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LYRIK Hans Aßmann von Abschatz - Poetische Werke 96

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Poetische Werke 96

Gemütte/ welches mehr als Wind und See zu fliehen/
Und das mich geben lernt der Liebe gutte Nacht/
Nicht hoffe/ daß du mich/ nachdem ich frey gemacht
Wirst wieder an dich ziehen.
Thöricht muß der Schiffer seyn/
Der dem Schiffbruch ist entgangen/
Und an einem Felsen-Stein
Noch das zweyte mahl bleibt hangen.

Wer will auff glattes Eiß und deine Worte bauen?
Je mehr man schleust die Hand/ ie minder man dich hält/
Unglücklich/ wen der Schluß des Himmels hat bestellt/
Nach dir sich umzuschauen.
Du bist ihm zur Qual bestimmt/
Wie der Stein in Sisiffs Händen/
Der/ wenn er zur Spitze kümmt/
Wieder pfleget umzuwenden.

Dein Sinn/ der ohne Wahl und kurtze Stunden liebet/
Hat unter so viel Glutt erstecket meinen Brand/
Und mir darvor diß Eiß/ die Kälte/ zugewandt
Die meine Brust umgiebet.
Deine Fessel sind entzwey/
Deine Ketten sind gebrochen/
Hylas ist der Bande frey/
Und von Fillis loßgesprochen.

Izt soll ein Lorber-Krantz mein kühnes Haubt umgürten/
Und meiner Freyheit Ruhm erhöhn das gantze Rund.
Izt soll mein Palmen-Zweig der Erde machen kundt
Die Schwachheit deiner Myrthen.
Fama gräbt in Marmor ein
Mir zum stetem Sieges-Zeichen
Flammen/ die ein Hertz bestreichen/
Aber ausgeloschen seyn.

II. Anemons und Adonis Blumen 96

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