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LYRIK Hans Aßmann von Abschatz - Poetische Werke 491

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

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Poetische Werke 491

Die verkleidete Schäferinnen

Hier schauet uns die Nimphen von dem Lande/
Die wohl vergnügt mit ihrem freyen Stande/
Durch schlaue List und falsche Pracht
Niemand zu fangen seyn bedacht.
Kein stoltzes Band muß unser Haubt beziehn/
Kein theurer Staub berühret unser Haar/
Gold/ Liljen/ Rosen die ihr nehmet wahr/
Pflanzt die Natur mit eigner Hand dahin:
Der Mäyen-Thau/ der reine Bronnen/
Die Flutt der Spiegel-hellen Bach
Muß unsrer frischen Wangen Anstrich seyn.
Weil fauler Schlaff verdunckelt andre Sonnen
Die ihrer Wollust hengen nach/
Und schöner Wangen Purpur bleicht/
Beschämen wir durch unsern Schein
Der Morgenröthe frühes Licht/
Daß sich entfärbt der Erd entbricht:
Dem klaren Antlitz gleicht die Reinigkeit der Sinnen.
Kein trüglich Wort/ kein abgestohlner Blick/
Kein Zucker falscher Höffligkeit
Ist fremder Freyheit Fall und junger Hertzen Strick.
Der Buhler Kunst/ die diese Zeit
An Höfen treibt/ wird man bey uns nicht innen.
Ein treues Hertz/ ein freyer Mutt
Ist unsrer keuschen Seele gutt.
Um Geld und Pracht stehn wir nicht feil/
Betrug und List hat hier kein Theil.
Wer unser Hertze will erheben
Muß seines um das unsre geben.

VIII. Vermischte Gedichte 56

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