• Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

  • Wer das göldne Mittel liebt/ steckt nicht unter Spinnenweben
    Schwartzer Hütte stets verdeckt/ weiß auch ohne Neyd zu leben
    Der bey stoltzen Höfen herrscht/ hofft bey rauher Winde Brüllen/
    Fürcht den Wechsel des Gelücks/ wenn ihm alles geht nach Willen.
    Denn der Winter kömmt und weicht/ Freude wechselt mit Beschwerden/
    Gehts izt schlimm/ so bleibt der Trost/ daß es bald wird besser werden.
    Cynthius führt nicht allzeit bey sich den gespannten Bogen/
    Unterweilen hat er auch linde Säiten auffgezogen.
    Schaue daß man dich allzeit im Gedrangen muttig finde/
    Aber halt die Segel ein bey dem allerbesten Winde.

    VIII. Vermischte Gedichte 310
  • Hans Aßmann von Abschatz
    LYRIK - operone