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LYRIK Hans Aßmann von Abschatz - Poetische Werke 54

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Poetische Werke 54

Amaranthens braune Wangen
Haben meinen Geist besiegt.
Könt ich ihre Gunst erlangen/
Ach wie wär ich so vergnügt!
Neue Glutt fühl ich im Hertzen;
Lieb ich nimmer ohne Schmertzen.

Tugend-voll ist ihr Beginnen/
Daß man nichts zu klagen weiß/
Als die allzuharten Sinnen/
Und das Hertze voller Eiß.
Lieben und nicht Lieb erwerben
Macht uns offt und nimmer sterben.

Reist sich gleich von ihrem Stricke
Mein gefangnes Hertze frey/
Bringt sie doch mit einem Blicke/
Solches auff das neu herbey.
Wer kan für der Augen Blitzen
Seiner Freyheit Recht beschützen?

Ich gedachte mir zu leben/
Ohn der Liebe Joch zu seyn:
Was ich ihr nicht wolte geben/
Hat sie selbst genommen ein:
Besser ist sich leicht entschlüssen
Als gezwungen lieben müssen.

Man mag streiten/ man mag klagen/
Mag ihr kräfftig widerstehn:
Niemand wird doch ihren Plagen
Zu bestimmter Zeit entgehn.
Wer sich ihrer will befreyen/
Fängt offt erst recht an von neuen.

Ich/ von kühner Lust getrieben/
Wolte wissen/ was die Zier
Schöner Augen kan verüben;
Izo büß ich nun dafür.
Wer weiß/ was er sich erkühnet/
Wenn er/ Nimphe/ dich bedienet?

II. Anemons und Adonis Blumen 54

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