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LYRIK Hans Aßmann von Abschatz - Poetische Werke 202

Aßmann von Abschatz, Hans

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Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

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Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

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Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

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Bodenstedt, Friedrich von

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Hart, Julius

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Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

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Poetische Werke 202

Jesu/ deine Taffel fliehn/
Ist die Lebens-Quelle meiden/
Solche nicht recht unterscheiden/
Ist sich ins Gerichte ziehn/
Ohn dich muß die Seele schmachten
Und vergehn/ ohn Recht betrachten.

Schau ich deine Hoheit an/
Und wie niedrig ich zu schätzen/
So umgiebt mich ein Entsetzen/
Das ich kaum begreiffen kan/
Mitten stehn die schwachen Sinnen
Unter Furcht und Hoffnung innen.

HERR erleuchte meinen Geist
Durch die Strahlen deiner Gnade/
Daß ich nicht auffs Hertze lade
Was mich ins Verderben reist/
Auch mich des nicht mag verzeihen/
Was zum Heyl mir soll gedeyen.

Nimmer werd' ich würdig seyn/
(Wenn du mich nicht selbst bereitest/
Furcht und böse Lust bestreitest/)
Dich zu mir zu nehmen ein;
Ich muß in des Todes Schatten
Dein ohn deine Hülff' entrathen.

Doch rufft mich dein Wort zu dir/
Du heist alle zu dir kommen/
Die mit Schuld sich übernommen/
Dieses sagst du auch zu mir.
Gleiche Schuld und gleiches Ruffen
Läst mich gleich Erbarmnis hoffen.

Schick mich aber selber zu/
Wie du mich bereit wilt haben/
Schencke mir die gutten Gaben/
Weil ich selbst nichts Guttes thu/
Reu und Glauben/ Krafft und Willen/
Dein Wort besser zu erfüllen.

Laß mich einen Spiegel seyn/
Der dein reines Bildnis fassen/
Und in sich mag würcken lassen
Deiner Sonne Gnaden-Schein/
Daß ich deine Glutt empfinde/
Mich zu neuer Lieb' entzünde.

III. Himmelschlüssel oder Geistliche Gedichte 84

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