Lyrik


Gedichtzeilen Se

Sechs Wörtchen nehmen mich in Anspruch jeden Tag:Rückert
Seelen aus den Leibern springen.Lenau
Seelenvolle Pflanze!Lenau
Seeräuber suchen auf mit kriegerischen TruppenRückert
Seh ich das leere WeingeschirrLenau
Seh ich den dürren ScheinLenau
Seh ich den Freund, mir einst vor allen teuer,Lenau
Seh ich der Augen ZauberkreiseLenau
Seh ich die Flut sich dehnen,Lenau
Seh ich die längstverlornen Minnestunden,Lenau
Seh ich doch, wie auch der deineLenau
Seh ich sie dahingezogen,Lenau
Seh ich so schön dein Bild mir blühn,Lenau
Seh ich Zeus auf Wolken nahn undLenau
Seh ich, Natur, wie du hier schwelgst in deinen Kindern!Lenau
Seh ich, wie hinab die schnellenLenau
Seh ich, wie Tod dein Herz beschleicht.Lenau
Seh’ ich in seiner Hülfsbedürftigkeit ein Kind,Rückert
Sehen diese Tränen rollen.Lenau
Sehen euch den Reigen üben,Lenau
Sehn auf die untere mit zuviel Stolz herab.Rückert
Sehn die beiden mit Entsetzen:Lenau
Sehn mit ehrbaren, mit geehrten Leuten lassen.Rückert
Sehn, hören wird durch dich vollkommen, Allvollkommner.Rückert
Sehnen vom hohen Olymp herab sich. —Lenau
Sehnend nach dem Hüttlein sich,Lenau
Sehnsucht nach dem kühlen Haus;Lenau
Sehnsuchtergriffen, stürzen vom Fels sich herabLenau
Sehnsüchtig träumen sich nach Himalayagründen.Lenau
Sehnsüchtig zieht entgegenLenau
Sehnsuchtsvoll die Geister schreiten,Lenau
Sehnt ich mich auf der See,Lenau
Sehr ernst ist hier die Welt und mahnt, das Erdenweh,Lenau
Sehr ernst ist hier die Welt und stumm in sich versunken,Lenau
Sehr wach ist mir das Herz und lauschtLenau
Seht aufgedrückt, davon sollt ihr zurücke weichen.Rückert
Seht dort nur hin, wo längst schon steht das Ideal,Rückert
Seht ihr ihn dort herüberschweben,Lenau
Seht ihr nun die kalten Wogen schäumen;Lenau
Seht, da schwebt mit trautem Nicken,Lenau
Seht, dort reiten drei Eisenfresser,Lenau
Seht, er stürzt mit raschem Sprunge —Lenau
Seht, seht, schon schwillt er brausend an,Lenau
Seht, wann die Sonn' aufsteht, bis wann sie untergeht,Rückert
Seht, wie zu nutzen er den Schaden selber weiß,Rückert
Sei alles Lebende gewesen harmlos nur.Rückert
Sei auch bescheiden gnug, ein aufmerksames OhrRückert
Sei auch die Stunde gleich, und gleich des Weges Richte,Rückert
Sei dafür dankbar nur! doch wär' es hinterrücks,Rückert
Sei dafür dankbar nur! doch wär' es hinterrücks,Rückert
Sei dankbar für das Glück, das dir der Herr bestimmtRückert
Sei dankbar, daß den Dank der Eigennutz dir bringt,Rückert
Sei dankbar, daß die Welt so reich dir dargebotenRückert
Sei dein das Hochgefühl freiwilliger Entschlagung.Rückert
Sei dein das Hochgefühl freiwilliger Entschlagung.Rückert
Sei dem gefällig, der an dir Gefallen trägt,Rückert
Sei der erwachten Natur erhabnem Genusse geheiligt!Lenau
Sei des Unendlichen und Endlichen Ausgleichung.Rückert
Sei die Mordtat unsrer Hände;Lenau
Sei die Rache ungeheuer.Lenau
Sei diese, Unrecht gern, wo Recht du hast, zu haben.Rückert
Sei dir ein mildes Jahr beschert zu Trank und Speise,Rückert
Sei doch in jeder Art ein Höchstes offenbart;Rückert
Sei doppelt angelegt dazu von Anbeginn,Rückert
Sei du das Licht im Haus, vom Scheffel unverdeckt,Rückert
Sei du der Himmel, drin der reine Geist sich wiegt.Rückert
Sei du der Kerze gleich, die sich in Demut putzt,Rückert
Sei du der Schöpfbrunn, der gern allen Nachbarn borgt,Rückert
Sei du die Himmelsros’ und nicht der Erdenpilz;Rückert
Sei du die Lampe nur, bist du die Kerze nicht.Rückert
Sei du die Traube nicht, o Herz, die unterm LaubeRückert
Sei du vielfach gelehrt, und nicht ein Fachgelehrter.Rückert
Sei ein Ersatz mir ein fantastisch Wolkenbild.Rückert
Sei ein Erwerber du, es gibt genug Verderber.Rückert
Sei einem lustigern Geschlecht von mir empfohlen.Rückert
Sei einzig Gottes Macht, die dich zurecht gewiesen.Rückert
Sei es ein Herzgefühl, ein Sinnengegenstand;Rückert
Sei es für andre da, für dich ist es verloren.Rückert
Sei es rein menschlich nur, so nehmen wir es an.Rückert
Sei es zu ew'gem Tod, sei es zu ew'gem Frieden.Rückert
Sei ewig, Herz, und hochgemut!Lenau
Sei fleißig Tag und Nacht, und sammle Gut ins Haus!Rückert
Sei frisch und fromm,Lenau
Sei frisch und fromm,Lenau
Sei froh, wenn, wie von Lust, sie sind von Plage leer.Rückert
Sei ganz weis' und du klagst nicht andre an, noch dich!Rückert
Sei gegen sein Geschick unmächtig, schwach und blind?Rückert
Sei gegen Stolze stolz, um Demut sie zu lehren.Rückert
Sei gegrüßt in deinem Strauch!Lenau
Sei gesegnet, meine Freundin!Lenau
Sei glücklich daß du siehst, daß es ein andrer ist.Rückert
Sei heiter wie die Luft, wie Feuer ohne Scheu,Rückert
Sei immer dankbar ihm für das was du gewannst.Rückert
Sei immer nur daheim, allein und unbeklommen;Rückert
Sei immer nur daheim, allein und unbeklommen;Rückert
Sei kurz, o Überschrift! so bleib' ich gerne stehn;Rückert
Sei mangmal es auch nur ein Strich um auszustreichen.Rückert
Sei mäßig im Genuß, nicht bloß gewürzter Speisen,Rückert
Sei mir gegrüßet,Lenau
Sei mir gegrüßet, o Nacht, du Freundin stiller Betrachtung!Lenau
Sei mir zum letztenmal gegrüßt,Lenau
Sei nun ein Blitz in der Gewitterschwüle,Lenau
Sei nur darauf gefaßt, nie sei darum beklommen,Rückert
Sei nur ein Blatt im Kranz, ein Ring im Ringeltanze,Rückert
Sei nur zufrieden, wenn der eine dir den Schatten,Rückert
Sei nur, wo?s irgendwas zu lernen gibt, gelehrig;Rückert
Sei reine Flut, so wird die Sünde selbst dich fliehn.Rückert
Sei selbst ein Mann, wo nicht, such' eines Mannes Schutz!Rückert
Sei selbst! Er selber will, daß selbst du sollest seyn,Rückert
Sei sie von deinem Tritt nacheifernd angefrischt.Rückert
Sei still von euch die Hügelschar beschlichen,Lenau
Sei und immer bleiben werde.Lenau
Sei unversehrt, wie sie von diesen, du von jenen!Rückert
Sei von der Malerinn Erinnrung angefrischt.Rückert
Sei von des Himmels Thau, der Pflanze gleich, begossen,Rückert
Sei wahr zu jeder Zeit, wahr in der Gegenwart,Rückert
Sei wie der Himmel klar und tief in dunkle Ferne:Rückert
Sei wie der Mond, der von der Sonn’ entlehnt sein Licht,Rückert
Sei wie die Biene nur zu keiner Stunde müßig!Rückert
Sei’s fern wie Orient von Occident getrennt,Rückert
Sei's auch, Unschönes nur, das seyn will, zu vernichten,Rückert
Sei's in der Mühle, die dort ächzt, zersägt zu stehn.Rückert
Sei's in drei Monaten, drei Jahren oder Tagen,Rückert
Sei's übern Durst ein Glas, sei's übers Faß ein Kübel.Rückert
Sei's um als Hüttenrauch, wie dort qualmt, aufzugehn,Rückert
Seid doch nicht so ausgelassen,Lenau
Seid gehorsam, wackre Brüder,Lenau
Seid ihr auch dem Sturm entwischt,Lenau
Seid ihr dann überall der rechten Zeit voraus.Rückert
Seid ihr ins Stoffliche dafür nun eingerannt.Rückert
Seid ja auch nicht ausgeblieben,Lenau
Seid nichts in euch, in mir seid ihr ein Etwas bloß.Rückert
Seid schön gegrüßt, Ihr Herren,Lenau
Seid stille, stille, daß die flüchtgen GästeLenau
Seid willkommen mir, Matrosen!Lenau
Sein adliches Diplom, ein schlechter Diplomat.Rückert
Sein altes Garn zerrissen.Lenau
Sein altes Machtwort übers Volk der Toren.Lenau
Sein Angesicht zum Licht wandt’ er mit schneller Wendung,Rückert
Sein aufgeblühtes Bild.Lenau
Sein Auge folgt am WiesenplanLenau
Sein Auge war noch schwach für die Gewalt des Schönen,Rückert
Sein Beil, das fällt.Lenau
Sein Bild sich recht ins treue Herz zu schauen.Lenau
Sein Blick dem Sonnstrahl heiß und wild,Lenau
Sein Blick und seine Kugel.Lenau
Sein Blut zum Herzen kriecht:Lenau
Sein bräutlich Lied der Vogel singt,Lenau
Sein Buch der Weisheit hat vollendet der Brahman.Rückert
Sein Bündel Holz am Rücken bringtLenau
Sein eigen Hausgemächt auch auf den Markt zu bringen.Rückert
Sein eigen nennt der Mensch ein Gut uneigentlich;Rückert
Sein eigen Vorrecht hat auch der gemeine Mann.Rückert
Sein eignes Göttliches konnt' er vom Gott nicht trennen.Rückert
Sein Eignes, auf den Schein, um Fremdes ausgetauscht.Rückert
Sein elterliches Haus vergessen, davon kaumRückert
Sein erlauchtes Leben ende!Lenau
Sein Erzfeind, Russe, hat ihn totgeschossen;Lenau
Sein Flehen schlägt vergebens an die Pforte;Lenau
Sein Freudenruf ist durch die Luft erklungen;Lenau
Sein Gedächtnis durch die Wipfel,Lenau
Sein Gesinde trat den Reigen,Lenau
Sein Gewand Merlin,Lenau
Sein Glaub' ist es der ihn aufrichtet oder bückt,Rückert
Sein Gut gibt er für sie, und sie für ihn ihr Blut.Rückert
Sein Haar entsetzt zu Berge fleugt,Lenau
Sein Haupt umflattert mit vertrautem KosenLenau
Sein Haupt vor'm Himmelsaug', eh' ihm das Auge brach.Rückert
Sein Herz — sind alle drei von gleicher Kälte.Lenau
Sein Herz erwarmet in beglückter Ehe:Lenau
Sein Herz ist still; das meine, ohne Rast,Lenau
Sein Herz, von Sehnsuchtsqual zerklüftet,Lenau
Sein Herzblut still verströmend, seine Rosen.Lenau
Sein herzliebster Klang,Lenau
Sein herzliebster Schatz;Lenau
Sein Innres ist sein Thun, das strebt er zu vermehren;Rückert
Sein Innres räumet er zur Wohnung willig ihnen,Rückert
Sein Lächeln streuet Duft in trüber Inbrunst Glimmen,Rückert
Sein Leben fühlt und liebt im Schmerz der Kranke.Lenau
Sein Leib neigt sich dem Boden zuLenau
Sein Leib, der wird davon nach außen keine geben.Rückert
Sein Leibgesang,Lenau
Sein Leiblied zu blasen!« Lenau
Sein liebes AngesichtLenau
Sein muntres Liedel singend,Lenau
Sein Narr Geheimerath, als ihn der König fragte,Rückert
Sein Ohrenblasen wird nicht minder giftig seyn.Rückert
Sein Quellen wird nie leer, sein Schwellen wird nie voll.Rückert
Sein rauher Klang will deine Freude schüttern.Lenau
Sein Rauschen eingestellt,Lenau
Sein Rollen hör’ ich noch, und glaube noch die SpurRückert
Sein Rößlein weiden, tummeln wollen.Lenau
Sein Säuseln Einigung in widerstreit'ge Stimmen,Rückert
Sein scharfes Auge weiß auf StreckenLenau
Sein Schlaf ist gut, o dieser Schlaf ist gut!Lenau
Sein Schlaf ist süß, er schlürft ihn einLenau
Sein Schreck ist in der Wut verbrannt,Lenau
Sein Sehnen stillest du und sühnest seine Schuld.Rückert
Sein Selbst in jeglichen Gedanken so versenkt,Rückert
Sein Strahl ruht liebend, lohnend auf dem Guten,Lenau
Sein Thun soll, sieht sich doch nach Beihilf? um zu Zeiten.Rückert
Sein treues Auge sieht beizeitenLenau
Sein Verhängnis will Genüge;Lenau
Sein Weib, einst schön gepriesen und reizend,Lenau
Sein Wein; flink! flink!Lenau
Sein weites Hemd im Monde gleißt.Lenau
Sein welkes Laub ihm abzuschmeicheln;Lenau
Sein Wissen mag der Mann an alle Welt verschwenden;Rückert
Sein Wort gebot den Mächten dieser Erde,Lenau
Sein Ziel hält unverrückt, nur der ist ganz beglückt.Rückert
Seine abendbesonnte HerdeLenau
Seine Augen aufzuschlagen.Lenau
Seine Brautfahrt gilt der Freiheit,Lenau
Seine Diele überdeckt.Lenau
Seine Geige in der FreudenhalleLenau
Seine Götter einst begrüßte.Lenau
Seine Hand verwegen aus;Lenau
Seine Hand zur Wange haltendLenau
Seine Heimat grüßt er nimmermehr.Lenau
Seine Kameraden schelten,Lenau
Seine Keul und Lanzenspitze.Lenau
Seine Krieger rings am BodenLenau
Seine Krieger, seinen Zorn.Lenau
Seine lieben Phantasein.Lenau
Seine nackte Brust.Lenau
Seine Pulse jagen schneller. — —Lenau
Seine Rüstung umgenommen;Lenau
Seine Schwingen sind nur Speichen,Lenau
Seine Seele ward ergriffenLenau
Seine Seele zittert zwischenLenau
Seine Söhne jetzt der Greis betrachtet,Lenau
Seine Sporen hell dazu.Lenau
Seine stillen Häuser trauern.Lenau
Seine Wellen ans Gestade,Lenau
Seine Werbung heißt Verwüstung.Lenau
Seine Worte nie vergaßen:Lenau
Seinem Bruder dränge.Lenau
Seinem Felsenkerne.Lenau
Seinem Freunde treubewähret,Lenau
Seinem Geschäfte nach, und bettelt hier und dort.Rückert
Seinem un verlernen Paradiese?Lenau
Seinem Wellenklang!Lenau
Seinen altberühmten Wappenbaum,Lenau
Seinen Bruder freigesprochen,Lenau
Seinen Flammenpfeil zu wetzen. —Lenau
Seinen goldnen AbendscheinLenau
Seinen Gruß hernieder;Lenau
Seinen Herrn zu suchen, irrt erLenau
Seinen lang und treu bewahrten Entschluß:Lenau
Seinen Leichenschatz ihr dar,Lenau
Seinen offnen Himmel, schaut.Lenau
Seinen Rhythmus, und die LeuteLenau
Seinen Tagesflug beschließen.Lenau
Seiner eignen Klage still geworden.Lenau
Seiner Kindheit SpielgenossenLenau
Seiner Kunst geheimste KräfteLenau
Seiner lichten Feldherrnseele.Lenau
Seiner Wangen Rosenschein.Lenau
Seines Geistes nie verloren.Lenau
Seines Glaubens liebster Habe. —Lenau
Seines Glücks ihm einen teuren Rest,Lenau
Seines Heeres Sturm gewendet,Lenau
Seines Herzens bange Frage;Lenau
Seines Kindes unglückselge Triebe,Lenau
Seines Kummers Spielgesinde.Lenau
Seines Lenzes PurpurblütenLenau
Seines Zieles, noch so weit!Lenau
Seis die Höhe doch des Forscherganges.Lenau
Seis nur ein mit Vernunft nicht Unvereinliches,Rückert
Seit bessere Naturerkentnis sich gefunden.Rückert
Seit dem Verluste des Paradieses,Lenau
Seit der Ehbund ward geschlossen,Lenau
Seit der Leib im Leichentuch,Lenau
Seit der Stunde, wo das Gespräch der FreundeLenau
Seit des verlornen Paradieses Tagen,Lenau
Seit folgt’ es seinem Herrn nicht weiter als zur Pforte,Rückert
Seit gegeben seinen LautLenau
Seit Götter Schwierigkeit der Tugend vorgesetzt.Rückert
Seit ich des Glaubens treue Spur verließ.Lenau
Seit ich dich erblickt, du schönste Maid,Lenau
Seit ich die las, steht hier im Heiligthum der BrustRückert
Seit ich über Berg und TalLenau
Seit ihr Gatte sie verstieß,Lenau
Seit in den bodenlosen SumpfLenau
Seit in des Busens FinsternissenLenau
Seit Jahren muß der Fuß heraus zur Schwelle hangen,Rückert
Seit sie, Reu und Kummers Beute,Lenau
Seit wir uns zuletzt begegnet,Lenau
Seitdem du mit den höchsten MächtenLenau
Seitdem ein Auge, mir nicht minder lieb als meines,Rückert
Seitdem ich fühle daß ich reis? im Himmel stündlich.Rückert
Seitdem ich nebenaus mich stellte vom Gedränge!Rückert
Seitdem ließ ich gestellt, und so magst dus auch lassen,Rückert
Seitwärts gewandten finstern BlicksLenau
Selber können sie nicht künden,Lenau
Selbliebe liebte gern sich selber ungestört,Rückert
Selbst brauchen könntest du's, doch brauchst du so es ebenRückert
Selbst deine Uhr geräth in Unordnung auf Reisen;Rückert
Selbst den Teufel überraschen.Lenau
Selbst die fünf Finger sind nicht gleich an einer Hand,Rückert
Selbst die Natur dich an zum Guten, ab vom Schlimmen.Rückert
Selbst die rauhen, öden KlippenLenau
Selbst die Unendlichkeit vermöcht' ihn nicht zu fassen.Rückert
Selbst die Verschlungenheit von ihrer Bahn beweist,Rückert
Selbst durch Hervorbringung der Welt hervor sich bringt.Rückert
Selbst eine Thräne rann von seinem Auge nieder.Rückert
Selbst einen Seufzerhauch im Frühlingsflüsterhain,Rückert
Selbst fest zu stehn, und aufzustehn auch wann er glitt:Rückert
Selbst gegen Kleineres kommst du dir größer vor,Rückert
Selbst hat er einst erprobt, das nun um andre tobt,Rückert
Selbst hilfst du ihnen nicht, wenn du dich plagst mit ihnen,Rückert
Selbst in den Mutterschooß den Saamen so gestreut,Rückert
Selbst in der schönsten Zeit der Kunst ward dargebotenRückert
Selbst jenes Wort, das Erd' erschuf und Himmel dort,Rückert
Selbst keinen andern ist gegangen die Natur,Rückert
Selbst lieber jeden Schnitt, als daß es andre schnitte.Rückert
Selbst minder schwer ist dort der ird?schen Stoffe Wucht,Rückert
Selbst mitten in der Glut war Wärme nicht zu spüren;Rückert
Selbst nöthig hat, dem gibt Gott selber es vorher.Rückert
Selbst seine Sprache zeigt entgegen einem NamenRückert
Selbst um ein Wort hervor zu bringen, muß die ZungeRückert
Selbst unbedenklich nimmt er äußres EhrenzeichenRückert
Selbst unbeweglich, ließ er alles sich bewegen,Rückert
Selbständig aber wohl, sobald er tritt hinaus.Rückert
Selbstherrscher ist, wer sich beherrscht, sein eigner Obrer,Rückert
Selbstwerdender Begriff, und wie von Frost zu FrostRückert
Selig dringendem Erwarten,Lenau
Selig empor zu dir, umschlungenLenau
Selig lauscht der grüne Baum,Lenau
Selig wandelt dort ein RitterLenau
Selig wie er,Lenau
Selig, wem sie einst entgegenschwellenLenau
Selig, wer aus diesen schwarzen AugenLenau
Selige Stunde!Lenau
Selige Stunde! Da mir meine BerthaLenau
Seliger Lust; und ach! nun weht derLenau
Seliger Musik der Sphären,Lenau
Seligster aller Gedanken! vielleicht gedacht auch vom EwgenLenau
Selten auf granitnem BlockeLenau
Selten nur enthallt das Geglock am Halse,Lenau
Seltsame Stimmen mein’ ich nun zu hören:Lenau
Semitisch und Sanskrit, und alles Übrig? eins.Rückert
Semitisch zeichnet aus tief innerliche Regung,Rückert
Sende mir den bangen Hauch,Lenau
Senden wollen nach dem kühlen Grunde,Lenau
Sendet ihren Gruß dem Strande nicht;Lenau
Senkend ihr gebleichtes Antlitz,Lenau
Senkt bald herab sein Aug auf die Leichen, bald,Lenau
Senkt nieder es, und heckt am Boden Raupen wieder.Rückert
Sennin, o wie reizend blühtLenau
September war ein Glanz an Himmel und Gefild;Rückert
Setz’ einen kleinsten Punkt, ob unsichtbar er wäre,Rückert
Setz’ ihm ein Denkmal, das dir zeig’ in künft’gen Stunden,Rückert
Setz’ ihn auf Sündenschmutz nie noch auf Kummerasche!Rückert
Setz' einen Monat lang zusammen nur die StundenRückert
Setzen gewaltig, keck und sicherLenau
Setzt alles was er hat, und hat verloren alles.Rückert
Setzt den Juden jetzt der Husar,Lenau
Setzt ein Blitz in wilder Flucht.Lenau
Setzt ihn vor sich auf den Sattelknopf.Lenau
Setzt ihr nicht in den Kopf, daß gut nur sei das Gute,Rückert
Setz? als der Schöpfung Aus- und Einstralpunkt das Licht.Rückert
Setz? Elemente hier, Luft, Feuer, Wasser, Erde,Rückert
Seufzer für mein trübes Los!Lenau
Seyn wollen, eben das ist Sünde wesentlich.Rückert
Seyn, das nicht Denken ist, hat nur sich selbst verloren,Rückert
Seyngebende und von dem Seyn befreiende.Rückert