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LYRIK Hans Aßmann von Abschatz - Poetische Werke 452

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

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Poetische Werke 452

Es rede wer was weiß/ und welcher reden soll/
Von was er reden mag/ schau ob es stehe wohl/
Obs Ort und Zeit vergönnt/ obs Ehr und Recht ihn heist/
Obs ihm die Treu erlaubt. Wer Schweigens sich befleist/
Heis sittsam/ wo er jung; wofern er alt/ gescheut;
Wo er in Diensten steht/ voll Ehrerbietigkeit/
(Betrifft es eine Frau/ ein Wunder ihrer Zeit/)
Bey Fürsten heist es Witz/ bey Hof-Bedienten/ Pflicht/
Wen also ziert und hilfft das kluge Schweigen nicht?
Den Edlen Seelen steht vernünfftigs Schweigen an/
Weil fast kein schlechter Geist das Schwatzen lassen kan/
So rauscht durch Kiß und Sand die offt halb-trockne Bach;
Der allertieffste Fluß hingegen laufft gemach.
Es weist der einge Mund/ der Aug- und Ohren-Paar/
Daß Hörn und Sehen mehr als Reden nützlich war.
Das Wort verräth den Mann/ auch wider sein Vermeynen/
Doch kan ein schweigend Narr zu Zeiten weise scheinen.

VIII. Vermischte Gedichte 17

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