Lyrik


Gedichtzeilen St

Städtchen Cisteron geschmieget,Lenau
Stahlst du nicht frevelnd mir den letzten Rest?Lenau
Stampfend im Gewitterregen,Lenau
Stampfend möcht er mit den HufenLenau
Stand der Tod gedankenvoll;Lenau
Stand ich eine Weile noch, blickendLenau
Stand ihm sein Ahnenschloß, seit lange wüste,Lenau
Stand nicht wer an seinem SchlagLenau
Stand noch des Grames stille Siedelei,Lenau
Standen oft auf einem Bilde;Lenau
Stark wird sein sträubendes Gefieder von dem Grausen.Rückert
Stark, nicht trüb und weich erscheinen;Lenau
Stärkend aus HussitengräbernLenau
Stärkenden Anblick,Lenau
Stärket ihn der Duft der Auen;Lenau
Starre des Mondes bekümmert Antlitz.Lenau
Starren zu Kristallenkanten;Lenau
Starrest in dasselbe Loch,Lenau
Starret auf den hellen Stein,Lenau
Starrt Ahasver aufs Kruzifix der Decke,Lenau
Starrt bewundernd und entzückt.Lenau
Starrt er auf die Felsenplatte,Lenau
Starrt es ob des KlippenschlagesLenau
Starrt sie zweifelnd und beglückt,Lenau
Starrt so des Wahnsinns Auge wild hinaufLenau
Statt den Himmel ihr zu geben,Lenau
Statt der Demüthigung gezwungener EntsagungRückert
Statt der Demüthigung gezwungener EntsagungRückert
Statt einen Grund wirst du gefunden viele haben.Rückert
Statt einer Krone nun mit mehreren geschmückt.Rückert
Statt einer Quelle sei’s ein ganzer Quellengrund.Rückert
Statt in andrer Fehler schnöd zu kramen;Lenau
Statt insgeheim um das, was er nicht gibt, zu zanken.Rückert
Statt jeden Monat, doch sich setz’ an jedem Tage.Rückert
Statt jener Unschuld, die im Paradies auftrat.Rückert
Statt lächeln grinsen kann der Aff, statt weinen heulen,Rückert
Statt Menschen mußt du nur der Menschheit dich erschließen.Rückert
Statt Untergang dient ihm zur Rettung das Versinken.Rückert
Statt zu veredeln, will es nur in Geld verwandeln.Rückert
Stattlich zeigt das Bild auf breitem RaumLenau
Staub oder dürres Laub, wird dir's im Busen Gold.Rückert
Steck’ ein die Zung’ und zieh fürs Vaterland das Schwert.Rückert
Steckt das Ringlein ihr zurück:Lenau
Steh auch das Licht, in dem sie sehn, nicht an für Blendung!Rückert
Steh auf mit Zuversicht und falle nie mehr, nie!Rückert
Steh aufrecht, wo du stehst, nah oder fern dem Thron.Rückert
Steh still bei meinem Weh!Lenau
Steh wie ein frommer Knecht vor deinem Herrn aufrecht,Rückert
Stehn am Sterbepfühl die Seinen,Lenau
Stehn bleiben wenige, das Zeugniß nachzutragenRückert
Stehn die königlichen Garden,Lenau
Stehn geblieben in Gedanken.Lenau
Stehn still, solang die Widerhalle dauern,Lenau
Steht das Mütterlein vom See,Lenau
Steht der Page, wills kaum wagenLenau
Steht des Fürsten Arzt daneben,Lenau
Steht dort eine Burg in Flammen?Lenau
Steht ein Hauptmann ihm zur LinkenLenau
Steht ein Häuschen, einsam, wüste,Lenau
Steht ein Pilger: seine TräumeLenau
Steht ein schlechtes, dürres Galgenholz,Lenau
Steht er an grüner Stelle;Lenau
Steht jedem nach der Wahl, wo einen Platz er fand.Rückert
Steht nun im großen Blick des Hochgebirgs versunken.Lenau
Steht nun vor uns ein Held an frommer Milde.Lenau
Steht sie, harrend der Befehle,Lenau
Steigen auf im Morgenglanze,Lenau
Steigen aus jeder Tief’, aus jeder Höhe fallen.Rückert
Steigt er ins Herz hinab, und macht die Fenster zu.Rückert
Steinern stilles Hohngelächter.Lenau
Stell dich in Reih und Glied, und schaare dich den Schaaren;Rückert
Stellt er ihm heimlich vor ins Gras,Lenau
Stellt jene Kugel vor, die in der Hand er hielt.Rückert
Sterbend glüht in stummer WonneLenau
Sterbend ihre Frucht uns läßt.Lenau
Sterbend liegt er auf dem Grunde;Lenau
Sterbeseufzer der NaturLenau
Sterblichen verkünden soll,Lenau
Sterne nach dem Erdenhimmel senden.Lenau
Stetig sich das Wort gegossen.Lenau
Stets bänger, wie ein zages HerzLenau
Stets blickend scharf aufs zitternde SchwankenLenau
Stets das Lebendigste wächst ohne daß mans weiß.Rückert
Stets deutlich ist, doch stets vieldeutig Profezeiung,Rückert
Stets dunkler wards im Tale, lauter immer,Lenau
Stets eilen mußt du dich, doch nie dich übereilen,Rückert
Stets eines oberhalb des andern, aber so,Rückert
Stets eingedenk des Herrn zu seyn und dienstbewust.Rückert
Stets enger drängt er sich an meine Seite:Lenau
Stets fesselnder umgarnen;Lenau
Stets finstrer wird der Wolkendrang,Lenau
Stets fördernd neu Geschmeid, im Dienst des Lichtherrn, kniet:Rückert
Stets gibt mit lichter That, Lichtwort und Lichtgedanken:Rückert
Stets hielt am Herzen; wie schwer dies brach.Lenau
Stets inniger umschmieget,Lenau
Stets lauter klagt der dumpfe Wellenschlag;Lenau
Stets lauter mit erinnrungsvollem Schlag,Lenau
Stets lauter tönt der HufentanzLenau
Stets lauter wird der Winde Braus,Lenau
Stets lief das Hündlein nach, bis daß einmal es zausteRückert
Stets minder Pilger sinds, die das Gebirg erstiegen;Rückert
Stets mit den falschen dich, den fröhlichen, dich freuen.Rückert
Stets neues wirkend, doch des Alten Bild aufheben,Rückert
Stets reiner ausgeprägt sein eignes Bild mit Lust.Rückert
Stets röter quillts — wer mußte sterben?Lenau
Stets Saamen trägt die Saat, und stets der Saame Saaten.Rückert
Stets treu dem Stern,Lenau
Stets unbegreiflich ist die Schönheit und die Größe.Rückert
Stets unterm Thore fällt mir meine Thorheit ein.Rückert
Stets weiter fort von seines LebensLenau
Stets weiter, weiter die verfluchten Weißen,Lenau
Stets wilder in die Seelen geigtLenau
Stets wird ob deinem Haupt der Einsturz drohend schweben.Rückert
Stets zu spät um eine Tagesreise!Lenau
Steuern wachsen auf den FeldernLenau
Sticht eine ewig stumme Wunde,Lenau
Stieg herab, seit lange wiederLenau
Stieg sie von ihm hinab, und schuf den Wurm im Moose.Rückert
Stiehlt ihm aus der Hand den Bissen.Lenau
Still blickt der Mond hernieder;Lenau
Still dann steht der tolle Lauf.Lenau
Still das AlpenliedLenau
Still das Lied der Nachtigallen.Lenau
Still das Rosenpaar zerging.Lenau
Still dem Nachtwandler ins GemachLenau
Still der Wurm genagt von ihren Blüten,Lenau
Still des Rosses Hufe noch verflucht.Lenau
Still die Götter zu beschleichenLenau
Still die scheue Männerzähre.Lenau
Still für sich ein jeder zieht,Lenau
Still herab, als wolltet ihrLenau
Still hinter seinem pelzverhüllten Knechte,Lenau
Still ist nun der Wasser Rauschen,Lenau
Still meine Seele gießen!Lenau
Still segnend den Bedrohten,Lenau
Still sein schönes Antlitz neigend.Lenau
Still und schüchtern in der FerneLenau
Still verglühen und vergehen,Lenau
Still versäuselt hier am WiesenhangLenau
Still versenkt in dieses tiefe Meer.Lenau
Still versiegend ist in die Luft zergangenLenau
Still verwahrlost, sanft verwüstet;Lenau
Still verzehrt von Liebesgrame.Lenau
Still waldeinwärts schleicht das Wild:Lenau
Still zu Grund, vor Alterschwäche.Lenau
Still zurück nach seinem schönen Traume.Lenau
Still, was Ersprießliches sie hörten, zu ermessen,Rückert
Stille hier der Geist der Liebe.Lenau
Stille ward die Nacht;Lenau
Stille wird der Saal, wie Miras Gruft;Lenau
Stille wirds im Walde; die lieben kleinenLenau
Stille! stampfe nicht, mein Roß!«Lenau
Stillem, trübe dämmerndem Verlies?Lenau
Stillen Gebete.Lenau
Stiller jetzt und trüber;Lenau
Stiller Ozean!Lenau
Stiller, kühler wird es auch.Lenau
Stillstand auf deinem Saum,Lenau
Stillstehn plötzlich ohne Ruck,Lenau
Stimmen an, ihr Sterbelied zu singen.Lenau
Stimmen die Geigen bereits im Nachen,Lenau
Stimmen, die den andern schweigen,Lenau
Stimmt’ in seine Lieder. —Lenau
Stirbt das Gebell von den verlornen Hunden,Lenau
Stirbt ungeliebt vom süßen Sonnenstrahle.Lenau
Stirbt, wenn du sie hast vergessen.Lenau
Stoff beizuschaffen und den Stoff zu verarbeiten.Rückert
Stolz muß ich seyn solang ihr leugnet meinen Werth.Rückert
Stolz und schnell verwischte Zähre.Lenau
Stolzer Hahn auf dem Verstandesmiste,Lenau
Störrisch, müßig — und versinkt.Lenau
Stört mit Worten nicht des Streitrs,Lenau
Stört, wenn sein Magen wird zur Haut, die Haut zum Magen.Rückert
Stoßen ans Land und eilen zur Schenke;Lenau
Stößt schnell mich ab, und leicht bin ich mit beiden fertig.Rückert
Straf’ ist ihm das Gefühl, daß er strafwürdig sei,Rückert
Straft ihn deine Stimme Lügen.Lenau
Straft ihr die Heuchlerinn? sie straft die Heuchelei;Rückert
Strahlen hegt es auch in Fülle,Lenau
Strahlend bricht durch die Fenster hereinLenau
Strahlest zauberhell,Lenau
Strahlst du, Ferne! hell und mild,Lenau
Strahlt des Abendsternes Bild.Lenau
Strahlt ein Mädchenangesicht,Lenau
Strahlt herauf die Sonne klar,Lenau
Strahlt Hesperus dann hell und mildLenau
Strahlt in Schönheit wunderbar,Lenau
Strahlt jenseits auch ein mildes Licht,Lenau
Strahlt mir dein blaues Augenpaar!Lenau
Strahlte mir dein tiefer Seelenblick;Lenau
Stralend im höchsten Chor lobsingen Sonn' und Sterne,Rückert
Stralt Wärm’ aus wie die Sonn’, und wird ihm selbst nicht heiß.Rückert
Sträußlein nur statt eines Kranzes,Lenau
Streb’ er sich selbst im Kind zum Manne zu erziehn.Rückert
Strebend hinauf zur Höh!Lenau
Strebt er dem Engel nach, wird er noch höher fliegen,Rückert
Streck’ aus die Stralenhand, das Opfer zu empfangen,Rückert
Streckst du die HandLenau
Streckt’ er ein Paar empor, zu Masten ihm zu dienen.Rückert
Streichen langsam; dort am HügelLenau
Streift er von allen Zweigen bang.Lenau
Streift vom Busen die Gewande,Lenau
Streng sei vom reinen Thun des Geistes auszuschließenRückert
Streut auch unser Fuß im StaubeLenau
Strichvogel hüpft und pfeiftLenau
Strohhütten stehn umher zerstreut im Haine;Lenau
Ströme Bluts und Sterbgeheule. —Lenau
Strömen den empfangnen Himmel wiederLenau
Stromhinüber eine BrückeLenau
Strömt der herrliche Tokayer,Lenau
Strömt im Tanz das süße Feuer,Lenau
Strömte dein Sklave mit eigner Hand hin:Lenau
Strömte Regen herab vom Himmel.Lenau
Stumm rang die Nacht mit letztem Sonnenstrahle.Lenau
Stumm und bebend, in den Garten.Lenau
Stumm, mit trostberaubter Miene,Lenau
Stund und Welle rauschten nieder,Lenau
Sturm bergan in wilder Eile,Lenau
Sturm mein erster Atemzug;Lenau
Sturm sein brausendes Gefieder,Lenau
Sturm sich und Strom! der Wanderer bebt, und weilt,Lenau
Stürme auf dem OzeaneLenau
Stürme zur Nachtgleiche melden,Lenau
Stürmen hörst du der Verlaßnen Klagen;Lenau
Sturmläuten, Jammerruf und Hülfeschreien,Lenau
Stürz dich in mich herab, und laß dein Bette trocken!Rückert
Sturzbäche durch die Felsengassen sprangen,Lenau
Stürzen alle froh und eilig,Lenau
Stürzen an den Quell die Sieger,Lenau
Stürzen ans Herz mir aus jedem Strauche.Lenau
Stürzen aus den Augen mir.Lenau
Stürzen ihm die großen, schwerenLenau
Stürzen jetzt den Katarakt hinunter.Lenau
Stürzen vom Gerüste niederLenau
Stürzt der Bösewicht erschossen.Lenau
Stürzt der Wildbach in die Tiefe,Lenau
Stürzt die Marosch durch die Felsen, Tannen.Lenau
Stürzt er tot in eure braune Flut. —Lenau
Stürzt es schnell, die liedervolle BrustLenau
Stürzt ihr Aug sich in den Spiegel,Lenau
Stürzt nieder, sturmgebrochen.Lenau
Stürzt sie hin mit lautem Weinen,Lenau
Stürzt und bricht im Graben sich den Hals.Lenau
Stymphalisches Geflügel hat vernichtet.Lenau