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LYRIK Hans Aßmann von Abschatz - Poetische Werke 37

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

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Poetische Werke 37

Ich rede nicht wie vor so frey/
Mein Auge klebt der Erden an/
Und findet sich mit Furcht herbey/
Wo man dich/ Nimphe/ schauen kan;
Verbrochne Seufftzer und gestohlne Blicke
Sinds/ die ich dir/ mein Kind/ entgegen schicke.

Der strengen Auffsicht scharffe Wacht/
Die Neyd und Eyfer um uns stellt/
Nimmt ein iedweders Wort in acht
So uns von ungefähr entfällt/
Heist unsre Unschuld stets in Sorgen stehen/
Und zwischen Dorn und Eiß behutsam gehen.

Die schlimme Welt denckt/ Ich und Du
Müß ihr an Boßheit gleiche seyn/
Dringt sich mit schälem Aug herzu/
Greifft unsern keuschen Freuden ein/
Und wolte gern/ was sie nicht kan genüssen/
Auch andern ohne Schuld verboten wissen.

Zwar wehe thut der schwere Zwang/
Zu dem man uns verbinden will;
Jedoch wird solcher Uberdrang
Auch haben sein gestecktes Ziel.
Der Tugend reines Kleid kan nichts beflecken;
Die Zeit wird unser Recht der Welt entdecken.

Der beste Rath ist hier Gedult:
Bleib mir beständig/ wie du bist/
Ich lebe dir in stillem hold/
So brechen wir der Feinde List.
Wenn Redligkeit sich kan zun Sternen heben/
Muß der Verleumder Maul im Kothe kleben.

II. Anemons und Adonis Blumen 37

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