Lyrik


Gedichtzeilen Um

Um aber zu gedeihn, muß sie im Boden stehn,Rückert
Um als die eigne dann sie schöner zu entlassen.Rückert
Um an dem Ziel zu stehn, muß man die Bahn durchmessen.Rückert
Um auch mit einem Bild das dunkle Haus zu schmücken.Rückert
Um auf der obersten zu ruhn als Irisbogen.Rückert
Um aufzuklimmen zum verlornen Herrschaftsessel;Rückert
Um auszuruhn und neu hinaus zu leben wieder.Rückert
Um Bienen-gleich ins Haus den Honig zu gewinnen.Rückert
Um dann im Leben nie danach mehr zu verlangen.Rückert
Um das Brautpaar, sturmgejagte BranderLenau
Um das Vergängliche zu machen unvergänglich.Rückert
Um das Versäumte nachzuholen.Lenau
Um Dauer dieses Wonnelebens!Lenau
Um dein Antlitz Frühlingswinde wallen,Lenau
Um deine Brust zu heilen,Lenau
Um deine Freiheit hat dich dieser Spruch gebracht.Rückert
Um deine höhere Bestimmung zu gewahren.Rückert
Um deine Züge schwanken,Lenau
Um deinen Weg herumLenau
Um deines Herzen Flur gedeihlich zu bestellen,Rückert
Um den Arm den Zaum geschlungen,Lenau
Um den Busch des Reihers brannten,Lenau
Um den du plötzlich aufgesprungenLenau
Um den Eichtisch sitzen die Alten,Lenau
Um den er seine Eisenkette schnüre;Lenau
Um den neuen Gast zu grüßen,Lenau
Um den Schläfer, um das Bündlein,Lenau
Um den schönen gewichsten Bart,Lenau
Um den sie alle weinen müssen,Lenau
Um den sie kreisen, und ihm können nicht entwanken!Rückert
Um den Teuren mengen ihreLenau
Um der Freiheit, seinem Liebchen,Lenau
Um der Rose zartes Leben.Lenau
Um deren Mittelpunkt du dich im Geiste drehst.Rückert
Um deren üppig schlanken LeibLenau
Um des Frühlings Grüße zu empfangen;Lenau
Um dessen Leiche dort die Hirten weinen.Lenau
Um desto rüstiger sich auf die Welt zu lenken.Rückert
Um dich und alle, die du liebest, zu ernähren.Rückert
Um dich, so starr und still du auch,Lenau
Um dich, und wen und was du willst, damit zu schmücken.Rückert
Um die am Horizont geblieb'nen Menschheitshöhn.Rückert
Um die bleiche MarmortafelLenau
Um die Heldenleichen dortLenau
Um die Reiterin verkürzt,Lenau
Um die Seele zu erfrischenLenau
Um die stumme Schläferin gereiht.Lenau
Um die Tänzer ungesehen,Lenau
Um die trunknen Schläfe wanden;Lenau
Um die Unwissenheit zum Wissen zu erheben.Rückert
Um die Wagenburg, die Rosse,Lenau
Um die Welt zu drücken an sein Herz,Lenau
Um diese Gipfel wehen Traumgesichte,Lenau
Um dis Gefühl und euch in ihm nie zu verlieren,Rückert
Um durch sein Besseres sein Schlechteres zu besiegen.Rückert
Um ein Besondres draus mir folgernd anzuschwätzen.Rückert
Um ein Vergehen, ein Verschwinden —Lenau
Um eine Blume wird wie mancher Halm geknickt!Rückert
Um eine tiefer nur, um eine höher nimmer.Rückert
Um einen Mittelpunkt, den man nur wahr nicht nimmt.Rückert
Um einen Schwank, — wir wagten die Verschwörung.Lenau
Um eines Hauptes Läng' ob andern aufzuragen.Rückert
Um es am fremden Strande zu zerreißenLenau
Um es im Augenblick im nächsten zu vernichten.Rückert
Um etwas theureres herangereift zu finden,Rückert
Um fortzukommen nur, in Postlandkutschen kriecht;Rückert
Um Freiheit, Licht und Recht.Lenau
Um Frieden still mit dir und Gott und Welt zu schließen.Rückert
Um frisch den Nahrungsquell der Wurzel zu erhalten.Rückert
Um für der Mutter Tod die Sühnung zu erstatten;Rückert
Um gegen Himmelstrich und Jahreszeit zu schützen.Rückert
Um Hab und Halt,Lenau
Um hell die Welt, und sich hell in der Welt zu sehn.Rückert
Um ihre ewigen Schatzkammern aufzuthun.Rückert
Um ihre Mutter, die Besinnung, zu verwirren!Rückert
Um ihre süße Gestalt.Lenau
Um ihrem Paar mit Milch zu füllen jede Brust.Rückert
Um ihren menschlichen Verstand nur oft gebracht.Rückert
Um in den hellen Mond zu sehn,Lenau
Um in die hellen Sterne,Lenau
Um in ein schönres Kleid als ird’sches dich zu hüllen.Rückert
Um jeden in der Art, wie er sich gibt, zu nehmen.Rückert
Um Leben in die Luft zu bringen,Lenau
Um meine Braut den Kranz;Lenau
Um Menschenlohn ists nicht, doch ists um Gotteslohn.Rückert
Um mit erzwungnem Laut Buchstaben zu beschenken.Rückert
Um morgen anderes zum andern Thor zu tragen.Rückert
Um morgen anderes zum dritten Thor zu tragen.Rückert
Um morgen anderes zum fünften Thor zu tragen.Rückert
Um morgen anderes zum sechsten Thor zu tragen.Rückert
Um morgen anderes zum vierten Thor zu tragen.Rückert
Um morgen eines noch zum letzten Thor zu tragen.Rückert
Um nicht in jedem Nu ein andrer dir zu scheinen;Rückert
Um nicht zu äußerm Sturm auch innern zu erfahren.Rückert
Um nicht zu störenLenau
Um nichts wan nicht'ges Gut zu hören weit und breit,Rückert
Um nur mit einemmal zu sehn des Baums Gedeihen.Rückert
Um Rache, wie er meint, nur an der Zucht zu nehmen.Rückert
Um recht dich in die Welt, die Welt in dich zu tauchen.Rückert
Um Roß und Reiter ists getan.Lenau
Um Schatten fernem Land zu schenkenLenau
Um schlechte Neigungen in ihm nicht zu entfalten.Rückert
Um Schönes, meine Lust, nachdrücklicher zu schaffen.Rückert
Um seine Faust im Kreise,Lenau
Um seinen Bauch geschlagen.Lenau
Um seines Heils danach und seines Reichs zu walten.Rückert
Um sich vom dunklen Ich zum lichten zu erheben.Rückert
Um sich zum höchsten Schwung zu heben himmelan.Rückert
Um sie dir zu schenken!Lenau
Um so bälder sich zu mengen.Lenau
Um still in dich zurück zu kehren aus dem Braus.Rückert
Um tiefer nicht den Dolch ins Herz zu senken. —Lenau
Um Trost und Genuß,Lenau
Um tüchtig dem, was dir zu thun ist, vorzustehn.Rückert
Um uns wie Überschwang von goldnen Ähren rauschte.Rückert
Um welche rühmen sich Weltkinder oder streiten.Rückert
Um wie vielmehr wenn er sich sagen muß, er seiRückert
Um wirklich gut zu sein, sei selbst nicht übergut;Rückert
Um wohlgefällig sich als Schöpfer zu beschaun.Rückert
Um zu beklagen dann dich oder zu verdammen,Rückert
Um zu dem weitern, den er thun soll, ihn zu stärken,Rückert
Um zu entgehn des Meers gefräß'gen Ungeheuern.Rückert
Um zu erfahren, was sie sonst nicht leicht erfuhren,Rückert
Um zu erschüttern hier uralte Glaubensvesten;Rückert
Um zu scheuen Antilopen;Lenau
Um, was du neu gesehn, nun auch mit einzuschließen!Rückert
Um, wenn er dis dann sieht, den Fehlschluß zu entdecken.Rückert
Um, wie den Pflanzenkeim die Sonn’, ihn aufzuschließen.Rückert
Umarme mich, du stiller Todesmut!Lenau
Umarmen sich die ernsten Felsenriesen.Lenau
Umarmend viele an die Stämme fallen,Lenau
Umarmt ihn — die Verwesung. —Lenau
Umdiademet ihn mit Perlentropfen Schweiß.Rückert
Umdrängen will, ein wüst und trüb Alltägliches;Rückert
Umfaßt von keines Raums und keines Denkens Schranken.Rückert
Umfing den letzten BaumLenau
Umgrünt, umringt von rind- und rehbegrasten Matten.Rückert
Umher das Firmament, das goldbeschlagne, spannen;Rückert
Umher, sobald ein Hauch sich regte in den Gräsern.Rückert
Umhinke, deinen Bissen trag im MagenLenau
Umhüllen sie das Haupt genau,Lenau
Umhüllt sich tief, daß er sein Leid verhehle,Lenau
Umklammert ers, ob sich am AngstgeschreiLenau
Umklammre deinen Sohn! entlaß ihn nicht!Lenau
Umkreist mich gern der rasche FlugLenau
Umrankt von einem immergrünen Garten,Lenau
Umrankt von grünen Bäumen,Lenau
Umrauschen ihn wie Schlachtengang,Lenau
Umrauschen ihn wie Siegsgesang.Lenau
Umrauscht vom schmerzlichen Vergehn,Lenau
Umrauscht, umflammt von allen Siegesgeistern,Lenau
Umringt von einer Welt verkörperter Gedanken,Rückert
Umriß war noch daLenau
Ums Aug’? um für der Welt Ungleichheit zu erblinden.Rückert
Ums einsame Gehöft, bewohnt von armen Hirten;Rückert
Ums Haupt der Schönheit wallt dem Laube gleich die Locke,Rückert
Ums lebende herum, und drückte sanft sie fest.Rückert
Umsäuselt von Hesperiens Blütenbäumen,Lenau
Umschleichet ihn der Pfaffe, aus den TaschenLenau
Umschlug die Flamme voll Begierde Blatt für Blatt,Rückert
Umschlungen hält es dich, umrungen und durchdrungen;Rückert
Umschwebt sie auch im GeisterflugLenau
Umschwindelt, auch gerannt zum Brunnen kühler Flut,Rückert
Umsonst beteuerten Antonios Schwüre,Lenau
Umsonst das Leben hier zu grünen sucht,Lenau
Umsonst hat sie mein stummer Schmerz beschworen;Lenau
Umsonst um eine Trosteskunde werben,Lenau
Umsonst! ist nichts zu finden,Lenau
Umsonst, daß ich empfing den frommen Schleier,Lenau
Umsonst, Matrosen, ist euer Bemühn,Lenau
Umspielt vom linden West, vom Abendschimmer.Lenau
Umspülten Lenzeiland von einer Fee erzogen.Rückert
Umspürend, flink und sacht.Lenau
Umsungen von des Haines süßen Kehlen,Lenau
Umtanzt sie ihn mit schnöden Schmeichelliedern,Lenau
Umwandeln mögt ihr ihn, verwandeln ganz und gar,Rückert
Umwandlung möglich nur durchs Wunderwerk der Gnade.Rückert