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LYRIK Hans Aßmann von Abschatz - Poetische Werke 86

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

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Poetische Werke 86

Die stumme Sprache

Wie können doch in einem Hertzen
Die Lieb und Furcht Geferten seyn?
Wie kan sich Freude neben Schmertzen
Und Lust bey Unlust finden ein?
Wie kan sich plagen und vergnügen
An einen Ort zusammen fügen?

Wer liebet/ weiß hiervon zu sagen:
Er redet/ wenn er stille schweigt:
Man darff nicht von dem Munde fragen/
Was seiner Augen Feuer zeigt.
Ein stiller Seuffzer bricht für Worte
Durch fest-gesperrter Lippen Pforte.

Er suchet Silvien mit Freuden/
Und findet bey ihr seine Pein.
Wenn sich die Augen an ihr weyden/
So schmacht das Hertz in Flammen ein.
Von ihrer süssen Augen Blitze
Empfindt sein Hertze Frost und Hitze.

Man kan auff seinen Wangen lesen/
Was Amor ihm ins Hertze prägt.
Im fall er anders soll genesen/
Muß Silvia dadurch bewegt
Ihm küssend auff die Lippen schreiben/
Ich will Silvanders eigen bleiben.

II. Anemons und Adonis Blumen 86

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