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LYRIK Hans Aßmann von Abschatz - Poetische Werke 174

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

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Poetische Werke 174

Die sieben Worte unsers Erlösers

Man nimmt die letzten Wort' in Acht/
Die unsre Freunde vorgebracht/
Wer wolte das nicht fassen
Was Jesus/ der uns selig macht/
Am Creutz hat hinterlassen.

Erst Jesus zu dem Vater spricht:
Räch an dem blinden Volcke nicht
Was sie an mir verüben/
So ist er/ biß das Leben bricht/
Der Feinde Freund geblieben.

Des Herren ander Wort erfreut
Den Schächer/ der mit Reu und Leid
Der Sünden war umgeben:
Ich sage dir/ du wirst noch heut
Im Himmel mit mir leben.

Der Herr stellt der bedrängten Schaar
Sein sorgend Vater-Hertze dar/
Läst ihnen Schutz und Segen/
Nimmt der betrübten Mutter wahr/
Heist ihr den Jünger pflegen.

Ihn dürstet nach der Menschen Heyl/
Ihn dürstet/ weil des Höchsten Pfeil
Der Glieder Safft verkreischet;
Ach dencke/ daß er auch ein Theil
Buß-Thränen von dir heischet!

Merck auff/ o Hertz/ und dencke nach/
Warum er zu dem Vater sprach:
Wie hast du mich verlassen.
So schwer ists/ was der Mensch verbrach/
Auff seine Schultern fassen!

Es ist vollbracht/ die Schrifft erfüllt/
Die Schuld bezahlt/ der Zorn gestillt/
Hört man den Heyland ruffen.
Diß Wort/ draus Trost und Leben quillt/
Hält uns den Himmel offen!

O Vater/ meinen matten Geist/
Der sich nunmehr vom Leibe reist/
Befehl ich deinen Händen!
Wer so versorgt das Leben schleust/
Kan seliglich vollenden.

Ach Worte voller Lebens-Safft!
Bin ich mit Sorg und Angst behafft/
Erschreckt mich Tod und Sünde/
So hilff/ daß ich derselben Krafft/
O Jesu/ stets empfinde.

III. Himmelschlüssel oder Geistliche Gedichte 56

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