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LYRIK Hans Aßmann von Abschatz - Poetische Werke 178

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

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Poetische Werke 178

Oster-Gedancken

Last uns mit den frommen Frauen/
Nun der frühe Tag anbricht/
Für erwachtem Sonnen-Licht
Zu des Herren Grabe schauen.
Last uns Salb' und Specerey/
Seinem Cörper bringen bey.

Seht Aurorens Röth auffsteigen/
Und der helle Morgen-Stern
Wird uns selbst den Weg zum Herrn
Durch den kühlen Thau anzeigen.
Aber ach! der schwere Stein
Kömmt mir unterwegens ein.

Kan ich mit dem Stein der Sünden/
Der mir auff dem Rücken liegt/
Tausend Centner überwiegt/
Mich zur heilgen Stätte finden?
Wo treff ich den Simson an
Der den Stein abweltzen kan?

Unverzagt! dir ist gerathen/
Der/ den du besuchen wilt/
Hat den Kummer schon gestillt:
Seine Treu kömmt dir zu statten/
Hebt den Stein für sich und dich/
Und nimmt deine Last auff sich.

Mag ihn Sünd und Tod nicht zwingen/
Hält ihn nicht der Höllen Klufft/
Kan er sich durch Stein und Grufft
Lebend in die Höhe schwingen/
So wird auch kein Sünden-Stein
Ihm bey dir zu mächtig seyn.

Schau/ das leere Grab ist offen/
Wo dein liebster Heyland lag/
Nun hast du den Oster-Tag
Froher Seligkeit zu hoffen/
Und durchs kühle Schlaff-Gemach
Folgst du ihm in Himmel nach.

III. Himmelschlüssel oder Geistliche Gedichte 60

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