Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

V. Sonntags- und Fest-Gedancken

  • Sey freudig Israel, dein König kömmt zu dir (Sonntags- und Fest-Gedancken)
  • Laß immerhin die Welt ihr eitles Netze flicken
  • Herr laß mich würdig seyn für deinem Stuhl zu stehn
  • Laß mich nicht falschen Sinn und weiche Kleider tragen
  • Halt nicht zu viel von dir, bekenne rund und frey
  • Du wirst das schwache Rohr des Glaubens nicht zu brechen
  • Freude wird der gantzen Welt von dem Engel angetragen
  • Gott lockt mich offtermahls gleich einer treuen Henne
  • Ich liebe dich, o Gott, doch hilff, daß ich mein Lieben
  • Du Fleischgewordnes Wort, wohn auch in meinem Hertzen
  • Du wilt, O Herr, den Schnitt des scharffen Messers leyden
  • Du fleuchst, o zartes Kind; Ach, fleuch doch nicht von mir
  • Ich kan zwar Drey und Eins mit Sinnen nicht begreiffen
  • Laß mich des Glaubens Gold der Andacht Weyhrauch bringen
  • Entzeuch dich nicht von mir: Ich suche dich mit Schmertzen
  • Mein Wasser-Krug ist voll (vom Weine nicht) vom Weinen
  • Was machstu blinder Saul! Es geht dir, wie uns allen;
  • Gicht, Aussatz plagen uns: Arzt mach uns heil und rein
  • Du opfferst, reines Lamm, für dich zwey reine Tauben
  • Es wollen Well und Sturm das lecke Schiff versencken
  • Viel Unkraut wächst bey mir! Herr, laß mich fleißig jäten
  • Ich bin in deinem Dienst gar spät und träg' erschienen
  • Der Saamen ist wohl gutt der Acker ist geringe
  • Ich komme, weil du ruffst, mühselig und beladen
  • Zum Leyden gehst du Herr, und heilest einen Blinden
  • Du fastest grosser Gott den Apffel-Biß zu büssen
  • Verkläret wirstu Herr: Ach möchte mirs geschehen
  • Gedencke mein, o Gott, nach deiner grossen Gütte
  • Laß mich mein Hertzens-Hauß so schmücken und bequemen
  • Du kanst mit wenig Brod ein grosses Volck verpflegen
  • Herr, ewig vor der Zeit und in der Zeit gebohren
  • Was ist diß für ein Gruß? für Mutter zu erkennen
  • Ach Herr, zeuch bey mir ein, laß mich die Palmen weyhen
  • Ich borgte, du bezahlst, ich reizte, du versühnst
  • Weg bange Grabes-Furcht! mein Jesus liegt im Grabe
  • Muß ich nach Emauß offt betrübtes Geistes wallen
  • Laß mich den Honigseim des süssen Trostes schmecken
  • Du edler Friedens-Fürst, gieb Fried in Geist und Sinnen
  • Ich will dich lieber Herr zum treuen Hirten wehlen
  • Ein Kleines soll ich dich, mein Licht, zu sehn entrathen.
  • Ich bin ein schwacher Mensch, geneigt zu Fall und Gleiten
  • Du lehrest uns getrost zu deinem Vater treten
  • Du fährest in die Höh, ich bleib auff Erden kleben
  • Den Tröster wilt du uns an deine Stelle senden
  • Auff Erden will ich nur als wie in Mietung leben
  • Wir Menschen sind wohl schwach an Gottes Wort zu dencken
  • Du eingebohrner Sohn bist mir zum Heyl geschenckt
  • Laß mich zur rechten Thür in deinen Schaffstall gehn
  • Komm edler Himmels-Wind, und blaß in meinem Hertzen
  • Herr, laß fünff Brüder mich (die Sinnen) nicht bethören
  • Das Abendmahl ist groß, und diß nicht zu versäumen
  • Dein Schaaff verirret sich, Herr, hol es wieder ein
  • Wie du barmhertzig bist, so laß michs auch geniessen
  • Es scheinet uns nunmehr der Auffgang aus der Höhe
  • Ich bin zwar Sünden-voll, doch wiltu bey mir bleiben
  • Ist auff den Felß des Heyls mein Glaubens-Hauß gegründet/
  • Wohl dem, der sich mit Gott im Glauben kan verbinden
  • Weil Unversöhnligkeit und Rach' uns selbst verletzen
  • Trau Gott und sey vergnügt, was dir ie mag begegnen
  • Laß mich des Glaubens Traub' und guter Wercke Feigen
  • Will deine Gnade nicht für Hundert Funffzig schreiben
  • Ach Hertz, die Gnaden-Zeit ist mir vorlängst erschienen
  • Ich klage daß mein Thun und Fromm-seyn wenig tauge
  • Zum Gutten bin ich stumm und gantz verschloßner Ohren
  • Im Jericho der Welt empfieng ich tieffe Wunden
  • Voll Aussatz ist die Seel und heischer ist der Mund
  • Weg schnöder Mammons-Dienst, weg trübe Nahrungs-Sorgen
  • Kein Ort verjagt den Tod, es schützen keine Jahre
  • Laß mich, o Himmels-Herr, nur in den Himmel ein
  • Wer selber sich erhöht, der soll erniedrigt werden
  • Du bist der Krancken Arzt, und nimmst die Sünder an
  • Ach, daß ich Davids Sohn und Herren hertzlich liebte
  • Reizt Auge, Fuß und Hand durch Aergernis zu Sünden
  • Wenn du mir, Gott, die Sünd aus Gnaden hast vergeben
  • Herr schencke mir das Kleid, das mir zur Hochzeit fehlt
  • Das Creutze führt zu Gott, drum will ichs willig küssen
  • Ach Höchster, lehre mich dem Schuldner zu verzeyhen
  • Dein Zinß-Mann bin ich, Herr! laß mich ein Christlich Leben
  • Getümmel gutte Nacht, ich will mich schlaffen legen
  • Wie groß die Seelen-Noth und Angst des Leibes sey
  • Wenn über alle Welt wird dein Gericht ergehen
  • Der Schlaff berennet mich, das Glaubens-Oel will schwinden
  • Mit Weinen legt ich hin das erste Lebens-Jahr (Betrachtung funffzig-jährigen Lebens-Lauffs)
  • Ad mortem firmo gressu perrexit Agagus
  • Beschicke dein Hauß, die Boten erscheinen (Todes-Post zu dreyen Stimmen)
  • Des Leydens Maaß ist voll, mein Heyland ist erblichen!
  • Laßt Solyms Mauren
  • ◀ IV. Tauff- und Pathen-Wünsche ◀
    ▶ VI. Glückwünschungen an Gekrönte und Erlauchte Häubter ▶
    Hans Aßmann von Abschatz
    LYRIK - operone