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LYRIK Hans Aßmann von Abschatz - Poetische Werke 405

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

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Poetische Werke 405

Uberschrifften zu einer Grufft

Von der einen Seiten:

Ein Stammbaum mit 14. Zweigen/ an deren jeden ein Schild/ die zwey Haubt-Schilde an dem Stamme/ darunter eine eingehauene Axt.
Stemmata quid faciunt?
Den alt-erworbnen Ritter-Stand.

Ein junger Adler der in die Sonne siehet/ aber unten von einem Pfeile geschossen wird:
Ante Diem.
Die Zier der angebohrnen Tugend.

Eine vollblühende Rose/ deren der Wind etliche Blätter abwirfft:
Exspirat Odorem.
Den Preiß der wohl-gerathnen Jugend.

Zwey Hertzen an Schnüren hangend/ die oben mit einem Zweiffels-Knoten zusammen gefüget/ und ein solchen Knoten entzwey hauender Säbel.
Sic dulcia fœdera rumpo.
Der treu-verknüpfften Seelen Band.

Ein Püschel mit fettem Klee/ an den eine Sichel oder Sense ihn abzumeyen geleget.
Succidit in herba.
Fällt/ bricht/ verwischt und trennt des Todes Hand.

Von der andern Seiten.

Eine goldene Feder die ins Wasser schreibet:
In spem futuræ oblivionis.
Der hohen Wissenschafften Pfand.

Eine fallende Sternputze:
Ascendi ut descendam.
Der Ehre Glantz/ damit wir prangen.

Eine Trompete mit schönen Quasten:
Tenues in auras.
Der Ruhm durch alle Welt gegangen.

Ein eingesponnener Seiten-Wurm:
Aliis Sericum mihi sepulcrum.
Die Dienst erzeigt vor Freund und Land.

Eine Hand die Staub ausstreuet/ welcher theils in die Lufft flieget/ theils zur Erden fällt:
Ludibria temporis.
Verfliegen in die Lufft/ versallen in den Sand.

Im Mittel.

Ein prächtiges Grabmahl/ dessen Statuen theils abgeschlagen/ theils zerstümmelt/ im Mittel eine zurissene Fahne/ darinne geschrieben:
Perituris condimur.
Auch das Grabmahl so wir haben/
Wird in Asch' und Staub vergraben.

VII. Leichen- und Ehren-Gedichte 11

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Gedichte:

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OPERONE