Lyrik


Gedichtzeilen So

So aber hat er nur Ursache, sie zu fragen,Rückert
so aber ist’s Entsagen nur und Trauern,Lenau
So aber ists Entsagen nur und Trauern,Lenau
So ähnlich ist der Trieb des Menschen und der Pflanze,Rückert
So auch wer könnte jetzt sich noch einfallen lassen,Rückert
So auch, wer voriger Verirrungen gedenkt,Rückert
So auf des Irrthums Spur magst du zur Wahrheit schreiten.Rückert
So aus sich selbst im Kreis entfaltet sich das Glück.Rückert
So ausgehöhlt, sei mir gegrüßt;Lenau
So ausgestrichen ward viel Unverstandenes.Rückert
So beut dem Nachtspuk Trotz in lichter Zuversicht,Rückert
So bin ich einer auch, ich fühls, ich gleiche dir.Rückert
So bin ich ja zu thun gezwungen, wie sie denkt.Rückert
So birgt der Weisheit süßen HortLenau
So bis zum Frühlingsend' erhielt sichs still im Neste,Rückert
So bis zum letzten läuft der Funken durch die Kette,Rückert
So bist du kalt gebliebenLenau
So bist du wahrhaft wahr in allen Zeitgestalten.Rückert
So bist gewesen du auch eines Kindes Hüter,Rückert
So bleibt der Fehltritt dir in jeder Hinsicht werth,Rückert
So bleibt der Reine rein auch an unreiner Statt.Rückert
So bleibt dir liebend nah von unten und von oben,Rückert
So bleibt dir und der Welt statt alles ZielerringensRückert
So bleibt für beide Theil' Erregung der Gewinn.Rückert
So bleibt im Ganzen das Verhältnis wie zuvor;Rückert
So blicke manchmal doch zum Fenster nur hinaus.Rückert
So bliebst du liegen dort und kämest nie zum Ziele.Rückert
So blüh auf unverzagt, dir und der Welt zur Lust!Rückert
So blühe dich nur aus, so dufte nur und lebe;Rückert
So blühend, leicht, wie junge Rosenblätter,Lenau
So brauchst du gegen die dich auch nicht zu ereifern,Rückert
So braucht zur Strafe dir Gott nicht den Schatz zu nehmen.Rückert
So braucht’ er nicht die Fahrt, und alles führ’ um ihn.Rückert
So bricht aus Kummernacht mein Freudenlicht hervor.Rückert
So bringt das Schicksal oft zusammen Lust und Schmerz,Rückert
So bringt dem Nachgeschlechte unser LeidLenau
So dacht ich an den Erlenbach,Lenau
So dacht ich und blickte verdrossenLenau
So dachte der Genius, der die Menschheit führt,Lenau
So dachte sie und schluchzte laut,Lenau
So danket Gott dafür daß ichs geworden bin.Rückert
So darf uns gelten auch Mohammed als Profet.Rückert
So darfst du ihm auch nicht sein Thierisches verschweigen.Rückert
So daß der Andacht Glut oft, nebenaus vom ZugRückert
So daß ein jeder Schritt zum andern vorwerts drängt;Rückert
So daß er doch dabei in rechten Schranken bleibt,Rückert
So daß es ungehört des Lehrers Wort verlor.Rückert
So daß ich, ohne dich zu kränken, sterben kann.Rückert
So daß nach keiner Seit' um eine Schale schlägt.Rückert
So das tiefste Herz bewegen,Lenau
So dein Gemüt allein im Bilde der Natur.Rückert
So deine innren Lüft' und Fluten, Erd' und Flammen,Rückert
So den Begriff von Lust und Sorge zu verbinden,Rückert
So den Kalender stellt er seinem Völklein immer,Rückert
So den, der voriger Verirrung auch gedenkt,Rückert
So denk: Am Abend ist der ganze Tag vorüber.Rückert
So denk: Den hat für sich der Meister des Gedichts.Rückert
So denke doch, er sei verreiset immerfort,Rückert
So denke nur, du hast noch recht nicht nachgegraben.Rückert
So denke: dismal hat der Himmel dir gegnadet.Rückert
So denkst du an den Tod, und er wird dich nicht schrecken. —Rückert
So denkt ein Tapfrer nicht, weil er zuvor bedachtRückert
So der gesunde Geist thut was er will, und thutRückert
So die Gedanken auch an jedem Tage wieder.Rückert
So droht es unserem Genusse doch Verstörung,Rückert
So du auch, wenn du scheinst neuschaffend zu zerstörenRückert
So dünket mich, mir wehteLenau
So dünkt euch schier des Mittelalters GlaubeLenau
So durch Irrthümer selbst wächst stets der Wahrheit Schatz.Rückert
So durch und durch verdorben ist die Bande,Lenau
So ehrst du Gottes Macht, nicht ehrst du seine Huld.Rückert
So eilt, verspätet, nach dem ZugeLenau
So ein ätherischer Geist zum höchsten Geisterreigen!Rückert
So ein beruhigt Herz in Andacht fort und fort.Rückert
So einsam, bis zur StundeLenau
So einzig zu ihm geht, wie einzig von ihm kommt.Rückert
So eng ist sein Begriff, ihr Umfang ist so weit.Rückert
So ewig wie ich selbst ist es von Gott gemacht.Rückert
So fällt dir gar nicht ein, daß er was andres sei;Rückert
So fällt hier Krokodill und dort ihn Tieger an.Rückert
So fällt in Gott ein Geist, der seine Reife fand.Rückert
So fand ich nach den SchmerzgewitternLenau
So fänd’ ich schon darin, was in der Welt geschehn.Rückert
So fängt der Hund zu heulen an;Lenau
So färbt er sie frühzeitig grau.Lenau
So fehl ist überm Ziel wie unterm Ziel ein Schuß.Rückert
So fehlt gewiß der Donner nicht,Lenau
So fern dem Hoffnungslosen.Lenau
So fest und stark ist, was der Eintracht Kitt verküttet.Rückert
So findest du den Schatz, und baust ein neues draus.Rückert
So findet sich der Mensch, wie er wird sein bewußt;Rückert
So fleug denn, weil du mußt! Ich aber, wenn GefiederRückert
So fliegt die Hacke ins Genick,Lenau
So fliegt, wann diesen Stern, ob fremd' ob eigne, GlutRückert
So fliegt, wie die Flut sich senkt und türmt,Lenau
So fliehn am schnellsten auch auf deines Lebens FahrtRückert
So fliehn sie weite Strecken, angstgetrieben;Lenau
So flohen deine heiteren GesprächeLenau
So flohst du mich, und meine TränenLenau
So folge deinem Zug! Gehorche deinem Triebe!Rückert
So folgt auf des Grames düstere NachtLenau
So folgt es höhnend mir durch diese HeideLenau
So frage nicht: worin mag dieser Schatz bestehn?Rückert
So fremd, in alle Ferne dringend.Lenau
So freue dich daß du schon deine Frucht gewannst.Rückert
So freuet höhere Verständigung dich heute.Rückert
So froh darin der Fisch, alswie der Frosch drin hüpfte.Rückert
So frug ich bange zweifelnd und empfandLenau
So früh im Jahr, eh neu zum Leben sich verbündetRückert
So fühl’ ich, wie vor Gott wir alle Kinder sind.Rückert
So fühlst du auch bei Rosen dich verlassen;Lenau
So fühlst du auch, daß, was dies fühlet, ewig ist.Rückert
So fühlst du nicht die Lust, die wohnt in deiner Brust;Rückert
So fühlst du, daß du dich insoweit selbst verneinst.Rückert
So fühlst du, daß du gleich zu Anderm Kraft gewannst.Rückert
So fühlt sich das Gemüth dem Irdischen enthoben.Rückert
So führest du ein alzuwonnigliches Leben.Rückert
So fürcht Erinnerungen,Lenau
So ganz wie unsre LiebeLenau
So geb’ ich dir alsdann auch den verdienten Lohn.”Rückert
So gegen's Ende, wann die Macht verliert das Leben,Rückert
So geh nur dran, wie an ein andres Tagsgeschäfte,Rückert
So geh vom Fenster weg! wozu bist du hier nutz?Rückert
So geh, aufrechtes Haupts, ohn’ Hochmuth auf der Erde;Rückert
So gehn wie dort es gieng dem eigenmächt’gen Knechte,Rückert
So gehst du auf wie es, und wirst zu grünen Saaten.Rückert
So gehst du hin zur Schlucht und rufst: Es ist genung!Rückert
So geht es an ein Blenden.Lenau
So geht sie auch wie Mars nicht völlig unbegleitet.Rückert
So geht von Gott ein Stral in jedes Dinges Herz.Rückert
So gehts, bis an den BettelstabLenau
So gern gefangen nun vor meinem Fenster hieng’s,Rückert
So gern ich auch, o FreundLenau
So gib Erfahrungen von dir uns zu Geleitern,Rückert
So gieß auch dein Vertraun, dein Lieben rein und jung,Rückert
So gilt für Mensch und Welt Verschiedenheit der Lehren.Rückert
So glatt, daß Affenkunst nicht ihren Stamm erklettert.Rückert
So gleich einander all und jede so verschieden,Rückert
So glücklich kannst du schon geworden seyn, daß nunRückert
So griff nach deinem holden BildeLenau
So Größ' als Umfang fehlt, so Leben als Bewegung;Rückert
So groß, vollkommen, schön ist dein Palast, die Welt,Rückert
So grünt das TannenreisLenau
So gut als beides brennt, und lange nicht so theuer.Rückert
So gut als solchen Herrn kann fassen solch ein Knecht.Rückert
So gute Lehren kann ein Bettler Krämern geben.Rückert
So hab’ ich dir erklärt dis Wort, um dir zu zähmenRückert
So haben diese vier, Zahl, Raum, Bewegung, Zeit,Rückert
So habt ihr nie den Mond bedacht.Lenau
So habt ihr nun gemacht die vorgehabte Reise,Rückert
So halt den Fuß zurück von der Versuchung Rand,Rückert
So halt dich wach und warm mit Rachebildern! —Lenau
So hält sich Leidenschaft durch Leidenschaft im Flug.Rückert
So halte deines auch für kein so großes Ding.Rückert
So halte dich nur mit dem rechten Fuß im GleiseRückert
So haltet ihr das Licht, ihr dunkeln Trieb’, in Ehren,Rückert
So häßlich, daß ihm scheint, daß er zu häßlich sei.Rückert
So hast du auch dazu von ihm die Kraft empfahn.Rückert
So hast du schöner dich verjüngt zurück bekommen.Rückert
So hast du selber dir entzogen jeden Rath.Rückert
So hast du Sonne, Lieb und Trost.Lenau
So hat der Freund vergebens dich gemalt,Lenau
So hat der Liebe Hand das leise Band gewebt,Rückert
So hat des Denkens Zeitverkürzung aufgehört.Rückert
So hat des Menschen Sinn, von Leidenschaft berauscht,Rückert
So hat dich Gott gestellt, und läßt dich wirken gerneRückert
So hat die kalte Welt gewis dich oft verletzt.Rückert
So hat die Sonnenblum' ihr Himmelsbild in Augen,Rückert
So hat er denn von mir in Wahrheit nichts bekommen;Rückert
So hat er dich gemischt, daß du dich selbst bekriegest,Rückert
So hat es dir vorerst den Bissen nicht genommen,Rückert
So hat in Menschenbrust Bewußtseyn sich gelichtet.Rückert
So hat mich unterwegs kein Räuber ausgezogen,Rückert
So hat mit ihm dein süßes BildLenau
So hats doch wohlgetan zur Stunde;Lenau
So hats gar alle Kraft verloren, allen Werth.Rückert
So hätt ich ihn nicht weiter mitgenommen,Lenau
So hätt’ ich dir’s verliehn, und zu mir kamst du nicht.Rückert
So hätte Menschenwitz ein Recht, beklommenerRückert
So hätte sie, o Spott, ein Mücklein umgebracht.Rückert
So hättet ihr, ich weiß nicht wen, geheilt, nicht mich.Rückert
So haucht ein Unheil, und der Lustglanz ist vorbei,Rückert
So häufig jen's und leicht, so schwer ist dies und selten,Rückert
So heimatlich und ruhebringend,Lenau
So heimisch war es mir, so heimlich und geheim,Rückert
So heiß und stumm, so trübeLenau
So heißer Hand, wie sie nicht leicht ein Leser führt.Rückert
So heißt es nun im heißen Kampfgewühle,Lenau
So heller Lichter, die mir noch im Herzen stehn.Rückert
So hilft die Feindschaft erst dem Leben zur Befreiung.Rückert
So hilft sie außen mit dem Schnabel leise nach.Rückert
So hoch nun steckt ihr Ziel, daß sie's erreichet nie.Rückert
So hoch, daß Menschenwitz nicht ihre Kron’ entblättert,Rückert
So hoff ich, daß dein LebenLenau
So höhres Licht den Geist, wenn er dem Leib entflieht.Rückert
So holde Stunde du für mich nicht eine, eine noch?« Lenau
So hörst du dis nur halb, und in dir haftets nicht.Rückert
So hört er oben schon die ewge Fülle brausen.Lenau
So hört mich doch der Geist, der mir das Herz berauschte.Lenau
So hüt’ er sich, hinzu unholden Sinn zu fügen.Rückert
So ich im Gebirg vernahm,Lenau
So in den Hüllen der Erscheinung sieh den Kern.Rückert
So in der Fremde schweigt ein trotz'ger Mann verzagt.Rückert
So in gewundenen Abstufungen erhoben,Rückert
So in sein Leben theilt sich der getheilte Trieb;Rückert
So in wechselnden GestaltenLenau
So ist anstatt der Hand der Fuß danach gegangen.Rückert
So ist auch von Natur entzweiet Hund und Katze,Rückert
So ist das Schwere das am Boden klebende.Rückert
So ist das Seyn erklärt, doch ists nicht klar im Grunde.Rückert
So ist denn dir gewis, was in den Wedas steht,Rückert
So ist der geistige gleich nütz zu allen zwein.Rückert
So ist der innre Mensch durch den Verlust entronnenRückert
So ist der Schwache drin dem Starken draußen gleich.Rückert
So ist des Menschen Stand genüber dem Geschick,Rückert
So ist die Stund' entflohn rascher als du gedacht.Rückert
So ist dir, was du thust und sie thun, eine Last.Rückert
So ist ein Männerstamm, der wechselnd sich beschützt;Rückert
So ist er ja, o Mensch, am Ort auch wo du bist.Rückert
So ist es dir, mein Kind, zum Spiel ans Land geschwommen,Rückert
So ist es, wie der Spruch des Meisters ausgesprochen:Rückert
So ist geschieden ungeschieden Ich vom Ich:Rückert
So ist ihm ohne Fehl ein Diener das Kamel,Rückert
So ist ihr Ende, daß sie abgeschnitten werden.Rückert
So ist mein Widerstand des Übertretens Preis.Rückert
So ist mir denn geschehn, was oft dem Glück begegnet,Rückert
So ist mirs auch erspart, vorm bösen zu erschrecken.Rückert
So ist, was den erquickt, dem anderen verderbend.Rückert
So ists auch nicht für die, die mehr als Menschen sind,Rückert
So ists einmal dein Brauch, doch brauchtest du viel besser,Rückert
So ists, den Menschen wenn du liebst als Kreatur;Rückert
So jage dich mein Zorn.Lenau
So jagen Lust und Not,Lenau
So jeder einzle Mann, der seine Kräfte nützt.Rückert
So jeder Störung mußt den Zugang du verschließen:Rückert
So kahl und hohl zur Stunde,Lenau
So kam der Jugend Traum mit zartem FrühlingstriebeRückert
So kämpfet Leidenschaft die Leidenschaft danieder.Rückert
So kann auch Seel' und Leib nicht die Erkenntnis trennen.Rückert
So kann dein höhrer Sinn ins Undenkbare streifen.Rückert
So kann ein Menschenherz viel Glück und Unglück fassen,Rückert
So kann in banger Nacht ein Strom von heißen ZährenLenau
So kann kein Denker dir Unsterblichkeit beweisen.Rückert
So kann Vernunftmacht nie seyn mit NaturgewaltenRückert
So kannst du auch vergnügt im Grab zur Ruhe gehn,Rückert
So kannst du dir getrost aus allerlei SystemenRückert
So kannst du jeden Tag auch eine Blüt' erwarten.Rückert
So kanst du auch ins Herz, was drin nicht liegt, nicht legen,Rückert
So kanst du jede Zeit verkürzen und verlängern.Rückert
So kanst du jeden Raum erweitern und verengern,Rückert
So kauf’ ich also los von beiden einen nun?Rückert
So kehrt das Schicksal ein und raubet dir ein Glück,Rückert
So kennst du von der Welt, vom allgemeinen Leben,Rückert
So klagend an die Seele mir gefallen,Lenau
So klagend still, so schaurig,Lenau
So klammert sich sein Fuß ans Leben,Lenau
So klangen seines Richters grause Worte,Lenau
So klar ist ihr Gesetz, daß du’s erkennen kannst,Rückert
So klatscht die Kugel ab von seinem Leibe,Lenau
So komm’ ein Lernender, deß Hirn WeltwirbelglutRückert
So kommt das Ziel von selbst, halt nur den Schritt nicht an!Rückert
So kommt der durst’ge Geist auf Wegen der ErfahrungRückert
So konnten wir auch nur geleibte Seelen lieben.Rückert
So kreisen Welten dort in selbstgesetzten Schranken.Rückert
So kühl, erhaben und alleine.Lenau
So lächeln sie herein, begnügt und unbeklommen,Rückert
So lag ich auf dem Grunde schwer beklommen,Lenau
So lang aus diesem SchiffeLenau
So lang er denkt, daß er noch mehr gewinnen kann.Rückert
So lange hast du schön ein Schattenbild genannt.Rückert
So lange Nächte zu so kurzen Lebenstagen!Rückert
So lange wird vergebensLenau
So laß als innres dich in meiner Seele finden.Rückert
So laß die Rache dem, der nichts läßt ungerächt.Rückert
So laß die Welt zu dir manchmal durchs Fenster blicken.Rückert
So las er, bis er kam an einen Punkt der Schrift,Rückert
So laß in dich nur auch mich tauchen und verhauchen.Rückert
So laß mich bald aus diesem Leben scheiden.Lenau
So lass' ich ohne Strich nun keinen Tag verstreichen,Rückert
So lassen sie das Ding sich selbst aus sich gebären.Rückert
So läßt er sich aufs Nest herab zu seinen Jungen.Rückert
So laßt sie wenigstens von ihm was Rechtes wissen.Rückert
So laßt uns, über Zeit und Raum durch Dampf und EisenRückert
So lauscht und rauscht die Seele,Lenau
So leb’, ein himmelan entbundnes Liebesdüften!Rückert
So lebet wohl! — Du Werkzeug meiner Spiele,Lenau
So lebst du ohne daß du dich noch andre plagst.Rückert
So lebte Robert manche Jahre lang;Lenau
So leicht und sanft und sicherLenau
So lernt man Dunkles, durch Vertiefung drein, verstehn.Rückert
So leuchte mir, wenn Stürme den LebenspfadLenau
So leugn' ich eures ab, und streit' euch ab das Leben. —Rückert
So lieb' ich sie sich dar mir stellend in der Welt,Rückert
So liebe Gutes nur an dir, um es zu bessern,Rückert
So lieblich hören, als von Männern widerlich?Rückert
So lieblich, wie das erste Grün im Wald.Lenau
So liebt dagegen Witz und Fantasie Verkleidung.Rückert
So linde Feuer kann die Gottes Allmacht schüren.Rückert
So lis auch mehr nicht als du brauchst dich zu erbauen.Rückert
So lob' im Stillen dir dein Weib auch, das ist gut,Rückert
So löwenhaft einher mit Brüllen und mit Schnauben.Rückert
So mache durch Gebrauch das schlechterworbne gut.Rückert
So machen sie durch Kunst den Schaden wieder gut.Rückert
So mag der Tod sich immerhinLenau
So mag sich diese Zeit auch der Betrachtung freunRückert
So mag sichs ruhn im Totenschreine,Lenau
So magst du immer auch dich freun, daß sie sich freuen;Rückert
So magst du mit Vertraun auf die Belehrung baun,Rückert
So magst von deinem SitzeLenau
So malte sich sein Herz des Schicksals Bild,Lenau
So manche Hoffnung streiften.Lenau
So manche Schranke nicht von Menschen Menschen trennte;Rückert
So manchem Jüngling war die Dirne schädlich,Lenau
So manichfaltig steigt der Himmel stets zur Erde,Rückert
So mehr als einmal schon ist er herab gestiegen,Rückert
So meinest du, daß Gott auch nur das AllgemeineRückert
So meint der Hirt: es ist sein BlutLenau
So merkt, was einer strebt, die Welt nicht, weil er lebt;Rückert
So mische recht den Stoff des Trocknen und des Feuchten.Rückert
So mischet Blütenstaub die Bien’ und Honigseim,Rückert
So mit Grundsätzen magst du wappnen dich und schirmenRückert
So möchte man noch lachen zu dem Spiele.Lenau
So mochten wir wohl eine Stunde ziehnLenau
So möchtest du, daß nun zu spät es komme, klagen.Rückert
So mögest du die Welt mit klarem Sinn genießen,Rückert
So murmle nicht zu dumpf die geltende ParoleLenau
So muß dein Herz verstehenLenau
So muß der Sinne Kraft auch eine Grenz’ umzirken.Rückert
So muß ein Fremder auch sich in das Fremde fügen.Rückert
So muß ein menschliches Gemüth auch erst ausschwanken,Rückert
So muß er einen Schein mit ihrem Bild besiegeln.Rückert
So muß ich jetzo, die mich loben, lassen gelten.Rückert
So muß man freien Flug den Bienen doch erlauben.Rückert
So muß sie menschlich aus zwei Augen an mich schaun.Rückert
So müßen nach und nach die Thäler höher werden,Rückert
So mußt du endlich auch die Wetterlaunen lassen;Rückert
So mußt du Lehrer selbst nicht ungeduldig werden.Rückert
So mußt du neue Lehr' und neuen Glauben stiften.Rückert
So mußt du selber dich in seine Fluten senken!Lenau
So mußt du seyn der Welt ein Freund und Feind zugleich;Rückert
So mußt du, statt dir selbst, ihr zu Gefallen leben.Rückert
So müßt ihr allesamt versinken.Lenau
So nah, daß man es meint mit Händen zu erlangen.Rückert
So nährt das Land ihn, wenn er brauchet seinen Fleiß.Rückert
So Natur, der heilgen Mutter dortLenau
So nehmen wie sie sind, will wie er denkt sie machen.Rückert
So nehmet meinen Rath! wol braucht hier Rath ein Mann;Rückert
So nennst du, was damit einstimmet, Offenbarung.Rückert
So nicht nur Kinder, die, wills Gott, mich überleben,Rückert
So nimmt der Zorn im heißen DrangeLenau
So nimmt die Schönheit selbst bald einen Schleier vor,Rückert
So nur entfaltet sich am großen MenschheitstagRückert
So nütze dir zum Schutz das Wissen, auch zum Putz;Rückert
So ob der Wirklichkeit ist siegreich der Gedanken,Rückert
So offenbart auch das der Geist dem Geiste nur,Rückert
So oft du wieder schreibst, was du einmal geschrieben;Rückert
So oft er auf der Flut gewahrt ein schwankes BretRückert
So oft er ein sie taucht, ist sie auch wieder krumm,Rückert
So ohne Schmerz und Weh von Weh und Schmerz geschieden.Rückert
So ohne Wissen nicht, wer einen Geist gewann.Rückert
So opfre ihn! komm, komm zu jenem Hügel,Lenau
So preis' in Demuth Gott, der Alles recht gemacht.Rückert
So rath' ich diese mehr als jene dir zu meiden.Rückert
So rathlos wie sie gieng, unachtsam fiel die SchlangeRückert
So räume sie nur nicht den Teller wieder ein!Rückert
So rauscht es durch den Hain mit leisem Wehn.Lenau
So rauscht ihm an des Zweifels HandLenau
So rauschtet ihr ihm Trost und Freude zu.Lenau
So reich an Hoffnungen in halberschlossnen Glöckchen.Rückert
So reiten sie zurück, mit Trauer in den Mienen,Rückert
So reitet er durchs Land TirolLenau
So reizend ist Gefahr, daß, wer nur halb sie kennt,Rückert
So rief kein lautrer HerzschlagLenau
So rief Robert, sprang auf und hielt ihn fest;Lenau
So ringt die Seele sich aus diesem Leibe los.Rückert
So rollet mein Gesang mit mir die Welt entlang,Rückert
So ruft sie dir im Traume zu,Lenau
So ruft umsonst ein Strom von heißen TränenLenau
So ruht in dir der Herr der Welten.Lenau
So rupft man ein paar Federn.Lenau
So sag’ ich: außen nicht, doch innen im Gemüte.Rückert
So sage denn wie man es dir zu Danke macht,Rückert
So sagt man, daß du dich auszeichnest unbescheiden.Rückert
So sah den Engel Gottes einst mit Wangen freudenrotLenau
So sah die Fantasie Götter aus Gott entstehn.Rückert
So sah ich das liebliche Mädchen dort,Lenau
So sah ich einen Greis, an Aug' und Ohr verwittert,Rückert
So sah ich klar die dunklen WonnenLenau
So sah ich manchen, den man keinen Affen hieß,Rückert
So sammeln sich die Schwalben auf den Dächern,Lenau
So saß das Mädchen still und sann,Lenau
So saßen sie zu Pferde,Lenau
So schaffet Fratzen auch die ewige Natur;Rückert
So scharf getreu zusammen,Lenau
So schätze nicht gering auch das des andern doch.Rückert
So schau mit doppeltem Vertraun auf deinen Vater.Rückert
So schau umher auf ihr, wie viele sind gewesen,Rückert
So schaust du Gott durch Gott, durch andres Mittel nicht.Rückert
So scheint das heil’ge Wort zu rechten Sinns ErbeutungRückert
So scheuest du dich wol das Kleinste zu verrückenRückert
So schlägt die schwarze Nacht die feuervollen Schwingen.Lenau
So schlicht’ ich ihren Streit: der Schöpfer der NaturRückert
So schlürfte der HellenLenau
So schmückst du dich gefallbegierig meinen Blicken,Rückert
So schön ist Gottes Welt, daß auch ein leises FlüsternRückert
So schön und doch so treu und klar;Lenau
So schrecke dich von dort mit dem Gekreisch der Weih.Rückert
So schreitest du von Schritt zu Schritt mit fester Ferse,Rückert
So schweift er durch die Flur als Feuer, das nicht brennt.Rückert
So schwer ist Aberwitz von Weisheit selbst vermieden.Rückert
So schwer ist Nützliches vereinigen dem Schönen.Rückert
So schwimme nur den Strom auch du, o Thrän', hinab,Rückert
So schwing empor dich, Geist, und verweile jetztLenau
So schwinge mit Vertraun in Andacht dich empor,Rückert
So seh’ ich nahn den Tag nicht ohne Herzenspochen,Rückert
So sehnsuchtsvoll empor zum Lichte drangLenau
So sei auf ewig denn der Namen eingeschriebenRückert
So sei mit Gott dies Buch, und so das eures Lebens.Rückert
So sei zum Gegenstand die Außenwelt verliehnRückert
So seiner Sinne Zweig' entfaltet in den Raum,Rückert
So selig, meine Brüder!« Lenau
So seufzet die Natur in jeder Frühlingsblüte,Rückert
So sieh, von welcher Seit' er angesehn die Sachen.Rückert
So siehst du auch das Kind mit weicher Zunge lallen,Rückert
So siehst du aus der Züg' Unähnlichkeiten steigenRückert
So sieht er immer die der andern, seine nie,Rückert
So sind auch zwei gleichstark, der eine braucht die KraftRückert
So sind sie auch in dir zwiespaltig, Menschenkind.Rückert
So sind vielleicht gar bald auch mir verblühtLenau
So sind von Gott bedacht, auch die ihn nicht erkennen,Rückert
So sind wir nicht allein, denn bald gesellenLenau
So sinkst du hinab ins Meer.Lenau
So soll ein neuer Stral der Sonne sie verzehren.Rückert
So soll in dir der Tod auch keine Stätte haben.Rückert
So soll, Verehrte, meiner Lieder TrauernLenau
So sollest wieder prangenLenau
So sollst du zügeln dein vergnügtes BlutLenau
So sollte dieses Lied mit seinem TrauernLenau
So sollten, ohne daß sie ineinander schwammen,Rückert
So sorge daß auch der sei kein vergebener.Rückert
So spielt der Jüngling an der BahreLenau
So sprach der Eremit und nahm ein Licht,Lenau
So sprach der Strauch; ich gieng und hielt in mir zum GlückRückert
So sprach einst der Profet. Weil sie vom Tod nichts wissen,Rückert
So sprach ich: O wieviel des Schönen doch entsprangRückert
So sprang von mir die Freude fortLenau
So spricht er laut: Du warst, sollst seyn und bist mein eigen.Rückert
So sprießt ein Lenz und schalltLenau
So starr, als wären sie aus Stein gehauen,Lenau
So sterbe sie allein; ich willLenau
So still, so bang beklommen,Lenau
So stirb, ein himmeleingesogner Blütenduft!Rückert
So stockt die leere Zeit im leeren Weltgewühl.Rückert
So strafe mich der Herr mit seinem Grimme!« Lenau
So streng gefangen hielt.Lenau
So stürze dich als RegenLenau
So suchest du vielleicht dir selber zu genügen,Rückert
So süßer Duft, so helle FlammeLenau
So täglich, stündlich bringt von Weisheit auch genugRückert
So tauche rein dich ein in jedes Element,Rückert
So theile, die du hast, die goldnen Lieder aus.Rückert
So thue Gott dir einst das Paradiesthor auf!Rückert
So thun deswegen sich noch nicht die andern auf.Rückert
So thust du deine Pflicht gleichzeitig und gleichseitig,Rückert
So thut es jeder Fels, so thut es mancher Baum.Rückert
So tief dem heilgen HerzenLenau
So tief erschütternd, unendlich traurig.Lenau
So tief ungestört,Lenau
So tiefe Stille:Lenau
So toben, mit Wut geschlagen,Lenau
So tönt es oft herfür:Lenau
So traf auch mich dein Engelblick.Lenau
So trag den Stein, und trag das Leben fein gelassen,Rückert
So traget ins Gefäß der Freundschaft sie zusammen.Rückert
So trägt die Dichtung auch stets ihrer Zeit Geberden.Rückert
So trägt er einzeln sie hinauf auf seinem Rücken.Rückert
So träumerisch, so ernst und mild,Lenau
So träumten sie die Nacht bis zu des Morgens Glanz,Rückert
So traurig, o wie traurig!Lenau
So traute Herberg stets gefunden. —Lenau
So treibt aus Hemmungen des Sieges Kraft empor.Rückert
So treue Nachbarn und so fromme Hausgenossen!Rückert
So tritt aus Gott hervor der Welten lichte Wonne.Rückert
So tritt der Einzelmensch ins menschliche Geschlecht.Rückert
So tritt er halb und halb schon an des Vaters Statt,Rückert
So tröste dich und stirb! denn sie wird nicht begraben.Rückert
So tröste dich, wo gleich nicht das Gedeihn erschienRückert
So tröstet dich villeicht ein Wort von deinem Lehrer:Rückert
So tröstet dieses uns: dis alles ist gewesen.Rückert
So trüb sein Wasser war, so hell war ihre Welle.Rückert
So trug ich sie hinaus zur Stadt, hinaus vom Weg,Rückert
So trugen sie dich her, zu büßen ihre Lust,Rückert
So übel hat dich Gott mit diesem Schmuck berathen.Rückert
So übel ists bestellt, mein Sohn, um diese Welt,Rückert
So überm Sinnenmeer, in das versenkt wir sind,Rückert
So überm Wasser hinzuschweben,Lenau
So übernahm ich denn, was nicht durft’ unterbleiben,Rückert
So überquillend ist auch Menschenfähigkeit;Rückert
So überschwänglich sind die drei und wunderbar,Rückert
So unermüdlich bin ich meinen Pflug zu treiben,Rückert
So unterordne dir und unterordne dich!Rückert
So unterscheidest du den Geist auch vom Gemüte,Rückert
So unterscheidest du den Gott von der Natur,Rückert
So unterscheidest du die Seele von dem Leib,Rückert
So unvereinbar, ist durch Eines doch vereint.Rückert
So viele Menschen auch, sie würden ihre KraftRückert
So viele Schiffe schon gefahren diese Strassen,Rückert
So vierzehn Tage hab' ich harrend hingebracht,Rückert
So von den Geistern auch wird Einem aufgetragen,Rückert
So von Unendlichem ist Endliches umfangen,Rückert
So vor Aufklärung muß verschwinden jede Blendnis,Rückert
So wandeln drunterhin wir zwischen Leid und Glücke.Rückert
So war der Abend, als mir Laura schwor!Lenau
So war es jüngst noch im Magyarenlande,Lenau
So war’s nur, weil er selbst den Auszug nicht gemacht.Rückert
So ward erschlossen auch mein Blick von Wundersalben,Rückert
So ward sich unbewußt bewußt die Wolfesart.Rückert
So wäre der Gebrauch der andern dir verloren.Rückert
So wäre mit dem Sprung grad’ alles abgethan.Rückert
So warfst du, seine Kraft nicht ahnend,Lenau
So wars Robert, wenns ihn vom Schlaf empörte,Lenau
So was im Leben selbst, der großen Schule, duRückert
So was von außen sich mit Lust an dich mag drängen,Rückert
So wechseln Meinungen und Überzeugnisse.Rückert
So wechselweise mag in sich der Geist sich senken,Rückert
So weckt kein Frühlingshauch auf dieser Welt es wieder.Rückert
So weich, um einem Druck sich schadlos zu bequemen,Rückert
So weiß er von den herrlichen BildernLenau
So weißt du auch, wie’s einen dann bezwingt,Lenau
So weit des Klausners nächtlicher Bericht.Lenau
So weit es ging, den ganzen Weg entlang.Lenau
So weit ist Glauben und Menschenverstand geschieden,Rückert
So weit nach Land mein Auge schweift,Lenau
So wende nicht dem Licht dich ab, dir selber zu.Rückert
So wenig aber sie dich rühren, rührest duRückert
So wenig als das Rauschen des Winds,Lenau
So wenig fließet auf das Thun das Wissen ein.Rückert
So wenig jene mir, gefällt mir diese Sitte;Rückert
So wenig kann die Welt gebrauchen jenen Mann,Rückert
So wenig nichtig ist, was Liebe je gedichtet.Rückert
So wenig, als wie der Regen taut,Lenau
So wenn sie jetzt nicht steht, hat sie doch einst gestanden;Rückert
So werden alle zwei zum Abzug sich bequemen.Rückert
So werden andre dich als ihren Lehrer ehren.Rückert
So werden sie dir gernLenau
So werden sie dir nur zum Kapital geschlagen.Rückert
So werden wir doch nie der Süßigkeit entrathen.Rückert
So werdet ihr im Lerm erblinden und ertauben,Rückert
So widerspricht sich nicht der Sprüche Widerspruch.Rückert
So wie der müde Wandrer an der Quelle,Lenau
So wie ein Kranker, der sich neigt zum Sterben,Lenau
So wie ein stät'scher Gaul bocksteif ist eine Frist,Rückert
So wie ertrunken meist im Strom die besten Schwimmer.Rückert
So wie im Anbeginn, wir glauben’s, einer war,Rückert
So wie sein Herz, sich ewig ihr zu weihen;Lenau
So wiegt der Bursche seine Maid,Lenau
So will ich mit der schönen BlumeLenau
So wills der Herbst vergütenLenau
So winkst doch du uns himmelwärts,Lenau
So wird am sichersten zum Weltheil beigetragen,Rückert
So wird bei Nacht ein Traum der Seele Kraft dir stärken,Rückert
So wird beim letzten auch es nicht gleichgültig seyn,Rückert
So wird das eine dir durchs andere zunichte,Rückert
So wird der Himmel voll dir durch Ein Auge stralen,Rückert
So wird der Ton im LiedeLenau
So wird die Seele bald, von höherm Licht umfangen,Rückert
So wird ein andrer schießen,Lenau
So wird ein mäß'ges Lob schon groß genug dir seyn.Rückert
So wird ein Mondenstral, beliehn mit Sonnenmacht,Rückert
So wird ein Reicher, der dem Armen reicht, wol ärmer,Rückert
So wird er ihren Krieg auch andern helfen kriegen,Rückert
So wird er nicht den Grund der Menschheit unterwühlen.Rückert
So wird es klappen und dir in der Hand zerspringen.Rückert
So wird ihm hier der Himmel kund.Lenau
So wird in seiner Art dir alles wohlgefallen.Rückert
So wird sich Lust der Welt an deinem Bild erneun.Rückert
So wird sie wieder mit dem Paradies geboren.Rückert
So wird zur Unzeit es dir schon die Zunge lösen.Rückert
So wird, emporgerückt, dir jenes fern erblassen,Rückert
So wird, was andern frommt, ihm selbst unfruchtbar bleiben.Rückert
So wirds vom Rosse dir vorangetragen,Lenau
So wirst du hier als Mann ins Weltgetriebe greifen,Rückert
So wirst du rings um dich verbreiten Gottes Frieden.Rückert
So wisse, daß man die noch minder dir verzeiht.Rückert
So wohnen Blumen-gleich die Tugenden in Frieden.Rückert
So wohnt auch ja dein Leib so nah dem Geiste nun.Rückert
So wohnt er ungestört in seiner Einsamkeit,Rückert
So wollen sie mir ganz besondre Gunst erweisen.Rückert
So wollen wir verbunden,Lenau
So würd' ein Bauer, wenn ihn nicht von allen SeitenRückert
So würdest du auch mehr als jetzt vom Ding ergründen;Rückert
So zarte Blumen blühn auf diesen Gartenbeeten.Rückert
So zärtlich bat und feierlichLenau
So zeigt ein menschliches Gesicht das Felsenstück.Rückert
So zieht der Lenz herum in allen Gauen,Lenau
So zieht die Sonne wol das Wasser auf mit Stralen,Rückert
So zimmre lieber sie aus stoßenden AtomenRückert
So zum Kalender auch gehören schlechte Tage.Rückert
So zünde Kerzen an, und laß den Vorhang nieder!Rückert
So zweifelst du, verschüchtert und verlegen.Lenau
So zwischen Wand und Todeskluft.Lenau
So, äußerlich vereint, und innerlich getrennt,Rückert
So, der sich unterm Chor Unedler erst verlor,Rückert
So, lang gesegelt und gesteuert ist sein Schiff,Rückert
So, was er erst gedacht, und dann was er gesprochen,Rückert
So, welcher Sache nach du forschen magst und graben,Rückert
So, wer in Ehren hält die Formen fremder Götter,Rückert
So, wort- und sachgelehrt, ein Dichtersprachgelehrter,Rückert
Sobald das Edlere gebrauchet seine Kraft.Rückert
Sobald das Licht, bei dem du wachst, der Wind bewegt.Rückert
Sobald das Ungestüm der andern sich gelegt;Rückert
Sobald das Wahre kommt, den Platz ihm einzuräumen.Rückert
Sobald der Geist sich will einlassen auf Beweise.Rückert
Sobald der Regen rauscht, sobald der Sturm sich regt,Rückert
Sobald die alte weicht, wird gleich die neu' entspringen.Rückert
Sobald die Vierzahl ist, eins zwei drei vier, vorhanden,Rückert
Sobald dir etwas ganz gerecht ist, wirst du’s missen.Rückert
Sobald du denken willst, du wärest nicht mehr einst,Rückert
Sobald ein Volk allein nicht mehr sich angehört;Rückert
Sobald es auch nur hört von fremden Sitten sagenRückert
Sobald es Wirklichkeit in ihrem Sinn gewonnen.Rückert
Sobald nur seinen Gott unsterblich er gedacht.Rückert
Sobald sich dir der Gründ' Unhaltbarkeit ergab.Rückert
Sobald sie herrschend wird, wird eitler Weltdienst draus.Rückert
Sodann ein Ulmenbaum, vom Alter morsch gebrochen,Rückert
Sodann, daß doch dadurch an manchen Mann wird kommenRückert
Sodaß auf seiner Bahn der Geist mühloser strebt,Rückert
Sodaß die graue Schrift auf schwarzem Grunde steht;Rückert
Sodaß die Weisen, die zuerst Weltursprung dachten,Rückert
Sodaß im Gegensatz von ungewisser DauerRückert
Sodaß nach manchem Streit sie endlich räthlich fanden,Rückert
Soeben eifert der wahnwitzig kühneLenau
Sofern in Gott es ruht, ist alles Leben gut,Rückert
Sofreut sie sich daß sie nicht Wachs zu sammeln braucht.Rückert
Sogleich erscheint er dir als Punkt, gleich jedem Sterne.Rückert
Sogleich gelobt’ ich eins zur Heimreis’ anzuwenden,Rückert
Sogleich Vergangenheit ist jede Gegenwart.Rückert
Sohn, halt an deinem Ort an deinem Glaubenswort,Rückert
Solang (wielang noch?) ist nicht ihr Beruf erfüllt,Rückert
Solang auf Erden ein Mensch noch atmet;Lenau
Solang das Recht nicht wird ungleiche Theilung hindern.Rückert
Solang dein Glück du hast in einer äußern Lage.Rückert
Solang die Bürgerschaft ist hier in voller Kraft,Rückert
Solang die Klagen das Gebirg durchzucken;Lenau
Solang dies Herz auf Erden schlug,Lenau
Solang du denken nicht die Widersprüche kannst,Rückert
Solang du Freude fühlst, fühlst du dich in Zunahme,Rückert
Solang du lesest, sei die Luft im Gleichgewicht;Rückert
Solang ein Zweifel ist, laß dich von ihm bedingen,Rückert
Solang er sich bestrickt fühlt vom Unreinen Bösen,Rückert
Solang es dir beliebt, und es mir ist beschieden.Rückert
Solang es dis dir scheint, sahst du es noch nicht richtig.Rückert
Solang es leidlich ist, wie sollten wirs nicht leiden?Rückert
Solang es seyn soll, hier, und wann es seyn kann, dort.Rückert
Solang hast du die Höhn des Schönen nicht gekannt,Rückert
Solang ich denk.Lenau
Solang ich vorwerts soll, läßt er mich nicht erlahmen.Rückert
Solang ihr Bild in seinen Wellen zittert.Lenau
Solang in Gott und Welt sich Herzen still ausfreuten,Rückert
Solang mir nicht vom UferLenau
Solang sie noch im Strome wallten;Lenau
Solang wird frohe Kunst die Wunder nur ausdeuten,Rückert
Solang' er innen wacht, wacht außen Welt in Wonne;Rückert
Solang' im Tümpfel frisch das Wasser war, da schlüpfteRückert
Solange du sie hast vor Augen, lieber Sohn,Rückert
Solange duldet' ich den Einstrom, bis zusammenRückert
Solange gab dir Frist der Himmel es zu thun,Rückert
Solange muß er gehn als Geist um jeden Platz,Rückert
Solange noch ihr rascher Flügel weilet;Lenau
Solange noch Liebe verbergenLenau
Solch ein Temperament ist wirklich temperiert.Rückert
Solche Lieb ist selten auf der Erde;Lenau
Solche mögen auch mit Recht verspottenLenau
Solchen steht es an, ein Wort zu redenLenau
Soll alles Wasser denn im Thale seyn zugleich?Rückert
Soll an Euch und Eurem LandeLenau
Soll aus dem schlechten nichts herüber seyn genommen.Rückert
Soll das Blut zu Boden laufen,Lenau
Soll das Herz auch ahmen seine Liebe,Lenau
Soll des Himmels Aug sich trüben,Lenau
Soll dich die feste Kerkerwand umnachten.Lenau
Soll dich nicht einmal freun auch was du recht vollbracht?Rückert
Soll die Blüte ihnen wiederkehren,Lenau
Soll die Erde schwarz sich färben;Lenau
Soll die Natur ich und ihr TodesleidenLenau
Soll dir die neue Lag’ erträglich seyn, so schlagRückert
Soll drüben neu mein Leben sprossen:Lenau
Soll er die Frucht von ihm zu sich herüber nehmen?Rückert
Soll er fallen, soll er sterben.Lenau
Soll er, wie sie selbst, nur Zeit sich lassen.Lenau
Soll für Recht und LichtLenau
Soll gar Glaubwürdigkeit jedweder jedem rauben?Rückert
Soll gebrochen sein die Treue,Lenau
Soll ich dafür den Gram, in tausend ZügenLenau
Soll ich dem Sterbenden von seinem Sterben schweigen? —Rückert
Soll ihr pünktlich kommen und genauer,Lenau
Soll immer nur der Geist allein, als wie der Schwan,Rückert
Soll mit dem Rest ich geizenLenau
Soll sie dir jetzt vergehn, wo zum berühmten MannRückert
Soll sie dir sterben, eile, sie zu sühnen.« Lenau
Soll sie meinen Wuchs dir zeigenLenau
Soll sie mit dir todüber gleiten.Lenau
Soll sproßen jede Frucht den Gläub'gen zum Ersprieß.Rückert
Soll wiederholet werden euch zu EhrenLenau
Soll zählen er sie wohl nach seinen Tränen?Lenau
Sollen bald von deinen HiebenLenau
Sollst, was du werden kannst, ist eng der Raum auf Erden.Rückert
Sollt ihr selbst verstümmelt werden!«Lenau
Sollt’ ich erwecken dich, um zu erschrecken dich?Rückert
Sollt' ich die ird'sche Kunst des Augenarztes brauchen?Rückert
Sollte das so sehr dich wundern,Lenau
Sommerfäden, leichte, lange,Lenau
Sondern auf niederern, weil höhern zuberufen.Rückert
Sondern um deinen Sinn mit ihnen auszudrücken.Rückert
Sonnenuntergang;Lenau
Sonnenvergessen zwar, wirkten sie sonnenkräftig.Rückert
Sonnenzeiger unsrer Tage,Lenau
Sonst bläst das Feuer an kein Schnauben und kein Schnaufen.Rückert
Sonst ein Verdienst um Welt und menschliches Geschlecht,Rückert
Sonst flöß das Blut zu rasch, zu reich.Lenau
Sonst hast du keine Ruh, weil, wie die Leute sprechen,Rückert
Sonst hat nicht Fremdes dich, du hast dich selbst verstört.Rückert
Sonst hätte sie sein Wort um Nichts dem Nichts entrissen.Rückert
Sonst ist es nicht ein Tausch, nur einer Täuschung Schein,Rückert
Sonst nichts, doch schwer mirs Sterben fällt.«Lenau
Sonst reißt der Riesengeist dort der FilosofieRückert
Sonst rieth’ ich nicht, wenn es nicht schon verloren wäre,Rückert
Sonst siehst du zwei, die auf des Einen Namen kamen.Rückert
Sonst stolperst du und fällst in jeden Straßengraben.Rückert
Sonst verkostest du meinen Streich«Lenau
Sonst wäre dir die Lust zu gähnen ganz verschwunden.Rückert
Sonst wehte weg ein Wind, was jetzt kein Sturm zerrüttet;Rückert
Sonst werden Feinde dir dafür den Krieg erklären.Rückert
Sonst werden sie auch das, was du bedarfst, dir stehlen.Rückert
Sonst wird der blöde Geist das Wahre kaum gewahr,Rückert
Sonst wird der eine Glanz sich durch den andern trüben.Rückert
Sonst wird zu Kupfer Gold und aus dem Silber Blei.Rückert
Sonst wirst du selbst nicht das Verständliche verstehn.Rückert
Sonst würde hier der Schmerz und dort die Ruhe schwinden.Rückert
Sonst zu vertheidigen hast du zuviel an denen.Rückert
Sorglos, wie sich die Stern am Himmel drehen.Lenau
Soviel erklären sie, sie sei doch zu erklären.Rückert
Soviele die allein nach kühler Labe brennen,Rückert
Soviele die wie Gift das Herbe weichlich fliehn,Rückert
Soviele sind die nur nach süßen Früchten rennen,Rückert
Sovieles kam und gieng; laß alles gehn und schwinden!Rückert
Sowahr auch ist er in, nicht außerhalb der Welt.Rückert
Sowahr aus einem Keim des Baumes Krone sprießt;Rückert
Sowahr erkennest du, daß der ist einzig Einer,Rückert
Soweit Gesetzlichkeit du hättest eingeführt.Rückert
Soweit ihr einig denkt, sucht ganz euch zu verstehn;Rückert
Soweit umher du reichst, zu mildern und zu mindern.Rückert
Soweit, daß du nicht kanst erröthen und erbleichen!Rückert
Sowie dem Glauben auch herab sich hat gelassenRückert
Sowie der Einzelne sich auch nur kann verjüngen,Rückert
Sowie du Launen hast, so hat die Welt sie auch,Rückert
Sowie ein Wandelstern die Kraft der Sonne braucht,Rückert
Sowohl als sie vielmehr es sind in seinem Licht.Rückert