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LYRIK Hans Aßmann von Abschatz - Poetische Werke 118

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

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Poetische Werke 118

Flora saß auff ihrem Throne/
Bey ihr sah man die Napeen
Unter tausend Blumen stehen;
Loß und Glücke solten weisen/
Welch am meisten sey zu preisen:
Was geschach? Die weisse Bohne
Ward der Anemone.

Flora rieff mit hellem Thone:
Manche spürt man übel riechen/
Ob sie schön: die Veyeln kriechen/
Rosen stechen/ Liljen färben/
Nelcken welcken/ Tulpen sterben:
Drum für aller Blumen Crone
Gilt mir Anemone.

Nord-Wind/ wenn du mir zu Hohne
Mit verneutem Winter dräuest/
Schnee und Hagel um dich streuest/
Will ich zwar gedultig lassen
Manche weiche Blum' erblassen/
Aber diß beding' ich/ schone
Meiner Anemone.

Venus mit dem zarten Sohne
Kam in Garten Blumen brechen/
Hörte diese Worte sprechen/
Sagte/ daß Sylvanders Treue
Bald die schönste Blum erfreue?
Geh/ und krön' ihn/ Kind/ zu Lohne
Mit der Anemone.

Amor war bereit zur Frohne/
Flochte für den treuen Hirten
Anemon auff grüne Myrthen:
Dieser sang mit tausend Freuden:
Weil ich werde Lämmer weyden/
Wo ich treibe/ wo ich wohne/
Blüh' mir Anemone!

II. Anemons und Adonis Blumen 118

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