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LYRIK Hans Aßmann von Abschatz - Poetische Werke 132

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

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Poetische Werke 132

Nahmens-Tag

Der vielgewünschte Tag/ Johann/ ist nun vorhanden/
Die Sonne tritt in Krebs/ nachdem ihr goldnes Rad
Den höchsten Himmels-Stand bereit erlanget hat/
Ein Kummer-reiches Jahr ist wieder überstanden/
Wir leben allerseits bedrängt in unsern Landen/
Bedrängter in uns selbst/ durch manches Thränen-Bad/
Durch über Seel- und Leib gehäuffte Frevel-That;
Erlöß uns/ grosser GOTT/ von dieses Todes Banden.
Vergieb die Schuld/ und gieb/ was unser Hertz erquicke;
Laß unser gantzes Land in vollem Segen stehn/
Damit der Feinde List den Krebs-Gang möge gehn/
Und unsre Waffen selbst dein starker Arm beglücke/
Laß deines Dieners Hauß dir unentfallen seyn/
Und führ uns/ wenn du wilt/ in Himmel selig ein.

Wie soll ich deinen Ruhm/ O Gott/ zur Gnüg erheben/
Das Leben/ die Vernunfft/ O Höchster/ schenckst du mir/
Verlangte Mittel hab ich einig auch von dir/
Durch die ich diesen Tag vergnüget kan erleben/
Was werd ich dir davor aus treuem Hertzen geben/
Das izt verhandne Fest hält meinen Augen hier
Die Eyd-verbundne Pflicht/ den Schluß der Tauffe für/
Und dort umschräncket mich des Fleisches Widerstreben.
Den Willen geb ich dir/ der so viel möglich/ gutt/
Herr/ der du alles kanst/ bezähme Fleisch und Blutt/
Vergieb die Schuld/ mit der ich Sünder bin beladen/
Gieb wahre Sünden-Reu/ gieb einen neuen Geist/
Der von der Erde sich und ihrem Kothe reist/
Und wohne ferner bey den Deinen in Genaden.

III. Himmelschlüssel oder Geistliche Gedichte 14

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