLenau
Unter meinen Wünschen hinzuschleichen,Lenau
Unter Spottgelächters RauschenLenau
Unter tausend Stümperängsten,Lenau
Untern Schopf,Lenau
Unthier’ und Ungeheur, einmal verewigt, dauern.Rückert
Unübersehbar in die Lüfte dehnte; —Lenau
Ununterbrochen geht die Weltuhr Tag und Nacht.Rückert
Unverschraubt, unverfälscht, unverfilosofirt.Rückert
Unversehrt, unüberwunden.Lenau
UnverzüglichLenau
Unwandelbar zum Licht gewandt, im Licht zu wandeln.Rückert
Unweise fragten ihn: Was also tatest du?Rückert
Unwiederholter Augenblick!Lenau
Unwürdig ist das Spiel, daß er die Maske nahm;Rückert